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Das Einmal-Spiel „Exit – Die Grabkammer des Pharao“

Das Einmal-Spiel „Exit – Die Grabkammer des Pharao“
© 2016 Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow
EXIT - Das Spiel. Die Grabkammer des Pharao

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der Oberboss von Ober- und Unterägypten, der früher, also von 1550 bis 1070 vor unserer Zeitrechnung, Pharao genannt wurde und nicht nur über das große Haus, seinen Palast, sondern über jede Menge Untertanen herrschte, liegt längst auf dem Scheiterhaufen der Geschichte und, geht es nach dem Kosmos-Spieleverlag, unterm Weihnachtsbaum: als Exit-Spiel – Die Grabkammer des Pharao von den Autoren Inka und Markus Brand.

„Während eines Ägypten-Urlaubs“, beschreibt der Verlag das Spiel“, „besuchen die Spieler“ den Höhepunkt ihres Aufenthalts, die Pyramiden von Gizeh. „Doch als sie durch die engen, labyrinthartigen Gänge steigen, verlieren sie schnell den Rest der Gruppe. Nach langem Umherirren gelangen die Spieler schließlich in eine mysteriöse Grabkammer. Plötzlich schließt sich die Steintür hinter ihnen. Die Spieler sind gefangen. Auf dem Boden liegt ein halb mit Sand verdecktes Notizbuch sowie eine uralte Drehscheibe. Werden die Spieler rechtzeitig entkommen oder für immer unter Stein begraben sein?“

Das weiß ich auch nicht, aber bei dem Spiel Exit – Die Grabkammer des Pharao sollten „die Spieler mit etwas Kombinationsgabe, Teamgeist und Kreativität nach und nach immer mehr Gegenstände“ entdecken, Codes „knacken“, „Rätsel“ lösen „und … der Freiheit Stück für Stück näher“ kommen.

Das klingt klasse. Klasse meinen sicherlich manche Spieler, dass „das Material geknickt, beschriftet oder zerrissen werden“ darf. .Weniger witzig könnten einige Spieler finden, dass, sobald „das Geheimnis des Raumes einmal gelüftet“ ist, „das Event-Spiel kein zweites Mal gespielt werden“ kann. Anders formuliert: Wie in einem richtigen Exit-Room ist auch das Exit-Spiel etwas Einmaliges.

Ob das für alle Spieler der Kick ist, der von diesem Einmal-Spiel, das auf dem Spielekarton als „Escape-Room-Spiel für zu Hause“ angepriesen wird, ausgeht, darf bezweifelt werden.

Bei einem Excape-Spiel werde eine Gruppe von „zwei bis sechs Spielern … wird in einen Raum gesperrt, sagt Markus Brand in einem Cliquenabend-Interview (Essen 2016), „und dann hat die Gruppe in der Regel eine Stunde Zeit, um aus dem Raum zu kommen. Das gelingt nur durch das Lösen verschiedener Rätsel“. Dabei arbeite sich „die Gruppe gemeinsam durch den Raum“. „Sowohl im Raum als auch im Spiel“, erklärt Markus Brand, sollte „das Team zusammenarbeiten“ beim Beschreiten ungewöhnlicher Wege.

Der ungewöhnlichste Weg, der zuerst beschritten werden muss, dürfte der vom Computer mit seiner virtuellen Welt zurück in den Raum der Realität und an den Brettspieltisch sein. Das mag gelingen.

Ob die Spieler dieser Welt dieses Brand-Spiel kaufen, dessen Preis mit derzeit 12,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer „klein“ sei, wie Heiko Windfelder, Mitglied der Geschäftsleitung und Programmleiter Spielware bei Kosmos, erklärt haben soll, wie ich einer Presseinformation des Verlags (Stuttgart 2016) entnehme, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Mehr Infos unter www.exit-das-spiel.de.

* * *

Exit – Die Grabkammer des Pharao, Autoren: Inka und Markus Brand, Alter: ab 12 Jahre, Spieler: 1 bis 6, Dauer: 45 bis 90 Minuten, Kartonformat: 180 x 130 x 41 mm (LxBxH), Kartoninhalt: 1 Buch, 1 Decodier-Scheibe, 23 Rätsel-Karten, 30 Lösungs-Karten, 33 Hilfe-Karten, 2 seltsame Teile, 1 Spielanleitung, Verlag: Kosmos, 2016, EAN: 4002051692698, Art.-Nr.: 69269, aktueller Preis bei Kosmos: 12,99 EUR inklusive Mehrwertsteuer, zuzüglich Versand

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Ole Bolle
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