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Familienfahrt mit Kerstin Reimann. Die Schauspielerin liest am Ku’damm eine höchst vergnügliche Sommergeschichte von Hans Fallada

Familienfahrt mit Kerstin Reimann. Die Schauspielerin liest am Ku’damm eine höchst vergnügliche Sommergeschichte von Hans Fallada
© Foto/BU: Andreas Hagemoser, 2017
Bitte nehmen Sie Platz, Kerstin Reimann liest. Am Kurfürstendamm 100.

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Eine Sommergeschichte gehört in den August. Das mögen sich die Wahlberlinerin Kerstin Reimann und die Leitung eines Seniorenheims in Berlin-Halensee gedacht haben. Alten Menschen bietet man gern etwas aus den passenden Schubladen an. Experimentelles Theater wird man hier vergebens suchen. Schon Adenauer gewann seine Wiederwahl mit Plakaten wie „Keine Experimente“.
Wenn dabei eine heitere Sommer-Story vorgetragen wird, warum nicht. Zudem von dem berühmten Greifswalder Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen („Der Trinker“, „Der Eiserne Gustav“, „Altes Herz geht auf die Reise“).

Hans im Glück

Sie kennen Ditzen nicht? Vielleicht kennen Sie sein Pseudonym, gebastelt aus „Hans im Glück“ und dem Pferd Falada aus den Grimmschen Märchen. Dem sprechenden Pferd Falada wird in der „Gänsemagd“ der Kopf abgeschlagen; wohl eben, weil es spricht – und noch schlimmer, DIE WAHRHEIT SAGT.

Die Wahrheit sagen, bis sie sich durchsetzt

Nichtsdestotrotz spricht der abgeschlagene Pferdekopf solange weiter, bis eine Betrogene zu ihrem Recht kommt, in diesem Fall eine Prinzessin.
Wenn der Groschen noch nicht gefallen ist, fällt er vielleicht bei Werken wie „Kleiner Mann, was nun?“, „Wer einmal aus dem Blechnapf frißt“ und „Jeder stirbt für sich allein“.

Von der Sportpädagogin zur Schauspielerin

Die 1960 in Leipzig geborene Darstellerin Kerstin Reimann wurde in der DDR zur Lehrerin ausgebildet. Von 1979 bis 1984 studierte sie an der PH Potsdam, schloss als Dipl.-Sportpädagogin ab und arbeitete in ihrem Beruf. Von 1987 bis 1990 absolvierte sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin (Ost) eine weitere Ausbildung. Als die Mauer geöffnet wurde, war sie 29, bei der Wiedervereinigung 30 Jahre alt.
In den 90er Jahren wurde sie vom Theater Anklam und dem Schauspielhaus Magdeburg engagiert. In Berlin war sie im Admiralspalast zu sehen und im Kabarett „Die Kneifzange“.

In Liebe eine Eins

Ab Mitte der 90er begann ihre Tätigkeit bei Film und Fernsehen.
Im neuen Jahrtausend spielte sie im „fliegenden Klassenzimmer“, einem Kinofilm, die Frau Thaler (2003).
Im Fernsehfilm „In Liebe eine Eins“, in dem auch Anna Loos mitwirkte, spielte sie die Richterin Hanisch, eine Nebenrolle.

Sekretärin, Schauspielerin und Friedensforscherin

Ein Jahrzehnt weiter geht es wieder um Liebesbeziehungen: Reimann war mehrfach die Sekretärin Gudrun Kramer in „Ein Fall von Liebe“.

Auch in einer Dokumentation war sie zu sehen: der ZDF-Produktion „Casanova – Die Kunst der Verführung“. KR war dort Silvia Balletti, die französische Schauspielerin.

In der Serie „Der Kriminalist“ mimte sie die Friedensforscherin Professor Wieland (2013).

2015 mischte sie bei SOKO Wismar als Adoptivmutter mit.

Lesungen: Lebenswert und auf dem Kreuzfahrtschiff

Rezitieren und lesen ist durchaus eine regelmäßige Beschäftigung bei ihr; so mit dem Rosenau-Ensemble Baden-Baden, der Märchenhaften Operncompany Berlin und auf Kreuzfahrtschiffen.

Vor acht Jahren fing sie an mit „Lebenswert“-Lesungen, wo sie aus der romanhaften Autobiographie des Berliner Journalisten Maxim Leo liest, „Haltet euer Herz bereit“.

Dies tut sie wohl auch für Alte und Blinde, denen sie immer wieder vorträgt.

Was?
Lesung „Familienfahrt“ von H. Fallada

Wann?
Datum und Uhrzeit:
Dienstag, den 15. August 2017 um 15 Uhr (Ende 16 Uhr)

Wo?
Ort:
Altenheim „Pro Seniore“, Kurfürstendamm 100, 10711 Berlin, Bibliothek (1. Stock)

Anfahrt: Bus M19 und M29 bis Haltestelle Kurfürstendamm/ Joachim-Friedrich-Straße.
U Bahn: U7 Adenauerplatz, Fußweg (2 Bushaltestellen Richtung Südwesten)

Eintritt 9,50 Euro

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