Watt und Meer und Wattenmeer – Annotation zum Kalender „Wattenmeer“ von Nico Krauss

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das Wattenmeer der Nordsee reicht von der Küste bis zu den Inseln sowie von Den Helder in den Niederlanden bis Skallingen in Dänemark. Wer von Natur pur spricht, der hat keine Ahnung. Bilder von der Berufs- und Sportschifffahrt so weit das Auge reicht. Die Handelsflotte der Welt fahren durchs das Wattenmeer in die wichtigsten Häfen der Nordsee. Immer noch fahren Fischer mit ihren Booten hinaus und unzählige Freizeitkapitäne mit ihren Sportbooten.

Das Wattenmeer ist Wirtschaft und Kultur, aber immer auch noch Natur, nur nicht pur. Das Leben am und auf dem Wattenmeer kann zuckersüß und richtig rau, teils friesisch herb sein. So ist das, mitunter schiet. Generationen haben mit den Gezeiten ihre Erfahrungen gemacht.

Reisende, die den Reiz abseits von Geest und Marsch im Meeresraum zwischen Küste und Inseln suchen, finden sich jedes Jahr zu Millionen ein, die meisten in den Sommermonaten. In der kalten Jahreszeit ist weit weniger los und das ist gut so. Aber auch dann ist das Wattenmeer, über das oft eiskalte Winde jagen, ein hautnahes Erlebnis.

Der 1967 in Hamburg geborene Nico Krauss war am Strand, im Watt, in der Luft – und wohl auch im Wasser – und fotografierte. Der Verlag Delius Klasing bietet nunmehr dessen Kalender 2017 an, der sehenswerte Natur- und Landschaftsaufnahmen zeigt. Die Bilder dokumentieren die Weite und Wildnis sowie die Ruhe und Robustheit, die das Wattenmeers ausstrahlen kann. Manchmal sind auch Leute, Boote und Strandkörbe zu sehen. So ist das am und im Wattenmeer.

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Nico Krauss, Wattenmeer, Weltnaturerbe, Kalender 2017, Format 67,5 x 47,2 cm, Spiralbindung, Verlag: Delius Klasing, Bielefeld, 1. Auflage 2016, ISBN: 978-3-667-10513-4, Preise: 29,90 EUR (D), 29,90 EUR (A)




Plissons Braut ist die Gischt – Annotation zum Kalender „Stürmische See“ von Philip Plisson

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Philip Plisson schreibt sich Meer. Seit Jahrzehnten gilt der am 17. Januar 1947 in Orléans geborene Plisson als der Fotograf der See. Keine Frage: der Franzose, der von Jugendbeinen an mit Kameras loszieht, ist Fachkraft auf dem Gebiet der Meeresfotografie.

Nicht nur Wasser und Wellen, auch Leuchttürme und Schiffe geraten dem Garanten für fantastische Fotografien ins Visier. Als Bretone gelingen manche Bilder als atemberaubende Aufnahmen tosender Brandung und stürmischer See beinahe vor dem Balkon.

Oder wie der Verlag Delius Klasing in einer Pressemitteilung (Bielefeld, 2016) notiert: „Wenn andere froh sind, daheim zu sein, Türen und Fenster fest geschlossen, besteigt Plisson mit seinem Fotoapparat einen Hubschrauber, um das wilde Spektakel, das schweres Wetter an der bretonischen Küste entfacht, im Bild einzufangen. Wenn Orkane die sprühende Gischt der See mit sich reißen, wenn turmhohe Wellen donnernd an die Felsen krachen oder Schiffe wie Spielzeug durch die Wassermassen tanzen, drückt Philip Plisson auf den Auslöser. Seine Aufnahmen sind Impressionen der unvorstellbaren Kraft des Meeres, aber auch eine Hommage an die überwältigende Schönheit dieses Naturschauspiels.“

Ein Dutzend seiner besten Bilder bietet ein großformatiger Kalender, der vor allem lang ist. Während ich die wenig bunten Bilder betrachte, kommt mir unweigerliche die Stimme von Hans Albers mit einer Liedzeile aus „La Paloma“ in den Sinn. „Seemannsbraut ist die See“, singt der blonde Hans, und ich: „Plissons Braut ist die Gischt“. Kann man so singen, oder?

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Philip Plisson, Stürmische See, Kalender 2017, Format 80,1 x 40,2 cm, Spiralbindung, Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 1. Auflage, ISBN: 978-3-667-10507-3, Preise: 69 EUR (D), 69 EUR (A)




Pferde am Stand: stehend, im Schritt, Trab und hopp im Galopp – Annotation zum Kalender „Stand Pferde“ 2017

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Das Leben der Pferde ist nur noch in völliger Freiheit vorzüglich. Doch die übergroße Zahl der Pferde auf diesem Planeten sind Gefangene. Eingesperrt in den Stall, in die Box. Und wenn der Eigentümer kommt, dann bekommen viele Pferde die Sporen und die Peitsche zu spüren.

Vorher werden sie zugeritten, gesattelt und mit allerlei Zeug im Zaum gehalten und an die Kandare genommen. Das alles ist schlimm und schrecklich.

Dass das Böse sein müsse, dass reden sich die falschen Freunde der Pferde gerne ein und blicken dabei ohne Scham auf schöne Bilder wie die im 2017er Kalender mit dem Titel „Strand Pferde“ aus dem Bielefelder Verlag Delius Klasing. Dabei zeigen diese bunten Bilder das genaue Gegenteil von der düsteren Tristesse so vieler Pferde, die wahrlich keine wirklichen Wildpferde sind. Immerhin, ein paar Wildpferde wurde abgebildet und kommen im Kalender vor. Alle anderen Pferde tun nur so, als seien sie frei … und wild. Was soll daran edel sein? Richtig, nichts.

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Strand Pferde, Kalender 2017, Format 45 x 30,1 cm, Spiralbindung, Verlag: Delius Klasing, Bielefeld, 1. Auflage 2016, ISBN: 978-3-667-10506-6, Preise: 14,90 EUR (D), 14,90 EUR (A)




Die letzten Windjammer der Weltmeere – Annotation zum 2017er-Kalender „Windjammer“

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Windjammer sind große Segelschiffe und die kommen auf großen Kalenderblättern immer besonders gut zur Geltung.

Waren die Großsegler, die für die Reeder vor allem Gewinne einfahren sollte, einst wenig ausstaffiert und im Grunde erst schlichte Schiffe aus Holz- und später Eisen und Stahl, schmücken sie heute die Häfen mit ihrer majestätisch anmutenden Pracht und oft windigen Geschichte. Wurde anfangs vor allem Fracht befördert, so achteten die Er- und Umbauer dieser Schiffe, die 50 Jahre lang die Weltmeere beherrschten, nach und nach auf flotte Fahrt voraus und besseren Komfort für die Seemannschaft. Zu den Tiefwasserseglern werden heute auch Kreuzfahrtsegelschiffe wie die Sea Cloud gezählt, vor allem aber Segelschulschiffe.

Laut Wikipedia waren „Windjammer … Schiffe der frühen Industrialisierung und profitierten daher schon von den Errungenschaften industrieller Produktion wie Rümpfen und Masten aus Eisen oder Stahl, Stahlseilen für die Takelung und Winden an Deck zur Arbeitserleichterung. Hilfsdampfmaschinen zur Bedienung von Ladegeschirr und Pumpen wurden ebenfalls installiert. Ein gemischter Antrieb mit Segel und Maschine kam versuchsweise zum Einsatz, bewährte sich aber nicht. Windjammer waren als Bark und Vollschiff mit drei Masten getakelt, größere Einheiten waren die Viermastvollschiffe und Viermastbarken, von denen es ca. 40 bzw. ca. 400 gab. Fünfmastrahsegler gab es in der Welthandelsflotte nur sieben Schiffe, bis auf die Preußen waren sie alle als Fünfmastbarken getakelt und hatten bis auf France I, Potosí und Preußen einen Hilfsantrieb (Dampf, Diesel). Sie konnten mit 6200 bis 8000 t das 1,5- bis zweifache einer mittleren Viermastbark transportieren, kamen aber zu spät, da die Dampferkonkurrenz immer überlegener wurde.“

Die Blauwassersegler finden vor allem auf Paraden, die vielerorts Massen von Menschen anziehen, Beachtung. Die Windjammer üben nach wie vor eine Faszination aus und vermittel einen Eindruck von einer längst vergangenen Zeit.

Im 2017er-Kalender „Windjammer“ des Verlags Edition Maritim werden sie vorgestellt in Wort und Bild, wobei laut Presseinformation des Verlags die „eindrucksvollen Porträts“ mit „einzigartigen Detailaufnahmen“ und mit „erläuternden Textpassagen vermittelt“ würden.

Ansehen, umblättern und nichts wie hin an die Küsten und bei guter Gelegenheit rauf auf die letzten Windjammer der Weltmeere.

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Windjammer 2017, Kalender mit Bilderläuterungen, Format 56,1 x 46,2 cm, Spiralbindung, Verlag: Edition Maritim, Bielefeld, 1. Auflage 2016, ISBN: 978-3-667-10515-8, Preise: 22,90 EUR (D), 22,90 EUR (A)




Feuerfest in Wind und Wellen – Annotation zum Kalender „Leuchttürme 2017“ mit Bildern von Gabi Reichert

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das ist mal ein Kalender, der nicht nur voll mit bunten und beeindruckenden ein Dutzend Bildern – und zwar mit zwölf tollen Leuchttürmen – ist, sondern der Neugierigen, die mehr als nur beiläufiger Betrachter sein wollen, „ausführliche Informationen und Geschichten zum abgebildeten Leuchtturm“ bietet, wenn die Wissbegierigen „zur Bildlegende noch einen QR-Code“ nutzen. Einfach mit dem iPhone oder Smartphone draufhalten, auf dem eine entspreche App ist, die genutzt werden kann. Klasse, dieser Kalender mit QR-Codes.

Dass das Text- und vor allem Bildmaterial bestens ist, dafür steht der Name Gabi Reichert. Die 1964 geborene Fotografin und Journalistin, die laut Verlag Delius Klasing „einige Jahre in der pharmazeutischen Forschung gearbeitet, bevor sie Germanistik, Amerikanistik und Journalistmus studierte und eine Familie gründete“, hat zwar ihren „Wohnsitz inmitten der Weinberge Rheinhessens“, dennoch zieht es sie hinaus in die Welt, vor allem in die Natur, in den Norden und auch an die Küsten. Das Reisen und darüber in Wort und Bild berichten, das hat nicht nur Gabi Reichert zum Beruf gemacht, sondern scheinbar die ganze Familie, also die 5Reicherts.

Keine Frage, mit dem Kalender „Leuchttürme 2017“ holen sich die lieben Leute schöne Schifffahrtszeichen in den
unterschiedlichsten Größen, Farben und Formen in die gute Stube. Ein bißchen Großbritannien, Schweden, Dänemark, Frankreich und Deutschland, wo die einmaligen historischen Bauwerke stehen, ist auch mit dabei. Doch geben sie die Antwort beim Betrachen: Ich will auch dorthin reisen, Wind und Wellen erleben „und das zauberhafte Licht“ in Echt sehen, das Gabi Reichert „kunstvoll festgehalten“ hat.

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Gabi Reichert, Leuchttürme 2017, Kalender, Format 56 x 46,2 cm, Spiralbindung, Verlag: Delius Klasing, Bielefeld, 1. Auflage 2016, ISBN: 978-3-667-10492-2, Preise: 22,90 EUR (D), 22,90 EUR (A)




Schiff ahoi im hohen Norden – Annotation zum Kalender „Hurtigruten 2017“

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Skandinavienkenner wissen, wo eine der schönsten Seereise der Welt unternommen werden kann: in Norwegen. Am authentischsten ist die Fahrt durch über 100 Fjorde und in über zwei Dutzend Häfen mit einem Schiff der Hurtigruten und zwar mit einem alten Postschiff.

Vorzüglich eignet sich das Motorschiff Nordstjernen, das 1954 bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut wurde. Zuletzt wurde das Schiff 2013/14 modernisiert, doch die Atmosphäre des Atlantikkreuzers aus geschweißtem Stahl und mit viel Holz ist bis heute erhalten geblieben.

Weniger urige entlang der weitestgehend wilden norwegischen Fjordküste, die Dank Hurtigruten seit 1893 die Orte der über 2700 Kilometer langen norwegischen Westküste verbindet, geht es auf den neueren Pötten der Post- und Passagierschiffen zu, die zudem jede Menge Fracht befordern in die 35 Häfen von der alten Hansestadt Bergen bis zum dem Hafen Kirkenes befördern. Keine Frage: Heute verkehren auf der schnellen Route an der norwegischen Fjordküste luxoriöse Linienschiff, von denen einige aus Nah und Fern im Kalender „Hurtigruten 2017“ aus dem Bielefelder Verlag Delius Klasing zu sehen sind.

Erst den Kalender nach Weihnachten aufhängen, dann im neuen Jahr hin nach Bergen und hoch nach Kirkenes mit Hurtigruten. Gute Reise!

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Hurtigruten 2017, Kalender, mit Bilderläuterungen, Format 56 x 46,2 cm, Spiralbindung, Verlag: Delius Klasing, Bielefeld, 1. Auflage 2016, ISBN: 978-3-667-10490-8, Preise: 22,90 EUR (D), 22,90 EUR (A)




Wenn Roland Gerth in die Berge geht – Annotation zum Kalender „Licht in den Bergen 2017“ aus dem Verlag Delius Klasing

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wenn der Schweizer Natur- und Reisefotografen Roland Gerth in die Berge geht samt und sonders Fotoausrüstung, dann nimmt er Aufnahmen von wilder und romantischer, anmutender und einladender, stimmungsvoller und spektakulären Kultur- und vor allem Naturlandschaften mit ins Tal und nach Hause. Wenige beeindruckende Bilder liefert er beim Bielefelder Verlag Delius Klasing ab, der immerhin ein Dutzend seiner atemberaubenden Aufnahmen auf große Kalenderblätter drucken ließ.

Wo Gerth geht, das wird dem Kopf hinter dem Auge des Betrachters der Bild schnell klar, gehen nicht Massen von Menschen, obwohl Massentourismus nicht nur in Mittelgebirgen sondern auch im höchsten Gebirge Europa, den Alpen, seit Jahrzehnten zum Tagesgeschäft gehört. Fern der Geschäftigkeit der großen Täler mit Dörfern, die längst Schlafstädten voller Trubel gleichen, bieten die Bilder Geduld. Zudem strahlen sie unweigerlich eine Ruhe aus, die man dort, wohin man blickt, sucht.

„Abseits der üblichen Touristenpfade – unterwegs, um die vielfältige Schönheit der Berge und das spezielle Licht dieser grandiosen Landschaft einzufangen“, lese ich in einer Pressemitteilung des Verlags. Genau dort will ich sein, genau das will ich erleben.

Motiven mit „einsamen Tälern, steil aufragenden kahlen Felswänden, rauschenden Bächen und majestätischen, schneebedeckten Gipfeln, die – in ständig wechselndes Licht getaucht – immer wieder neue fantastische Stimmungen präsentieren, sind Grund genug, dass die Bergwelt das Sehnsuchtsziel vieler Menschen ist“ und mit dem 2017er-Kalender „Licht in den Bergen“ von Roland Gerth holt man sich davon ein Stück in die eigenen vier Wände.

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Licht in den Bergen 2017, Fotograf: Roland Gerth, Kalender, Format 70 x 57,3 cm, Spiralbindung, Verlag: Delius Klasing, Bielefeld, 1. Auflage 2016, ISBN: 978-3-667-10493-9, Preise: 39,90 EUR (D), 39,90 EUR (A)