Temporäres Räuberrad auf der triangulären öffentlichen Grünfläche vor der Berliner Volksbühne

Büchse auf! Aus der Dose Leben. Feuerstein öffnet Geistkonserve (vor Volksbühne) – für Stärkung der Freiheit von Kunst und Kultur

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Geistkonserve? Der Zeitpunkt war gut gewählt. Die Sonne schien, das Gras war grün. Auf der dreieckigen öffentlichen Fläche vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz: Handwerker am Werk. Nebenan fand Kultur statt. Im Kino Babylon-Mitte lief bereits seit Mittwoch das polnische Filmfest Filmpolska und in Saal 1 „Writing in Migration“ (WiM), eine hochkarätige Debütveranstaltung über afrikanische Literatur.

Wochenendfreiheit

Am Samstagnachmittag hatten viele Zeit und mancher WiM-Gast nutzte wenigstens eine kurze Pause, um die Sonne zu genießen und den tiefblauen Himmel. Viele andere zogen das Draußen dem Drinnen vor, sei es nun hier in Mitte oder weiter draußen. Sie genossen die vorübergehende Freiheit. Des Wochenendes, Freiheit von. Der Lohnarbeit. Teils recht freizügig. Wegen der Wärme. Unter dem unbegrenzt scheinenden Himmelszelt. So stießen zu den Absichtsbesuchern der gegenüber der Straßenebene erhöhten Rasenfläche mit Blick auf den Fernsehturm Passanten und Zufällige. Gallery Weekend war auch noch am 28. April. Galerien und Pop-up-Galleries zeigten vielerorts viel.

Kultur am Platz

Ach ja. Und in der Volksbühne soll es ja auch ab und zu Kultur geben. Zumindest im Roten Salon. Dort fand unlängst sogar ein großes Kulturereignis statt. Der Dichter RAN – Rainer Anton Niedermeier – trug am 19. April kraftvoll starke Gedichte vor ( ran-poetry.de) begleitet von zwei wunderbaren Musikern.

Wozu sich also in Berlin Sorgen machen um Kunst und Kultur? Oder die Freiheit dieser?

Wir befragten Passanten, Demonstranten und Besucher, die Veranstalterin und die Polizei. Wurden auch selbst befragt von einem Interviewgast, wie denn das Interview laufen solle. Allein, das war von einem Kollegen vom Fernsehen geplant. O-Töne sammeln in der Sonne. Der Ü-Wagen des RBB berichtete live, kam aber nicht wegen der Eröffnung auf dem Rasen.

Ein Samstagnachmittag auf der Rasenfläche. Was zimmern die Helfer? Ein Fußballtor? NEIN.

Was ist hier los?

Die erste Befragte war ein junge, tätowierte Polin. Ob diese an diesem Tag oder überhaupt zu Filmpolska ging, wissen wir nicht. Das war nicht Thema. Die Kommunikation lief zum größten Teil auf englisch und ein wenig deutsch-polnisch. Worum es denn da auf dem Rasen gehe? Ja, die Volksbühne, das Rad, es sei weg, und die Volksbühne auch, nein, nicht die Bühne, aber die Leute, die das früher gemacht haben und jetzt sei das eine Demonstration dagegen. Wohl. Wenn ich Genaueres wissen wolle, solle ich doch mal in der Mitte fragen. Nun, wo ich schon mal in Mitte war …

Was sagt die Polizei?

Die Polizei merkt an, die Fläche sei öffentlich. Wo denn das Kunstwerk sei, das hier früher stand? „In der Restauration, in Frankreich.“ Es werde wohl auch erstmal nicht zurückkommen. Ob denn die Aufstellung des Rades legal sei? Ja, die Veranstaltung sei angemeldet und genehmigt. Die Errichtung des „Wagenrades, nein Räuberrades“ sei ausdrücklich ein Teil der Veranstaltung und in Ordnung. Die Konstruktion werde errichtet und nach kurzer Zeit vor Ende der Veranstaltung am selben Tag wieder abgebaut. Alles gesetzestreu. Ob denn eine dauerhafte Aufstellung oder Errichtung beantragt worden sei? „Eine Sondernutzungsgenehmigung gibt es nicht. Sie wäre erforderlich bei Nutzung öffentlichen (Straßen-)landes, genau wie bei der Aufstellung von Tischen und Stühlen.“ Ob denn eine Sondernutzungsgenehmigung angestrebt worden sei? Das entzog sich der Kenntnis der Vertreterin der Exekutive.

Interviews

Weitere Demo-Besucher wurden befragt. Ob es sich nun um einen Demonstration oder ein Happening oder eine direkte Aktion handelte, wussten wir immer noch nicht so genau.

Der ausgewählte Besucher war ein geladener Gast. Er hatte bei der jüngsten Abgeordnetenhauswahl sein passives Wahlrecht genutzt und sich als Unabhängiger aufstellen lassen, um das bedingungslose Grundeinkommen bedingungslos zu unterstützen. DM-Gründer Werner macht sich dafür stark. Gregor Gysi sagte uns in Wolfsburg, dass er es aus drei Gründen nicht unterstützen könne. Das begründete er wie immer schlüssig und klug. Gysi gab allerdings zu, dass andere Linke das mit dem Grundeinkommen oft anders sähen.

Die Linken sind rechts

Richtig. Die Linken. Die sind rechts. Rechts am Platz, der nach eine Sozialistin benannt ist, in der Weydingerstraße. Sie flankieren die räumliche Situation derart, dass sie weder von der Volksbühne noch von der Dreiecksgrünfläche übersehen werden können. Es sei denn, man sei kurzsichtig, oder blind. Die Politik ist das manchmal. Doch bleiben wir bei der Kultur.

Die gute Atmosphäre unter den dem Ereignis Beiwohnenden spricht gute Bände. Die Veranstalterin wird mir vorgestellt. Rike. Und mit Nachnamen? Feuerstein.

Geistkonserve? Worum geht es?

Worum es hier ging hätten auch schweigsame und kontaktscheue Leser unschwer herausfinden können. Hätten sie keine Scheu vor Annäherung gehabt. Sprachen doch zwei recht kleine Schilder in kontrastreicher, sehr gut lesbarer Schrift eine deutliche Sprache.

Am Anfang steht das Wort – Geistkonserve

Es geht: Um die Stärkung der Freiheit von Kunst und Kultur. Durch – zweites Schild – Eröffnung der Geistkonserve. Nun, mal angenommen. Da wir als Journalisten auf vielen Hochzeiten tanzen, können wir nicht überall den ganzen Abend bleiben. Oder Nachmittag. Um so etwas zu verstehen –immerhin wurde ein genau neues Wort dafür erfunden – braucht man mitunter oder unter Umständen mehrere Tage. Aber wer hat die heute? Oder nimmt sie sich?

Die Symbolik muss vielleicht für sich sprechen und einen großen Teil des Verständnisses erzeugen. Und dann: auch bei Kunst und vielen Spielfilmen stehen wir wie der Ochs vorm Berge. Nicht erst seit der nouvelle vague (vage übersetzt: die neue Welle) ist das Vage im Film schick. Auch wenn es manche in bestimmten Fällen zur Weißglut bringt, weil sie das Rätsel nicht lösen können. Hier gibt es etwas ganz Handfestes. Das Wagenrad, nein Räuberrad. Das, das vorher hier stand, war fester, stabiler und standfest. Sogar wetterfest.

Das neue ist aus Sperrholz. Doch halt: es ist KEIN Ersatz!

Genehmigung? Wozu? Geistkonserve ist eröffnet

Ich frage Rike Feuerstein, ob denn eine Sondernutzungsgenehmigung beantragt wurde. Sie überlegt kurz. Sehr sympathisch. Leute, die wie aus der Pistole geschossen antworten, sind entweder Politiker, oberflächlich, oder Genies. Oder, im Einzelfall, superschnell. Dem Regierungssprecher würde ich das zutrauen. Aber nur wenigen. Ich habe Zeit, kurz ihre Kleidung zu betrachten. Sie trägt oben an der Oberfläche etwas Lilanes. Sehr spirituell. Die Frau hat nicht nur Initiative ergriffen, sie bewegt etwas.

Feuerstein hat das Rad erfunden

Es heißt ja, man müsse das Rad nicht neu erfinden. Doch das stimmt nicht immer. Denn das neue Rad stünde hier nicht. Genauer: wäre nicht hier. Denn es liegt nur auf dem Rasen. Fast rund. Aber Fußball ist die letzte Assoziation, auch im Jahr der WM. „Hätte es aufgerichtet werden sollen?“ „Nein.“ „Und es braucht hier auch nicht zu bleiben. Wozu?

Die Geistkonserve ist eröffnet.

Alles andere geht jetzt von allein.“

„So ein bisschen wie mit der Büchse der Pandora? Die man besser nicht öffnen soll?“

„Ja, genau.“

Be here now. Sei jetzt hier. Achte den Augenblick

Toll. So wie die Klebebande oder andere Taper arbeiten. Angeklebt, angeschaut, wieder weggemacht. Entfernt. Fast so, als sei das Kunstwerk nie dagewesen.

Die Klebebande klebt dir was – Tape-Art-Projekte und Ideen – Kunst aus Klebeband

Sinn für den Augenblick. Eine Art „Kirschblüten – Hanami“. Nur, dass nicht die Natur malt, sondern der Mensch …

Ausgedost

Geistkonserve? Ich bin dafür!

Die Welt kann noch ein bisschen Geist gebrauchen. Ob der nun aus der Konserve kommt oder nicht. Jedes Gramm zählt, wo doch Dummheit unausrottbar ist (vgl. Horst Geyer, „Über die Dummheit. Ursachen und Wirkungen der intellektuellen Minderleistung des Menschen“.)

Und den Geist einsperren, wie es viele Regierungen und Konzerne versuchen, um ihre Konserven zu verkaufen? Ist eh nicht sinnvoll.

Geistkonserve eröffnet. Geist freigelassen, der jetzt wirkt, sich entfaltet. Lassen wir uns überraschen, seit dem 28.April ist alles anders. Gute Aussichten.

Volksbühne Ost am 16. März 2016 noch mit Räuberrad.
© 2016, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Die Volksbühne Mitte am 16. März 2016 noch mit. [Mit Räuberrad.] (Vorher – nachher.)

Abendansicht Volksbühne Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte
Die Volksbühne im Oktober 2017. Links der Rote Salon. © 2017, Foto/BU: Andreas Hagemoser




Künstlerin Rosaana Velasco mit Auktionator in der Mexikanischen Botschaft Berlin

Bezaubernde Blicke. Malerei und Zeichnungen: Rosaana-Velasco-Ausstellung in Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am 8. Mai ist Frieden. Wie hieß es bei Hasek im Film, als sich der Soldat Schwejk verabredete? Nach dem Krieg um acht. Außerdem sprach Schwejk brav: Nicht schießen, hier sind doch überall Menschen! Heute abend um 7 (um 19 Uhr) findet die Vernissage zu Rosaana Velascos Ausstellung BEZAUBERNDE BLICKE statt.

Kunst und Konzert

Einführung von Frau Katharina Faber, M.A.

Liliana Cobos, die deutsch-mexikanische Musikerin und Kollegin Velascos, wird wieder einmal mit ihrem Gesang für die musikalische Einrahmung und Begleitung der Veranstaltung sorgen; diesmal mit Eric Trejo (Gitarre).

Der 8.5.‘18 in Berlin: Strahlende Sonne, tiefblauer Himmel, am Vormittag schon über 20 Grad Celsius im Schatten, den viele suchen.

Bezaubernde Blicke, Beine hoch oder Park?

Heute abend in den Park? Zum Feierabend Beine hoch? Schon verabredet, um „LUCKY“ im Kino anzuschauen? Kein Ding, die Ausstellung wird bis zum 29. Juni 2018 zu sehen sein.

EWA-Frauenzentrum (nicht Eva, aber das Symbol ist ein Apfel)
Prenzlauer Allee 6
10405 Berlin

Ausstellung Bezaubernde Blicke. Malerei und Zeichnungen
– Montag-Donnerstag 11-20 Uhr,
– Freitag 11-13 Uhr beziehungsweise: siehe Programm.
Während dieser Öffnungszeiten sind Veranstaltungen in den verschiedenen Ausstellungsräumen auf mehreren Stockwerken möglich. Eine Anmeldung oder entsprechende telefonische Rückfrage ist also oder kann sehr sinnvoll sein, da sonst Teile der Ausstellung Bezaubernde Blicke zu bestimmten Zeiten nicht einsichtig sein werden: Tel. +49 (0)30 442 55 42 oder 442 80 23, E-Mail: ewa-ev@arcormail.de

Dauer: 8.5.2018-29.6.2018

www.ewa-frauenzentrum.de

Im Tiergarten, im Tiergarten ist Kunstauktion. Versteigerung zugunsten der Erdbebenopfer in Mexiko-Stadt mit Werken von Bianca Monroy, Vanessa Enriquez, Rosaana Velasco u. a.

Das Frauenzentrum befindet sich am zentrumsnahen Ende der Straße (City-Ost mit Alex), auf der Ostseite. Zwischen den Straßen Prenzlauer Berg und Heinrich-Roller Straße. Auf der Westseite verlängert die Saarbrücker Straße den „Prenzlauer Berg“ und die Belforter die Heinrich Roller.
Da der deutsch-französische Krieg zu Ende ist, verbinden wir mit Belfort das FIMU-Musikfestival.

Zwischen Belforter (im Norden) und Saarbrücker (im Süden) geht einseitig die schöne Metzer Straße mit Mittelstreifen ab (Auf der anderen, Westseite der Metzer der Senefelderplatz mit U-Bahn U2).
In der Metzer Straße stellt(e) Rosaana Velasco in Myer’s Hotel eine Variation ihrer Arbeit „Ordnung der Farbe“ aus, die in anderer Form im ACUD-Kino zu sehen war, aber nicht mehr ist. (siehe Links).

Tapir entlaufen. Rosaana Velasco stellt in Mitte aus, Fernando Soto musiziert dazu: „The Belly of the Whale“

Bezaubernde Blicke erreichen

Anfahrt: Der Veranstaltungsort „EWA“ ist mit der Straßenbahn gut zu erreichen: Tram M2 bis Prenzlauer Allee/ Metzer Straße (und dann bergab) oder Tram M2, M4, M5, M8 sowie Bus 142 und 200 bis Mollstraße/ Prenzlauer Allee (am Soho-Haus). Fußläufig vom Alex für Geübte.
Oder vom Rosa-Luxemburg-Platz (BABYLON-Mitte, Volksbühne am RLP.) über die Weydingerstraße und die Kreuzung in die Prenzlauer (bergan).

Ein Besuch bei Ewa lässt sich gut mit Park oder Kino verbinden: Auf der anderen Seite des Leise-Parks, der quasi an „Ewa“ grenzt, befindet sich die Straße „Am Friedrichshain“ mit Park, Märchenbrunnen und Filmtheater am F.-Hain.

Zum Thema Kriegsende und Frieden finden Sie dort auch die thematisch passenden Straßen. Die Verlängerung von „Prenzlauer Berg“ über die Greifswalder Straße hinweg gabelt sich in die erwähnte Gasse „Am Friedrichshain“ – in dem sich Friedrich und der Frieden verbirgt, genau wie in Manfred (Mann im Frieden) – oder halbrechts in die Friedenstraße. Sie führt zum Platz der Vereinten Kräfte, nein, Platz der Vereinten Nationen.

Autos sollen nach Farben sortiert werden. „Unser Dorf wird schöner“ in Berlin




Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir – Auf zur Sonderausstellung „Wanderlust“ in der Alten Nationalgalerie

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso) Am 9. Mai 2018 wird in der Alten Nationalgalerie Berlin die Ausstellung „Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“ eröffnet, zu der es von Seiten des Veranstalters heißt, dass, wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denke, „Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde ‚Wanderer über dem Nebelmeer‘ vor Augen“ habe.

Das Bild als „herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung …, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Beispielen der klassischen Moderne nachspürt“.

Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir würden die Bilder reichen, die noch bis 16. September 2018 präsentiert werden sollen. Dazu zählen auch Bilder von Künstlern wie Carl Blechen, Karl Friedrich Schinkel, Johan Christian Dahl, Richard Wilson, Christen Købke, Gustave Courbet, Iwan Kramskoi, Ferdinand Hodler, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix und Ernst Barlach.

Die 120 Exponate, darunter angeblich „erstrangige Leihgaben aus europäischen und amerikanischen Museen“ würden in die Bereiche Entdeckung der Natur, Lebensreise, Künstlerwanderung, Spaziergänge, Sehnsuchtsland Italien und Wanderlandschaften nördlich der Alpen thematisch gegliedert. Dass die Nationalgalerie über eine bedeutende Sammlung eigener Werke zum Thema Wandern verfügt, das darf nicht verschwiegen werden. Viele würden auch gezeigt werden.

Alte Nationalgalerie

Bodestraße 1-3, Berlin-Mitte.

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro




Penguinbuch von 1963 auf englisch: James Baldwins "The Fire Next Time"

Jean-Michel Basquiat – der James Baldwin der Kunst? Basquiat-Film zur Basquiat-Ausstellung

Berlin, Frankfurt am Main, Deutschland (Kulturexpresso). Jean-Michel Basquiat: Genial, herausragend, Wegbereiter für andere Afroamerikaner in die internationale Kunstszene? Oder nur ein (Ex-)Graffitikünstler mit einem Drogenproblem, an dem er starb? Umstritten ist das Etikett, auf das man sich im Moment in der Jean-Michel-Basquiat-Diskussion einigen kann.
Doch die beißende Kritik – aus der vielleicht der Neid spricht? – an der erfolgreichen, millionenschweren Vermarktung von Jean-Michel Basquiats Werken sollte man unbedingt von einer neu(t)ralen Werkrezeption trennen.
Vielleicht erhellt ein Dokumentarfilm über den Künstler ein bisschen das Dunkel. Den Nebel der Nebelkerzen der Kämpfer um die Deutungshoheit. Die Dokumentation heißt „Basquiat. Boom for Real“, wie die Ausstellung in der Schirn-Kunsthalle. Gezeigt wird er am Samstag, 5. Mai, und Donnerstag, 10. Mai, im Kino des Deutschen Filmmuseums.

Jean-Michel Basquiat – Ausstellung und Film in Frankfurt am Main

Noch bis zum 27. Mai läuft die Ausstellung „Basquiat. Boom for Real“ in der Schirn-Kunsthalle. Kurz: „Schirn“. Begleitend ist im Kino des Deutschen Filmmuseums der gleichnamige neue Dokumentarfilm erstmals hierzulande zu sehen.

Samstag, 5. Mai 18 Uhr und Donnerstag, 10. Mai um 20.30 Uhr
„BOOM FOR REAL: THE LATE TEENAGE YEARS OF JEAN-MICHEL BASQUIAT“
USA 2017. Regie: Sara Driver. Dokumentarfilm. 78 Min. DCP. Originalfassung (OF.)

Jean-Michel Basquiat konnte sich als einer der ersten Afroamerikaner in der internationalen Kunstszene durchsetzen.

Das Filmmuseum: „Der Film konzentriert sich auf die frühe Schaffensphase, verknüpft dabei Archivmaterial und Gespräche mit Freunden und Weggefährten wie Jim Jarmusch. Er ist zugleich ein Porträt vom Downtown New York der späten 1970er und frühen 1980er Jahre und zeigt die gesellschaftlichen Umbrüche dieser Zeit, in denen Basquiat als Street-Artist den allgegenwärtigen Verfall zur Kunst machte.“

Jean-Michel Basquiat – Fakten um einen New Yorker

Jean-Michel Basquiat ist umstritten. Fakt ist: Er wurde zwei Tage vor Weihnachten 1960 in New York geboren und starb 1988 auch dort. Die letzten fünf, sechs Jahre seines Lebens wohnte und arbeitete er in Great Jones Street 57. Das Gebäude ist ein ehemaliger Stall und gehörte seinem Freund und Mentor Andy Warhol. Die Straße ist die Verlängerung der 3. Straße (3rd Street), dessen westliches Ende im Greenwich Village liegt. Genauer gesagt das Zwischenstück, denn am anderen Ende der Great-Jones-Straße geht die 3. in Ost-West-Richtung weiter und heißt East 3rd. Eine Straße weiter südlich ist das Geschäft von Blick Art, Künstlerbedarf, Bond Street 1-5. Es liegt nicht in Greenwich Village, einem Stadtteil am Hudson, aber man braucht nur den Broadway zu überqueren, um ins Village zu gelangen. Und wie man sieht, gab und gibt es nicht nur dort Künstler. Burroughs hatte seinen legendären „Bunker“ an bzw. in der Bowery.

Ein Künstler war Jean-Michel Basquiat also – und er war Teil der Szene. Wer glaubt schon, dass Andy Warhol einen Nichtskönner ein halbes Dutzend Jahre in seinen Räumlichkeiten wohnen ließ? Zudem in New York, der überfüllten Hafenstadt am Atlantik, Traumziel von Generationen, auch europäischer Flüchtlinge.

New York, New York, wo es alles gibt – außer bezahlbarem Wohnraum

Die Stadt wird nicht nur immer wieder im Film verewigt, sondern ist Teil des Weltbewusstseins. Die berühmte Berliner Diskothek „Big Apple“ war nach ihr benannt. Die Berliner Autorin Christiane Knospe, die später beim Umweltbundesamt (UBA) arbeitete, als dieses noch im ehemaligen, spatenförmigen Arbeitsministerium in Grunewald residierte, konnte sich ab ihrem zweiten Besuch in der Szene und den fünf Boroughs immer besser orientieren – und sie ist nicht allein. Die 5 Boroughs oder Bezirke sind ein Synonym für die nordamerikanische Ostküsten-Megapolis, englisch: the five boroughs of New York.

Manche Berliner und US-Amerikaner aus anderen Bundesstaaten oder Upstate NY versuchten, dort Fuß zu fassen, aber es gelang ihnen nicht. Darunter viele Talentierte und Fleißige. Wenn eine Besenkammer schon 1000 $ kostet, was soll der Besitzer des Besens erst bezahlen?

Künstler brauchen noch mehr Platz – und sie haben meist erst wenig Bares. Basquiat (sprich: Bakia bzw. Ba-Ki-A) war nicht der erste Maler, der lebend arm war und lauter „Leichenfledderer“ (Zitat aus einem Newsletter) posthum labte. Selbst wenn man wie Zille in sein Milieu lebt (Klausenerplatz) oder wie bei Spitzweg beim Bücherlesen den Regenschirm hält, weil’s in der Dachkammer durchregnet, brauchen Geistesarbeiter Platz. Mehr Platz. Für ihre Werke. Ihre Bibliothek. Das Atelier.

New York und seine Annäherung an Berlin

Berlin nähert sich übrigens New York immer mehr an. Das wird die Zuständigen für den Fremdenverkehr freuen. Zum Beispiel die Berlin Tourismus & Kongress GmbH (www.visitberlin.de). Die Berliner auch? Damit ist nicht nur die zunehmende Amerikanisierung gemeint, in der Sprache, in der Organisation (Bundespolizei und Jobcenter sind englische Wörter aus den USA, übersetzt oder unübersetzt), und am Ende. Wie der Wegwerfgesellschaft mit ihren Kaffeebechern aus Togo. Diese sind zum Mitnehmen, wie der Euphemismus heißt. Aber eigentlich zum Wegschmeißen, denn so ein Heißgetränk ist schnell ausgetrunken.

Nein, auch sonst gelingt die Annäherung; in Bezug auf die Attraktivität – zum Glück für alle – und im Bereich Unterkunft – zum Glück für die Immobilienbesitzer und Investoren.

Rekordpreise für Immobilien und Kunst; Rekordhalter Jean-Michel Basquiat

Jean-Michel Basquiat schuf und hinterließ 1000 Gemälde und Objekte und 2000 Zeichnungen.

Diejenigen, die daran am meisten verdienen, können sich auch im East Village, in Midtown Manhattan oder in den Stadtteilen rechts und links des Central Parks – Upper West Side und Upper East Side Wohnungen und Häuser sichern. Das soll keine Kritik sein, sondern ist eine neutrale Aussage. Fakt. Denn:

110.500.000 US-Dollar kostete ein Basquiatbild, das noch nicht einmal einen Titel trug. Untitled! Dies geschah 2017 bei Sotheby’s bei einer Auktion. Das mit Ölstift und Sprühfarbe geschaffene Werk aus dem Jahr 1982 zeigt einen Schädel. Ein kluger Kopf.

Das Bild war nicht nur teuer. Es brach einen Rekord. Nie zuvor konnte ein Werk eines Künstlers aus den Vereinigten Staaten von Amerika bei einer Versteigerung so eine Summe erzielen.

Dieser Vorgang jährt sich in Kürze, am 18. Mai.

Südlich von Basquiats letzter Residenz, die in der Gegend der Viertel Noho und Bowery liegt, schließen sich Lower Manhattan, Tribeca und World Trade Center an.

Wer ist eigentlich Sara Driver, die Regisseurin des Films über Jean-Michel Basquiat?

Sara Driver wurde 1955 in New Jersey geboren, ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und führt Regie: „You Are Not I“ und „Sleepwalk“ („Year of the Dog“, 1986).
Sie trat neben Jim Jarmusch, Tom DiCillo, Fred Gooch, Frederic Mitterand, Robert Wilson und James Gauerholz in Aaron Brookners Dokumentarfilm „Uncle Howard“ auf. Der Streifen feierte auf der 66. Berlinale 2016 seine Europapremiere in der Sektion Panorama Dokumente. Gedacht als Porträt des Regisseurs Howard Brookner, der 1983 als einen von nur 3 Filmen den Kultklassiker „Burroughs: The Movie“ gedreht hatte. William S. Burroughs (1914-1997) hatte zwischen 1978 und Ende der 80er viele Filme gedreht, die die vitale New Yorker Downtown-Kunstszene zeigten. Jetzt drehte Driver einen über dieselben fraglichen Jahre, die Spätsiebziger und Frühachtziger.

Film: Deutsches Filmmuseum
Ausstellung: Retrospektive in der Schirn-Kunsthalle Frankfurt am Main

Anschriften:
Kino des Deutschen Filmmuseums:
Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt

Schirn-Kunsthalle Frankfurt am Main, Römerberg, 60311 Frankfurt,
Telefon 069 299882-112

Wenn man nicht schwarzsehen will, muss man zugeben, dass Objektivität schwierig ist und das Übernehmen von Meinungen leicht. Ein weiteres Recherchieren könnte also lohnen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Basquiat könnte ja wichtig sein.

Luca Marenzi, Keith Haring (ein Kunstwerk Harings steht in Berlin Ecke Eichhornstraße und Potsdamer, am Wasser des „urbanen Gewässers“ oder banal des Löschteichs), Bruno Bischofberger und Francesco Clemente schrieben an einem Buch über den jungen Künstler, der mit 27 Jahren starb (Amy Winehouse 1983-2011, Kurt Cobain 1967-1994 …). Die Hauptsprachen des Buches: englisch/ italienisch (abebooks). Es erschien 1999 im Chartaverlag Mailand und heißt:
„Jean-Michel Basquiat“.

Was es konkret bedeuten kann, Künstler in Berlin zu sein (und ggf. sein Atelier in Mitte/ Wedding verlassen zu müssen):

Kunst in den Keller? MoKuzuMimi-Vernissage mit Andrea Wallgren, Susanne Duppen … 22 Künstlern & Ricarda Baubkus mit Bach auf dem Cello

Auktionen mit Luft nach oben – wer zweigt eine Million ab für den guten Zweck?

Im Tiergarten, im Tiergarten ist Kunstauktion. Versteigerung zugunsten der Erdbebenopfer in Mexiko-Stadt mit Werken von Bianca Monroy, Vanessa Enriquez, Rosaana Velasco u. a.

Die USA bestehen nicht nur aus NY, sondern auch aus Chicago, Denver und Phoenix:

5 Chicagoer Künstler persönlich in Berlin. Bauhausarchiv eröffnete Ausstellung „New Bauhaus Chicago“




Die Ladengalerie "Mall of Berlin" in Berlin.

14. Gallery Weekend Berlin – Kunst- oder Ladengalerie, das ist hier die Frage

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Zum 14. Mal findet in Berlin das Gallery Weekend Berlin statt. Doch die Frage, die sich viele Berliner und solche, die es werden wollen, stellen, lautet: Kunst- oder Ladengalerie – wenn überhaupt.

A propos Wochenende. Die Zeit zwischen dem Ende einer Arbeitswoche und dem Beginn einer weiteren Arbeitswoche nennen Normalsterbliche in der Regel Wochenende. Bei immer mehr Lohnarbeitern liegt dieses Wochenende nicht an zwei vollen und lohnarbeitsfreien Tagen, sie kommen nur noch auf einen Tag, den Sonntag.

Die Besserverdienenden hingegen kommen auf ein Wochenende, das am Freitag nach eins beginnt, wenn jeder seins macht. Da bleibt immerhin der Samstag für den großen Einkauf in der Ladengalerie oder dem Discounter.

Die Reichen hingegen, von denen es auch in Berlin immer mehr gibt, haben mehr Tage Wochenende als Woche. Das wird wohl der Grund dafür sein, dass die „Gallery Weekend Berlin“ genannte Veranstaltung bereits am Donnerstag, den 26.4.2018, beginnt und am Sonntag, den 29.4.2018, endet.

Zudem brauchen die kleinen Könige der Kunst vier Tage, um wenigstens ein paar der 47 Galerien abzuklappern, denn das Klappern gehört zum Geschäft mit den Galerien wie die Geschäftemacher. Vier vollgestopfte Tage mit vollgestopften Galerien, die mehr oder weniger überlaufen werden. Das scheint so schweißtreibend wie ein Berlin-Marathon. Ähnlich stinken die Teilnehmer auf diesem Markt der Kunst, die auch ein Schaulaufen ist. Wer`s mag.

Die gute Nachricht für die Gelassenen: die meisten Ausstellungen sind auch noch im Mai zu sehen, wenn die Wichtigtuer weniger sowie Raum und Zeit mehr sind – als wenn die anderen in der Ladengalerie sind.




Nasca-Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn.

Nasca – Ausstellung in der Bundeskunsthalle über archäologische Entdeckungen auf den Hochebenen von Nasca und Palpa in Peru

Bonn, Deutschland (Kulturexpresso). Die Linien in der Wüste bei Nasca und Palpa in Peru sind als Nasca-Linien berühmt auf unserem Planeten. Als Urheber dieser weltberühmten Linien gelten die Paracas-Kultur und die Nasca-Kultur.

Dennoch gelten sie als eines der größten archäologischen Rätsel: Die riesigen Bodenzeichnungen warten auf ihre Entschlüsselung. Über die Geschichte der Kulturen, deren Bodenzeichnungen sowie deren Bedeutung wurde viel gesprochen und geschrieben.

Die Macher der Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn, die vom 10. Mai bis 16. September 2018 gezeigt wird, präsentieren neueste Fundstücke und aktuelle Erklärungen basierend auf Studien von Archäologen, welche behaupten, die Weltanschauung und Kultur der Nasca besser zu verstehen.

Zu bestaunen seien laut Veranstalter „reiche Beigaben aus riesigen Grabanlagen, bunte Keramikgefäße mit fliegenden Mensch-Tier-Mischwesen und Textilfunde, die zu den schönsten der Welt zählen“. Darauf, dass „viele dieser Exponate“ erstmals „außerhalb Perus gezeigt“ werden, ist man in Bonn besonders stolz. Von rund 200 Exponaten ist die Rede.

In der Ausstellung des Museo de Arte de Lima – MALI – und des Museums Rietberg Zürich in Kooperation mit der Bundeskunsthalle werden zudem die bis zu mehreren Kilometern großen Bodenzeichnungen der Hochebenen von Nasca und Palpa mit Multimedia-Installationen vorgestellt.

Nasca – im Zeichen der Götter. Archäologische Entdeckungen aus der Wüste Perus 10. Mai bis 16. September 2018




TRANSIT

Skulpturengruppe TRANSIT gucken während des Gallery Weekend Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Bald ist wieder Gallery Weekend Berlin. Dann (vom 27. bis 29. April 2018) wird täglich zwischen 15 und 18 Uhr die Skulpturengruppe TRANSIT von Stadtschloss-Bildhauer Georg Korner mit über 1.200 Entwurzelten, Rastlosen und Fliehenden gezeigt.

TRANSIT
Hartmut Dorgerloh (li.) besucht TRANSIT und Georg Korner. © 2016 Foto: Martin Peterdamm

Dazu notiert Marcus Johst (vgl. Pressemitteilung vom 16.4.2018): „Dicht an dicht, neben- und hintereinander, reiht sich in einer stufenartigen Anordnung im 45-Grad-Winkel ein bizarres Figurenprogramm: Würdenträger, Heilige, Märtyrer und Propheten jeglicher Religionen, Delinquenten der spanischen Inquisition, Stars, Idole und Ikonen der Pop- und Rockkultur, mythologische Figuren, Kämpfer und Soldaten mit Gasmasken, Comic-Helden wie Batman und Bart Simpson, Burka-Trägerinnen, Riten- und Kultfigurationen, Selbstmord-Attentäter mit Sprengstoffgürtel, Figuren aus der deutschen Geschichte wie der verwundete Stalingradkämpfer mit entblößtem Oberkörper und zerschossenem Gesicht – eine Parodie auf das Werk Arno Brekers – und Leni Riefenstahl mit Handkamera. Dazwischen immer wieder gewöhnliche Menschen. Sie alle befinden sich im Transit, im Übergang von der einen auf die andere Seite.“

Die Skulpturengruppe TRANSIT ist während des Gallery Weekend Berlin im Atelier Georg Korner, Uferstraße 8-11, 13357 Berlin, zu begutachten.




Frank Brabant.

Hommage an ein Sammlerleben – Die Sammlung Brabant im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden

Frankfurt, Wiesbaden, Deutschland (Kulturexpresso). Mit der Ausstellung „Von Beckmann bis Jawlensky“ präsentiert das Hessische Landesmuseum Wiesbaden nicht nur eine Auswahl hochrangiger Werke vom Expressionismus über die Neue Sachlichkeit bis zu einem Ausblick in die Nachkriegskunst, es dokumentiert vor allem auch die Leidenschaft und Leistung eines Sammlers – Frank Brabant – der im Laufe der letzten 50 Jahre eine Sammlung zusammengetragen hat, die viele Museen gerne ihr Eigen nennen würden.

Ein Glücksfall für Wiesbaden und Schwerin

Brabant, in Schwerin geboren und seit langem in Wiesbaden lebend, hat seine Sammlung in eine Stiftung eingebracht, die die Werke in Anteilen den Landesmuseen in Schwerin und Wiesbaden überlässt. Bereits 2010 wurde in Wiesbaden in einer kleinen Ausstellung eine Auswahl der Sammlung gezeigt, die ahnen ließ, welcher Schatz hier darauf wartete, für die Allgemeinheit gesichert zu werden. Es ist das Verdienst des damals frisch bestallten neuen Direktors Alexander Klar, der – im Gegensatz zu seinem an dieser Stelle sehr uninteressierten Vorgänger – den Kontakt zu Brabant suchte und vertiefen konnte. Dies führte u.a. dazu, dass Brabant schon 2014 dem Museum Jawlenskys Gemälde „Helene im spanischen Kostüm“ (das größte Format, das Jawlensky je malte) zur Komplettierung der museumseigenen Sammlung schenkte.

Kunst statt Auto

Der 1938 in Schwerin geborene Kunstsammler Frank Brabant machte Wiesbaden vor knapp 60 Jahren zu seiner Wahlheimat. Seine Sammlertätigkeit begann 1964 mit dem Kauf eines Holzschnitts von Max Pechstein im Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath – er findet sich auch in der Ausstellung. Der damalige Preis von 350 DM entsprach seinem Monatsgehalt, also musste er „abstottern“. Einmal auf dem Kunsttrip, ging es ständig so weiter. Das für einen VW-Käfer angesparte Geld verwandelte sich in ein Kirchner-Aquarell. Heute umfasst die Sammlung mehr als 600 Werke und repräsentiert einen Wert zwischen 20 und 40 Millionen. Möglich wurde dies auch dadurch, dass Brabant sich nicht auf die hochgehandelten Namen und Werke versteifte, sondern die eher missachteten aber qualitätsvollen Angebote erwarb. So besaß er schon lange Werke von Höch oder Jeanne Mammen oder Vertretern der Neuen Sachlichkeit, ehe diese kürzlich in großen Ausstellungen z.B. der Schirn oder der Berlinischen Galerie präsentiert wurden.

Wie lebt man mit so viel Kunst?

Ein Verdienst der Ausstellung ist es, dass nicht nur die Sammlung präsentiert wird, sondern auch die Persönlichkeit des Sammlers. Dies geschieht durch einen diskreten Einblick in die Wohnung Brabants. Zwei Räume sind fotografiert und raumhoch auf die Wände eines Ausstellungsraumes übertragen worden. Dazu läuft ein Film mit einem bei ihm zu Hause aufgenommenen Interview. Die vergleichsweise bescheidene Wohnung Brabants zeigt sich „tapeziert“ mit Meisterwerken, von einer Petersburger Hängung kann man schon nicht mehr reden. Kein Raum, bis zum Bad, bleibt verschont und auch an den Türen hängen Bilder. Und ständig kommen neue hinzu.

Die Stiftung soll Außenwirkung zeigen

Mit der Stiftung befriedigt Brabant keine persönliche Eitelkeit, auch wenn ihm dies gegönnt wäre. Er will Wirkung erzeugen. Ein Ergebnis wird eine künftig intensive Zusammenarbeit der Museen in Wiesbaden und Schwerin sein. Nicht nur, dass sich diese Häuser sehr einvernehmlich über die Aufteilung der Sammlung geeinigt haben, die Werke sollen auch für künftige Projekte als gemeinsamer Fundus dienen. Und auch die Vermittlung, vor allem an Kinder und Jugendliche, steht im Focus: Eine Bedingung des Stifters war, dass Schulklassen zu der Sonderausstellung freien Eintritt haben.

Die Ausstellung läuft vom 13. April bis 30. September.
Web: www.museum-wiesbaden.de/ausstellungen/beckmann-bis-jawlenski




In einer Straße in Berlin parken Autos nach Farben sortiert.

Autos sollen nach Farben sortiert werden. „Unser Dorf wird schöner“ in Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Farben sind etwas Feines. Farben sind schön, finden viele. Vielleicht nicht die Goths. Denn Schwarz ist keine Farbe, ich weiß. Jetzt will die Stadt Berlin Ordnung in die Farben bringen. Die meiste Farbe in die Straßen bringen die Autos und Lkw. Während die Laster meist mit Werbung beschriftet sind, sind deutsche Autos bunt und uni. Langweilig, gemessen an den philippinischen Jeepneys, die meist wirklich bunt sind. Bunt ist ein Straßenzug nur durch viele verschiedene Autos. Aber nicht unbedingt hübsch. Da geht noch was, befanden bezirkliche Planer. Da die deutsche Hauptstadt inzwischen auch als Hauptstadt der Kunst gilt und staatliche Institutionen wie die KBB verschiedenste Projekte fördern, darunter das Haus der Kulturen der Welt und die Berlinale, könnte man hier weiter punkten, muss man sich gedacht haben. Und mit einem Pfund wuchern, dass es gratis gibt: Autos. Sie müssen bloß nach Farben sortiert werden.

Einfache Ideen: Christo und Jeanne-Claude

Einfache Ideen sind manchmal sehr erfolgreich, man denke nur an Christo und Jeanne-Claude. Alles mögliche wird verpackt: Weihnachtsgeschenke, Ostergeschenke, Geburtstagsgeschenke – warum nicht Häuser verpacken?

Die Realisierung war vielleicht gigantisch und erforderte neben einem großen finanziellen Aufwand auch die Zustimmung und Zusammenarbeit verschiedenster gesellschaftlicher Gruppen – doch letztlich war die Idee ganz einfach: Wir verpacken das, was noch nicht verpackt wurde.

Und gleich wurden die beiden, der Bulgare aus Gabrowo und die Frau aus Casablanca, nicht nur zu Künstlern. Sie wurden Verpackungskünstler genannt.

Erfinde eine neue Kunst und du kannst ganz oben mitmischen.

Die Verhüllung des Reichtagsgebäudes 1995: Ein perfektes Beispiel für die gelungene Verbindung oder Umhüllung öffentlicher Institutionen durch Kunst.

Nach Farben sortiert wie Suhrkamp-Taschenbücher

Wer einmal eine gut sortierte Buchhandlung wie Hugendubel in der Wilmersdorfer Straße, Lünebuch am Lüneburger Markt oder Kindlers Buchhandlung in der Mosbacher Hauptstraße besucht hat, wird leicht einsehen, dass es durchaus Sinn haben kann, Bücher nach Farben zu sortieren.

Die Suche nach Schönheit hört auf der Straße nicht auf. Ästhetik hat viele Gesichter.

Es kann auch schöne Farbeffekte geben, wenn viele bunte Bücher sinnvoll nebeneinander stehen, unterschiedlich dick wie die Linien eines Holzstichs.

Manchmal spielen mehrbändige Nachschlagewerke in Taschenbuchform damit, dass sich die Gestaltung der Rücken über das Gesamtwerk erstreckt. Damit kann auch das Zurückstellen eines benutzten Bandes in das Regal vereinfacht werden.

Das ganze ist eben mehr als seine Teile, ob nun beim Buch, beim Menschen oder beim Automobil.

Farbenreine Sortierung von parkenden Autos

Die Idee ist ja nicht schlecht, bestimmte Farben an bestimmten Stellen eines Straßenzuges zu konzentrieren. Eine solche absichtliche Installation ist wohl weltweit einmalig. Berlin wäre zumindest zeitlich mal wieder ganz vorn. Wie beim Fernsehen. Eine Pionierstadt, Avantgarde. Doch welche Farben in welchen Straßen? Passend zur jeweiligen Hauswand?

Und was ist mit der Praktikabilität?

Die Bezirksämter und auch die entsprechende Schnittstelle im Berliner Senat haben sich bisher nicht zu der Frage geäußert, wie lange so verfahren werden soll, wie lange das Projekt insgesamt dauert.

Vielleicht ist ja auch eine Sensibilisierung der Bevölkerung angedacht, ihre Wagen jeweils nur neben einem in der gleichen (oder zumindest ähnlichen) Farbe abzustellen. Das könnte dann einen dauerhafteren Effekt haben.

Umweltschützer werden zudem darauf hinweisen, dass der Parksuchverkehr anschwillen wird, wenn erst nach bereits geparkten Wagen in einer ähnlichen Farbe gesucht werden muss. Höherer Benzinverbrauch und Kohlendioxidausstoß werden bestimmt nicht gut ankommen, bei aller Liebe zur Kunst.

Andererseits ist es umweltfreundlich, dass die Farbe nicht neu produziert werden muss und auch keine Lösungsmittel ausgasen, da die Lackierung bereits erfolgt ist.

Interessant wird, die eigenen Reflexe und die anderer zu beobachten: Die Bibel sagt schon „… und führe mich nicht in Versuchung“. Was ist aber, wenn jemand nicht an einer farbunreinen Parklücke vorbeiführe?

Abschleppen erlaubt, wenn nicht nach Farben sortiert geparkt wurde?

Abzuwarten bleibt, inwiefern das Ordnungsamt auch in diesem Fall für Ordnung sorgen soll und ob Abschleppungen im Einzelfall erlaubt sein werden, wenn zum Beispiel ein schwarzer Geländewagen zwischen 10 „richtig“ geparkten Silberboliden steht.

Strafzettel zu vergeben wegen „Falschparkens“ könnte unter Umständen als angemessen betrachtet werden, immerhin geht es um das große Ganze, um die Stadt. Ihre Anziehungskraft als Touristenattraktion, einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde und vieles mehr.

Einen Querschläger zu verwarnen, der einfach nicht mitmachen will, halte ich für moralisch durchaus vertretbar. Es kann ja bei kleinen Beträgen bleiben. Schließlich kostet bei den Politessen ein Parkverstoß im absoluten Halteverbot oder auf einem Behindertenparkplatz um die 25- 35 Euro, dahingegen ein abgelaufener Parkschein nur zwischen 5 und 15 Euro. Obendrein kommt das Geld immer dem Bezirk zugute. Als Lokalpatriot zum Beispiel in Steglitz-Zehlendorf kann man, statt umständlich ein Spendenkonto zu suchen zum Beispiel für Baumpflanzungen, durchaus auch ab und zu keinen Parkschein ziehen.

Ungeklärt ist bisher auch, ob Farbenblindheit einen Rabatt beim Knöllchen erwirken kann. Immerhin sind die meisten Autofahrer nach wie vor Männer. Gerade bei ihnen ist die Rot-Grün-Blindheit weit verbreitet.

Genau deswegen sind ja auch die farbigen Lichtzeichen an signalgebenden, verkehrsregelnden Anlagen – Ampeln – senkrecht angeordnet worden. Am Potsdamer Platz in Tiergarten kann man noch eine alte Ampel bestaunen, deren rote, gelbe und grüne Lichter waagerecht nebeneinander angeordnet waren.

Jetzt, wo man weiß: „Wenn das obere Licht brennt, habe ich sofort anzuhalten“, gibt es weniger Unfälle als vorher.

Es erscheint sinnvoll, Personen mit Führerschein und Rot-Grün-Sehschwäche im Regelfall von Ahndungen wegen Verstößen gegen die Farbparkregel – „hast du einen Nachbarn, richte dich nach ihm“ – auszunehmen.

Auch Bohnen, Beeren und PVC werden nach Farben sortiert

Fortschrittliche Sortiermaschinen können nicht nur Bohnen und Beeren, Reis und Kaffee optisch unterscheiden – schwarz ist eine Warnfarbe der Natur, Verdorbenes kann so aussortiert werden – sondern sogar Kunststoffe wie Polyvinylchlorid (PVC). Maschinenbauer vermelden zum Beispiel: „Durch die erreichten Reinheiten und die hochkonzentrierten Auslesefraktionen kann sich ein Farbsortierer schnell amortisieren.“

Warum sollte sich das Farbsortieren im Straßenland nicht auch schnell auszahlen? Wie oft schauen die Touristen auf das Brandenburger Tor? In Zukunft könnten auch unbekannte Straßenzüge entdeckt werden, sich die Besucherströme besser verteilen und die Läden in den Kiezen neu belebt werden.

Fazit: Die parkenden Autos – ein notwendiges Übel – nach Farben sortiert – genial.

Jetzt bei den bevorstehenden Dieselfahrverboten werden manche Wagen sowieso länger am Straßenrand stehen. Da lohnt es sich, einen besseren Platz zu suchen; warum keinen farblich passenden?

Wir sind gespannt, wann sich das und in welchen Straßen durchgesetzt haben wird. Ein leichtes dürfte es sein, das in der Moabiter Thusneldaallee zu realisieren. Die Allee vor dem höchsten Kirchturm Berlins ist die kürzeste Straße der Stadt.

Das Bild zum Beitrag über die Ausstellung von Rosaana Velasco und anderen in der Weddinger Neuen Hochstraße 8 zeigt ein Photo der Rauminstallation „ORDNUNG DER FARBE“:

Tapir entlaufen. Rosaana Velasco stellt in Mitte aus, Fernando Soto musiziert dazu: „The Belly of the Whale“

Noch ein Artikel zu Farben:

Angebote. Natascha Engst-Wrede und Jürgen Eimecke bieten mit ihren farbenfrohen Bildern eine neue Sicht auf die Gebote an




Ausstellung Irving Penn Centennial Der Jahrhundertfotograf 24.03.-01.07.2018 im Amerika-Haus Berlin-Charlottenburg

„Irving Penn Centennial — Der Jahrhundertphotograph“ weltweit nur an 4 Orten: Bis Juli im Amerikahaus in Berlin-Charlottenburg

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). C/O Berlin präsentiert vom Samstag, den 24. März bis zum 1. Juli 2018 die Ausstellung „Irving Penn Centennial — Der Jahrhundertphotograph“. Die Vernissage fand am Freitag, den 23. abends um 19 Uhr statt. Da wir zur Eröffnung keine Zeit hatten, müssen wir uns größtenteils auf die Pressemitteilung vom 16. Januar verlassen. Allerdings können wir bezeugen, dass die Photoausstellung am Eröffnungstag im Amerikahaus aufgebaut worden war.

„Pablo Picasso, Marlene Dietrich und Alfred Hitchcock, abstrakte weibliche Akte, exquisite Stillleben, anmutige Studien von Blumen …, Kinder in peruanischer Tracht, Porträts von Ureinwohnern Neuguineas, französische Pâtissiers, glamouröse Modeaufnahmen für die Vogue – Irving Penn (1917–2009) gilt als der einflussreichste Fotograf des 20. Jahrhunderts.“

„In seiner Schaffenszeit von rund 70 Jahren hat er einen höchst vielseitigen und unverwechselbaren Bildkosmos geschaffen. Er beherrschte die Gattungen wie Akt-, Mode-, Stillleben-, Porträtfotografie wie kaum ein anderer und dominierte“ mehr als sechs Jahrzehnte nicht nur die zeitgenössische Photographie „und Kunst, sondern ist durch seine einmalige Handschrift sowie streng reduzierte Ästhetik bis heute stilprägend und beeinflusste unzählige Nachfolger.“

Biographie von Irving Penn

„Mit nur 17 Jahren beginnt Irving Penn ein Studium der Gestaltung in Philadelphia und arbeitet ab 1943 unter Alexander Libermann, Art Director der „Vogue“, als Gestalter für das renommierte Modeheft.“ Noch im selben Jahr darf Irving Penn bereits sein erstes Motiv für eine Titelseite, sein erstes „Cover“, photographieren. „Es folgen mehr als 160 Titelbilder und unzählige Modeaufnahmen für die Vogue. Penns Modefotografien machen ihn international bekannt.“

Irving Penn als Reisender in Südamerika, im Maghreb und auf der australasiatischen Inselbrücke

„Sein Interesse am Menschenbild führt ihn jedoch weit über die klassischen Typologien hinaus und lässt ihn in ferne Länder reisen, wie 1948 nach Peru sowie in den Jahren zwischen 1967 und 1971 nach Neuguinea und Marokko.

Neben seinen ethnographischen Studien hat Penn eine Serie weltbekannter Persönlichkeiten aus Kunst, Film, Literatur und Musik fotografiert.“

Salvador Dalí, Audrey Hepburn und die Handwerker

Ob Salvador Dalí, Audrey Hepburn oder Saul Steinberg – er photographiert sie stets vor einem neutralen Hintergrund.

„Für seine erste Porträtreihe positioniert er seine weltbekannten Modelle in eine Ecke mit spitzwinkeligen Stellwänden. Durch die räumliche Begrenzung schafft Irving Penn Nähe und Intimität zu den Personen vor seiner Kamera. Er verleitet sie zu ungewöhnlichen Posen und fordert sie heraus.

Mit einer analogen Rolleiflex-Kamera ausgestattet, macht er in demselben abstrakten Raum und mit derselben Aufmerksamkeit seine Serie ‚The Small Trades‘, in der er Arbeiter, Handwerker und Kleingewerbetreibende in Arbeitskleidung darstellt, sowie eine Reihe an Porträts von Personen indigener Völker.

Sein Feinsinn für die Bedeutsamkeit des Alltäglichen, für die Schönheit des ‚Hässlichen‘ und das Einfache lassen immer wieder einzigartige Stillleben und grafische Arrangements entstehen.“ Gerade in seinen Stillleben aus den 90er- und 2000er-Jahren „spiegelt sich seine große Faszination für die Fotografie, die Liebe zum Detail, das meisterliche Spiel mit dem Licht und den Objekten vor seiner Kamera. Obgleich Mensch, Natur oder unbelebte Dinge – Irving Penn wusste sie alle mit seinem fotografischen Blick zu veredeln und zu etwas Besonderem zu machen. Seine Fotografien leben von Klarheit, Eleganz, Perfektion und makelloser Schönheit.“

C/O Berlin „feiert den Ausnahmefotografen Irving Penn“ anlässlich seines 100. Geburtstages und nach 20 Jahren erstmalig wieder in Berlin mit einer großen Retrospektive.

„Die Ausstellung mit rund 240 Exponaten“ (davon über 220 Bilder) wurde vom Metropolitan Museum of Art „in Zusammenarbeit mit der Irving Penn Foundation kuratiert. Die Schenkung von rund 180 Arbeiten der Irving Penn Foundation an das Metropolitan Museum of Art bildet den Kern der Ausstellung, darunter auch die mittlerweile weltbekannten Studien von Lisa Fonssagrives-Penn, das damals gefragteste Fotomodell der Zeit und die Ehefrau sowie Muse“ Irving Penns. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die „Terra Foundation for American Art“ und die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Betriebe und Energie.

Ausstellung „Irving Penn Centennial — Der Jahrhundertphotograph“ zum 100. nur in New York, Sao Paolo, Paris und … Berlin

Diese Ausstellung wird weltweit ausschließlich in New York, Paris, São Paulo – und „exklusiv bei C/O Berlin“ gezeigt!
Sie wird von einer umfassenden Monographie begleitet, erschienen im Schirmer-Mosel-Verlag in München. Maria Morris Hambourg und Jeff L. Rosenheim gaben das Buch heraus. Es enthält Beiträge dieser beiden Herausgeber, von Alexandra Dennett, Philippe Garner, Adam Kirsch, Harald E.L. Prins und Vasilios Zatse. Bildseitig gibt es mehr als 365 Abbildungen der wichtigsten Werkphasen und Arbeiten von Irving Penn. Das ist für jeden Tag des Jahres eines. Im März 2019 können Sie mit der Betrachtung von vorn anfangen …

Irving Penns Berufsleben

„Irving Penn (1917–2009) absolvierte ein Studium der Gestaltung an der Philadelphia Museum School of Industrial Art, wo Alexei Brodovitch“ (1898-1971), „Art Director von ‚Harper’s Bazaar‘, bis 1934 lehrte.“
1943 machte er sein erstes Photo, was auf die Titelseite kam, und „später viele weitere Titelbilder für Vogue. 1953 gründete er sein eigenes Fotostudio in New York. Penn porträtierte zahlreiche berühmte Persönlichkeiten aus Film, Musik und Kunst und fotografierte eine Vielzahl an bekannten Modeaufnahmen und Stillleben.“ 2009 verstarb der Photograph in New York. Am 7. Oktober. (Am selben Tag verstarb sein Landsmann Shelby Singleton, ein Musikproduzent. An diesem Datum starben auch die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Anna Politkowskaja (2006, ermordet) und 2014 der Schriftsteller Siegfried Lenz.)

Irving Penn: Werkverbleib in Museen

„Seine Werke wurden mit zahlreichen internationalen Ausstellungen geehrt und befinden sich in renommierten Museen und Sammlungen, darunter das ‚Metropolitan Museum of Art‘ und das ‚Museum of Modern Art‘ (MoMA) in New York, das Art Institute Chicago sowie die „National Gallery of Art“ in Washington D.C.“

„Irving Penn Centennial — Der Jahrhundertphotograph“
Dauer der Photo-Ausstellung: 24. März 2018 – 1. Juli 2018
(Vernissage/ Eröffnung war am 23. März 2018)

Öffnungszeiten: Täglich von 11-20 Uhr.
Eintritt 10 Euro ( ermäßigt 6 Euro)
Wo? Veranstaltungsort: „C/O Berlin“. Amerikahaus
Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin
(Berlin-Charlottenburg)

Veranstalter: C/O Berlin Foundation
Amerikahaus (halbenglische Falschschreibung: Amerika Haus)
Hardenbergstraße 22–24
10623 Berlin
Telefon: (030) 284 44 16-0 (Fax +49.30.284 44 16-19)
www.co-berlin.org
www.facebook.com/coberlinphoto

Kieke mal Kike Arnal! Die unglaublichen „Voladores“-Flieger aus Mexiko in einer Fotoschau von Ximena de la Macorra oder: Wie Tugend und Kultur Frieden erhalten