Ruhm, nicht Rum – „Santo Domingo“ von Stefan Risthaus

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Santo Domingo
"Santo Domingo" von Stefan Risthaus. © 2017, Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ein Spiel von Stefan Risthaus trägt den Titel „Santo Domingo“ und erinnert an die gleichnamige Stadt Santo Domingo. Eigentlich heißt die älteste von Europäern errichtete Stadt in der Neuen Welt Santo Domingo de Guzmán. Die 1496 vom Kolumbus-Bruder Bartolomeo gegründete Stadt ist die Haupt-, Hafen- und Handelsstadt der República Dominicana (deutsch: Dominikanische Republik) und berühmt für ihre Altstadt, in der eine Weltkulturerbe-Attraktion die andere ablöst. Bestaunen und beschreiten möchte man den Botanischen Garten von Santo Domingo mehr als den Palast Alcázar de Colón und die Calle las Damas, doch zu den Sehenswürdigkeiten zählen sie alle, wie auch der Faro a Colón (der Leuchtturm des Kolumbus) und das Kolumbus-Denkmal vor der Kathedrale.

Die 1540 eingeweihte Kathedrale ragt nicht aus dem Santo Domingos Zona Colonial am westlichen Ufer des Río Ozama heraus: sie blieb unvollendet und steht ohne Türme da.

Das Familien- und Kartenspiel von Stefan Risthaus für zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren dagegen ist fertig. Dabei kommt es darauf an, Vorausschau zu halten und um die Vorherrschaft in Santo Domingo und der barbarischen Kolonialisierung der Karibik zu kämpfen, wo das Spiel spielt. Im 16. Jahrhundert war Santo Domingo die wichtigste Handels- und Hafenstadt für die Ausplünderung Amerikas. Schiffe wurden ent- und beladen, Waren wurden umgeschlagen.

Zu den 60 Spielkarten im handlichen Format zählen acht durchnummerierte Aktionskarten (Kapitän, Admiral, Gouverneur, Fregatte, Galeone, Zöllner, Kaufmann und Bettler). Zudem erhält jeder Spieler eine Siegel- und eine Warenkarte.

In jeder Runde ohne Rum suchen sich die Spieler eine oder zwei, was von der Anzahl der Spieler abhängt, aus und decken sie auf. Anschließend werden laut Plan und Pegasus Spiele „Aktionen in einer festgelegten Reihenfolge ausgeführt. So können die Spieler Waren sammeln, sie gegen Siegpunkte eintauschen oder sogar auf direktem Weg Siegpunkte erhalten. Durch einen begrenzten Vorrat an Waren und Punkten in jeder Runde hängt die Stärke einer Karte jedoch davon ab, welche Karten die anderen gespielt haben.“ Mehr erklärt die vier A4-Seiten umfassende Spielanleitung.

Wer sich auf Fässer voll Rum freut, der wird enttäuscht. Es geht um Ruhm in Santo Domingo.

Santo Domingo

Autor: Stefan Risthaus, Illustrationen: Klemens Franz, Spieler: 2 bis 6, Alter: ab 8 Jahre, Spieldauer: 20 bis 30 Minuten, Format: 17.7 cm × 12.7 cm × 3.7 cm, Gewicht: 0.28 kg, Verlag: Pegasus-Spiele, Friedberg 2017, EAN: 4250231711190

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