Israel.

No Fake Jews – 24. Jüdisches Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFBB)

Berlin, Potsdam, Deutschland (Kulturexpresso). Mit der Europapremiere der Dokumentation „Itzhak“ wurde gestern im Rahmen einer festlichen Gala im Hans-Otto-Theater in Potsdam das 24. Jüdische Filmfestival Berlin und Brandenburg eröffnet.

„Das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg vergibt“, so lesen wir in der Pressemitteilung vom 26.6.2018, „die insgesamt mit 7.000 Euro dotierten Gershon-Klein-Filmpreise, die alljährlich von der Familie Klein gestiftet und an erfolgreiche Filmregisseur*innen verliehen werden.“ Regiepreise für den besten Spiel- und Dokumentarfilm werden am Ende des JFBB vergeben. Zu Beginn wird bereits eine Empfehlung für einen deutschen Film mit jüdischer Thematik ausgesprochen.

Die besondere Empfehlung ging in diesem Jahr an zwei Filme: „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ von Claus Räfle und „Mohammed und Anna“ von Taliya Finkel.

Die diesjährige Ausgabe des JFBB findet noch bis zum 5. Juli 2018 unter dem Motto „No Fake Jews“ statt. Gezeigt werden 42 Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzfilme. Schwerpunkt ist anlässlich des 70. Jahrestages der Staatsgründung Israels Israel. Da wünscht man sich wahrlich: No Fake Jews.

Das komplette Programm und mehr Informationen: www.jfbb.de.




Regisseur Piotr Stasik und Moderatorin und Kinobetreuerin Monika Wojtillo im Kino Fsk am Oranienplatz beim Filmfestival Filmpolska

Oper oder Film? „Opera about Poland“ – eine Oper über Polen von Piotr Stasik

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Schon wieder Fußball – oder doch nicht? Was müsste eine Oper über Polen beinhalten? Dramatisch alles Typische? Piotr Stasik hat seinen Film genau so genannt: „Opera o Polsce“. Fühlt sich an wie eine Oper, ist gegliedert wie eine Oper, mächtig und dramatisch wie eine Oper und charakterisiert Polen. Ist aber ein – nicht langer – Film. Fußball gehört gewiss zu Polen. Dazu Kopernikus, Lodz, Fleisch und Würstchen, Bier und Wodka. Kiefernwald, die Ostsee. Krakau, Warschau, Krakow, Warszawa. Bialystok. „Die schönste auf der Welt ist doch die Polin, die Polin …“

Monika Anna Wojtyllo im Gespräch mit Piotr Stasik

Moderatorin Monika Anna Wojtyllo – selbst Regisseurin – stellte Stasik beim polnischen Filmfest filmPOLSKA vor. Noch an das Publikum gewandt, sagte sie: „Wie Sie gewiss gemerkt haben, handelt es sich bei diesem Film um eine Oper.“ Baff konnte man schon sein. Bei Filmpolska sollten doch Filme gezeigt werden Und gerade vorher sahen wir in dem Doppelprogramm im FSK-Kino am Oranienplatz „First Pole on Mars“/ „Pierwszy Polak na Marse“, der „Erste Pole auf dem Mars“ von Regisseurin und Drehbuchautorin Agnieszka Elbanowska. Mit dem eindrucksvoll authentischen und ruhigen Kazimierz Blaszczak. Einem älteren Herrn, der der erste Pole auf dem Mars werden möchte. Und seiner Frau davon nicht erzählte. Siehe im Kulturexpresso Marspole. „First Pole on Mars“ von Agnieszka Elbanowska im Fsk-Kino Oranienplatz (Filmpolska). Man war also noch nicht ganz in der Gegenwart angekommen beziehungsweise Lichtjahre entfernt.

Doch dann stellt sich – im Anschluss unter vier oder sechs Augen – heraus, dass Monika Anna Wojtyllo Musicalautorin ist. Unter vielem anderen. Die Frau hat was auf dem Kasten und muss es ja wissen. Ob „Opera about Poland“ eine Oper ist. Sie fachsimpelt mit dem Regisseur, der bei Filmpolska auch Workshops anbot. Anschließend sind die Fragen freigegeben. Nun richten auch wir uns an den Filmemacher.

Piotr Stasik zitiert Andrzej Stasiuk, der Polen beschreibt, wie es ist

Poitr Stasik zitiert in seinem Film, seiner Oper Andrzej Stasiuk mit seinen „Reisetagebüchern“. Ich frage den Regisseur: „Warum Andrzej Stasiuk?“ Antwort: „Weil Stasiuk am besten das gegenwärtige Polen beschreiben kann.“
Meine persönliche Meinung ist, dass der Film „Das Fest“, der auf der Berlinale 2018 in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ debütierte, das Land bestens beschreibt. Es geht um die Vorbereitung einer Silberhochzeit. An der Oberfläche. Doch in der Tiefe erkennt man die Seele Polens. Auch das Christentum.

Der polnische-deutsche Film ist nicht das einzige Beispiel einer sehr guten deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Einer Kooperation unter Nachbarn. Der beste polnische Fußballspieler ist Robert Lewandowski. Er ist der Torschützenkönig der Bundesliga in der Saison 2017/2018. Lewandowski darf in der Vorrunde auch an allen drei polnischen Spielen der WM teilnehmen. Der zweite auf der Torschützenliste ist Nils Petersen. Gleichzeitig der beste deutsche. Zur WM-Vorbereitung durfte Petersen noch mit, in den Kader gelangte er nicht. Lewandowski, der „Münchner“ (und Ex-Dortmunder), hingegen schon. Den polnischen WM-Kader. (Donnerstag um vier ist das letzte Spiel. Gegen Japan, die andere Mannschaft mit Rotweiß in der Flagge.)

Ob des Ausscheidens der Herrenfußballmannschaft traurigen Polen möchte man zurufen: Ihr könnt so vieles! Fußballspielen dagegen kann doch jeder Senegalese!

Nationalflagge Polens, Landesname auf deutsch, Zusatzillustration: Ball. © 2018, Foto: Andreas Hagemoser

www.filmpolska.de




Habemus Berlinale-Pärchen: Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ein Italiener und eine Holländerin sollen in die Fußstapfen von Dieter Kosslick treten, der seit dem 1. Mai 2001 Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin ist. Kosslicks Vertrag läuft im Frühling 2019 aus.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erklärte vor ein paar Wochen, dass sie sich als Nachfolger zwei wünsche. „Ich persönlich befürworte eine Doppelspitze, nach dem Vorbild anderer Festivals“, sagte sie dem Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND) Mitte Mai 2018. Sie verriet, dass sie „mit vielen, auch internationalen Bewerbern …, mit Produzenten, Regisseuren, Schauspielern und Festivalkennern“ gesprochen habe und zeigte sich „zuversichtlich, im Sommer das Ergebnis der Findungskommission präsentieren zu können“.

Weißer Rauch stieg nun auf. Habemus Berlinale-Pärchen. Am 22. Juni 2018 stimmte laut Pressemitteilung (22.6.2018) „der Aufsichtsrat der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB) dem Vorschlag der Findungskommission“ zu, „Carlo Chatrian als künstlerischen Direktor und Mariette Rissenbeek als Geschäftsführerin der Internationalen Filmfestspiele Berlin ab 2020 zu berufen“.

Chatrian habe bereits beim Filmfestival in Locarno sein kuratorisches Können bewiesen, behaupten die einen und hoffen auf bessere Zeiten für die Berlinale. Doch was soll besser werden? Das Publikum erscheint bereits in Massen zum größten Publikumsfilmfestival der Welt. Sollen es noch mehr werden oder wieder weniger?

Die Sektionen der Berlinale nahmen unter Kosslick zu. Sie verdoppelten sich und das war richtig und wichtig. Sollen es noch mehr werden oder wieder weniger?

Warum muss es ein Italiener sein? Was soll das?! Gibt es keinen Deutschen oder besser noch einen waschechten Berliner, der die Berlinale leiten kann? Wenn die Berlinale berlinerischer wäre und weniger schwul und lesbisch, das wäre schon eine gute Besserung.

Leute, die sich für Kritiker halten, lamentieren, die Berlinale müsse „jünger, frecher, internationaler, experimentierfreudiger“ werden. Jung und alt, frech und fromm, national und vor allem international, bodenständig und abgehoben, alles war immer auf der Berlinale vertreten. Gibt es überhaupt noch ein Tabu, das noch nicht geknackt wurde? Wenn die Filmemacher dieser Welt weniger Wert auf Experimentierfreudigkeit und mehr auf handwerkliches Können legen würden, dann wäre auch der Berlinale geholfen.

Und wer meint, dass der Fall Holländerin Rissenbeek nur ein Geschmäckle habe, der ist ein Käsköpp. Das geht gar nicht.

Die als Managing Director auf der Website der German Films Service + Marketing GmbH geführte Mariette Rissenbeek gehört nicht nur dem Aufsichtsrat der bundeseigenen Gesellschaft KBB an, sie sitzt auch in der Findungskommission, die die KBB Ende 2017 eingesetzt hatte.

Schon jetzt startet das Berlinale-Pärchen mit einer Panne. Schöne Scheiße!




SEEF 2018 in Berlin.

Hawaii liegt in Rumänien – Südosteuropäisches Filmfestival im Kino Babylon

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Statur ist klein, die Klappe groß, das Vorhaben noch imposanter. Grigore, jung, unscheinbar und als Schauspieler chancenlos, will sich als Regisseur versuchen. Film, das ist etwas völlig Neues im Jahr 1911, nicht nur in Bukarest. Und Grigore geht gleich aufs Ganze. Nichts Geringeres als den rumänischen Unabhängigkeitskrieg von 1877 möchte er verfilmen, verspricht potenziellen Sponsoren einen Knüller, der weltweit Erfolge feiern wird. Die reagieren neben einer Mini-Finanzspritze vor allem mit Gelächter. Nicht ganz zu Unrecht, angesichts der Dreharbeiten. Da gerät die Donau schon mal zu einem Rinnsal, und die feindlichen Türken verhalten sich wie die Ölgötzen, statt sich ins Schlachtgetümmel zu stürzen.

SEEF 2018 in Berlin.
Festival-Direktor Harald Siebler spricht anläßlich des SEEF 2018 in Berlin. © 2018, Foto: Fritz Hermann Köser

Viel Komik steckt in „The Rest is Silence“ von Nae Caranfil, erst zum Ende gleitet das Geschehen ins Tragische ab. Abgesehen von einigen kleinen Längen ein ganz sehenswerter Film aus Rumänien. Gezeigt wurde er vergangenen Donnerstag bei einem Empfang in der rumänischen Botschaft in Berlin, zur Eröffnung des South East European Film Festivals (SEEFF). Filme aus 15 Ländern, unter anderem Moldawien, Albanien, Bulgarien, Kosovo, Kroatien und Mazedonien, sind bis Sonntag, 27. Mai, in der Hauptstadt zu sehen. Im Kino Babylon, in Originalsprache mit englischen Untertiteln.

Zum dritten Mal findet das SEEFF nun statt. Komödien seien Mangelware, so Festivalleiter Harald Siebler. Das sei sicher auch dem politischen Zeitgeist geschuldet. Vielmehr geht es um menschliche Schicksale, die die Zuschauer berühren sollen. So auch in „Unwanted“, einem Film aus dem Kosovo. Teenager Alban, ein Fremder in Amsterdam, ein Träumer und Unruhestifter, gerät immer wieder in Schlägereien. Andrei scheint mehr Glück zu haben. In „Hawaii“, einem rumänischen Film, erfährt der Taxifahrer von einem gewaltigen Erbe. Drei Millionen Dollar soll ihm sein verstorbener Onkel, der auf Hawaii gelebt hatte, vermacht haben. Doch Andrei ist zur falschen Zeit am falschen Ort – im kommunistischen Rumänien von 1988.

Hauptpreis für den besten Film ist dieses Jahr ein Ring, den die internationale Jury vergeben wird. Aus knapp einer Feinunze Gold und mit den 27 Europa-Sternen dekoriert. Bei „größeren Problemen“, so der Festivalleiter, „kann man das gute Stück dann verkaufen“.




Kuddelmuddel oder Südosteuropäische Küche zum südosteuropäischen Kino – SEEFF präsentiert SEESFM

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). South East European Film Festival (SEEFF) nennt sich das Festival für südosteuropäisches Kino, das dieses Jahr zum dritten Mal in Berlin stattfindet und zwar vor allem im Kino Babylon(Mitte), doch auch in der Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland und der Berliner Humboldt-Universität.

16 Filme werden gezeigt, die mehr oder weniger aus Rumänien, Bosnien und Herzegowina, Albanien, Bulgarien, Griechenland, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Moldau, Montenegro, Serbien, Slowenien, Ungarn, Türkei und Zypern kommen und vom 24. bis 27. Mai 2018 in Berlin zu sehen sein werden.

Die Veranstalter von der Berliner Movie Members GmbH weisen mit Pressemitteilung vom 9.5.2018 darauf hin, dass beim SEEFF der SEESFM, der South East European Street Food Market nicht fehlen darf und preisen ihn wie folgt an: „Köstlicher rumänischer Mămăligă, gefüllte Auberginen aus Albanien, typisch bulgarischer Wein oder echtes ungarisches Gulasch – das SEEFF #3 bietet neben exotischen Filmen auch die passenden kulinarischen Genüsse und Getränke aus den Ländern Südosteuropas.“

Alles durcheinander zur gleichen Zeit. Wer`s mag und neben Küche Kino, der ist bei dieser angeblich „einzigartigen Varietät an südosteuropäischer Filmkunst und einer nicht minder vielfältigen Küche“ offensichtlich gut aufgehoben. Küche zum Kino gibt es aber nur am Freitag, den 25. Mai 2018, von 15 Uhr bis 18 Uhr vor dem Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin.

Kulturexpesso berichtete über Streetfood …

Marktplatz Streetfood ist=? Internationale Grüne Woche, Halle 12: Von Aal bis Öl, von Schlagsahne bis Sticks

und mehrfach über das SEEF-Festival 2017:

Nur das Beste. Das SEEFF eröffnete mit dem Siegerfilm des Vorjahres und zeigt je einen Film pro Land

Feste Blicke zum Fest. P. Fredo, der Fotograf vom Rio Grande, schaut zum SEEFF auf Südosteuropäer in Berlin

Fünfbuchstaben-Film-Festival fasst Fuß. Wer kann beim Südosteuropafest SEEFF gewinnen?




Fassade des Polnisches Kulturinstituts, Burgstraße 27 in Berlin-Mitte

Berlinalefilm siegt bei Filmpolska: „Wieża. Jasny dzień.“ von Jagoda Szelc

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Mit „Birds Are Singing in Kigali“ geht am 2.Mai 2018 um 22.30 Uhr das 13. Filmpolska zu Ende. Der Film, der sich mit dem Völkermord in Ruanda beschäftigt, wird im FSK-Kino am Oranienplatz gezeigt. Im Wettbewerb um den filmPOLSKA-Preis 2018 hat sich „Wieża. Jasny dzień.“ (Tower. A Bright Day. Oder: Turm. Ein heller Tag.), der Debütfilm und Berlinale-Beitrag 2018 der Regisseurin Jagoda Szelc, durchgesetzt.
www.filmpolska.de
Die Palette der im Wettbewerb nominierten Filme aus den Bereichen Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm reicht von der Entstehung des Universums über tragikomische Familienzusammenkünfte bis hin zum tragischen Leben und Sterben Vincent Van Goghs.

Die sieben nominierten Filme filmPOLSKA 2018 sind:

Cicha noc / Silent Night (Polen (PL)  2017)
R/B: Piotr Domalewski

Człowiek z magicznym pudełkiem / The Man with the magic box (PL  2017)
R/B: Bodo Kox

Photon (PL  2017)
R/B: Norman Leto

Plac zabaw / Playground (PL 2016 )
R/S: Bartosz M. Kowalski
(in Berlin und Hamburg vorgestellt auf dem Fantasy Filmfest)

Turyści / Tourists (PL 2017)
R: Mateusz Romaszkan, Marta Wójtowicz-Wcisło

Twój Vincent / Loving Vincent (UK/PL 2017, Koproduktion mit Großbritannien)
R: Dorota Kobiela, Hugh Welchman

Wieża. Jasny dzień/ Tower. A Bright Day (PL  2017)
R/B: Jagoda Szelc

In der Jury waren Katja Petrowskaja, Ricardo Brunn und Robert Thalheim.

Zum Inhalt des Films „Wieża. Jasny dzień.“ / „Tower. A Bright Day“

Ein ländliches Idyll in den südpolnischen Hügeln, eine junge Familie hat die Renovierung ihres Hauses noch nicht beendet. Aber es ist genug Platz, um die ganze Familie zur Erstkommunion von Mulas Tochter Nina einzuladen. Auch Mulas Schwester Kaja kommt zum Fest – aber was folgt, ist das Gegenteil eines Familienidylls. Denn Kaja, vor sechs Jahren plötzlich verschwunden, bekommt zur Begrüßung erst einmal einen Verbotskatalog vorgelegt. Vor allen Dingen darf sie auf keinen Fall erwähnen, dass sie in Wirklichkeit Ninas Mutter ist. Damit beginnt ein Kammerspiel voller Verdächtigungen, unterdrückter Aggressionen, verschwiegener Wahrheiten und unerwarteter Wendungen.

FSK-Kino am Oranienplatz, Segitzdamm 2, Berlin-Kreuzberg, (Bus M29)

Cézanne, Gauguin, van Gogh: Rückkehr alter Meister. „Gauguin“ jetzt im Kino, „Loving Vincent“ Ende des Jahres, ein Spielfilm aus Ölgemälden

Marspole. „First Pole on Mars“ von Agnieszka Elbanowska im Fsk-Kino Oranienplatz (Filmpolska)




Kazimierz Blaszczak und Agnieszka Elbanowska vom Film "Pierwszy Polak na Marsie" bzw. "First Pole on Mars" im Kino Fsk am Oranienplatz beim Filmfestival Filmpolska

Marspole. „First Pole on Mars“ von Agnieszka Elbanowska im Fsk-Kino Oranienplatz (Filmpolska)

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ein Marsianer in Berlin! Genauer in Kreuzberg, und das auch noch in der Nacht zum 1. Mai. „Marspole“? Der oder die? Oder gar das Marsfeld, da ‘das Feld‘ in osteuropäischen Sprachen ‘pole‘ heißt? Es geht nicht um Nord- und Südpol des Marses, sondern um Kazimierz Blaszczak, der der erste Pole auf dem Mars werden möchte und mit Regisseurin und Drehbuchautorin Agnieszka Elbanowska von „First Pole on Mars“ aus Anlass von Filmpolska in das fsk kam. Dort wurden sie von Kinobetreuerin und Moderatorin Monika Anna Wojtyllo wärmstens empfangen, die trotz knapper Zeit zwischen den Filmen – „Opera about Poland“ und „Once upon a time in November“ warteten – bestens, pointiert und lebhaft dolmetschte. Wojtyllo führte nicht nur für Filmpolska dieses Gespräch, sondern ist selbst Regisseurin und Musicalautorin. Eine bessere Gastgeberin hätte sich das fsk kaum wünschen können.

„First Pole on Mars“/ „Pierwszy Polak na Marse“, der „Erste Pole auf dem Mars“ – echt jetzt?

Agnieszka Elbanowska, die auch das Drehbuch verfasste, hatte sich da einen wunderbaren Protagonisten an Land gezogen. Immer ruhig, kerngesund, und was macht das Alter schon aus? Man kann doch einfach dorthin gehen, wo man langsamer altert! Selbst Blaszczaks Ehefrau, die beim Filmgespräch nach der Vorführung im Fsk anwesend war, hatte von den weltwichtigen, um nicht zu sagen, planetenumspannenden Plänen ihres Mannes erst aus der Zeitung erfahren. Überraschung!
Ob er wohl gesagt hätte: „Ich gehe mal kurz zum Nachbarn“? – Nicht den eine Hausnummer weiter meinend, sondern den Nachbarplaneten?

Es stand in der Zeitung: „Pierwszy Polak na Marse“, „First Pole on Mars“

Liest die Ehefrau beim Frühstück die Morgenzeitung und stellt fest, dass ihr Mann in der Zeitung ist. Doch nicht nur dort, wo man ja auch nicht so einfach rein- beziehungsweise hinkommen kann. Sondern auch fort.

Kazimierz Blaszczak ist der Ehemann, der ins Guinnessbuch der Rekorde kommen kann. Als Gatte, der sich am originellsten aus dem Staub gemacht hat. Durch das Nichts – okay, durch‘s Vakuum – in den Staub. Nicht den biblischen, aus dem wir angeblich alle stammen – oder war es die Asche? – sondern den roten Staub des Mars‘, der dem Wüstensand Arizonas sehr ähnelt.

Pani Blaszczak las in einer Ausgabe des raschelnden Blätterwaldes, während sie noch am Brötchen kaute und gerade noch einen Schluck Herbata, also Tee, nehmen wollte – dass ihr Mann berühmt würde – und verschwände. Gestern noch im Ehebett, heute in der Zeitung, morgen beim Bewerbungsgespräch, übermorgen zur Vorbereitung in New Mexico – und dann weg. Für immer. Die Rückfahrkarte wär‘ zu teuer. Und dann hat Kazimierz noch ein Zeitproblem.

Das eröffnet Perspektiven …

www.filmpolska.de

In polnischen Sphären (2): Nach dem Strohhalm gegriffen. Bei Filmpolska ging eine Glaskugel an die Gregors

In polnischen Sphären (1). Bei Filmpolska wurden die ersten Preise vergeben, eine Sphäre geht an Knut Elstermann




Regisseur Martin Farkas bei der Preview des Films "Über Leben in Demmin"/ "Über Leben in Demmin" in Berlin-Charlottenburg am 20. März 2018

Ich möcht‘ noch ein bisschen leben. Film „Über Leben in Demmin“ von Martin Farkas (Überleben)

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das Filmplakat zeigt einen Tätowierten. Demütig beugt sich der Mann aus Demmin vor. Dabei sind furchteinflößende Motive zu sehen. Regisseur Martin Farkas, der am 20. März persönlich zur Berliner Preview ins Filmkunst 66 gekommen ist, erzählt, wie er anfänglich Angst hatte. Unnötig, wie sich herausstellte; heute verbindet ihn eher eine Freundschaft mit dem Bäcker aus Demmin. Einem Familienmenschen wie viele aus dem Film „Über Leben in Demmin“. Einem Mann, der hart arbeitet.

Worum geht es eigentlich in dem Film „Über Leben in Demmin“? Um das Überleben?

Das Filmplakat setzt die beiden ersten Wörter des Titels „Über Leben in Demmin“ um 90° versetzt. ÜBER steht senkrecht, die Buchstaben liegen aufeinander, das „R“ oben. LEBEN ist dann normal gedruckt: Waagerecht. Dadurch gibt es gewollt zwei Lesarten: „Überleben in Demmin“ ist auch denk-und lesbar.

Aufmerksam geworden ist Martin Farkas, ein Mann, der zuhören kann, auf Demmin über die Trauermärsche, die viele zu einfach als „Rechtendemos“ bezeichnen. Diese Märsche, die Gegendemonstrationen und das große Polizeiaufgebot bilden die Klammer des Films.

Doch man könnte diesen Dokumentarfilm nicht drehen, wenn da nicht etwas dran wäre. Wenn es die Trauer nicht gäbe. Wenn es weder Grund noch Anlass gegeben hätte.

Am 30. April 1945 besetzt die Rote Armee Demmin. Die Stadt wurde kampflos übergeben. Wehrmacht und SS hatten die Stadt aufgegeben und die Brücken gesprengt, Straßen- und Eisenbahnbrücken. Demmin liegt mitten im sternförmigen Flusssystem der Peene. Hier im vorpommerschen Tiefland fließen die Peene, Trebel und Tollense zusammen. Die Stadt war voller Flüchtlinge zum Beispiel aus Ostpreußen, aber an eine weitere Flucht war jetzt nicht mehr zu denken.

Teils unklare historische Faktenlage fördert Mythen und Eigeninterpretationen

Bei und nach der Besetzung der Stadt kam es zu Plünderungen, Vergewaltigungen und anderen teils brutalen Verbrechen. Währenddessen und im Vorfeld kam es zu massenhaften Selbstmorden vor allem von Frauen mit ihren Kindern. Viele erhängten sich, andere ertränkten sich und ihre Nachkommen in der Peene und Tollense. Über 600, wahrscheinlich etwa 900 Menschen starben. Jeder 17. Einwohner. Exakte Zahlen gibt es nicht. Dann brannte Demmin drei Tage lang. 80% der Altstadt wurden zerstört. Bis in die 50er Jahre wurden in Trümmern und Ruinen Leichenteile gefunden.

Der Massenfreitod von Demmin ist zahlenmäßig hervorstechend in der deutschen Geschichte. Niemand ist bisher auf die Idee gekommen, einen Zusammenhang mit dem zeitlich synchronen Selbstmord des Reichskanzlers zu sehen. Vielleicht auch deshab, weil der Reichssender Hamburg zwar am 1. Mai den Tod Hitlers am 30. April meldete, aber nicht von einem Selbstmord sprach.

Martin Farkas‘ Interesse ist geweckt und er kommt dann nicht drumherum, der Sache auf den Grund zu gehen. Er wird mehrere Monate in Demmin wohnen und immer wiederkommen. Um zu drehen, mit kleiner und großer Crew, um Veränderungen zu dokumentieren. Und die gibt es, und sie sind interessant. Auch wenn einmal in dem Streifen der Satz: „Demmin ist eine tote Stadt“ fällt. Im Zusammenhang mit zu vielen neuen Supermärkten auf der grünen Wiese, die die Gegend nicht verträgt.

Verödung von Innenstädten ist auch anderswo ein Problem. Landflucht ebenso. Doch hier kommt mehr zusammen. Die Arbeitslosigkeit liegt hier bei 22-24%, einem der höchsten Werte für eine Gemeinde, auch für Mecklenburg-Vorpommern und die ehemalige DDR.

Es scheint gut, dass hier plötzlich Aufmerksamkeit entsteht. Martin Farkas ist quer oder besser gesagt diagonal durch die ganze Republik gereist, von links unten nach rechts oben.

Wann war und ist der Film „Über Leben in Demmin“ im Kino?

Weltpremiere feierte „Überleben in Demmin“, um einmal die Schreibweise zu variieren, auf dem Dokumentarfilmfest „Dok Leipzig“. Vergangenen Mittwoch, am 14. März, gab es eine Vorführung in München.
Die Preview oder Vorvorführung im Filmkunst 66 in Berlin-Charlottenburg in der Bleibtreustraße 12 am Dienstag, den 20. März 2018 war von vielen Gästen besucht, geladenen und zahlenden. Filmcrew und Produzenten; andere Filmemacher, Schauspieler – viele waren anwesend, der größere der beiden Kinosäle brechend voll.

Knut Elstermann moderierte das aufschlussreiche Filmgespräch mit – ganz demokratisch –
Fragen aus dem Publikum („Q&A“).

Der deutschlandweite Kinostart ist am Donnerstag, den 22. März 2018. Gleichzeitig mit dem Filmstart wird es am 22.3.2018 in Demmin (!) eine große Premiere geben. Die Mecklenburg-Vorpommern-Premiere und Demmin-Premiere.

Das wird spannend.

Martin Farkas‘ dritter Film hat schon jetzt etwas verändert. Er hat Arbeitsplätze in der Region geschaffen und Verständnis. Rechte und solche, die es werden wollten, sind im Dialog mit denen, die Rechte haben. Das Recht zuzuhören, den Ball flachzuhalten und Verantwortung zu übernehmen.

Das ist gelungen.

Demmin und Deutschland brauchen nicht in erster Linie Trillerpfeifen. Beide brauchen Verstehen. Mehr Zuhörer als Zuschauer. Geschichte ist geschehen. Es gibt einen Grund für Traurigkeit und Trauer. Ohne ihm auf den Grund zu gehen, kommen wir nicht weiter.

Nicht auf dem flachen Land unweit vom Ostseestrand. Nicht im Allgäu und auch nicht im All.

Und der Film soll fortgesetzt werden. Wir prophezeien: Weiterer Beifall ist gewiss.

Film „Über Leben in Demmin“ : Deutscher Kinostart 22. März 2018

 

www.demmin-film.de

D ok. – Politikvergessen – träumend? „Lost in politics“-Debatte (statt „… in translation“) auf dem Filmfest Dok Leipzig




Willem Dafoe auf der Berlinale Goldener Ehrenbär Internationale Filmfestspiele Berlin.

Erntezeit für Willem Dafoe. Nach der Oscar-Nominierung erhielt er in Berlin den Goldenen Ehrenbären

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Um es gleich zu sagen: den „Oscar“ für die beste männliche Nebenrolle erhielt 2018 Sam Rockwell. Best supporting actor – and the Oscar goes to: Sam Rockwell – „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“. Willem Dafoe war nominiert für „The Florida Project“. Ein guter Film, ein interessanter Film, und ein Streifen, der in das Selbstdarstellungsportfolio der Filmindustrie von Los Angeles gepasst hätte. Bereits 1986 war Dafoe, geboren am 22. Juli 1955, für einen Oscar nominiert und natürlich für eine männliche Nebenrolle. Auch die Rolle passte zu ihm: Der selbstlose Sergeant Elias. In dem (Anti-)Kriegsfilm und Vietnamdrama „Platoon“ („Der Zug“). Das war und ist auch die Rolle des Helden. Und die passt immer mehr zu ihm.

Willem Dafoe – alt und weise. Was? Alt?

Am 20.2.2018 erhielt er in Berlin die Ehrung „Goldener Ehrenbär“. Für diejenigen unter uns, die nur englisch verstehen: Ein „Lifetime-Achievement Award“. Wohl selten war Dafoe in einer Pressekonferenz so gelöst und weise. Eine Rolle, die ihm gut steht. Der Schauspieler sagte viele gute und wichtige Dinge. Dinge, die Bestand haben. Nicht dieses oberflächliche Zeug, das viele von sich geben oder geben sollen, weil ihre PR-Agenten es ihnen raten.

Als eine Frage an ihn gestellt wurde, in der das Wort „alt“ vorkam, spielte er überzeugend Entrüstung. „Was, Sie meinen, ich sei alt? Wollen Sie sagen, dass ich alt sei? Ich?“ Rechtzeitig löste er die Spannung durch Lachen auf, doch lang genug hielt er alle hin, dass man es ihm abnehmen hätte können.

Oscarnominierungen von 1986-2018 kann auch nicht jeder aufweisen. Schon gar nicht die aus dem „Klub“ derjenigen, die wie Amy Winehouse oder James Dean mit 27, 24 oder 28 Jahren die Weltenbühne verließen. Umspannen doch allein Dafoes Nominierungen schon 32 Jahre.

Viele Oscarnominierungen

Neben der Figur des selbstlosen Sergeant Elias 1986 war Willem Dafoe, eigentlich William Dafoe, 2001 für den „Max Schreck“ in E. Elias Merhiges „Shadow of the Vampire“ nominiert. Für den Oscar, natürlich als bester Nebendarsteller, den Golden Globe und weitere Auszeichnungen.

Ob Dafoe als Nebendarsteller so brilliert, weil er das zweitjüngste Kind von acht Geschwistern ist?

Die aktuelle Oscar-Nominierung 2018 war seine dritte. Willem Dafoe erhielt sie für die Nebenrolle des Motelmanagers Bobby, in Sean Bakers Streifen „The Florida Project“. Der Film aus dem Jahr 2017 heißt auf deutsch „Das Florida-Projekt“.

Allein die drei erwähnten großen Produktionen illustrieren bereits die Bandbreite von Willem Dafoes schauspielerischen Können. Der Militärfilm aus den 80ern, ein Schreckensstreifen und aktuell schlüpfte Dafoe in die Rolle eines sozial eingestellten Managers mit klaren Regeln, der Unterkunft bietet.

Und das passt zu dem, was er uns in Berlin gesagt hat:
Er sagte, er habe viele verschiedene Rollen angenommen und sich nie einem Genre verschlossen. „Die Früchte dieser Einstellung kann ich jetzt ernten.“ So beziehungsweise ganz ähnlich äußerte er sich im Februar (auf englisch).
2018 erntet er nicht nur die Früchte seines Schaffens und seiner Offenheit, in dem er sich Rollen jedes denkbaren Films aussuchen kann, sondern auch Ährungen, … ähm, Ehrungen.

Insgesamt ist Dafoes Werk eine Hundertschaft.

Großer Wille, kleines m. Willem.

Gereift und geliebt: Willem Dafoe

Wer Dafoe ein kleines bisschen näher kennenlernt, wird feststellen, dass er ein äußerst angenehmer Zeitgenosse ist, der vieles richtig macht.

Wir gratulieren Willem Dafoe von Herzen zu der Auszeichnung „Goldener Ehrenbär“!

Oscar hin oder her.

Dafoe ist Wer.

www.berlinale.de




Gewinner des Panorama-Publikumspreises. In der Mitte: Panorama-Chefin Paz Lavaro. 2. Platz Doku: "Partisan".

Berlinale: 2. Platz Panorama-Publikums-Preis Dokumentarfilm für „Partisan“ von Lutz Pehnert, Matthias Ehlert und Adama Ulrich

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Geschichte ist so bekannt, dass Moderator Knut Elstermann bei der Preisverleihung und -gewinnerverkündung am 25. Februar nicht noch einmal darüber sprechen wollte. Einen gewissen Heimvorteil hatte der Film „Partisan“ vielleicht, da viele Berliner und Brandenburger die Berlinale ohne Extra-Übernachtungskosten besuchen können. Und natürlich war das Thema in der Stadt und den Tageszeitungen besprochen worden. Doch ist der Panorama-Publikums-Preis der weltgrößte „Audience Award“ überhaupt mit etwa 26.000 Stimmen.

Die Basis wird dadurch gelegt, dass eigentlich alle Filme aus dem Panorama mehrfach gezeigt werden – in großen Sälen großer Kinos mit vielen hundert Plätzen. Und dann ist es eben auch so, dass die Berlinale ein Publikumsfestival ist. Andere A-Festivals wie Cannes oder Venedig sind für Filmkritiker und -industrie wichtig. Selbstverständlich sind diese Gruppen, deren Besuch ein Filmfestival im Kern mit ausmacht, bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin stark vertreten. Wenn man jedoch dieses Filmfest irgendwie kurz charakterisieren will, kann man frank und frei sagen: ‚Die Berlinale ist ein Publikumsfestival.‘ Auch wenn nicht alle Vorstellungen ausverkauft waren, ist sowohl die Gesamtbesucherzahl als auch die Zahl der zur Verfügung gestellten Plätze enorm. Dadurch die höchste Aussagekraft dieses Publikumspreises, die weltweit ihresgleichen sucht.

Der Dokumentarfilm „Partisan“ – ein Stück Kultur über Kultur

Nach dem Ende der DDR entstanden im vereinten Berlin neue künstlerische Freiräume. Die Berlinale fasst das so zusammen: „Als kurz nach der Wende Regie-Rebell Frank Castorf als Intendant an die Volksbühne kam, veränderte seine Arbeitsweise die öffentliche Wahrnehmung der Hauses.“

„Das Publikum im Ostberlin der Nachwendezeit ließ sich von den radikalen Inszenierungen und Theatermarathons gerne herausfordern“.
Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz wurde legendär.
Die Geschichte der Castorf-Ära zwischen 1992 und 2017 wird chronologisch mit Ausschnitten aus den Inszenierungen und Gesprächen auf dem langen Sofa im Foyer erzählt.

„Partisan“: Schauspieler kommen zu Wort – aber nicht nur

Hier auf der Couch sprechen Schauspieler und Schauspielerinnen wie Henry Hübchen, Sophie Rois, Martin Wuttke und Herbert Fritsch, der von der Schauspielerei ins Regiefach wechselte; aber auch Castorf selbst.
Auch die Menschen hinter der Bühne, die für das Publikum meist unsichtbar bleiben, kommen zu Wort. Sie stehen im Prinzip gleichberechtigt neben den prominenten Schauspielern, Schauspielerinnen und Regisseuren.

Für alle – die, die in den letzten 25 Jahren nicht in Berlin waren, und diejenigen, die als Zuschauer im Saal saßen – arbeiteten Pehnert, Ehlert und Ulrich die Geschichte einer neuen, freieren Art Theater zu machen auf.

„Partisan“ in der Mitte der drei Plätze auf dem Panorama-Podest

Den Bronze- oder 3. Platz in der Rubrik „Dokumente“ erhielt „O processo“ der Brasilianerin Maria Augusta Ramos.
„Partisan“ erhielt Silber, kam auf den 2. Platz.
Gold oder die allermeisten Stimmen unter den teilnehmenden Berlinalezuschauern erhielt „The Silence of Others“ von Almudena Carraceda und Robert Bahar. Nur dieser Film wurde denn auch erneut vorgeführt um 20 Uhr im Cinemaxx 7.

Berlinale: 3. Platz Panorama-Publikums-Preis Dokumentarfilm für Maria Augusta Ramos‘ „O processo“

www.berlinale.de