IFA als Designhochburg. Auf der Internationalen Funkausstellung werden die UX-Design-Awards vergeben

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Gute Technik sollte heute auch gut aussehen. Selbst der Motor eines Kühlschranks, den niemand zu Gesicht bekommt. (Auf der IFA 2016 in Berlin.) © 2016, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am Samstag, den 2. September 2017 ist es soweit: Die UX Design Awards-Zeremonie findet statt (um 18.30 Uhr). Nicht nur die IFA ist in der deutschen Hauptstadt zuhause, sondern auch das Design-Zentrum IDZ. Gleichsam im Vorgarten stellt das IDZ Technik aus den Designschmieden der Welt aus. Tolle Teile, die Energie sparen, aber langweilig oder gar schlecht aussehen, haben am Markt wenig Chancen. Gutaussehendes, das bald kaputt geht, weil es schicker Schund ist, schon eher.
Von künstlicher Intelligenz bis zu Organen aus dem 3D-Drucker: Innovative Technologien schaffen neue Nutzererlebnisse. Mit den UX Design Awards zeichnet das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ) herausragende Produkte, Services und Konzeptstudien aus, die den Nutzer in den Mittelpunkt der Gestaltung stellen. Die nominierten Produktlösungen werden vom 1. bis 6. September 2017 in einer Sonderausstellung auf der IFA, der globalen Messe für Consumer und Home Electronics, präsentiert.

Vier Dutzend aus Hunderten

Aus mehreren hundert Einreichungen nominierte die Jury eine limitierte Auswahl von 48 innovativen Produkten, Dienstleistungen und Konzeptstudien. Die nominierten Lösungen nutzen neueste Hologramm-Technologien, künstliche Intelligenz (KI), Spracherkennung, 360°-Optik oder organische 3D-Drucktechnik für intuitive Anwendungen in Bereichen wie Gesundheit, Mobilität, Open Data, Medien sowie in vernetzten Lebens- und Arbeitsräumen.

Vom „autonomen Fahren“ bis zur Live-Übertragung

In immer kürzeren Abständen eröffnen neue Technologien dem Menschen ungeahnte Möglichkeiten. Virtual Reality und 360 Grad Anwendungen versetzen uns in die Lage, von jedem Ort der Welt aus hautnah Konzerte oder Sportereignisse zu erleben. Mittels Bioprintern vermögen Forscher und Pharmazeuten in wenigen Schritten auf der Basis von menschlichen Zellen Haut, Leber, Nieren oder Lungenmodelle zu drucken. Und bereits in naher Zukunft werden wir autonome Fahrzeuge mittels einfacher Handgesten ansteuern können.

Die Digitalisierung verändert unsere Lebens- und Arbeitswelt. Lernfähige Produkte und Dienstleistungen verbinden sich zusehends zu „intelligenten“ Systemen. Doch je komplexer die allgegenwärtige Technik ist, desto wichtiger wird ihre intuitive Nutzung. Für ihren Erfolg zählt die Fähigkeit, nützliche Dienste anzubieten und durch positive Erlebnisse das Vertrauen ihrer Nutzer zu gewinnen.

Awards-Ausstellung Anfang September

Die UX-Design-Awards-Ausstellung präsentiert alle nominierten Produktlösungen vom 1. bis 6. September 2017 auf der IFA in Berlin. Die Gewinner des Wettbewerbs werden zum Auftakt der Messe am 2. September 2017 in einer feierlichen Preisverleihung bekanntgegeben.

Nominierte 2017 – Auswahl alphabetisch

Auofahren? Kein Köpfe drücken mehr, keine Hebel bedienen, kein Lenkrad festhalten.
Wie werden wir eine Reise in der Zukunft erleben? Uns in einem vollautomatischen Fahrzeug verhalten? Mit HoloActive Touch erweitert BMW den Innenraum zu einem innovativen User-Interface und eröffnet neue Wege der Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug: Die Steuerung erfolgt mit Handgesten über einem virtuellen, frei im Raum schwebenden Touchscreen, der mit haptisch wahrnehmbarer Rückmeldung reagiert.

– BMW i Inside Future / BMW Concept HoloActive Touch
BMW Group, Design: BMW Group Design
http://www.press.bmwgroup.com

Körperteile aus der Presse

3D-gedruckte Organe als Service – ein Bioprinter versetzt Biologen und Pharmazeuten in die Lage, in wenigen Schritten aus menschlichen Zellen Haut, Leber, Niere oder Lungenmodelle zu drucken. Die Technik ist ein erster Schritt auf dem Weg, Tierversuche zu ersetzen. Eine intuitive Software vervollständigt das intelligente Produkt-Ökosystem und erleichtert so den Zugang zu einer noch neuen Technologie mit weitgehend unerforschten Anwendungsmöglichkeiten.

– Cellbricks – Organ as a Service
Cellbricks GmbH, Design: Intuity Media Lab GmbH
www.intuity.de/cellbricks-menschliche-mini-organe-aus-dem-3d-drucker

Nicht dabei und doch dabei

Veranstaltungen und Ereignisse unabhängig vom Ort erleben – Virtual Reality und 360-Grad-Aufnahmen verwandeln Liveübertragungen in räumliche, „immersive“ Erlebnisse. Ob Sportereignisse oder Konzerte, der Zuschauer taucht unmittelbar ins Geschehen ein und kann nach Belieben zusätzliche Informationsebenen und Ansichten aufrufen. Das visuelle Erlebnis wird durch Raumklang zu einer multisensorischen Erfahrung verstärkt, die lange in Erinnerung bleibt.

– VEYE 360° System i-mmersive
i-mmersive GmbH, Design: e27 berlin
www.i-mmersive.net

Virtual Reality Basketball
Deutsche Telekom AG, Design: Telekom Design
www.telekom.com

IFA. Messegelände unterm Funkturm am ICC in Berlin-Charlottenburg

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