Viviana García Besne

Berlinale: Filmretterin Viviana García Besne mit Santo contra Cerebro del Mal im Forum, einem Wrestler-Film, der das alte Kuba zeigt

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Viviana García Besne ist eine lebendige Frau, sprüht vor Energie und Lebensfreude. Sie hat so viel davon, dass sie noch abgeben kann. Einen Teil davon verwendet sie für die Rettung von alten Filmen. In ihrer Familie gibt es in mehreren Generationen Filmemacher. Als sie das Erbe dieser bewahren wollte und Archive durchsah, bildete sich langsam die Idee und Notwendigkeit heraus, einen Aufbewahrungsort für diese alte, beliebte Filmkunst zu finden. Besne gründete das Permanencia Voluntaria Archiv. Es ist also in Privatinitiative entstanden und erhält keine direkte staatliche Unterstützung. Santo contra Cerebro del Mal („Santo vs Evil Brain“) ist einer dieser alten Filme, eine mexikanisch-kubanische Koproduktion aus dem Jahre 1959. Unter anderem aufgrund seiner Eindruck machenden Außenaufnahmen des vorrevolutionären Kubas hat der Film großen historischen Wert.

Erst gerettet, Erdbeben, dann wieder in Gefahr

Im September 2017 wurde das oben genannte Archiv, das unter anderem viele Kopien der beliebten Lucha-Filme (Wrestlerfilme) beherbergte, bei den schweren Erdbeben in Mexiko stark beschädigt. In Zusammenarbeit mit dem Academy Film Archive entstand nun eine restaurierte Fassung von Santo contra Cerebro del Mal, mit der ein wichtiges Stück mexikanischer Populärkultur seinen Weg zurück ins Kino findet.

Santo contra Cerebro del Mal: Hintergrund und Handlung

Rodolfo Guzmán Huerta alias El Santo war einer der bekanntesten Luchadores (Wrestler) Mexikos und trug maßgeblich zum Hype um den Sport bei. In seiner über 40 Jahre währenden Karriere als Wrestlingstar und Schauspieler trat er stets mit seiner ikonischen silbernen Maske auf und wurde schließlich sogar mit ihr begraben.

Noch heute ist Santo, auch dank einer Reihe von Superheldencomics, eine Legende. Außerhalb des Rings bekämpfte er dort und in Filmen Zombies, Vampirinnen, wahnsinnige Wissenschaftler und Monster.

In seinem ersten Film Cerebro del Mal noch einfach als El Enmascarado – der Maskierte – bezeichnet, wird er von einem Professor und seiner Gang durch ein Serum gefügig gemacht und kämpft unfreiwillig als Handlanger der Bösen, die die Welt übernehmen wollen.

Schwarz-Weiß ist das neue Finger-hoch – Santo contra Cerebro del Mal ein Beispiel

Bei der Berlinale hat sich das alte neue Schwarz-Weiß vielerorts durchgesetzt. Im Wettbewerb zeigt das grandiose Musical „Ang panahon ng halimaw“ von Lav Diaz nur Schwarz, Weiß und Graustufen. Die Retrospektive strotzt nur so von Monochromen und im Forum gibt es Santo contra Cerebro del Mal.
73 Minuten Schwarz-Weiß von Regisseurin Joselito Rodríguez. Gedreht 1959 unter zwei Flaggen, Mexikos und Kubas. Sprache: spanisch.
Präsentiert wird der Film im Berlinale-Forum von Viviana García Besne, die unglaubliche Geschichten und Anekdoten erzählen kann. Was ihre Familienmitglieder taten, wenn ihnen das Geld zum Filmedrehen fehlte und wie sie die fertigen Filmrollen aus Kuba herausschmuggelten.

Besetzung:
El Enmascarado (Der Maskierte) (Santo)
Joaquín Cordero (Dr. Campos)
Norma Suárez (Elisa)
Enrique J. Zambrano (Lt. Zambrano)
Alberto Inzúa(Gerardo)
Fernando Osés(El Incognito / Polizeibeamter)
Enrique Almirante
René Socarrás
Mario Texas

Im Tiergarten, im Tiergarten ist Kunstauktion. Versteigerung zugunsten der Erdbebenopfer in Mexiko-Stadt mit Werken von Bianca Monroy, Vanessa Enriquez, Rosaana Velasco u. a.




Die Unehelichen

„Lass Merkel frei!“ Hermann-Sudermann-Verfilmung von „Katzensteg“ (1927) bei Berlinale-Retrospektive

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ein Mann zwischen zwei Frauen, Regine und Helene. Schon bevor er Helene aus Versehen Regine nennt, ist alles klar. „Wenn du mich noch ein bisschen gern hast, lass Felix Merkel frei!“ bittet sie ihn auf dem Kirchhof, während er Regine am heimischen Herd wähnt. Doch Frauen wissen manchmal mehr, wissen nicht woher und können es nicht erklären. Intuition? Er erhielt einen Brief, es geht um ein Treffen um 9 Uhr, in einer Stunde will er zurück sein. Doch es kommt anders. Es geht um Leben und Tod.

Dieser Film der Berlinale-Retrospektive zeigt Preußen um 1807 und 1813

In einer Zeit ohne Telefon und Strom, ohne Dampfmaschine sogar, konnte so etwas passieren. „Schütze dieses Telefon – es kann Leben retten“ stand in den 70er, 80er und 90er Jahren an den gelben Telefonzellen der Deutschen Bundespost. Ob Handys wegen der Zellen auf englisch ‚cellphones‘ heißen? Heute retten Mobiltelefone leben oder zerstören es. Telefonzellen sind immer seltener anzutreffen, ob nun gelb oder rosa-grau.

Als es noch gar keinen Fernsprecher gab, konnte eine ganz andere Dramaturgie entstehen. Der oder die falsche wurde getötet, der richtige zieht in den Krieg und lässt sich dort töten. Das ganze als Stummfilm mit eingeblendeten Texten.

„Der Katzensteg“ spielt nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches; es zerfiel 1806, da der Kaiser nach Napoleons Siegen die Krone niederlegte. Preußen überlebte nur deswegen so stark, weil es 1701 in Königsberg i. Pr. zum Königreich wurde. Das was wir heute Ostpreußen nennen, ist eigentlich Preußen. Deswegen heißt es auch „Königsberg in Preußen“ und nicht ‚in Ostpreußen‘.

Stummfilme – fast exklusiv bei der Berlinale-Retrospektive

Stummfilme erscheinen uns als altmodisch, aber es gibt durchaus Menschen, die Stummfilme gegenüber modernen Krach-Filmen bevorzugen. Diese Menschen sind auch länger in der Lage, ihr Gehör zu bewahren und ohne Hörgerät auszukommen.

Heute mal nicht das kleine Schwarze, sondern das große Schwarzweiße

Auch das Schwarzweiße hat durchaus seinen Reiz und seine Berechtigung. Lav Diaz, großartiger Regisseur zweier Berlinale-Wettbewerbsfilme, darunter 2018 mit dem grandiosen Musical „Ang panahon ng halimaw“, wählt Schwarzweiß absichtlich und freiwillig.

Über den Wettbewerbsfilm von Lav Diaz 2016 („Hele sa Hiwagang Hapis“):

Die Wahrheit wird ans Licht kommen – Mammutwerk über die Geschichte der Philippinen im Berlinale-Wettbewerb

Manche zelebrieren Stummfilme, in dem sie in ein wie das Babylon-Mitte gehen, in dem regelmäßig Samstag um Mitternacht Filme live am Klavier begleitet werden. Fakt ist: Stummfilme bieten andere Möglichkeiten

Berlinale-Retrospektive „Weimarer Kino – neu gesehen“

68. Internationale Filmfestspiele Berlin 15.-25.2.2018

Der Ostpreuße Hermann Sudermann, Verfasser der Romanvorlage „Katzensteg“ für den Film der Berlinale-Retrospektive

Hermann Sudermann wurde am 30. September 1857 in Matzicken im Kreis Heydekrug in Ostpreußen geboren. Der Schriftsteller und Bühnenautor schrieb mindestens 7 Romane, darunter „Frau Sorge“, „Es war“ und „Das Hohe Lied“.

„Katzensteg“ (1890) war seine vierte Veröffentlichung und sein zweiter Roman als Monographie. Der Buchtitel „Katzensteg“ wird meist ohne Artikel angegeben, die Verfilmungen (1915 (Max Mack), 1927, 1937, 1974/75) mit. Sudermann verfasste auch Novellen und Erzählungen („Die indische Lilie“ u.a.).

In seinen letzten drei Lebensjahren veröffentlichte er noch genau je einen Roman, u.a. „Der tolle Professor“. In seinem Todesjahr 1928 erschien noch „Purzelchen“. Sudermann starb am 21. November in der Reichshauptstadt Berlin, als diese noch fein demokratisch war und Hoffnung regierte. Vor der Weltwirtschaftskrise in den Roaring Twenties.

Andere „Katzensteg“-Verfilmungen waren durch stärkeren Nationalismus und Aufwiegelung gegen die Franzosen gefärbt.

(Vorführungen KATZENSTEG am 17.2. um 12 im Zeughauskino und am 18.2. um 14.30 Uhr im Cinemaxx 8. Wann und wo man den Film sonst jemals noch sehen kann, ist am besten im Filmhaus bzw. in der Deutschen Kinemathek zu erfragen, ggf. auch bei der Berlinale-Retrospektive.)

Die Retrospektive „Weimarer Kino – neu gesehen“ ist nicht zu verwechseln mit den „Berlinale Classics“ wie Wim Wenders‘ „Himmel über Berlin“:

Der Himmel über Berlin in 4K – Ein Kultfilm feiert Weltpremiere auf der Berlinale

Bei der Berlinale-Retrospektive und überhaupt: „Wo sind meine Berlinale-Fundsachen?“

Achten Sie auf Ihre Sachen! Es gibt wieder ein Berlinale-Fundbüro in der Potsdamer Straße 5, aber erst ab 23. Februar (geöffnet wochentags 9-18 Uhr und am 24. und 25.).
Bis dahin werden die Fundsachen in den Kinos beziehungsweise Spielstätten aufbewahrt – wenn sie denn abgegeben werden. Das Beste für alle: Achtsamkeit.

www.berlinale.de




Antonia Alampi, Forum Expanded-Kuratorin der Video-Ausstellung "I am not worried in the least" bei Savvy contemporary, Künstlerin: Jasmina Metwaly.

Die Berlinale begann bei Savvy im Wedding. Antonia Alampi präsentiert Jasmina Metwaly im Forum Expanded

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Internationalen Filmfestspiele dauern vom 15.-25.2.2018. Am 13.2. eröffnete bereits die Ausstellung des Forum Expanded in der Savvy-Galerie. Stefanie Schulte Strathaus, Forum-Expanded-Chefin und Kuratorin sagte: „Wir machen das seit drei Jahren und arbeiten eng zusammen. Dabei gibt es immer einen archivarischen Aspekt.“ Die diesjährige Ausstellung bei Savvy Contemporary kuratierte Antonia Alampi.

Die Metwaly-Ausstellung von Kuratorin Antonia Alampi ist im Savvy Contemporary

Nebenan im Haus, dem ehemaligen Krematorium Wedding, ist Silent Green, eine Filmaufbewahrungs- und „Verwertungs-“/ Sichtungsstelle. Doch Savvy ist nicht Silent Green. Die Langform des Galerie-Namens ist „Savvy Contemporary – The Laboratory of Form-Ideas“. Ein Labor von Formideen.

Der historische Komplex mit seiner außergewöhnlichen Architektur liegt „hinten“ an der Ecke der in fünf Richtungen weisenden Adolf-, Plantagen- und Prinz-Eugen-Straße. Fast ganz genau an der Ecke des Sterns ist der Eingang in die Plantagenstraße 31. Der Weg führt ein Stück über den Hof und dann die Treppe hinunter. Savvy Contemporary ist eine längliche Räumlichkeit, die eine Richtung vorgibt. Kuratorin Antonia Alampi: „Das ist ein Vorteil. Es hat Sinn, sich die Stationen der Reihe nach anzuschauen.“

Achtung: Eine Station ist auf dem Plan an der linken Wand vermerkt, befindet sich jedoch an der rechten. Wegen der Ähnlichkeit zweier Stationen, von denen die falsch auf der Karte eingezeichnete die zweite ist, ist das kein Problem für die Orientierung.

Bei Archiv denkt man immer an Keller und ist hier also genau richtig.

Savvy Contemporary – The Laboratory of Form-Ideas
Plantagenstraße 31, 13347 Berlin-Wedding

Ausstellungsstätte für das FORUM EXPANDED der Internationalen Filmfestpiele Berlin (Berlinale)

„We Are Not Worried in the least“
JASMINA METWALY
Exhibition (Ausstellung) 13.2.-11.3.2018
Eintritt frei!

Plantagenstraße 31 im Wedding– Hier hat die Berlinale begonnen, hier wird sie enden.

„We Are Not Worried in the least“ von JASMINA METWALY, kuratiert von Antonia Alampi

Jasmina Metwaly ist eine polnisch-ägyptische Künstlerin.

Das erste Exponat der Ausstellung ist ein Video, dass bereits vielfach über die „sozialen Medien“ verbreitet wurde. Ein Rechtsanmwalt mit Anzug, Krawatte und Flipflops stellt die Frage, ob man ein besserer Anwalt sei, wenn man Lederschuhe trage.

Weiterhin gibt es für mehr als 7 Stunden Bilder und Videos. Darunter Material, das vor Gericht nicht berücksichtigt wurde, aber beweist, dass eine Fabrik leersteht. Das Urteil vor Gericht erging unter der Voraussetzung, dass sie offen sei. Es geht also auch um Rechtssicherheit, fehlende Rechtsstaatlichkeit, Wahrnehmung.
Genau wie Galileo vor dem Fernrohr: Die Richter schauen einfach nicht durch das Teleskop. Lieber wiederholen sie ihre Glaubenssätze, als sich neutral der Wahrheit anzunähern.

(„Savvy Contemporary – The Laboratory of Form-Ideas“ befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Silent-Green-Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin – eigentlich im selben Haus)

We Are Not Worried in the Least
„Die unruhige politische Lage Ägyptens und die soziale Situation im Land seit den Aufständen im Jahr 2011 bis heute markieren den historischen Hintergrund der Bilder dieser Ausstellung.“

(Die Eröffnung fand am Dienstag, den 13. Februar um 19 Uhr statt.)

Öffnungszeiten bis zum Ende der Berlinale am 25.2.: 14-19 Uhr.

Eintritt frei.

Die Ausstellung wird danach noch bis zum 11. März 2018 bei Savvy Contemporary zu sehen sein.
Savvy fungiert als Auftraggeber und Producer.
Anschrift: Plantagenstraße 31 in Berlin-Mitte (Wedding).




Theater.

Theater retten einmal anders. Benefizveranstaltung für Kreuzberger Bühne Theaterforum nach Einbruchdiebstahl und Raub

Berlin, Deutschland(Kulturexpresso). Man kennt das schon: Theater sterben oder es wird davon geredet. Es geht um staatliche Bühnen oder lang eingeführte private wie die Komödie am Kurfürstendamm und das ähnlich benannte Theater gleich nebenan, für die das Urteil: „Ab in den Keller!“ und „Aus zwei mach eins“ lautet. Doch das hier ist etwas neues: Das Theaterforum Kreuzberg ist durch Einbruchdiebstahl und Raub in der Existenz bedroht. Jetzt gilt es: Theaterforum retten!

Musik, Tanz und Schauspiel sollen das Theaterforum retten

Am Mittwoch, den 21. Februar um 20 Uhr wird es einen Abend mit Musik, Gesang, Tanz, Eurythmie, Jonglage, Artistik und – auch – Schauspiel geben.

Es moderiert: Anemone Poland.

Denn noch ist Polen nicht verloren, es wäre doch mehr als schade, wenn durch Verbrechen auch noch die Kulturlandschaft Standorte verlöre!

Gemeinsam das Theaterforum retten: Gut für Kreuzberg, gut für Berlin

Viele Künstlerfreunde treten auf als Akt der Solidarität. Schauspieler, Sänger, Musiker, Artisten und Tänzer!

Um zu zeigen, wie wichtig die Existenz des „kleinen, engagierten Theaters“ für das Publikum und die Künstler ist, nicht nur Schauspiel, Darsteller, sodern auch das ganze Drum und Dran mit Maske, Kostüm und Bühnenbild.

Eintritt auf Spendenbasis nach dem Motto pay what You Can ((Yes, I can; Yes, You can; Yes, we can!). Zu deutsch und berlinerisch: „Zahl‘, waste kannst.“

Schließlich ist das Ziel, das Theaterforum zu retten. Nicht Shakespeare, sondern Realität. Sein oder Nichtsein.

Das Theaterforum schreibt dazu selbst: „Nach Einbruchdiebstahl und Raubüberfall ist die Existenz des tfk gefährdet. Aber von solchen Ereignissen wollen wir uns nicht unterkriegen lassen und machen weiter. Doch dazu braucht es Unterstützung. Der Erlös dieses Abends geht an das theaterforum kreuzberg e.V. Eintritt auf Spendenbasis nach dem Motto ‚pay what you can‘.“

Schreibweise und Adresse der Theaterforums Kreuzberg

Hinweis: Die künstlerische, wenn auch nicht dudendeutsch korrekte Eigenschreibweise des Theaterforum ist die Kleinschreibung. Deswegen theaterforum kreuzberg statt der richtigen Schreibweise Theaterforum Kreuzberg.

Die Frage, ob am Satzanfang kleingeschriebene Wörter großgeschrieben werden, kann bejaht werden.
Layouter und Onlinedesigner, wie es sich anhört sowieso halbe Engländer, sehen das anders und dadurch SEHEN wir das auch anders. Die Rechtschreibregeln haben nichtdestotrotz Bestand.

Der RBB – Rundfunk Berlin-Brandenburg, der mit Knut Elstermann auch am 21.2.2018 neben dem Cinemaxx 5 im 1. Stock wieder live von der Berlinale berichtet, nicht nur aus dem Wettbewerb, sondern auch aus den Sektionen Forum und Panorama – macht es auf seinen Websites normalerweise richtig: RBB wird großgeschrieben. „rbb“ in einer bestimmten Schrifttype, die das Loch des kleinen „b“ wie einen Bildschirm aussehen lässt, ist Design.
In einem Fließtext hingegen muss und soll richtig geschrieben werden. Für den ehemaligen Sender Freies Berlin (SFB) heißt das, mit Großbuchstaben.

Übrigens konfligieren Theaterrettung und Knut Elstermann hören nicht. Zum einen sind Radios mobil. Zum Zweiten beginnt die Sendung erst um 22 Uhr und läuft bis Mitternacht. Selbst Knut Elstermann live beim Senden sehen „geht sich also aus“. Wer bis zum feiernden Ende das Theaterforum retten will und in der Eisenbahnstraße bleiben, hat morgen wieder Gelegenheit, Herrn Elstermann unweit von der Kreuzberger Bezirksgrenze am Potsdamer Platz zu besuchen.

Bleibt zu hoffen, dass die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) durch ihr schillerndes Angebot an vielen Orten nicht verhindern, das ausreichend Besucher den Weg nach SO 36 finden.

Theaterforum Kreuzberg
Eisenbahnstraße 21
10997 Berlin
Tel: 612 88 880
E-Mail: info@tfk-berlin.de

Kartenreservierung
Telefon: 700 71 710
(oder online)
Preiskategorien: 5,- bis 18,- Euro
(übliche Ermäßigungen)

Freie Platzwahl

Spielplan & News kann man per E-Mail abonnieren

Verkehrsanbindung: U-Bahn Linie U 1, U-Bhf-Görlitzer Bhf. oder Schlesisches Tor

BVG: Bus 140, 265

http://www.tfk-berlin.de/




Wes Anderson. ISLE OF DOGS. Eröffnungsfilm 68. Berlinale 2018. © 2018, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Hunde sind auch Menschen. Wes Anderson eröffnet Berlinale mit ISLE OF DOGS

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Glanzvoll und bunt die Eröffnungsfeier der Berlinale, charmant und auf den Punkt führte Anke Engelke durch den Abend und traf wieder den Nerv den Welt. „Es geht nicht um den Stoff, auf dem Sie laufen (den roten Teppich, d. Red.) oder den Stoff, den Sie tragen (…, d. Red.), sondern um“, frei gesagt, um den Menschen, das Herz, die Moral. Anke Engelke hat es besser ausgedrückt. Auch fragte sie, ob es nicht ein Wunder sei: „Männer und Frauen in einem Raum?“ – Festivalchef Dieter Kosslick fragte sie: „Wenn Lars von Trier einen Hund hätte, wie würde er ihn nennen?“ Sie: „Ich weiß es nicht.“ Er: „Dogma“. Oder, wir haben es ja nur gesprochen gehört, Dog-Ma. Womit wir beim Thema HUNDE und Wes Anderson mit ISLE OF DOGS wären.

Wenn die Partei des Bundespräsidenten nicht so wichtig ist – Anke Engelke trifft es immer wieder auf den Punkt

Die Stars und Sternchen könnten bestimmt auch ohne Film, aber es wäre denn doch komisch und befremdlich, wenn der erste Mann im Staat Bundespräsident Steinmeier – „Sie sind doch bestimmt froh, im Moment ein Amt auszuüben, das nicht so parteigebunden ist?“, so ungefähr fragte Anke Engelke pointiert – und viele Reiche, Schöne und Wichtige zur Eröffnung dieses großen A-Festivals in der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland kämen, OHNE sich einen Film anzuschauen.

Aber nicht irgendeinen Streifen, sondern sowas von einem Film von einem Film, dass das begeisterte Pressekorps bei der Pressekonferenz entweder nicht die Zeit und Gelegenheit hatte zu fragen, oder die vielen Bezüge zur Realität und zu anderen großen Filmen der Filmgeschichte nicht bemerkt hatten.

ISLE OF DOGS von Wes Anderson mit Parallele zu einem Cannes-Kurzfilm

Zum Beispiel erinnert sich die armenische Festivalveranstalterin Susanna Harutyunyan an einen Kurzfilm, der in Cannes vor wenigen Jahren einen Preis gewann. Harutyunyan ist Festivaldirektorin in Jerewan, besser bekannt von Radio Eriwan aus der Sozialistischen Sowjetrepublik Armenien. Das wundervolle Filmfestival in der armenischen Hauptstadt heißt „Goldene Aprikose“ beziehungsweise „Golden Apricot – Yerevan International Film Festival“.
Der Film, an den „ISLE OF DOGS“ Harutyunyan erinnert, bezog sich auf eine Hundeinsel, die bei Istanbul geschaffen wurde, das bis mindestens 1930 Konstantinopel genannt wurde.

Anfang des 20. Jahrhunderts zu Zeiten des Osmanischen Reichs überlegte man sich in Konstantinopel, dass es eine gute Idee sei, die Hunde der Stadt zu verbannen. Das geschah auch tatsächlich!

Da Hunde nicht fliegen können (auch bei Wes Anderson nicht, aber gut Seilbahn fahren), verfrachtete man sie auf eine Insel. Rund um Kleinasien gibt es ja genug.

Leider gibt es aus armenischer Sicht eine Parallele zum Völkermord an den Armeniern von 1915, gut versteckt in der ersten Hälfte des Ersten Weltkriegs. Die Armenier wurde wie Hunde behandelt, und schlimmer.

Armenien ist seit etwa 300 n. Chr. christlich, ähnlich lange wie das kaukasische Bruderland Georgien. Als Trdat III. den Thron bestieg und das Christentum zur Staatsreligion erhob, wurde Armenien der erste christliche Staat der Welt.

Menschenersatz Hund

Menschen durch Hunde zu ersetzen, zumindest teilweise, das gelang unter anderem den Finnen Mauri und Tarja Kunnas 1990 mit ihrem Buch „Etusivun Juttu“, das bei Otava Publ. Co. in Helsinki erschien. Jasna Zagore machte das Buch verständlich und Friedrich Oetinger brachte es 1992 in der Hansestadt Hamburg heraus: „Die Zeitungsmacher – wie eine Zeitung entsteht“. Bis heute wohl das beste Buch seiner Art.

Die Zeitungsmacher: Hunde können sogar eine Zeitung machen

Wer wissen will oder es Kindern erklären, wie wir eine Zeitung machen, – ob online oder offline, ohne Bedeutung – bediene sich dieses Kinderbuches.

Wes Anderson würde sich freuen, kennte er es denn. Sven Schnappschuss ist Fotoreporter der BAZ, der Bernhardiner Allgemeinen Zeitung. Die Wirtschaftsredakteurin heißt Patrizia Pudel (Pudel sind schlau und klug), der Sportredakteur Bruno Boxer. Die kleine Tina Terrier ist Lokalredakteurin. Siegfried Schnauzer Schefredakteur. Doch sind bei den Kunnas‘ nicht alle Menschen Hunde, der politische Redakteur Ali Gator, Sam Schlaufuchs, Polizeireporter und Eberhard Keller, Wissenschaftsredakteur, sind Beispiele für die breit aufgestellte Redaktion.

Wes Anderson hat mit seinem Eröffnungsfilm der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin in vielerlei Hinsicht den Nerv und den Nagel auf den Kopf getroffen.

Für Menschen, nicht für die Katz! Hauskatzen und Straßenkatzen, Kätzchen im Garten und auf dem Dach, bettelnde Katzen am Bosporus. „Kedi“ – der erste Dokumentarfilm über die Katzenwelt; ein Film, der in den Kinos bleibt

Eröffnung der 68. Berlinale mit dem Animationsfilm „Isle of Dogs“ von Wes Anderson




Sayonara Tokyo: Tamagotshis, EDELWEISS im Wintergarten Berlin bis Februar 2018 Tokio

Sayonara, SAYONARA TOKYO! – Die Jubiläumsshow im Wintergarten Berlin hat einen zum ewigen Fan gemacht

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). 25 Jahre Wintergarten und die aufwendigste Show ever. Das Super-Highlight hat mich zum ewigen Fan des Berliner Wintergarten Varietés in der Potsdamer Straße gemacht. Alles auf einander abgestimmt – Speisekarten mit kleinen japanischen Fähnchen bei Gerichten von den fernöstlichen Inseln, Garderobieren in Kimonos – hier stimmte alles. Auch die Freundlichkeit im Wintergarten hat zugenommen, als würde der Stolz und die Freude über das Erreichte alle beflügeln. SAYONARA TOKYO – GEISHAS! TAMAGOTCHIS! EDELWEISS! begann ab dem 12. Juli mitten im schwierigen Sommerloch Berlin zu elektrisieren.

25. Geburtstag im Wintergarten Berlin

Am 25. September wurde dann der 25. Geburtstag gefeiert, wirklich gefeiert. Während junge Leute im Wortschatz das Feiern inhaltslos führen, sie treffen sich einfach am Nachmittag mit alkoholischen Getränken, wurde und wird im Wintergarten echt gefeiert und mit Grund. Kurz nach der Wiedervereinigung ging es los und es gab auch schon mal Zeiten, in denen das Lächeln der Angestellten ein gequältes war, der Saal halbleer und der Photograph, der anbietet, den schönen Abend für immer festzuhalten, ein bisschen traurig schien.

Alles vorbei, im Wintergarten ist der Raketenbooster gestartet, hier geht die Post ab und wird das Wichtigste erreicht: Wenn man dazu bereit ist, kann man ab Einlasszeit – BITTE nutzen und genießen Sie die bis zu anderthalb Stunden vor Beginn der Vorstellung! – in eine andere Welt eintauchen, besser als Wellness und Sauna zusammen. Die Show, das Dinner oder im 1. Stock die Snacks, dazu das straßenseitige Restaurant im oberen Bereich, es ist alles da, um das Herz zu erfreuen.

Die schönste Show seit langem – danke Wintergarten!

Sayonara Tokyo!, zu der wir jetzt Sayonara sagen mussten, war das schönste Showerlebnis der vergangenen fünf Jahre. Doch wir haben das untrügliche Gefühl, dass der Wintergarten mit dem Umbau, dem Jubiläum und den neuen Showerfolgen einen Quantensprung vollzogen hat, auf dem der weitere Weg beruht. Es gibt keinen Weg zurück in die Vergangenheit und das ist gut so.

Der Theatermacher, Bühnenbildner und Regisseur Stephan Prattes kreierte für den Wintergarten die „Theater-Varieté-Revue“ Sayonara Tokyo! Den Rahmen der Show bildeten drei singende Freundinnen, die einen nach Tokyo mitnahmen. Sie erkundeten das Land der aufgehenden Sonne, im Irrtum, alles schon zu kennen. Auf einer „Zeitreise durch die Geschichte, Kultur und Musik Japans entdecken sie ein anderes, exotisches und unbekanntes Gesicht dieser jahrtausendealten Kultur“, versprach die Homepage des Wintergartens in Berlin – und versprach nicht zu viel.
Weiter hieß es „Bei ihren Abenteuern in der Welt der Mangas tanzen sie durch Jahrzehnte japanisch-deutscher Popgeschichte und lassen sich verzaubern von der traditionellen und der modernen Kultur Nippons.“
Wie das vonstatten ging, versetzte einen immer wieder in Staunen und erzeugte sehr schnell gute Laune. Die Begeisterung des Publikums tat ein Übriges, einen mitzureißen.

Jodeln lernen bei SAYONARA TOKYO

Was man schon immer über die Unterschiede zwischen dem Jodeln in Deutschland, Österreich und der Schweiz wissen wollte, brachte einem ausgerechnet ein Japaner bei. Die Olympischen Winterspiele in Sapporo 1972 sind eben etwas in Vergessenheit geraten, doch die nördliche der vier japanischen Hauptinseln sind für Schnee und Winter im Garten bekannt.

Ein Europarekord im Wintergarten

Last not least: Der Wintergarten Berlin verfügt über die schönsten Toiletten, nein Restrooms Europas, Deutschlands sowieso. Ein Herr, den wir dort sprechen konnten, während wir die Dekoration bestaunten, sagte, er besuche die Show „Sayonara Tokyo“ schon zum dritten Mal. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Mehr unter www.wintergarten-berlin.de im Weltnetz.




Kanokporn Holtsch, Gründerin und Geschäftsführerin von PookSpaFoods am Stand C-11 in Halle 21 der Berliner Messe Fruit logistica am 9. Februar 2018

Pook ist die Nr. 1! Kokos-Chips bei Fruit Logistica zur besten Innovation gewählt und mit Golden FLIA geehrt

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Manchmal lohnt es sich, zur Grünen Woche zu gehen. Es lohnt sich natürlich immer, doch dieses Jahr gab es einen großen Stand, der aussah wie in einem thailändischen Urlaubsparadies. Ein großer Pavillon mit typisch südostasatischen Dachformen in der Russlandhalle. Gut gelegen am Ein- und Ausgang. Angenehm höfliche Thailänderinnen boten einem 3 verschiedene Sorten Chips an – nicht aus Kartoffeln oder Bananen, sondern aus der Kokusnuss. Nicht frittiert, nur gesalzen. Die Innovation heißt Pook.

Innovation Pook-Chips – präsentiert auf der Grünen Woche, prämiert auf der Fruit logistica

Einfach getrocknete Kokosnussscheibchen in mundgerechten Flocken. Leicht unterscheidbar durch die drei Farben weiß (natur), orangegelb und braun-dunkel. Die entsprechenden Sorten heißen „Original Sea Salt“, „Mango Sea Salt“ und „Chocolate Sea Salt“. Durch Wasserentzug sind sie sehr leicht, was nicht nur beim Einkaufsbummel von Vorteil ist, sondern auch bei der Reduktion von Dieselabgasen beim Transport.

Leichter Einkauf, Vorteil bei Logistik

Die getrockneten Chips werden in 40-Gramm-Tütchen angeboten. Die Mindesthaltbarkeit beträgt mehrere Monate, die tatsächliche Durchschnittshaltbarkeit liegt wahrscheinlich wesentlich höher. In der Realität dürfte diese selten erreicht werden, da die Tütchen mit dem leckeren Inhalt wohl meist sehr schnell geöffnet werden dürften.

Simple, but wonderful!

Die auf der Vorderseite ausschließlich englische Tütenaufschrift erklärt das leichte und einfache Produkt wie folgt: Pook Toasted Coconut Chips. In der Grundsorte: „SIMPLE, EASY, NATURAL: Thai Cocounts, Cane Sugar and Sea Salt.“ Die beiden „Os“ des Markennamens sind von halbierten Kokusnüssen geschmückt.
Übersetzung: Geröstete Kokusnuss-Chips. Einfach, leicht, natürlich: Thailändische Kokusnüsse (mit) Rohrzucker und Meersalz.
Die Tütenrückseite ist jeweils zweisprachig deutsch-englisch.

Innovation Pook: Glutenfrei und vegan

Durch die wenigen Zutaten – drei bei der Natursorte – und die bereits gewährleistete Haltbarkeit ergibt sich eine Reihe von Vorteilen.
Eine Liste führt sie auf. Vegan, gluten-und cholesterinfrei, weder Geschmacksverstärker noch Konservierungsstoffe.
Außerdem wird die Herstellunsgmethode als Vorteil vermerkt: „baked never fried“, d.h. gebacken, nie gebraten. Braten oder frittieren würde minderwertige Fette addieren.
Thai-Kokosnüsse, vom „Baum des Lebens“, enthalten bereits Fette, „gute Fette“. Außerdem reichlich Eiweiß.

Pook: Eine Berlinerin steht für Innovation

Der Fruit Logistica Innovation Award (FLIA) in Gold ging an die „Pook Coconut Chips“ des Unternehmens PookSpaFoods aus Deutschland.
Das haben die Fachbesucher der Fruit Logistica 2018 entschieden. Zwei Tage lang konnten sie ihre Stimme abgeben.

Bei der großen Konkurrenz ist es unwahrscheinlich, dass ein deutsches Unternehmen gewinnt. Noch seltener das Ereignis, dass die Firma aus Berlin stammt. Obendrein eine Firma, die von einer Frau geleitet wird.

Kanokporn Holtsch, Gründerin und Geschäftsführerin PookSpaFoods GmbH, die wahrscheinlich schönste Frau, die jemals diesen Preis gewinnen wird, hat augenscheinlich alles, was man braucht, um etwas zu unternehmen. Mut, Einfallsreichtum und das gewisse Fingerspitzengefühl. Aber auch den Sinn für Ästhetik: Das Auge isst mit. Die Snacktütchen sind sehr ansprechend gestaltet. Die Entscheidung für ein gesundes und leckeres Produkt. Schließlich eine überschaubare Produktlinie: Aller guten Dinge sind drei. Regalplatz ist teuer und selten und viele Jungunternehmer sind schon über zu schnelles Wachstum oder Verzettelung gestolpert. Davon ist hier nichts zu sehen.

„Wir sind ein kleines Unternehmen und … im September 2016 gegründet“, sagte die Geschäftsführerin.

Holtsch nahm am 9. Februar den Preis entgegen, dort, wo mehr als zwei Tage lang ein knappes Dutzend Anwärter ihre Neuerung vorstellen durften. Am Übergang von Halle 20 zu 21.

Innovation: Silber und Bronze

Die Messe Berlin schreibt über den Zweiten auf dem Treppchen: „Silber holte sich die dunkelbraune Tomate „Adora“ von HM Clause aus Spanien. Sie ist eine Varietät der Sorte Marmande, eine besonders robuste, alte gerippte Fleischtomaten-Sorte, die sehr früh reift. Was die neue Adora auszeichnet, ist ihr ausbalancierter, intensiv süß-säuerlicher Geschmack, ihre ausgezeichnete Haltbarkeit, Festigkeit und ihre guten ernährungsphysiologischen Eigenschaften.“

PAPIER aus GRAS spart Wasser und Energie

Der FLIA in Bronze ging an das Graspapier der deutschen Papierfabrik Scheufelen. Das ökologische Verpackungsmaterial besteht bis zur Hälfte aus Frischgrasfaser, ist vollständig recycel- und biologisch abbaubar. Der Einsatz von Gras(-fasern), einem nachwachsendem Rohstoff, soll dazu beitragen, den Energie- und Wasserverbrauch zu senken: Herkömmliche Zellstofffasern benötigten 30.000 Liter Wasser und 6.000 kW/h Energie pro Tonne – verglichen mit null Litern und 150 kW/h für Grasfasern.

Das senkt den Stromverbauch um das 40fache! Während Wasser überflüssig wird.

Enorm.

Der Innovation Award für Pook – Ein Preis, der viel wert ist

Der FLIA ist die wichtigste Auszeichnung der Branche.

Zum einen ist es ein sehr verlässlicher, demokratischer Preis. Ähnlich wie der Panorama-Publikumspreis der Berlinale oder ähnliche Auszeichnungen, die nicht von einer Jury vergeben werden.

Zum anderen ist die Fruit Logistica die führende Fachmesse für den Obsthandel weltweit. Sie findet seit 1993 jährlich statt. 2018 waren über 3.100 Aussteller aus mehr als 80 Ländern und über 75.000 Einkäufer und Fachbesucher aus 130 Ländern vor Ort.

Der FLIA wurde 2018 zum dreizehnten Mal verliehen.

Bereits vor zwei Jahren war die Kokusnuss das Ei des Kolumbus mit dem Erzeugnis „Genuine Coconut“. 2009 und ‘12 war der Pfeffer auf dem Siegertreppchen ganz oben: Erst der grüne, Green Pepper, dann Angelio Pepper. Anderes Gewinnerobst sind „Limeburst Fingerlimes“ 2011 und SEEDLESS PAPAYA 2015.

Es können aber auch Werkzeuge gewinnen – wie 2010 ART – Arils Removal Tool – oder Methoden, wie 2013 CITY-FARMING. Die Konkurrenz ist stark und international. Israel war unter den Gewinnern und immer wieder die Niederlande, das Land der Holland-Tomaten.

Pook ist in bester Gesellschaft. Herzlichen Glückwunsch!

www.pookspafoods.com

www.messe-berlin.de

www.fruitlogistica.de

Mehr von der diesjährigen Fruit logistica: Süße Ananas, emissionsfreie Schiffe und Kirschen aus Kanada:

Oh, wie süß! Auf Obst können sich alle einigen bei der Fruit logistica




Ein Stand auf der Fruit logistica.

Oh, wie süß! Auf Obst können sich alle einigen bei der Fruit logistica

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Manche essen alles; andere kein Fleisch, aber Fisch. Dann gibt es Ovo-Lacto-Vegetarier, die keine Tiere essen, aber Ei- und Milchprodukte. Lactovegetarier lassen die Eier weg und hören auf Are Waerland. Wieder andere finden, dass Milchproduktion Kalbfleisch bedeutet und werden reine Vegetarier. Veganer legen eine Schippe drauf und verzichten auf Honig.
Wer noch extremer sein will, kann das Gemüse weglassen, wird doch die Pflanze bei der Ernte „getötet“. Doch Obst ist für alle, egal welcher Religion. Freiwillig gibt der Baum die Früchte her – und lebt weiter. Das beste Obst ist Bio. Das Obst-ABC beginnt mit Ananas, Bananen und Citrusfrüchten – die Fruit logistica hat sie alle.

3100 Aussteller aus über 80 Ländern auf der Fruit logistica

Vom 7. bis 9. Februar 2018 werden über 75.000 Fachbesucher aus mehr als 130 Ländern auf der Fruit logistica erwartet – über 3.100 Aussteller aus mehr als 80 Ländern bilden die gesamte Wertschöpfungskette von frischem Obst und Gemüse ab: vom Erzeuger bis zum Einzelhandel.

Äpfel und Birnen – die Fruit logistica kann man nicht vergleichen

Verglichen mit der Grünen Woche ist das sehr viel. 1.660 Aussteller aus 66 Ländern waren bei der Grünen Woche. Dort gab es übrigens 2018 erneut etwa 400.000 Gäste. Erstmals wurden über 50 Millionen Euro ausgegeben. Doch lassen sich die beiden Berliner Messen natürlich überhaupt nicht vergleichen. Und wenn, dann so wie Äpfel und Birnen – oder Avocado mit Ananas.

Die Grüne Woche ist eine Publikumsmesse, bei der vor Ort gekauft werden darf. Jeder konnte für 15 Euro eine Eintrittskarte kaufen. Die Grüne Woche dauerte vom 19.-28. Januar, das sind volle 10 Tage. Die Fruit logistica dauert nur drei intensive Tage lang, nicht jeder darf rein und für fast niemand ist sie interessant – für die aber dann richtig.

Restaurant & Taxi – Charakteristika der Fruit logistica

Zur Grünen Woche fährt man mit der U- und S-Bahn und kommt ganz oft aus Berlin und Umland oder wenigstens aus der Bundesrepublik Deutschland. Zur Fachmesse Fruit logistica fährt man mit dem Taxi in dem man seinen Jetlag ausschläft, weil man am Vorabend 8, 9 oder noch mehr Stunden im Flugzeug saß. Natürlich gibt es auch ein paar Italiener, die mit dem Zug kommen, aber grundsätzlich sind das die Charakteristika.

Bei der Grünen Woche isst man an den Ständen, die Messegaststätten von Capital Catering sind spärlich besucht, außer vielleicht im Funkturm.

Auf der Messe Fruit logistica bilden sich lange Schlangen an den Restaurants zwischen den Hallen, eine geschäftige, konzentriert-sachliche Atmosphäre verbreitet sich.

Orange Fußböden und Bilder von Obst allerorten tragen zusätzlich zu einem frischen Image und einem veganen Look bei. Egal, ob der einzelne Händler, Großhändler oder Broker nun Vegetarier ist oder nicht.
Abends wird vielerorts gefeiert; Jubiläen, Wiedersehen, Geschäftsabschlüsse. Hier werden an einem Tag Millionen umgesetzt. Maschinen, die in keine Garage hineinpassen, stehen hier im Keller. Sie sortieren Kiwi, Kirschen und Kartoffeln schneller, als das Auge gucken kann.
Dazu gibt es spezielle Fachkonferenzen, Vorträge und Wissensecken in den Bereichen Technik und Zukunft (future lab = Zukunftslabor, Zukunftswerkstatt).

Fruit logistica – immer für eine Überraschung gut

Das erste selbstfahrende vollautomatisch entladbare Nullemissionsschiff wurde nicht auf der Hannover-Messe oder IFA vorgestellt, sondern hier. Ein norwegischer Düngerhersteller stolperte über seine eigene Größe. Das Werk wurde größer als die Stadt und die 100 Jahre alte Firma Yara kann mit modernen Tiefseeschiffen nicht mehr in den kleinen Wikingerhafen hinein. Also wird etwas weiter südlich im Oslofjord alles ausgeladen und ins Werk gefahren, die fertigen Erzeugnisse dann zurück zum Tiefseehafen – mit 40.000 LKW pro Jahr. Die Norweger sind nicht nur reich und klug, sondern haben ein extrem hohes Verantwortungsgefühl gegenüber ihren Mitmenschen und der Umwelt. Traditionell übersteigt die Entwicklungshilfe Skandinaviens den Weltdurchschnitt und viel Strom wird aus Wasserkraft bereitgestellt. Deswegen hat man überlegt, wie man dem Dieselverkehr ein Ende setzen könne.

Die Laster sind ein Laster. Sie quälen sich durch enge Straßen, Tempo-30- und -40-Strecken vorbei an Kindergärten und durch Wohnviertel.
Daraufhin wurde kurzerhand das Nullemissionsschiff erfunden. Warum das gleich auch noch selbstfahrend und personalfrei sein soll? Fragen Sie Esben Tuman von Yara. Aber Vorsicht: Das Logo ist ein Wikingerschiff.
Der Leitspruch: „Wissen wächst“ – „Knowledge grows“.

Mit der Fruit logistica ist gut Kirschen essen

Nach der Trumphysterie und dem Anti-TTIP-Trip ist das Gezeter um Ceta zu Ende. Vorteil: Audi und BMW aus der BRD können leichter in den Norden Nordamerikas fahren und Chlorhühner leichter hierher laufen, Schieferöl kann schneller fließen.

Da auf der Fruit logistica Obst und Gemüse Trumpf sind, gehen die neuen Entdeckungen aus der Neuen Welt runter wie Öl und über Chlor lachen die Hühner.

Beispiel Kirschen: Wer hätte gewusst, dass im kalten Kanada überhaupt Kirschen gedeihen? In British Colombia werden sie seit dem 18. Jahrhundert angebaut. Natürlich nicht am Yukon oder von den Inuit, sondern weit im Süden an der geraden Grenze zu den Vereinigten Staaten. Die Steuererleichterungen durch das Freihandelsabkommen sind für die deutsche und kanadische Wirtschaft gut – und nun kann man in Europa auch im Dezember leckere Kirschen essen – vorausgesetzt, es finden sich Geschäftspartner. Aber dafür sind Messen wie die Fruit logistica ja da.

Wo, wenn nicht hier, auf der weltweiten Leitmesse für Gemüse-und Obsthandel mit allem Drum und Dran.

Sogar die Messe selbst ist ein Exportartikel. Die Berliner Marke gibt es seit Jahren in Hongkong, ab Mai auch in der kommunistischen Volksrepublik China.

Die Vegetarier der Welt sagen „Danke“!

Fruit logistica, auf dem Gelände der Messe Berlin unterm Funkturm am ICC, Berlin-Charlottenburg, 7.-9. Februar 2018, 9-18 Uhr

Zur Fruit 2017 und der Sprache:

Kein Obst, nirgends. Internationalität und Auswirkungen auf den Sprachgebrauch am Beispiel der Berliner Messe Fruit logistica




Der griechische, zypriotische oder griechisch-zypriotische Komponist Marios Joannou Elia von "Sounds of Vladivostok"

[Hellas Filmbox] Gewaltiges Werk: Sounds of Vladivostok von Marios Joannou Elia ist ein Filmkonzert

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Dr. Marios Joannou Elia spricht so gut deutsch, dass man ihn für einen Deutschen halten kann. Beim Boxtalk am Bergfest der Hellas Filmbox brauchte er nicht nur keinen Dolmetscher, sondern konnte sich selbst und andere übersetzen. Das neue Format der griechischen Filmfests „Hellas Filmbox“ beinhaltet Podiumsdiskussionen mit anschließendem Publikumsgespräch. Am 26. Januar ging es um „Zyprisches Kino“. Dr. Elia war dabei, da er auch aus Zypern stammt. Sein Filmwerk Sounds of Vladivostok (Klänge Wladiwostoks) wurde am Eröffnungsabend vorgestellt. Ein kurzes Feuerwerk von Bildern mit realen Klängen. Oder sollte man sagen, ein Feuerwerk von Klängen, die von Bildern untermalt wurden?

Beim „Boxtalk“-Gepräch am Freitag wurde Joannou Elia als „Filmemacher“ bezeichnet. Doch das wollte er sogleich richtigstellen. „Ich bin Komponist“. Und, um die Verwirrung aufzuklären etwas ausholend: „Ich habe aus mehreren Gründen diese Form gewählt. (Film, d. Red.) Einer der Gründe, warum ich meine Komposition filmisch einbinden musste, ist, dass es keine andere Möglichkeit gab, das Projekt umzusetzen“.

Bei diesem Projekt hat Nikolas Kostis gefilmt und als Cutter fungiert. Im Abspann könnte also stehen: Kamera Nikolas Kostis, Schnitt Nikolas Kostis. Oder DoP (Director of Photography). Aber bei diesem Projekt lief umständehalber alles anders. Wer ist der Regisseur? Nicht umsonst war bei dem Podiumsgespräch Dr. Elias Name gefallen. War es Panajotis Kouparanis gewesen, der Gesprächsleiter, der ihn erwähnt hatte? Oder Andreas Pantzis? Elias Demetriou?
Wer immer es war, hatte nicht ganz unrecht. Joannou Elia hatte eine Art Gesamtleitung bei diesem außergewöhnlichen Projekt.

Es kommt darauf an, sich von den Schubladen zu lösen, in denen wir denken.
Regie, Grip, Casting. Bereits, wenn es darum geht, bei einem normalen Film den Unterschied zwischen einem Kameramann und einem DoP zu erläutern, kommen viele in Erklärungsnöte.

Was soll man bei diesem Projekt „Sounds of Vladivostok“ schon sagen? Wo selbst Joannou Elia keine kurzen, eindeutigen Antworten geben kann? Vielleicht ist es zu viel gesagt, dass hier eine neue Kunstform erfunden wurde. Doch ein großer Teil der durchweg positiven Aufnahme dieses Musikstücks beruht auf der Idee.
Die Zuschauer sahen etwas, das es so noch nie gab, und wurden nicht nur unterhalten, sondern waren bei der Geburtsstunde etwas genuin Neuen dabei. Und warum soll das nicht an der Küste des größten Meeres entstanden sein, den unser blauer Planet zu bieten hat?
Auch die Sonne geht im Osten auf.

Einen Künstler, der die Lieder singt, die er verfasst hat, nennt man Singer-Songwriter. Wie soll man einen Komponisten nennen, der sein Stück dirigiert, das aber auch visuell umgesetzt wird? Dirigent-Director? Regisseurdirigent? Komposit-Dirigeur?

In der Sowjetunion hagelte es Kombinationen von Silben in Kurzwörtern. Gazprom ist so ein gebliebenes Beispiel. Es gab sogar den Frauennamen Zheldora, aus der überschwenglichen Begeisterung, die der Eisenbahn (Zheleznaja Doroga) entgegengebracht wurde, in einem Land, das, wie wir noch sehen werden, aus klimatischen Gründen Schwierigkeiten in der Selbstversorgung auf dem Seeweg hat.

Wenn schon eine neue Kunstform erfunden wurde, warum dann nicht auch ein Begriff für den Schöpfer eines Werkes, das in diese Kategorie fällt? Komdirreg, Regdirkom oder Dirregkom? Reg Dir nicht auf, komm und komponier‘ was!
Das reinste Komponiergehabe.

Beim Opening Event am 24.Januar gezeigt, wurde das Musikstück und Filmwerk auf vielfachen Wunsch unplanmäßig an einem späteren Festivaltag wiederholt.

An der Küste des Stillen Ozeans: Sounds of Vladivostok

Die Stadt Wladiwostok (betont auf der letzten Silbe; andere Umschrift des Kyrillischen: Vladivostok) beherrscht den Osten. Die Hafenstadt ist eine mächtige Marinebasis der russischen Pazifikflotte und beherbergt den größten Hafen der Atommacht am Stillen Ozean. Sie ist keine Millionenstadt; es gibt etwa 600.000 Einwohner. Der Name teilt sich auf in wladi und wostok, beides hinten betont, wodurch das vorletzte ‚o‘ nach ‚a‘ klingt. Bei wladi handelt es sich um einen Imperativ von „beherrschen“. Einige kennen vielleicht das Wort „wlast“ mit dem selben Stamm, das unter anderem „Macht“ bedeutet. Zusammen ergibt sich „beherrsche den Osten“.

Russland, obwohl größtes Land der Welt, immer schon knapp an ganzjährig eisfreien Häfen, profitiert möglicherweise vorübergehend von der weltweiten Erwärmung (global warming).

Solange das Eis regiert, werden die Klänge Wladiwostoks, die Sounds of Vladivostok, zu hören sein

In der Zeit der jungen Sowjetunion sollten Expeditionen und Testfahrten mit mehreren Schiffen durch das Eismeer zeigen, dass der Seeweg an der Nordküste Russlands Zeit spart. Doch das Unternehmen stellte sich als zu gewagt heraus. Wetterumschwung führte dazu, dass Schiffe verlorengingen und die Männer gerettet werden mussten, was sich als fast unmöglich erwies. Daraufhin sahen die Verantwortlichen über Jahrzehnte von solchen Vorhaben ab.

Erst die teils atomgetriebenen Eisbrecher schafften den Durchbruch. Ihnen folgten im Schlepptau die Frachter. Doch auch dieses Spielchen kann man im tiefsten Nordhalbkugelwinter nicht ewig durchführen. Abgesehen von den hohen Kosten friert der Kanal im Eis manchmal einfach wieder zu schnell zu, so dass die Frachtschiffe trotz Begleitung verlorengehen können. Oder einfach wochen- oder monatelang festsitzen, was unwirtschaftlich ist.

Solange der Weg „obenherum“ versperrt ist, kommen Murmansk und Wladiwostok höchste Bedeutung zu.

Dr. Marios Joannou Elia hielt sich mehrere Monate in der Stadt an der Ostküste Sibiriens auf. Sibirien, welches in drei große geographische Räume aufgeteilt wird, ist der Grund, dass sowohl die UdSSR als auch die Russische Föderation in etwa neun Zeitzonen unterteilt sind. Nordasien besteht praktisch nur aus Sibirien, das lediglich ein Teil Russlands ist, aber auch noch Platz bietet für die Republik Sacha (Jakutien) und ein jüdisches autonomes Gebiet.

Die Stadt selbst liegt mitten in der Peter-der-Große-Bucht am Südende einer Halbinsel. Vorgelagert die Insel Russki, dazwischen der östliche Bosporus. Die Peter-der-Große-Bucht hat zwei markante Teile, zwischen denen Wladiwostok liegt. Die Amur- und Ussuribucht. Die Stadt orientiert sich eher nach Westen zur Amurbucht.

Zweimal Goldenes Horn

Das Goldene Horn (Zolotoj oder Solotoi rog) ist die mitten in der Innenstadt liegende, gekrümmte Hafenbucht Wladiwostoks und der Hauptexistenzgrund für die Ansiedlung.

Die Namensgebung geschah in Anlehnung an das Goldene Horn in Kleinasien. Es ist ein gekrümmter Wurmfortsatz, der vom Bosporus abgeht. Das ursprünglich byzantinisch-griechische Goldene Horn wird heute von der Galatabrücke überquert und ist nach Keroessa, einer Nymphe und Mutter des Stadtgründers Byzas benannt. Byzas, Sohn des Poseidon, nannte den Meeresarm nach ihr Chryso Keras, was heute zusammengezogen geschrieben wird: Chrysokeras. Im Deutschen, Englischen und Russischen bedeutet Goldenes Horn das Gleiche. Im Türkischen heißt die innerstädtische Bucht im europäischen Teil des heutigen Istanbuls einfach nur Halic, „Mündung“.

Keroessa wurde von Zeus gezeugt, von Io auf der Landzunge Keras bei Byzantion zur Welt gebracht und von der thrakischen Nymphe Semystra aufgezogen. Nach Keroessas Mutter ist das Ionische Meer benannt. Byzas verwendete das Wort Horn/ Keras nicht für eine Landzunge oder Seezunge, sondern für die berühmte etwa 7 Kilometer lange Bucht, die Keimzelle Konstantinopels.
Die Yin-Yang-Beziehung von Wasser und Land wird durch die Mythologie deutlich.

Griechenland und Russland verbindet unter anderem das vorherrschende orthodoxe Christentum und das nichtlateinische Alphabet.

Ein Grund mehr, die Meerengen Wladiwostoks nach denen zwischen Schwarzem und Marmarameer zu benennen. Geographisch bietet es sich einfach an, einen nach zwei Seiten offenen, schiffbaren Meeressund (englisch: Sound) Bosporus zu nennen. Zudem, wenn eine gekrümmte, geschützte Meeresbucht abgeht, die einen idealen Naturhafen bildet: Das Goldene Horn.

„Sound of Vladivostok“ im Singular könnte auch ein Name für den östlichen Bosporus sein. Bedeutend: Der Sund von Wladiwostok.

Die Goldene Brücke überspannt es in Wladiwostok und verstärkt den Namen.

Gern erinnert man sich hier im Fernen Osten, wo es viele Monate bitterkalt ist, in der Nachbarschaft Koreas und Chinas, an Europa. Viele Stadtbewohner sind nur wegen der Arbeit hier und sehnen sich zurück in die Heimat. Nach Sankt Petersburg, einem anderen höchstwichtigen Hafen und Hort der Kultur, sind es 9522 Kilometer. Mit dem Auto dauert das zum Beispiel 122 Stunden.

Zum Stadtgebiet Wladiwostoks gehören auch vier Dutzend Inseln und der immerhin 257 Meter hohe Berg Cholodilnik (Kühlschrank).

Sounds of Vladivostok – Eine ungewöhnliche Komposition

Der griechisch-zypriotische Komponist schuf mit diesem Konzertfilm etwas höchst Ungewöhnliches.

Ihn faszinierten die Klänge so sehr, dass er sie aufnahm, den Bildern zuordnete und ein „Stück“ schrieb.

Der Komponist ist wie ein Dirigent, der jetzt gerade den Jagdflugzeugen zuwinkt, dann den Friedenstauben und anderen Vögeln und auf dessen Befehl das Wasser an den Schiffen (er-)plätschert.
Ganz verstehen wird man das wohl erst, wenn man es sieht. Und hört.

Beim Publikum löste der Film, den man entfernt mit einem Musikvideo vergleichen könnte, Begeisterungsstürme aus.

Wäre er bei der Berlinale im Wettbewerb gezeigt worden, hätte er den Alfred-Bauer-Preis gewinnen können.-

PS: Die Rinderfurt

Bosporus ist „natürlich“ ein griechisches Wort.

Es bezeichnet eine Meerenge, die Teil des Meeres ist. Zweimal im Atlantik beziehungsweise seinen Nebenmeeren, einmal im Pazifik.

Neben dem bekanntesten Bosporus, der 30 Kilometer langen Straße von Konstantinopel, gibt es am Schwarzen Meer noch einen zum Asowschen Meer: Die alten Griechen nannten die Straße von Kertsch zwischen den Halbinseln Krim und Taman „Kimmerischer Bosporus“. Er ist mit 40 Kilometern länger und an seiner schmalsten Stelle immer noch fast doppelt so breit wie der „Originalbosporus“ im Stadtgebiet von Byzanz, heute Istanbul.

„BOSPORUS“ bedeutet Rinderfurt oder Ochsenfurt. Das Huftier ist altgriechisch Bous, poros ist der Weg (russ. doroga). Führt der Weg durch flaches Wasser weiter, ist er eben eine Furt.

Nothing new. Und doch … Alles neu beim griechischen Filmfestival Hellas-Filmbox im Januar 2018 in Berlin-Friedrichshain (Urban Spree)!

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Marktplatz Streetfood ist=? Internationale Grüne Woche, Halle 12: Von Aal bis Öl, von Schlagsahne bis Sticks

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Lang lebe das deutsch-englische Durcheinander! Marktplatz Streetfood! Griechisches Öl und Gemüsesticks! Farbige Sprühsahne gleich coloured whipped cream. Wo anfangen?

Fünfundzwanzig Fußballfelder oder 27 Hallen

Die Internationale Grüne Woche ist gut sortiert. Das muss sie auch sein mit ihren 27 Hallen und 180.000 Quadratmetern. Alles, was größer als ein Einfamilienhaus ist, wird heute gern in Fußballfeldern gemessen. Ein Fußballfeld ist üblicherweise 68 mal 105 Meter groß, also 7140 Quadratmeter. Natürlich ist die Stückelung eine andere, aber rein von der Fläche her könnten auf der Messe Berlin 25 Fußballspiele gleichzeitig ausgetragen werden. Weil 25 mal 7140 immer noch weniger als 180.000 ist.

Auf fünfundzwanzig Fußballfeldern würden nur je 22 Spieler sein mit einem Schiedsrichter, der versucht ihnen aus dem Weg zu gehen. In den 26, 27 Hallen der Grünen Woche versucht jeder jedem aus dem Weg zu gehen, rempelt aber manchmal trotzdem jemanden an. In jeder im Schnitt etwa spielfeldgroßen Halle sind hunderte Menschen, allein von den Ausstellern meist mehr als 22.

Wie und wohin soll man die Stände verteilen? Für Aussteller eine unter Umständen überlebenswichtige Frage; für das Publikum eine Frage der Klarheit und Orientierung.

Wie stark das Stammpublikum auf Veränderungen reagiert, zeigt das Beispiel der Verlegung des Restaurants „Csardas“. Am Großen Stern an Halle 12 ein Plakat: „Das beliebte ungarische Restaurant jetzt in Halle 6.2“.

Doch alle haben den Umzug nicht mitbekommen. In Erwartung eines geringeren Besucherstromes wurde die Tischzahl reduziert. Trotzdem rechnet der am Ende des letzten Messetages befragte Geschäftsführer mit einem um 20-30% geringerem Umsatz. Und das, obwohl man viele neue Gesichter habe begrüßen können. 2019, so hofft er, könne man wieder in die Halle 10, die dieses Jahr vom Partnerland Bulgarien besetzt war.

Markt = Street und Platz = Food?

Nicht weit von dem Umzugsplakat hängt die Beschriftung für Halle 12: „MARKTPLATZ“ steht dort in großen Lettern. Darunter, ebenfalls in Großbuchstaben, „STREETFOOD“. Und für die Eindeutigkeit ein Pfeil. Das ganze in den Farben anthrazit, grau und rosa ganz modern gestaltet.

Voll auf die 12 oder: Rosa, da weiß man, was man hat/ wo man ist

Der Hallenfußboden in der 12 ist denn auch rosa, gegenüber dem grauen Standardteppichfliesenboden auf den anderen Gängen.

Am Abend der vorletzten Messetages, des besucherstärksten, streben Presseleute und Aussteller dem Ausgang zu. Ich versuche, den langen Gang zum Ausgang Süd (an Halle 1 und 2) mit einem Witz aufzulockern: „Schauen Sie mal: das deutsche Wort ‚Marktplatz‘ heißt auf englisch ‚Streetfood‘. Wobei ‚Markt‘ ‚Street‘ bedeutet und ‚Platz‘ ‚Food‘“.

Da Markt auf englisch ‚market‘ heißt, ‚Platz‘ ‚Square‘, ‚Street‘ ‚Straße‘ und ‚Food‘ ‚Essen, Lebensmittel‘, finde ich das lustig.

Das Layout des Plakats sieht aus wie eine Tafel, auf der mit Kreide die beiden Wörter und der Pfeil aufgemalt sind und ich schritt zur „Tafel“, spielte den „Lehrer“ und zeigte auf die untereinanderstehenden Wörter fast gleicher Länge. Doch mein Nachbar bleibt ernst.

Stehvermögen und Standvermögen

So eine Messe ist ja für die, die dort arbeiten enorm anstrengend. Um an einem Stand zu stehen, braucht man ein großes Stehvermögen. Steht man das durch, steigt das Standvermögen. Auch der Umsatz, aber das muss man erst einmal umsetzen.

Aus dem Stand machte ich einen Witz; aber ich vermochte nicht, Lachen zu bewirken.

Dafür macht mein Nachbar eine weiterführende Bemerkung. Es ist Frank van Gaalen. Er verkauft in der 12 Salz und Öl, Kapern und Oliven.

Er hatte die Aufschrift und Benennung so verstanden, dass es in der Halle einen Marktplatz gebe UND Streetfood. Scherz beiseite hatte ich das trotzdem anders gesehen.

Eine schicksalshafte Wende

Wie das Schicksal so will, unterhalten wir uns noch eine Weile und erreichen nie den Ausgang. Nicht, dass wir im Hotel California gelandet wären. Es sollte einfach nicht sein. Eine halbe Stunde nach Messeende waren einige Feuertore schon zugerollt. Ab und zu stand noch eine Tür offen, aber nach der Durchquerung des Großen Sterns und der Hallen 10 und 8 ist an Halle 7 Schluss.
Ich wende mich dem Freien zu, um auf der Fahrstraße nach Süden zu streben und vielleicht doch noch den Ausgang zu erreichen. Das geschieht auch 5 Minuten später, doch zunächst kehren mein Gesprächspartner und ich um, da seine Begleitung sich mütterlich um zwei kleine Mädchen kümmert.

Verirrt und allein – Ein Abenteuer (motherless child)

Deren Mutter ist noch nicht zu sehen, soll aber hinterherkommen. Doch plötzlich ist der Weg versperrt. Die kleine hat kein Handy und die größere Schwester ist verzweifelt. Sie kennt den Weg nicht, muss die Garderobe holen und will ihr Schwesterchen nicht allein lassen. Obendrein muss jemand der Mami bescheid sagen.

Van Gaalens Mitarbeiterin beschließt, mit dem kleinen Mädchen auf das Elternteil zu warten, während die ältere Schwester in doppelt männlicher Begleitung zur Garderobe geführt werden soll. Wir machen uns zu dritt auf den Weg.

Nach Blockaden und Umwegen erreichen wir glücklich – nein, nicht das Ziel, sondern die Garderobe am Ende der 7er-Hallenkette vor dem Ausgang in der Nähe des City-Cubes (englisch für Stadtwürfel oder Metropolenkubus).
Doch die Garderobiere möchte die Mäntel nicht aushändigen. Trotz aller Hilfsbereitschaft. Denn weder die Garderobenmarken noch die Versicherungszettel passen.

Überraschung!

Die schwarzglänzenden Kunststoffchips sind auf einer Seite ausgefräst. Außer der Zahl steht dort MB, nicht für Mercedes-Benz, sondern Messe Berlin. Zunächst werden wir zum Ausgang Süd geschickt, wo wir sowieso hinwollten. Die Farbe würde passen und die Versicherungsscheine seien orangeblau. Mir scheinen sie eher rotblau zu sein und das Mädchen Viktoria (Name von der Redaktion geändert) wiederholt: „Wir mussten in den 2. Stock, da die Garderobe voll war.“ An Halle 7 gibt es aber nur in einer Ebene Gepäckaufbewahrung.
Endlich entscheidet sich beim Vergleichen mit der Sigelliste: Die Garderobe ist am Ausgang Ost oben, genau am ehemaligen Übergang zum ICC (Brückenfoyer über dem Messedamm).

Schöne Atmosphäre: Feierabend in der Bulgarienhalle

Wir kehren um. Halle 7a,b,c – Halle 8 mit Litauen und Finnland – Halle 10: Bulgarienhalle. Die bulgarischen Aussteller und ihre Helfer sind an langen Tafeln und speisen. Musik spielt und einige tanzen auf der Bühne Volkstänze. Wie eine Schlange, die sich seitwärts vorwärts bewegt. Schönste Stimmung, und das am Ende des vollsten Tages. Nach kurzem Verweilen durchqueren wir wieder diagonal den Großen Stern. Abwärts gehen beide Rolltreppen. 2 Etagen tiefer beginnt die Halle 12, in der auf dem Marktplatz Streetfood angeboten wird, aber eben nicht nur. Sozusagen.

Foodtrucks mit Streetfood auf dem Marketplace

Die Foodtrucks sehen etwas affig aus in der großen Messehalle, überlege ich. Gewollt „cool“. Oder? Doch dann fällt mir das Temporäre an der Grünen Woche ein und das emsige Herumsausen der Gabelstapler und Lastkraftwagen vor und nach der Messe.

Eigentlich ganz praktisch, direkt mit dem Essenswagen, pardon, F.-Truck, in die Halle zu fahren.
Bei dem gleichzeitig stattfindenden Filmfest Hellas-Filmbox steht auch ein Foodtruck auf dem Gelände vor der Tür von Urban Spree. Nachdem am 28. alles vorbei war, starteten die beweglichen Gastronomen einfach den Motor und sind weg. Die anderen packen lange und bauen die Stände ab, um diese dann lange aufzuladen oder lassen packen und aufladen.

Da die TRUCKS (Lieferwagen) teils recht kultige Modelle sind, zum Beispiel alte französische Autos, sehen sie an sich schon gut aus – auch ohne große Deko.

Wer jetzt nach dem Ende von Grüner Woche und Hellas Filmbox die Foodtrucks schon vermisst, kann sich auf die Berlinale freuen. Vom 15.-25. Februar wird gleich eine ganze Batterie von Foodtrucks auffahren; in der Alten Potsdamer Straße.

Die Stände in der Halle 12 = Marktplatz Streetfood

Die festen Stände bieten in der 12 allerlei an. Dunkelbier aus Spandau mit nur zwei Sorten, dafür aber mit Ingwer und Maca. Olivenöl mit Spaß. Die Website ist englisch und lautet www.olive-joy.de oder .com. Da hätte ich ja beim Buchstabieren Probleme: oh weh oh weh oh weg: Olive minus JOY Punkt (dot) komm.
Minus Joy. Als ob man den Spaß von den Oliven wegnimmt. Oder man buchstabiert richtig mit „Bindestrich“, dann geht es wieder.

Das geht runter wie Öl!

Da lob ich mir doch die andere Ölquelle: www.olivenoel-morea.de . Okay, man müsste sich dann einen Namen merken, aber es ist sofort klar, worum es geht. Auch die Plakate am Stand verzichten auf den ersten Blick auf neumodischen halbenglischen Firlefanz. Keine Spur von Boxspringbetten oder Stonemill-Getue. Stattdessen ein verständlicher, lesbarer Satz: „Morea, das Olivenöl aus der Steinmühle“. Das geht runter wie Öl!

Die Website enthält zwar das Wort Olivenöl verfremdet mit ‚oe‘: olivenoel. Seit einiger Zeit können auch Umlaute in der Adresszeile des Browsers eingegeben werden. Gut für alle Türken, Finnen und Deutschen. Ein Beispiel: www.energrün.de . Ist zwar auch grün wie die Grüne Woche, hat aber nichts mit landwirtschaftlicher Produktion zu tun, dort geht es einfach um grünen Strom. Doch darum geht es hier gar nicht, es geht darum, dass das ‚ü‘ in energrün direkt eingetippt werden kann. Teil der url ist (der Web-Adresse).

Eine Runde auf dem Marktplatz (Streetfood)

Mal sehen, wie es weitergeht auf dem Marktplatz. Einige Stände kommen jedes Jahr her. Bratwurst für 1,50 und Aal-Kai neben dem griechischen Olivenöl-Stand könnten solche Kandidaten sein. Pralinen aus Skandinavien, Vanille aus Madagaskar. Lecker. Die Pralinenfirma hat noch nicht einmal einen Onlineshop.

Etwas Neues erregt meine Aufmerksamkeit. Gemüsesticks gebacken, nicht frittiert.
Das ist jetzt nicht von James Bond. Aber deutschenglisch. Eine Weltneuheit von 2017, kein Jahr alt.
Das Produkt heißt „Guzman‘s Guzinos Gemüsesnack“. Der Stabreim hat geklappt. Es gibt drei Sorten, zwei deutsche und eine englische. Paprika, Tomate und „Mixed“. Gemischt wäre wohl zu gewagt.
„Guzman‘s“ statt „Guzmans“ ist falsch geschrieben. Oder Englisch. „Guzinos“ sind wohl die Sticks – ja, das stammt aus dem Englischen – ein Guzino, zwei Guzino. „Guzinos“ ist ein Markenname, wie man gleich an dem ‚R‘ im Kreis erkennt (eingetragenes Warenzeichen, engl.: Registered trademark). Bleibt der „Gemüsesnack“.
„Gemüsesnack“ ist eindeutig „mixed“. Es gibt auch einen Fahrradrahmen, der weder Damen- noch Herrenfahrrad ist, eben mixed.
Der gute alte Snack, ist man gewillt zu sagen. Solange haben wir schon von dem „Snack“ genascht, dass er uns ganz vertraut ist. „Streetfood“ oder noch englischer „Street food“ ist dagegen noch etwas sperrig und neu.

Die Tüten mit den Gemüsestäbchen braucht man nicht mit Stäbchen zu essen. Dieser Snack ist fingerfood.

Und „100% Veggie“; verrät die Tütenaufschrift. Was anderes kommt hier gar nicht in die Tüte.

Darüber ein schönes, kurzes deutsches Wortspiel. „Iss neu!“

Das stimmt.

Das deutsche Unternehmen mit einem spanischen Geschäftsführer hat den Sprachtest nicht nur mit Ach und Krach bestanden. Jeder Sprachtest erhält ein ‚ach‘. Wegen „ISS NEU!“ drücken wir gern alle Augen zu. Die GmbH aus Karlsruhe soll ja auch am internationalen Markt eine Chance haben. Da fällt das „Guzman‘s“ gar nicht auf. „Gemüsesnack“ ist dafür zu deutsch und geht dann gar nicht … Es kommt immer auf die Sichtweise an.

Alles so schön bunt hier

Zum Schluss noch kurz eine langweilige, deutsche Variante. So, wie es eigentlich sein sollte. Gleich links neben dem Guzinos-Gemüsesnack steht eine freundliche Dame am Stand von Rosima. Das thüringische Unternehmen ist in Großbreitenbach ansässig. Das Produkt-Portfolio (ja, genau) ist überschaubar und gut aufgestellt: Blaue, grüne, rosane und Zimtschlagsahne. Auf den Sprühsahneflaschen für Kindergeburtstage & Co. steht groß „Farbige Sprühsahne“, dann etwas kleiner „Coloured whipped cream“. So soll es sein.

Das Wort „Geschmacksneutral“ am Fuß der Dose ist sogar auf englisch, tschechisch und in einer weiteren Nachbarsprache aufgeführt. Ach ist das schön!

Endlich mal kann man aufatmen.

Wenn man immer das Gefühl hat, sich mit der Machete durch den Sprachdschungel schlagen zu müssen, ist das auf Dauer anstrengend.

Ein +Foodtruck+ mit +Streetfood+ ist doch nichts anderes als eine Imbissbude auf Rädern. Nur dass man bei der englischen Variante die 4 Räder gleich sehen kann.

Guter Ausgang

PS: Die Geschichte ist gut ausgegangen. (auf englisch: Die Story hatte ein Happyend.) Bei Halle 7 trafen die Töchter mit ihrer Mutter zusammen. Die ältere Schwester sah ihre kleinere Schwester wieder, zu der bereits die Mutter gestoßen war. Nur ihre Kleidung hatten sie noch nicht. Zusammen ging es Richtung ICC.
Dort gibt es an der Straßenbrücke über den Messedamm, die auch außen zu benutzen ist, eine Garderobe. Diese ist so neu, dass selbst langjährige Mitarbeiter sie nicht kennen. Als die drei Frauen der Familie im Untergeschoss ablegen wollten, wurden sie wegen Überfüllung abgewiesen und tatsächlich zwei Stockwerke höher geschickt. Das zeigt, wie gut die Grüne Woche besucht war. V. hatte sich richtig erinnert, was uns den Weg zum Ausgang Süd erspart hat und allen eine Menge Zeit. Und die Lehr‘ von der Geschicht‘: Ob Du zum Marktplatz Streetfood gehst oder nicht, merk Dir Deine Nummer und wo Du sie gezogen hast, irgendwann wird sie aufgerufen!
Glückliche Familienzusammenführung und Wiedervereinigung mit den Siebensachen am Ausgang Ost/ ICC.