Große Sängerinnen und Sänger aus Georgien – Gala-Abend „Belcanto Georgia“ im Großen Saal in der Berliner Philharmonie

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am Dienstag, den 21. August 2018, wurde in der Botschaft Georgiens in Berlin ein Journalist vom Kulturexpresso begrüßt und zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen, die Dudana Mazmanishvili, Kulturattaché der Georgischen Botschaft in Berlin, mit wohltuenden Worten gegenüber ein paar Journalisten pries.

Mazmanishvili wies besonders auf Georgien als Gesangsland mit einer Vokaltradion von Weltgeltung hin, die bis heute ungebrochen scheint. Davon sollen sich Berliner und Brandenburger demnächst überzeugen können.

Am Mittwoch, den 26. September 2018, soll es ab 20 Uhr ein Gala-Konzert im Großen Saal der Berliner Philharmonie geben. Diese Veranstaltung bilde einen weiteren Höhepunkt im kulturellen Kalender beider Staaten, erläuterte Mazmanishvili, und verwies darauf, dass Georgien Ehren-Gastland der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2018 sei.

Zudem fand sie passende Worte, um acht vokale Hochkaräter, die sicherlich für eine große Opern-Atmosphäre sorgen werden.

Der Chefdirigent des Symphonieorchester von Tiflis, Vakhtang Kakhidze, werde Nino Machaidze, Ketevan Kemoklidze, Iano Tamar, Nutsa Zakaidze, George Onani, Badri Maisuradze, Mikheil Kiria und Ramasz Chikviladze durch den Arienabend geleiten und selbst zwei orchestrale Akzente mit der Ouvertür zu Verdis „Macht des Schicksals“ und dem Intermezzo aus Massenets Oper „Thaïs“ setzen.

Das vokale Doppelquartett von internationalem Rang wird in Berlin ein Zeugnis von der Gesangstradition Georgien geben, die laut Mazmanishvili „bis heute aufs Schönste“ weiterlebe auf besagtem Gala-Abend der italienischen Oper. Im Gepäck Klassiker aus der Welt des Belcanto – in dieser vokalen und personellen Vielfalt eine absolute Besonderheit im Konzertsaal. Von Calafs „Nessun dorma“ aus Puccinis Turandot über Rosinas „Una voce poco fa“ aus Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“ bis zum grandiosen Trinklied „Brindisi“ aus Verdis „La Traviata“. Berlin bekommt am 26. September 2018 einen bunten Reigen der größten Opernhits auf höchsten Niveau geboten.

Freuen Sie sich auf weltberühmte georgische Sängerinnen und Sänger, die erstmals und einmalig einen Opernabend gestalten werden.




Die Konzertreihe "Living Music 2018" in Potsdam.

Ihre Stimme – Musik jüdischer Komponisten in der Konzertreihe Living Music 2018

Berlin, Potsdam, Deutschland (Kulturexpresso). Der eingetragene Verein KOL – jüdische Musik beleben und erleben mit Sitz in Potsdam, der sich nach eigenen Angaben „von Beginn an“ der „Musik jüdischer geflüchteter Komponisten“ verschrieben habe, veranstaltet eine jüdische Konzertreihe mit englischem Titel. „Living Music 2018“ verspreche laut Pressemitteilung des Veranstalters vom 3.8.2018 „Musik jüdischer Komponisten an vier verschiedenen Tagen“.

Unter dem Motto »Ihre Stimme. Musik jüdischer KomponistInnen« sollen, so die künstlerische Leiterin Mimi Sheffer, „vor allem die Musik von … Komponistinnen und Dichterinnen, umrahmt von Werken geflüchteter jüdischer Komponisten“ zu Gehör gebracht werden.

Nach dem Erfolg im Juli 2017 in der Villa Elisabeth in Berlin startet die diesjährige Konzertreihe am Sonntag, den 2. September 2018, 17 Uhr, im Potsdam-Museum – Forum für Kunst und Geschichte, mit dem „Jüdischen Neujahrskonzert“. Sheffer freue sich laut Heimatseite kol-juedischemusik.com, „die komplette Version des ausgezeichneten Werks Paul Ben-Haims ‚Empfang des Schabbats‘ mit meinen Kollegen aufführen zu dürfen“.

Die Kollegen seien Martha O’Hara (Sopran), Anne-Lisa Nathan (Mezzo-Sopran), Felipe Balieiro (Tenor), Andrei Makarevich (Bass) und Mirlan Kasymaliev (Orgel und Klavier). Außerdem würden „bekannte und beliebte Werke von Kurt Weill und Max
Janowski“ gespielt werden.

Doch dieses ist nur eines von vier Konzerten, die „immer am ersten Sonntag des Monats um 17 Uhr von September bis Dezember im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam, präsentiert“ werden.

Das Konzert am 7. Oktober 2018 mit Mimi Sheffer (Sopran) und Ofra Yitzhaki (Klavier) trägt den Titel „Mein blaues Klavier“. Sie nehmen sich der Komponisten Ben-Haim, Brod, Shlonsky und Lerner Sternberg an, die für Sheffer „verschiedene musikalische Stilrichtungen, die in den 1930er-Jahren mit den jüdisch-europäischen Immigranten nach Israel kamen und die hier auch heute noch existieren“ repräsentieren würden. Auf diesem Konzert würden „Lieder, die von Frauen wie Else Lasker-Schüler, Lea Goldberg und Verdina Shlonsky komponiert und gedichtet wurden“, aufgeführt werden.

Am 4. November 2018 spielen Frauen Frauen. Das Ensemble Noga mit Idit Shemer (Flöte), Orit Messer-Jacobi (Violoncello) und Ruth Zori (Klavier) tritt mit Mimi Sheffer (Sopran) als Gast auf und bringt Werke von Rosy Wertheim, Ayala Asherov und Irena Svetova.

Das Konzert „Les Juives“ bildet am 2. Dezember 2018 mit dem Trio Figment, das aus Nur Ben Shalom (Klarinette), Itamar Ringel (Viola) und Na’aman Wagner (Klavier) besteht, das Werke von Fanny Mendelssohn, Ursula Mamlok, Naomi Shemer, Aviyah Kopelman u.a. aufführt, das Ende der Reihe „Living Music 2018“, die vom Land Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam gefördert wird.

Schauen Sie einmal rein, dann hören Sie schon.

Weitere Informationen:

Tickets: 10 Eure/8 Euro ermäßigt. 4er Abonnement: 35 Euro/25 Euro ermäßigt
2 Stunden vor Konzertbeginn freier Eintritt in die Sonderausstellung „Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“, die vom 29.9.2018 bis zum 17.1.2019 läuft.

Eine Kartenreservierung ist telefonisch unter 0331 289 6868 möglich.




Bregenzer Festspiele 2018

Halbzeit in Bregenz – Festspiele vermelden einen erfolgreichen Start

Bregenz, Österreich (Kulturexpresso). Bis jetzt spielte auch das Wetter mit und bescherte der Seebühne ausverkaufte Vorstellungen mit grandios inszenierten Sonnenuntergängen. Die ‚Carmen‘- Produktion musste heuer nur einmal ins Haus verlegt werden.

Zum Festspielfinale stehen noch zwei interessante Musiktheater-Ereignisse auf dem Programm. Die Uraufführung ‚Das Jagdgewehr‘ des Komponisten Thomas Larcher, in der Regie von Karl Markovics auf der Werkstattbühne, verspricht ein musikalisches Highlight zu werden. Rossinis ‚Der Barbier von Sevilla‘ im Kornmarktheater, in der Inszenierung von Brigitte Fassbaender, mit ausschließlich ganz jungen Künstlern, die schon an der Masterclass des Opernstudios Bregenz teilgenommen haben, schließt dann den Premierenreigen.

Zwei Epochen im Orchesterkonzert

Das gestrige Konzert der Wiener Symphoniker präsentierte vorab eine weitere Komposition von Thomas Larcher. ‚Alle Tage‘ – Symphonie für Bariton und Orchester, nach vier Gedichten von Ingeborg Bachmann (österreichische Erstaufführung). Vorläufige Erkenntnis: Die Stärke des gefragten Komponisten liegt doch wohl mehr in der orchestralen Gestaltung. Wenngleich von der menschlichen Stimme fasziniert, arbeitet Larcher überwiegend mit einem melodischen Sprechgesang, welcher zuweilen die Entstehung einer notwendigen Dynamik vermissen lässt.

Bariton Benjamin Appl wird als indisponiert angesagt, doch davon ist nichts zu bemerken, seine Interpretation der schwierigen Gesangspassagen klingt kraftvoll und entwickelt dennoch in den lyrischen Passagen eine große Sensibilität.

Spricht Thomas Larcher im Einführungsgespräch noch von der Angst der Frauen vor dem großen Orchesterapparat, als er gefragt wird, warum er sein Werk für Bariton geschrieben habe, beweist hier Dirigentin Karina Canellakis, dass sie durchweg furchtlos mit einem großen Klangkörper umzugehen versteht.

Einfühlsam und doch mit Zielstrebigkeit arrangiert sie mit den Wiener Symphonikern die recht schwierige Partitur und versteht es dennoch, die bekannte Klangschönheit der Wiener zu Gehör zu bringen.

Das Schicksal pocht an die Tür

Ludwig van Beethovens fünfte Symphonie zeigt sich nach der Pause als interessante Entwicklungsstudie der klassischen Musik in der Gegenwart. Beethoven soll den prägnanten Auftakt mit den Worten: „So pocht das Schicksal an die Pforte“ erklärt haben. Ganz so dramatisch klingt das Werk an diesem Abend nicht. Karina Canellakis besitzt einen Dirigierstil, der vordergründig mit visuell ansprechenden Bewegungen zu fesseln scheint; Kommentare nach dem Konzert bezüglich des visuellen Aspekts sind interessanterweise zu vernehmen.

Cannellakis ‚begleitet‘ die Symphoniker mehr als sie zu leiten, selten ist eine prägnante ‚Vorabzeichengebung‘ zu bemerken. Schnelle Tempi geben ihrer Interpretation Schwung sowie Pathos, dennoch bremsen letztendlich die oft extrem langsamen Ausdeutungen einiger Pianopassagen den Fluss der Sinfonie. Eine überhöhende musikalische Dimension kann sich leider nicht wirklich entfalten.

Dennoch großer Jubel vom Bregenzer Publikum für die Dirigentin sowie die brillant musizierenden Wiener Symphoniker. Auf die Entwicklung der sogenannten ‚ernsten‘ Musiktradition in den kommenden Jahren darf man gespannt sein.




Wittenberg in Sachsen-Anhalt.

„Klänge statt Klingen“ – Musik im Dreißigjährigen Krieg beim 13. Wittenberger Renaissance-Musikfestival

Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland (Kulturexpresso). Der Dreißigjährige Krieg, der vor 400 Jahren begann und von 1618 bis 1648 um die Herrschaft im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und somit im Zentrum Europas ausgetragen wurde, begann mehr oder weniger mit dem Prager Fenstersturz und endete mit dem Westfälischen Frieden beziehungsweise damit, dass die geschwächten Habsburger gestutzt wurden und sich allerlei Leute auf ihrem Land davonmachten. Die einen Deutschen machten auf Niederlande, die anderen auf Schweiz. Hinzu kamen Überläufer vor allem zu den Franzosen und Schweden. Dem deutschen Kaiser wurden Rechte entzogen und auf den Reichstag übertragen.

Das deutsche Volks- und Kinderlied „Maikäfer flieg“ überdauert bis heute im kollektiven Gedächtnis der Deutschen und steht für deren Niederlage, denn nicht nur „Pommerland“ war in 30 Jahren Krieg, der in Wahrheit aus vielen Kriegen bestand, die 30 Jahre im Herzen Europas stattfanden, abgebrannt.

Viele Lieder wurden gesungen und gespielt. Zu hören werden einige auf dem 13. Wittenberger Renaissance-Musikfestival sein, das vom 26. bis 31. Oktober 2018 in Wittenberg am Nordurfer der Elbe im Osten des Bundeslandes Sachsen-Anhalt stattfinden soll.

Laut Veranstalter Wittenberger Hofkapelle e.V. in Kooperation mit Wittenberg-Kultur e.V. seien elf Konzerte, zehn Kurse für Instrumentalspiel und Tanz, ein historischer Tanzball sowie eine Instrumentenausstellung geplant.

Dieses Festival der Alten Musik, zu dem die gastgebende Wittenberger Hofkapelle lade, stünde laut Pressemitteilung vom 17.7.2018 unter dem Motto „Klänge statt Klingen“. Das klingt gut. Wie die Hofkapelle und Wittenberger Renassancemusik an historischen Orten klingt, das müssen wir uns anhören.

„Die Musiker, allen voran der Festivalleiter und Gründer der Wittenberger Hofkapelle Thomas Höhne“, sollen „aus einer Fülle an geistlicher und weltlicher Musik“ ausgewählt haben. „Neben Auszügen aus den ‚Kleinen Geistlichen Konzerten‘ von Heinrich Schütz erklingen u. a. Battaglie und Lamenti von Claudio Monteverdi und Heinrich Ignaz Franz Biber, irische und englische Tänze der Renaissance und Liebeslieder von Heinrich Albert und Thomas Selle. Denn auch zu Kriegszeiten wurde getanzt, geliebt und gelacht – sei es auch nur für kurze Zeit.“

„Nur für kurze Zeit“? Wenn dumme Leute schreiben und ihr Geschreibsel veröffentlichen dürfen, dann kommt das dabei heraus. Denn dass in den 30 Jahren zwischen Prager Fenstersturz und Westfälischem Frieden mehr getanzt, geliebt und gelacht als die Klinge gewetzt wurde, das darf hier und heute jeder wissen, der Sozial- und Geisteswissenschaften im Allgemeinen und Geschichtswissenschaft im Besonderen mit heißem Bemühen studierte.




Kritisches Orchester 2017.

Kritisches Orchester ist immer gut, oder? – Kritische Zuhörer zur Probe der Finalisten bei freiem Eintritt willkommen!

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Für kritische Journalisten klingt eine Pressemeldung über ein kritisches Orchester wie Musik in den Ohren. Der Klang wird wunderbar wohlig, weil wir wissen, dass das Kritische Orchester ehrenamtlich Mitglieder namhafter Orchester versammelt. Darunter sind Musiker der Staatskapellen Berlin und Dresden, der Orchester der Deutschen und der Komischen Oper, des Konzerthausorchesters Berlin, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des NDR Elbphilharmonie -Orchesters, des Gewandhausorchesters Leipzig, des Niedersächsischen Staatsopernorchesters und des Beethoven -Orchesters Bonn. Chapeau!

Diese mit Leidenschaft und nicht für Lohn tätigen Frauen und Männer, vor denen wir unseren Hut ziehen, würden in diesem Jahr von mehreren aktiven und ehemaligen Konzertmeistern verschiedener Klangkörper unterstützt werden, lesen wir und, dass vom 14. bis zum 17. Juni 2018 zehn international ausgewählte Dirigentinnen und Dirigenten im Studiosaal der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin mit Mitgliedern renommierter Orchester, die ihr Dirigat kritisch hinterfragen werden, arbeiten würden.

Für diese 16. Dirigierwerkstatt des Kritischen Orchesters in der Hauptstadt, die zum dritten Mal „in bewährter Kooperation zwischen dem Dirigentenforum des Deutschen Musikrats und der Hochschule für Musik Hanns Eisler“ stattfinde, wie Lisa Valdivia vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gegenüber KULTUREXPRESSO erklärte, hätten sich „rund 95 junge Dirigentinnen und Dirigenten aus 35 Ländern beworben. Das sei eine Steigerung der internationaler werdenden Bewerberzahl um ca. 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zum ersten Mal werde die international renommierte Dirigentin und Professorin Simone Young als Mentorin mitwirken, während die Künstlerische Leitung der 1. Konzertmeister der Staatskapelle Berlin, Prof. Lothar Strauß, innehabe.

Wer einmal vorbeischauen und zuhören möchte bei einer Probe, der ist am Sonntag, den 17. Juni 2018, in der Zeit von 11 bis 15 Uhr zur Probe der Finalisten willkommen. Der Eintritt im

Studiosaal der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin

Charlottenstraße 55, 10117 Berlin-Mitte,

ist frei. Viel Vergnügen!

Mehr Informationen unter www.dirigentenwerkstattinteraktion.de und www.dirigentenforum.de im Weltnetz.




Konzert in Heilig-Kreuz-Kirche Berlin 19.30 Uhr am 10.6.2018

District 99 Orchestra: Konzert in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin mit Jennifer Mullen

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das District 99 Orchestra spielt laut Plakat „Tchaikovsky, Ravel, Jazz und Popmelodien“ – das sieht halbübersetzt aus. Peter Tschaikowski schreibt sich auf deutsch meist anders, im Gegensatz zu (Joseph) Maurice Ravel, der für den „Bolero“ bekannt ist. Auch ist man auf dem Plakat sehr geizig mit Bindestrichen, zum Beispiel bei der Heilig-Kreuz-Kirche. Nicht auszuschließen ist also, dass „Jazz- und Popmelodien“ gemeint sind. Oder Melodien der beiden Komponisten und aus Jazz und Pop. Wie auch immer, ungefähr kann man sich etwas darunter vorstellen. Und einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul, denn der Eintritt ist frei.

Die Musik kann ja durchaus sehr gut sein und die Heilig-Kreuz-Kirche glänzt mit einer super Akustik und Sitzgelegenheiten auf verschiedenen Etagen. Wenn Jocelyn B. Smith dort sang, hörte sich das immer super an. Ob man gerne etwas gibt, hängt ja auch von der Schwingung ab. Und vom Geldbeutel, der bei vielen am 10 des Monats noch gut gefüllt sein dürfte.

District 99 oder District 9?

„District 9“ ist ein Spielfilm aus Neuseeland, den USA und Südafrika, der in Südafrika gedreht wurde. Möglicherweise bezieht sich das Orchester bei der Namensgebung darauf. Der Film von Neill Blomkamp mit Sharlto Copley, Jason Cope und Vanessa Haywood aus dem Jahr 2009 basiert auf dem Kurzfilm „Alive in Joburg“, den der Regisseur drei Jahre zuvor realisierte:
Siehe auch Gute Erinnerung – Vor einem Jahr kam Neill Blomkamps „Chappie“ (USA, Mexiko) ins Kino im Kulturexpresso.
Es gibt aber in den USA auch tatsächlich Bezirke, die District 99 heißen, zum Beispiel Schulbezirke in Illinois und Wahlbezirke in South Carolina.

Das Kleingedruckte ist wichtig und sogar interessant

Wir wollen Ihnen auch das Kleingedruckte auf dem Plakat nicht vorenthalten: „SPENDEN erbeten (von allen, die nicht mit wenig Geld leben müssen) für das Sozial- und Kulturzentrum GITSCHINER 15 – das in einer ehemaligen Fabrik für Obdachlose und Armutsbetroffene kostenlose kreative Angebote organisiert und seit 17 Jahren nur mit bürgerschaftlichem Engagement und Spenden erhalten wird. www.gitschiner15.de “

Benefizkonzert in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin am Sonntag, den 10.6.2018 um 19.30 Uhr.

Was? Konzert des Orchesters District 99 Orchestra unter der Leitung von Jennifer Mullen
(Wir wissen nicht, ob die Dirigentin die Produzentin der US-Fernsehserie „Jockeys“ ist oder ob es sich nur um einen Namensgleichheit handelt. Bisher schaffte es keine von beiden in den Brockhaus.)

Wann? Datum und Uhrzeit:

Sonntag, den 10.6.2018 um 19.30 Uhr

Wo? Veranstaltungsort:

Heilig-Kreuz-Kirche Berlin, Zossener Straße 65, 10961 Berlin
Die Kirche ist zwischen Blücher- und Johanniterstraße und damit nicht weit vom Landwehrkanal.

U Hallesches Tor und Prinzenstraße, Bus M41.
(Achtung: der U-Bahnhof Hallesches Tor ist teils nur durch den Schienenersatzverkehr der BVG mit Bussen zu erreichen.)

Aktuelle Aktivitäten im Kulturzentrum Gitschiner 15 sind vor allem Ausstellungen:
Die Ausstellung „Cishuman“ von www.nilsbenbrahim.com

Unter die Oberfläche: „Cishuman“, erste Ausstellung von Nils Ben Brahim

und die Ausstellung von mehreren internationalen Künstlern „This is Where I Live“:

Ich weiß, wo Du wohnst. Wir sehen uns. This is Where I Live – internationale Kunstkontakte




Kuult

Helfen bewegt mit Kuult auf der Musik-Spenden-Veranstaltung am 15. September 2018 in Essen

Essen, Deutschland (Kulturexpresso). In diesem Jahr findet das „Helfen bewegt e.V. Musikfest 2018“ unter dem englisch gewitzigten Motto „Unplugged“ statt. Mit anderen Worten: Die Musiker spielen mit akustischen Instrumenten und zwar am Samstag, den 15. September 2018, in der Weststadthalle auf der Thea-Leymann-Straße 23 in 45127 Essen.

Im Essener Westviertel treten die Bands „Dead Memory“, „Kultrekorder“, „Pradonium“ und das Pop-Trio „Kuult“ aus Essen sowie „Ohrenpost“ aus Münster auf. An diesem Abend der Nächstenliebe wird nach der Musikschau auch Musik geboten und zwar von „The Singer is always late“.

Die Silberlinge dieser Veranstaltung der Nächstenliebe sollen laut Pressemitteilung vom 1.6.2018 in die Beutel dieser drei Projekte gehen: „Der Ausbau des Musikzimmers für psychisch erkrankte junge Menschen in der … Eggers-Stiftung, sowie Förderung der individuellen Musiktherapie für die jungen Bewohner der Stiftung“. Der „Mukkefukk-Musik-Newcomer-Contest 2018 für Jugendliche wird gefördert“ … und das integrative Jugend-Musik- und -Theaterprojekt „Life & Culture 1.0“.

Als Schirmherr für die Spendenveranstaltung fungiert der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen und als „musikalische Schirmfrau“, was immer das auch sein soll, sei laut Pressemitteilung Christin Koll der Band „Ohrenpost“ aus Münster gewonnen worden.

Der Eintritt kostet 25 Euro für einen Sitzplatz und 20 Euro für einen Stehplatz. Hinzu kommen Vorverkaufsgebühren.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.helfenbewegt-charity.de.




Chicks on Speed

On Speed: Chicks flying for 20 years in der Berliner Volksbühne

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ins Große Haus der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz laden am Donnerstag, den 10. Mai 2018, Chicks on Speed ein.

Das als Performance-Projekt an der Münchner Akademie der Künste gegründete multinationale Kunstkollektiv für Musik, Performance, Design und Visuelles, das fünf Studioalben sowie zahlreiche EPs veröffentlicht hat, feiert 20-jähriges Jubiläum und präsentiert unter dem Titel On Speed: Chicks flying for 20 years einen Stilmix aus neuen Medien, Fashionhacks und visueller Livemusik.

Mehr zu den Chicks on Fratzebuch und auf der Heimatseite Chicksonspeed-Records im Weltnetz.




Es brahmst in Berlin.

Es brahmst in Berlin – Am 22. April 2018 ist Brahms-Marathon im Konzerthaus Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am 22. April 2018 soll es in Berlin Brahmsen. An diesem Sonntag soll von 11 Uhr bis 21.30 Uhr der Brahms-Marathon im Konzerthaus Berlin stattfinden, der sich um „diesen eigenbrötlerischen, Wien verfallenen, in höchstem Maß selbstkritischen Hamburger, den mit Robert Schumann und dessen Frau Clara eine enge Freundschaft verband“, dreht.

Dass Johannes Brahms (geboren 1833, gestorben 1897) für seine vier Sinfonien als Beethovens Nachfolger gefeiert wurde, das wissen wir und auch, dass sein „Deutsches Requiem“ Clara wie viele andere zu Tränen rührte und seine „Ungarischen Tänze“ ein Welthit wurde. Doch wie der Konzerthaus-Marathon Nummer 6 werden wird, bei dem „ungarische“ Brahms und einige seiner schönsten Kammermusik-Werke im Zentrum stünden, wie die Pressestelle des Berliner Konzerthauses per Presseinformation vom 11.4.2018 uns mitteilt, das wissen wir (noch) nicht.

Wir freuen uns auf das Klavierquartett Nr. 1, das Klarinettenquintett oder den Liebesliederwalzer sowie das GrauSchumacher Piano Duo, Christian Tetzlaff, Kirill Gerstein, das Horenstein Ensemble und den Rundfunkchor Berlin.

Von 11.30 Uhr bis 14 Uhr wird im Musikclub zum „Musik-Spiel-Zimmer für Klein und Groß“ eingeladen, wo es laut Programm „Instrumenten zum Ausprobieren“ gebe. Und im Beethoven-Saal gebe es „Tänze rund um Brahms“ mit Tanzschule von 11.30 bis 11.50 Uhr und von 13 Uhr bis 15 Uhr. Toll ist auch, dass dafür kein Eintritt genommen wird.

Wenn Iván Fischer im Großen Sall das Konzerthausorchester Berlin dirigiert, dann ist die Auswahl „Ungarische Tänze“ nur mit Eintrittsgeld zu erleben.

Frei ist wiederum von 16 Uhr bis 19 Uhr die Veranstaltung im Musikclub, wenn Studierende der Hochschule für Musik Hanns
Eisler Kammermusik und Klavierwerke von Brahms spielen.

Die 360-Grad-Konzerte mit Kammermusikwerken der Romantik von Brahm im Kleinen Saal beispielsweise die um 17 Uhr (Brahms: „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“ Motette für gemischten Chor a capella op. 74 Nr. 1; Drei Gesänge für sechsstimmigen Chor a cappella op. 42; „Liebeslieder-Walzer“ op. 52″) und um 19 Uhr (Johannes Brahms Sonate für Violine und Klavier G-Dur op. 78; Scherzo c-Moll aus der FAE-Sonate für Violine und Klavier; Klavierquartett g-Moll op. 25) kosten wieder Eintritt.




Blick vom S-Bahnhof Frohnau Richtung Ludolfingerplatz, Baustelle mit Richtfest im Vordergrund, Berlin-Frohnau

Transformation: Konzert in Straumers Umspannwerk. Saarländer Ro Gebhardt mit Gitarre in Berlin-Frohnau

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der saarländische Vorzeige-Gitarrist Ro Gebhardt (RG) beehrt die Gartenstadt. Diesmal betritt er nur mit einer klassischen Gitarre die Bühne. Das war schon oft anders. Großprojekte mit Big-Band-Sound, Funk und Latin, teils mit Gesang, zogen viele Zuhörer an. Er trat in New York auf (Blue Note) und in Berlin (A-Trane). In Paris (Duc de Lombard) und wieder an der US-Ostküste beim Central-Park-Jazzfest NYC.

Gebhardt nimmt am Donnerstag, den 29.3. „Literatur aus Brasil, Tango, Jazz, Klassik, Blues, Funk aus verschiedenen Jahrhunderten unter die Lupe und benutzt sie als Improvisationsgrundlage.“

Veranstaltungsort: Straumers Umspannwerk, heutzutage mit spannender Musik

Der Architekt Heinrich Straumer baute 1907 das Umspannwerk Frohnau. Heute ist es ein Musik-Café mit geräumiger Ferienwohnung im Obergeschoss.

Kohlendioxidarme Anreise: Vom S-Bahnhof Frohnau rechts Richtung Zeltinger Platz und dann den Fürstendamm (das ist die zweite Straße rechts) entlanglaufen. Das letzte Haus auf der linken Seite ist die Nummer 40 oder der „Trafo“, um das Kurzwort zu verwenden.

Etwas weiter endet Frohnau, das seit 1920 zu Groß-Berlin gehört und während der Teilung zu West-Berlin zählte. Wenige Meter weiter stand seit August 1961 die „Berliner Mauer“.

Heute beginnt dort das Land Brandenburg mit der Bundesstraße 96 (B96). Über sie gelangt man weiter nördlich nach Hohen Neuendorf und Oranienburg, später Löwenberg, Fürstenberg/ Havel, Neustrelitz und Neubrandenburg.

Kreuzt man die Landstraße, kommt man nach Schönfließ.

Geht oder fährt man ein paar Meter rechts (südlich) die Bundesstraße entlang und gleich links, gelangt man auf der Hauptstraße ins Herz von Glienicke/ Nordbahn. Zwischen Haupt- und Gartenstraße hat man die Kirche im Dorf gelassen und den Dorfteich auch.

Zurück nach Frohnau in den Fürstendamm.

Transformation und Musik

Das Musikcafé „Transformator“ im Umspannwerk ist mittwochs bis samstags ab 18 Uhr geöffnet.

(Sonntag, Montag und Dienstag sind Ruhetage, an denen die Lokalität aber gebucht werden könnte.)

Am 23. März gab es hier ein Jazzkonzert mit Michael Gechter und HD. Lorenz, bei dem Sabina Saracevic sang.

Am Donnerstag, den 29. März 2018 spielt Ro Gebhardt reduziert nur mit der akustischen Gitarre. Der saarländische Vorzeige-Gitarrist als Zeitreisender („Time-Traveller“). Er trat im Central Park genauso auf wie im A-Trane in der Pestalozzistraße in Charlottenburg; unterrichtete als Gastdozent außer in der Bundesrepublik (Mainz, Köln) auf Malta und in New York.

Das Folgekonzert an Ultimo (31.3.) ist „Yubo“ (Duo mit Schlagzeug und Gitarre).

Ro Gebhardt im Umspannwerk „Transformator“

Was? Konzert „Time-Traveller“ mit Ro Gebhardt, Akustikgitarre

Wann? Konzerte jeweils um 20 Uhr. Ankunft um 19 Uhr vom Veranstalter empfohlen

Donnerstag, den 29. März 2018: Ro Gebhardt

Wo? „Transformator Berlin“ im ehemaligen Umspannwerk Frohnau.
Fürstendamm 40
13465 Berlin

Telefonische Reservierung wärmstens empfohlen: (030) 60 27 51 59

http://transformator-frohnau.de/

Stromer auf den Spuren von Heinrich Straumer. Architektur erlaufen und erfahren in Berlin