Der Tag der Frauen. Liliana Cobos singt bei der Vernissage der Ausstellung „Mujeres“ – Frauenporträts von Rosaana Velasco

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© Andreas Hagemoser 2017

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). „Mujeres“ bedeutet Frauen. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Welche bessere Wahl eines Titels könnte es zum Frauentag in einem -zentrum geben? Die Frauenporträts stammen von Rosaana Velasco. Hunderte von Ausstellungen zeigte die Künstlerin, darunter etwa zwei Dutzend Einzelausstellungen in Deutschland, der Schweiz und auf dem amerikanischen Kontinent. Gerade erst im vergangenen Monat die erste in der deutschen Hauptstadt; nun erfolgt der zweite Streich.

Ein Bild von einer Frau

Ein Porträt ziert die Einladungskarte: „Isabella“ trägt ein Oberteil in einem kräftigen Lila, das Weiblichkeit und Spiritualität signalisiert und zudem wunderbar mit dem grünen Hintergrund harmoniert.

Isabella blickt uns nicht an, doch das ist das ist wohl kein Zeichen von Schüchternheit. Sie blickt nach rechts; etwas fragend, aber offen und selbstbewusst.

Die Technik des Porträts ist Acryl auf Leinwand. Diese verwendete Velasco auch für ihren Riesenhai in der Ausstellung „Enigma“.

Isabella ist eine schöne Frau, doch Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Isabella ist eine Latina, doch auch darum geht es hier nicht. Sie trägt ihr schwarzes, welliges Haar mittellang. Zwei kurze Strähnen fallen über ihr linkes Auge, schmücken schlicht. Nichts an ihnen reimt sich auf „Ecken“. Die Strähnchen verdecken nicht, verstecken nicht, sie sind noch nicht einmal keck.
Schmuck und Make-up sind dezent, aber bestimmt. Den roten Akzent malt der Lippenstift, der mit den weißen Zähnen des halbgeöffneten Mundes der jungen Frau kontrastiert. Auch bei den leichten dünnen Bögen der Augenbrauen half die Schminke der Natur nach.
All das geschieht unmissverständlich unerotisch, ohne die Sinnlichkeit leugnen zu wollen. Die kurzen Ärmel des Tops lassen lediglich auf die herrschenden Temperaturen schließen und der unauffällig umrandete Ausschnitt ist weder züchtig noch herausfordernd.
Selbstsicherheit und Entwicklungsfähigkeit der jungen Dame scheinen sich die Waage zu halten.

Aufbau und sein Gegenteil

Picasso ist berühmt, doch zeigte er uns Zerstückeltes.
Von Schrecklichem aus Mexiko berichteten die Berlinalefilme „El Mar. La Mar“ und „La Libertad del Diablo“.

Doch gibt es aus diesem großen, lateinamerikanischen Land auch Gutes zu berichten. Es ist ein Land der Wunder und Tragödien, der Gewalt und des Schönen.
Die oben genannten Filme sind beide von männlichen Regisseuren.

Manchmal braucht es die Frauen, um das Gute und Aufbauende zu zeigen.

Drei bespielhafte Mexikanerinnen

Die Regisseurin Maria Novaro präsentierte auf den Berliner Filmfestspielen die Schätze des Landes und aller Menschen in „Tesoros“; gedreht an der Pazifikküste und an einigen vorgelagerten Inseln.

Rosaana Velasco strahlt Ruhe und Positivität aus und das spiegelt sich in ihren Bildern und sonstigen Werken.

Liliana Cobos Pineda ist eine feine Künstlerin, die sich auch in der Musik auszudrücken vermag. Ihre Stimme wird am 9. März erklingen.

Nicht nur im Alphabet, sondern auch in der Realität steht der Aufbau am Anfang, Zerfall und Zerstörung am Ende.

Möge dem Schönen und Guten, der Harmonie und der Poesie überall ein angemessener Platz und Raum reserviert sein.

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Vernissage anlässlich des Internationalen Frauentages: „MUJERES“; Frauen-Porträts von ROSAANA VELASCO. Zeichnung und Malerei

Musikalische Umrahmung: Liliana Cobos, Gesang

Zeit: Donnerstag, 9. März 2017, 19 Uhr

Ort: Frauenzentrum Marie (Beruf – Bildung – Beratung),
Flämingstraße 122, 12689 Berlin

Ausstellungsdauer: 9. März bis 12. Mai 2017 – „werktags“ 10-17 Uhr

(Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung; Red de Talentos Mexicanos, Capitulo Alemania und des Bezirks Marzahn-Hellersdorf)

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