Cézanne, Gauguin, van Gogh: Rückkehr alter Meister. „Gauguin“ jetzt im Kino, „Loving Vincent“ Ende des Jahres, ein Spielfilm aus Ölgemälden

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Cinema Paris im Maison de France am Kurfürstendamm in Berlin. © 2017, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Seit den 60ern Jahren hat man das Gefühl: Alle Musiker, die noch leben, treten immer weiter auf. Zwar gibt es auch neue Bands, doch das Abtreten alter geht anders, oder gar nicht. Die Klassik wird auch immer wieder aufgeführt: Mozart, Beethoven und unübertroffen: Bach. Warum also sollten alte Meister „aussterben“, in Vergessenheit geraten? Das Medium Film trägt dazu bei, sich zu erinnern.

Paul Cézanne, 1839-1906, in Aix-en-Provence.
Es gibt u.a. die Cézanne-Filme Danièle Huillets (1936-2006, Paris/Cholet) und Jean-Marie Straubs, „Cézanne im Gespräch mit Joachim Gasquet“ (1989) und „Une Visite au Louvre“ (2003).
Siehe Artikel vom 5. Oktober „Sag‘s den Steinen bis wir beginnen etwas zu sehen“.

Eugène Henri Paul Gauguin, 1848-1903, geboren in Paris, gestorben in Atuana auf Hiva Oa, einer der Marquesas-Inseln (frz. Archipel des Marquises, eigentlich Henua‘enana (‚die Erde der Männer‘), 1000 Meilen nordöstlich von Tahiti in Französisch-Polynesien.

„Gauguin“ jetzt im Kino (seit dem 2.11., französischer Originaltitel (OT) „Gauguin – Voyage de Tahiti“, Frankreich 2017). U.a. im Cinema Paris am Charlottenburger Kurfürstendamm in Berlin. Spielt in Paris und ab 1891 in Tahiti; in die Hauptstadt kehrte er einmal zurück. Später lebte er in Ost-Polynesien. Der 5 Jahre jüngere Vincent van Gogh war bereits gestorben, als Paul Gauguin in der Südsee ankam.
Mit Vincent Cassel als Hauptdarsteller, Tuheï Adams als Tehura, seiner Muse und Modell seiner bekanntesten Gemälde, die auch Teha‘amana hieß; Malik Zidi (Henri Vallin), Pua-Taï Hikutini, Pernille Bergendorff (Mette Gauguin), Marc Barbé (Mallarmé), Samuel Jouy (Emile Schufenecker), Ian McCamy (Le violoniste) und anderen. Regie: Édouard Deluc.
Gedreht im Herbst 2016 u.a. in Französisch-Polynesien.
Kamera: Pierre Cottereau; Schnitt: Guerric Catala; Casting: Julie Navarro; Kostüme: Céline Guignard-Rajot; Musik: Warren Ellis; Produktion: Bruno Levy; Länge: 102 Minuten.

Paradies – Die Leidenschaften des Paul Gauguin„, (OT: „Paradise Found“ Australien 2003), mit Kiefer Sutherland als Paul Gauguin und Nastassja Kinski als Mette Gauguin

„Die Augen des Wolfes“. (OT: „Oviri“ [bedeutet in der Landesprache soviel wie ‚wild‘] bzw. „Gauguin, le loup dans le soleil„, engl. „The Wolf at the door“, eine dänisch-französische Koproduktion aus den Jahren 1985/86), mit Donald Sutherland als Paul Gauguin. Der Spielfilm war in Venedig im Wettbewerb.

Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft„. (OT: „Lust for life„; USA 1956)
Mit Kirk Douglas als Van Gogh und Anthony Quinn als Gauguin, der dafür den Oscar gewann.

Vincent & Theo“ (NL, GB, F, I, D 1990). Tim Roth als van Gogh, Paul Rhys als Theo van Gogh, Kitty Courbois als Anna van Gogh, Wladimir Yordanoff als Paul Gauguin. 138 Minuten. Ursprünglich ein mehrteiliger Fernsehfilm, dann gekürzt und in einem Stück in die Kinos gekommen.

Vincent van Gogh 1853-1890, geboren in Groot-Zundert, gestorben in Auvers-sur-Oise, Département Val d‘Oise, Region Île-de-France, gut 30 Kilometer vom Pariser Zentrum entfernt.

Der polnisch-englische Spielfilm „Loving Vincent“ ist der erste, der nur aus Ölgemälden besteht (etwa 35.000). Bundesweiter Kinostart am 28. Dezember 2017.
(Die Entscheidung, ob die alten Meister nach Alter oder Alphabet zu ordnen sind, fiel leicht.)

Aktuell:
Berliner Kinos zum bundesweiten Start von „Gauguin“ am Donnerstag, den 2. November:
CAPITOL DAHLEM, U-Bahnhof Thielplatz, jetzt „Freie Universität“, Linie U3

CINEMA PARIS, Charlottenburg, U-Bahnhof Uhlandstraße, Linie 1

CINEMAXX POTSDAMER PLATZ, Tiergarten, Mitte, U2

FILMTHEATER AM FRIEDRICHSHAIN, Bus 200

HACKESCHE-HÖFE-FILMTHEATER, Mitte, S-Bahnhof Hackescher Markt, Stadtbahn

KINO IN DER KULTURBRAUEREI, Prenzlauer Berg (Bezirk Pankow), U-Bahnhof Eberswalder Straße, U2

YORCK-KINO, Yorckstraße, Kreuzberg, U-Bahnhof Mehringdamm, U7

Kinostarts in verschiedenen Ländern(Auswahl):

Im Produktionsland Frankreich: 20. September 2017
Bundesrepublik Deutschland, Ukraine (unter dem Titel „Dikin“ (etwa: der Wilde, vergleiche den Titel „Oviri“ (s.o.)): 2. November 2017

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