Adam Linder mit “Full Service” im Mudam in Luxemburg

Luxemburg (Kulturexpresso). Das Mudam, die Abkürzung steht für das
Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean in Luxenburg, präsentiert vom 6. Februar bis zum 3. März 2019 Adam Linder mit “Full Service”.

Die Ausstellung der fünf „Choreographic Services“ des Tänzers und Choreografen Adam Linder zeige laut Mudam-Direktorin Suzanne Cotter den Ehrgeiz des Museums nach Öffnung durch die Multidisziplinarität seiner künstlerischen Entscheidungen.

Adam Linder „Full Service“. © Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, Foto: Allie Foraker

Neben seinen Bühnenwerken widmet Adam Linder sich einer Praxis, die er als „Choreographic Services“bezeichnet. Diese Services sind für die choreographische Arbeit jenseits des Theaterkontextes entstanden. Linders Ausgangsmaterial für diese fünf Services ist der Körper oder vielmehr die Arbeit des Körpers. Es handelt sich um eine Reflexion zur Bedeutung der Performance in dienstleistungsorientierten Ökonomien. Alle fünf Arbeiten umfassen eine Transaktion: Jede Institution, die einen der Services zur Aufführung bringt, muss einen Vertrag unterzeichnen, in dem das Verhältnis zwischen der Performance (der Tänzer), der Dienstleistung, die sie erbringen (Tanz) und den Kosten ihrer Arbeit (Tanzen) fest umrissen wird. Die Institution “kauft die Leistung ein” und zahlt für den vereinbarten Stundenlohn.

Es
geht hierbei um die Aufwertung von „Performances“ und
Gleichstellung von Werken wie Gemälden und Skulpturen, so Linder.

Mit
der Buchung aller fünf Services
bietet
das Mudam einen Überblick über Adam Linders einzigartigen Tanz- und
Performanceansatz.

Jede „Dienstleistung“ wird in einem Zeitraum von vier Wochen in einer Galerie gezeigt. Die Services werden nacheinander ausgeführt, überschneiden sich aber auch in verschiedenen Kombinationen und lassen so neue Hybride und Gegenüberstellungen von Körpern und Bewegungen entstehen.

Adam Linder „Full Service“. © Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, Foto: Allie Foraker

Adam
Linder: Full Service
wird
präsentiert in Zusammenarbeit mit dem CCA Wattis Institute for
Contemporary Arts, San Francisco.

Adam
Linder (*1983, Sydney, Australien) lebt und arbeitet in Los Angeles.
Zu seinen Arbeiten gehören diverse Bühnenstücke, darunter Kein
Paradiso
,
das 2016 auf der Biennale Made in L.A. mit dem renommierten Mohn
Award des Hammer Museums ausgezeichnet wurde. Seine Choreographic
Services
waren
zuletzt in der Serralves Foundation, Porto (2018), in der South
London Gallery, London (2018), in der Kunsthalle Basel (2017), im
Schinkel Pavillon, Berlin (2016) und am Institute of Contemporary Art
in London (2015) zu sehen.

Es gibt ein Spezialticket für 15 Eure, das den Besuchern erlaubt, mehrfach wiederzukommen, um die jeweiligen, zeitlich versetzten Aufführungen ansehen zu können.

Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean

Web: www.mudam.lu/de/home/