Mittwoch, 23. August 2017 | :
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Es grünt so grün… – Internationale Grüne Woche und Green-Me-Filmfestival lassen Berlin erstrahlen

Es grünt so grün… – Internationale Grüne Woche und Green-Me-Filmfestival lassen Berlin erstrahlen
© 2016, Foto: Andreas Hagemoser
Auch wenn zwischendurch Schnee liegt: Das grüne Licht des "Grünen Ichs" Green Me und des Funkturms leuchten über Berlin.

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). 5.511 Tiere sind auf der Grünen Woche, vom Tausendfüßler bis zum Wasserbüffel. Bei Green Me am Potsdamer Platz ist Ria Rehberg zu Gast, Vorstandsvorsitzende von Animal Equality zu Verteidigung aller Tiere. Zwei Fakten, zwei Feste. Wunderbar ergänzen sich Grünes Filmfestival und Grüne Woche. Gemeinsam schließen sie Sonntagabend die Pforten, das Green-Me-festival erst nach der Award-Ceremony und der Aftershowparty weit nach Mitternacht Montag früh. Die Party wird diesmal nicht im Tipi stattfinden, sondern im Zelt der Bar jeder Vernunft, die zwischen Berliner Festspielen in der Schaperstraße und Konservatorium an der Bundesallee liegt. Doch das Filmfest ist dem Westen treugeblieben. Auch seiner Hauptspielstätte, dem Cinemaxx. Das Berlinale-Kino, das an manchen Tagen bis zu 52 verschiedene Filme zeigt, liegt zwischen Vox-, Varian-Fry-und Potsdamer Straße mit dem Eingang fast an der Alten Potsdamer Straße. Es liegt nicht im Sony-Center.

Doch dieses Jahr findet das Filmfest nicht im Keller statt. Festivalleiter Nic Niemann: „Vergangenes Jahr waren wir im Keller glücklich mit vielen Kinos und einem Flur für uns, jetzt sind wir nach oben gewandert und sind dort auch sehr glücklich.“ Die diesjährigen Spielstätten CineMaxx 5, CineMaxx 9 und CineMaxx 10 befinden sich im 1. und 2. Stock. Der grüne Teppich weist den Weg. Wenn man die Einlasskontrolle einmal hinter sich gelassen hat, kann man zwischen den Kinos frei wechseln. Viele Regisseure sind angereist und stehen für Fragen nach den Filmvorführungen oder auch mal in der bequemen Lounge zur Verfügung (Q&A). Das Preisleistungsverhältnis kann sich sehen lassen. Einmalig werden für den ganzen Tag ab 15 Euro bezahlt. Für den Preis einer samstäglichen Kinokarte plus Getränk und ggf. Minisnack gibt es bei Green-Me im Cinemaxx DEN GANZEN TAG ab 10 Uhr morgens Filme.

Je später der Abend, desto höher die FSK

Morgens beginnt es meist mit Kinderfilmen oder Filmen, die zumindest – wie der Berlinalefilm „Bube Stur“ von Moritz Krämer am Sonntag – FSK 12 ausweisen (Sonntag, 10 Uhr, Kino 5). „Happy Feet 2“, „Ice Age 4“ und „Jurassic School“ (Sonntag, 10 Uhr, Kino 10) sind FSK 0, das heißt nach der freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft für jedes Alter geeignet.
Warum „Ice Age“ und Happy Feet“?
Was haben solche Filme auf einem grünen Festival zu suchen? Das Thema ist der Fokus. Dieses Jahr hat das Nachhaltigkeitsfestival „Climate“, „Joy“ und „Air“ zum Inhalt. Also Klima, Freude und Luft.
Das Eis, das auch schmelzen kann, ist ein Klimathema. „Happy Feet“ macht glücklich – Pinguine tapsen durchs Südpoleis – und um die Luft kümmern sich gleich mehrere Filme: „Beyond Pollution“, „Groundwell Rising“, „Carbon Rising“ und „The Carbon Crooks“ (Sonntag, 10 Uhr, Kino 9).

10 Jahre Green Me – in Cinemaxx 10

Der Leser möge verzeihen, wenn die Grüne Woche dieses Jahr weniger beleuchtet wird. Zum einen ist die Grüne Woche auf dem Messegelände am Funkturm die besserbesuchte Veranstaltung mit zugegeben einer Fülle von Neuigkeiten.
Zum anderen feiert das Green-me-Festival in diesem Jahr sein 10Jähriges. Zum Jubiläum sei dem Umweltfilmfestival die größere Aufmerksamkeit gegönnt. Zudem es um Nachhaltigkeit geht, die immer wichtiger wird und bald zu einer Überlebensfrage der Menschheit werden könnte.

Green Me weltweit

Das Green-Me-Fest ist international, viele Filme sind auf englisch und der Titel ist es ebenfalls: „10. Green Me Global Festival for Sustainability“ (Nachhaltigkeit). Weltweit stimmt tatsächlich. Im Gegensatz zu Venedig, Locarno oder Sundance, sogar zu einem A-festival wie der Berlinale, findet das Green-Me in mehreren Ländern statt. Aktuell in 5 Städten auf vier Kontinenten. In Afrika ist es Lagos, die Hauptstadt Nigerias. In Asien Teheran. In Nordamerika nicht Mexiko-Stadt oder Toronto, sondern die Stadt des Filmmekkas schlechthin, L.A. In Los Angeles befindet sich der Stadtteil Hollywood, zugegeben auch Venice, die englische Variante von Venezia. Der fünfte Standort, der fünfte Finger, der sich ausstreckt, ist wieder in Europa. Cannes an der Côte d’Azur braucht man nicht zu erklären.
Festivalpräsident Nicolai Niemann: „Überall achten wir auf die örtliche Anbindung. Die Filmauswahl wird im Land vor Ort getroffen“. So sind unter anderem die Filmfans aus Lagos gespannt, was in Berlin gezeigt wird.

Grüne Woche, immer frisch

Zum Schluss noch ein Wort zu der anderen internationalen, grünen Veranstaltung in der deutschen Hauptstadt.
Gar nicht in die Jahre gekommen, sondern immer wieder frisch wie die Lebensmittel, die präsentiert werden, ist die Grüne Woche. Für Internationalität sorgt schon das Partnerland. Jedes Jahr ein anderes Land; 2017 ist es Ungarn. Das nennt man Salamitaktik.
Ganz neu ist etwas, auf das man schon lange hätte kommen können. Stellen Sie sich vor, Sie möchten den ganzen Tag über Filme gucken bei Green Me und waren bisher erst einmal auf dem Messegelände am Funkturm, verpassen daraufhin den letzten Tag der Grünen Woche. Wie kommen Sie jetzt an die Leckereien und Lebensmittel?

Onlineshop

Wer Produkte haben möchte, die er auf der Grünen Woche gesehen hat, kann sie im IGW-Online-Shop ab Februar erwerben. Wer schon etwas auf der Messe gekauft hatte, kann es nun im Internet nachbestellen – vorausgesetzt, der Händler hat sich der neuen Dienstleistung, dem neuen Service angeschlossen.
Auf die Beine gestellt wurde der Onlineladen von dem Unternehmen Key-Gate. Dessen Chef Frank Fromme ließ verlauten, dass der Shop bis kurz vor den nächsten Grünen Woche, der Grünen Woche 2018, geöffnet haben werde. Eine wirklich praktische Idee, selbst wenn man kein Freund des Onlineshoppings ist.

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