ENJOY EUROPEAN QUALITY Food! Italien zeigt Leckerstes, erklärt Siegel

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). ENJOY EUROPEAN QUALITY FOOD, genieße europäische Qualitätslebensmittel, ist eine auf drei Jahre angelegte, von der EU mitfinanzierte „Kampagne“, um alkoholische Getränke sowie Käse und Olivenöl höchster Güte vorzustellen.

Das Öl aus Italien ist äußerst gesund, Mozzarella und Provolone gehören zu den Gaumenfreuden, die man sich nahezu täglich wünscht. Was auch der Fachmann mit dem bloßen Auge nicht unterscheiden kann, offenbaren die Gütesiegel. Hohe Standards sichern schon über 50 Jahre die Unterschiede, die man in der Regel auch schmecken kann. In ein bestimmtes Produkt einfacher Qualität werden zum Beispiel 80 Arbeitsstunden gesteckt, das Spitzenprodukt herzustellen, dauert 150 Stunden Facharbeit.

Die gute Nachricht bei der Aktion ist unter anderem, dass der Brexit noch nicht erfolgt ist – und wenn doch, Italien sich trotzdem drei Jahre lang im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland präsentieren wird. London gehört wie Madrid, Warschau und Berlin zu den vier Auslandsstationen der Schwerpunktkampagne. Das fünfte Land ist Italien selbst, in dem die heimischen Spitzenlebensmittel vorgestellt werden. Paris steht nicht auf dem Programm; Berlin kann sich also schon etwas darauf einbilden, dabei zu sein. Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht nur bevölkerungsreich, sondern auch ein Hauptabnehmer von Lebensmitteln aus Italien.

Der Absatz italienischer Nahrungsmittel bei uns ist in vielen Sparten hoch. Nehmen wir mal den Wein. In jedem europäischen Land wird hauptsächlich Wein aus dem Inland getrunken, das ist überall so. Aber welche Weine stehen dann an zweiter Stelle?

In Deutschland stehen nach den deutschen Weinen die italienischen an erster Stelle!

Weitere Einzelheiten stehen in der Mitteilung vom 28. November 2019, die unten folgt. Darunter die Erklärung und Aufklärung aller wichtigen Gütesiegel, die wir auf den Olivenölflaschen etc. finden. –

Europäische Initiative für italienischen Genuss in höchster Güteklasse: „ENJOY EUROPEAN QUALITY Food“

Brot, Käse, Mozzarella und Wasser – was braucht man mehr? © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Die Qualitätsoffensive “Enjoy European Quality Food” (EEQF) startete [soeben]. Italienische Käse, Weine und Olivenöl mit EU-Gütesiegeln stehen in Deutschland drei Jahre lang im Fokus.

Kaum eine Küche ist in Deutschland beliebter als die italienische. So gut wie in Italien schmeckt sie allerdings nur, wenn auch erstklassige Produkte in den Topf und auf den Tisch kommen. Aber wie erkennen deutsche Verbraucher die kontrollierte Qualität eines italienischen Produktes? Eine optimale Orientierung bieten etwa die EU-Gütesiegel, die dank strenger Vorgaben und Kontrollen eine hohe und europaweit vergleichbare Qualität garantieren.

Um diese Siegel bekannter zu machen, ist die drei Jahre laufende und von der Europäischen Union kofinanzierte Qualitätskampagne Enjoy European Quality Food (EEQF) nach Italien, Spanien und England nun auch in Deutschland gestartet. Sie soll dafür sorgen, dass Etiketten bewusster gelesen werden und eine Kaufentscheidung nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach der zertifizierten Qualität eines Lebensmittels getroffen wird. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen die typisch italienischen Erzeugnisse Provolone Valpadana DOP und Mozzarella STG (Käse), Olio Extravergine d’Oliva Toscano IGP (Olivenöl) sowie Moscato d’Asti DOCG, Vino Nobile Montepulciano DOCG und Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG (Wein bzw. Schaumwein).

Was bedeuten die Abkürzungen hinter den italienischen Lebensmitteln eigentlich? DOP, IGP & STG

So sieht das DOP-Siegel aus. Die Abkürzung steht für „Denominazione d’Origine Protetta“. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Für Verbraucher lohnt es sich, die Abkürzungen hinter italienischen Lebensmitteln wie diesen genauer in Augenschein zu nehmen. Sie garantieren die EU-zertifizierte Qualität der Produkte durch geschützte Herkunfts- und Traditionsbezeichnungen.

Ihre deutschen Pendants sind die „g.U. – geschützte Ursprungsbezeichnung“ (DOP – Denominazione d‘Origine Protetta),

„g.g.A. – geschützte geographische Angabe“ (IGP Indicazione Geografica Protetta) und

g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität“ (STG Specialità Tradizionale Garantita).

Das Wissen um die Qualität von Lebensmitteln und Weinen sei in Deutschland hoch, so Libero Giovanni Stradiotti vom Consorzio Tutela Provolone Valpadana DOP: „Wir wollen das Bewusstsein der Verbraucher für die Qualität dieser hochwertigen und regionalen Produkte weiter steigern. Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit, Lebensmittelsicherheit und die Erlebbarkeit von Produkten mit allen Sinnen spielen ebenfalls eine große Rolle. Sichern wir die Qualität unserer Produkte, werden wir uns auch auf preisbewussten Märkten durchsetzen. Schließlich überzeugt Qualität im Geschmack.“ Parallel zu Deutschland startete die EEQF-Kampagne in Italien, Spanien, Großbritannien und Polen.

ENJOY EUROPEAN QUALITY Food – Ein eigens kreiertes 6-Gang-Menü zum Auftakt

Die mit den Gütesiegeln ausgezeichneten Käse, Weine, Olivenöl und Schaumweine sollen durch die EEQF-Qualitätsoffensive in Deutschland bekannter gemacht werden. Zum Auftakt der von sechs italienischen Schutzkonsortien für Lebensmittel und Weine initiierten Kampagne in Berlin kreierte das Restaurant „Alma Mia“ eigens sechs italienische Gerichte.

Kein Fisch und schon gar kein Delphin: Ein Provolone Valpadana g.U. mit Kartoffeln und Kürbiscreme.

Ein Provolone Valpadana g.U. verwandelte sich mit Kartoffeln und Kürbiscreme zu einem schmackhaften Törtchen. Ein Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG brachte Finesse an ein Risotto mit Austern.

Ein Gang des Auftaktmenüs zu EEQF 2019-2021
Italienische Ravioli in Spitzenqualität. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Mit Mozzarella g.t.S. gefüllte Ravioli begleiteten einen Spinatauflauf mit Sardellen-Knoblauchcreme. Ein von Hand geschnittenes Rindstatar wurde mit Olio Extravergine d’Oliva Toscano g.g.A. verfeinert. Der Vino Nobile di Montepulciano DOCG durfte zeigen, dass er sich bestens zum Schmoren eines Wildschweingulaschs eignet. Ein Asti Moscato DOCG hatte zum Dessert seinen großen Auftritt in einer Zabaione. Die Abkürzung „DOCG” (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) steht bei den Weinen für die höchste Qualitätsstufe.

Italien ist auf diesem Gebiet europaweit Spitze! 299 ausgezeichnete Lebensmittel

Italienischer Spitzenmozzarella. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Die Italiener setzen seit den 1960er Jahren auf strenge staatliche Kontrollen, welche die Qualität ihrer Produkte sichern. Sie sind mit ihren EU-zertifizierten Lebensmitteln und Weinen seit der Einführung der Gütezeichen europaweit Spitze: 299 italienische Lebensmittel insgesamt sind mit einem der drei Siegel ausgezeichnet, darunter 167 in der höchsten Kategorie g.U., 130 mit g.g.A. und 2 mit g.t.S. Zum Vergleich: Deutschland folgt – nach Spanien mit 197 Produkten – mit nur 91 geschützten Produkten auf Platz 3. Hierzulande sind 12 Lebensmittel mit g.U. zertifiziert, 79 mit g.g.A. und keines mit g.t.S.. Bei den Weinen liegt Italien mit 526 geschützten Weinen vorn.

Das gelöste Rätsel DOCG und DOC: Weine nicht, wenn Du es nicht weißt:

In Italien bezeichnen die mit den Siegeln DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita oder auf Deutsch: Kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung) und DOC (Denominazione di Origine Controllata oder auf Deutsch: Kontrollierte Ursprungsbezeichnung) ausgezeichneten Weine die beiden höchsten Qualitätsstufen. (Quelle: Stiftung Qualivita, https://www.qualivita.it/)

Aller guten Dinge sind drei – und eine runde Sache

Provolone Valpadana DOP (Abkürzung wird im Text erläutert). © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen, sich die Abkürzungen zu merken oder an den drei verschiedenfarbigen runden Gütezeichen, die auf den Verpackungen aufgedruckt sind, zu orientieren. Das g.U.-Siegel ist gelb-rot und zeigt ein symbolisches Feld in der Mitte. Produkte mit dieser „Geschützten Ursprungsbezeichnung“ müssen in einem bestimmten Gebiet nach festgelegten Kriterien erzeugt, verarbeitet und hergestellt worden sein. Der gesamte Produktionsprozess muss dort stattfinden. Das g.g.A.-Siegel in Blau-Gelb und mit Feld-Symbol im Zentrum steht für die „Geschützte geographische Angabe“. Es legt fest, dass mindestens eine wesentliche Stufe der Produktion im geografischen Gebiet erfolgen muss. Das ebenfalls blau-gelbe, im Zentrum aber nur mit gelbem Sternenkranz versehene g.t.S.-Siegel für „Garantiert traditionelle Spezialität“ bezieht sich im Gegensatz zu den geographischen Herkunftssiegeln g.U. und g.g.A. auf traditionelle Zusammensetzung und Herstellungsverfahren. Der Produktionsort und die Herkunft der Rohmaterialien müssen lediglich innerhalb der EU-Grenzen liegen.

Mehr Informationen (Englisch/Italienisch): https://www.eeqf.eu/

EEQF = Enjoy European Quality Food

EEQF-Produkte, EEQF bedeutet ENJOY EUROPEAN QUALITY FOOD.. copyright Selina Schrader.

„Enjoy European Quality Food“ (EEQF) ist eine drei Jahre laufende und von der Europäischen Union kofinanzierte Kampagne, die das Bewusstsein von Verbrauchern für zertifizierte italienische Qualitätsprodukte schärfen will. Im Fokus stehen Weine, Olivenöl und Käse, die mit den europäischen Gütesiegeln g.U. wie „Geschützte Ursprungsbezeichnung“ (DOP Denominazione di Origine Protetta), g.g.A. „Geschützte geographische Angabe“ (IGP Indicazione Geografica Protetta) und g.t.S. „Garantiert traditionelle Spezialität“ (STG Specialità Tradizionale Garantita) ausgezeichnet sind.

Sechs Schutzkonsortien, die EU-zertifizierte Lebensmittel herstellen und vertreiben, beteiligen sich daran: Consorzio Tutela Provolone Valpadana (Provolone-Käse), Consorzio per la Tutela Dell’Asti DOCG (Wein), Consorzio di Tutela Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG (Schaumwein), Consorzio Vino Nobile Montepulciano DOCG (Wein), APOT Associazione Produttori Olivicoli Toscani (Olivenöl) und Latteria Soligo STG (Mozzarella). Auftakt war im Oktober 2019 in Mailand. Außer in Deutschland und Italien beginnt die „Enjoy European Quality Food“-Kampagne parallel in Großbritannien, Spanien und Polen.

Italienische Spezilitäten gibt es nicht erst seit gestern in Berlin.

https://kulturexpresso.de/endspurt-der-italienischen-72-stunden-7-von-52-berliner-orten-fuer-authentisches-essen-ein-sonntagsausflug/




Kurfürstendamm Ecke Uhlandstraße Südwestecke Berlin-Charlottenburg

Ausstellung über die älteste noch aktive Filmproduktionsfirma der Welt

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Ausstellung über die älteste noch aktive Filmproduktionsfirma der Welt, die französische Gaumont, findet in den Ausstellungsräumen des Maison de France am Charlottenburger Kurfürstendamm statt. Während der französischen Filmwoche und danach. Es mag ältere Firmen geben, gegeben haben, aber die gibt es nicht mehr. Gaumont macht immer noch Filme – und ist nicht aus Hollywood. Oder aus Kalifornien.

Sondern aus dem Land zwischen Ärmelkanal und Mittelmeer, zwischen Golf von Biskaya und Rhein. Ein Grund mehr, auf Europa stolz zu sein. Nicht nur Größe und Millionen zählen, auch Konstanz und Beständigkeit. Wie in Frankreich.

Die französische Filmwoche wurde am 27. November 2019 feierlich im Kino International der Yorck-Gruppe eröffnet. Mit dem Film „Les Miserables“ von Ladj Ly, der Frankreich auch im Rennen um den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ vertreten soll. Die Filmwoche geht bis zum 4. Dezember; einem Mittwoch. https://www.franzoesische-filmwoche.de/ Das Filmfest zeigt 40 Streifen, darunter nicht nur viele Premieren, sondern – besonders wichtig – viele Filme, die keinen Verleih gefunden haben und deshalb in der Bundesrepublik sonst nicht zu sehen sind oder wären.

Die Ausstellung jedoch geht bis Ende Januar!

Wir zitieren hier https://www.franzoesische-filmwoche.de/Sonderveranstaltungen-716 , abgerufen am Eröffnungstag der

Ausstellung über die älteste noch aktive Filmproduktionsfirma: „Gaumont: Seit es das Kino gibt“

INSTITUT FRANÇAIS DE BERLIN

MAISON
DE FRANCE

vom 28. November 2019 bis 31. Januar 2020.

„Seit bereits mehr als 120 Jahren verfolgt Gaumont, die älteste aktive Filmgesellschaft, die Filmszene durch viele Generationen von Filmemachern hindurch und bereichert das französische Kino immerfort mit neuen Erfolgen!

Nach der Pariser Ausstellung, einer Ausstellungsreihe in Südostasien,“ „Lateinamerika, sowie Japan und Kanada, kommt sie nach Berlin und zeigt eine spannende Reise durch originale Requisiten, Kostüme, Plakate, Filmmusik und Ausschnitte…

Die Ausstellung bietet zwei Einblicke in die große Filmgeschichte. Einen historischen mit einer Retrospektive ‚klassischen‘ Filme“ und einen in die Zukunft gerichteten, „dank der Ansichten und Neuinterpretationen kontemporärer Autoren zu Gaumont-Filmen.“

Eine Erweiterung der Gaumont-Ausstellung durch einen digitalen Workshop

„The Brain 5-Artists in Residence with Gaumont ab dem 29. November in der Galerie des Institut Français Berlin“.

„Ziel des Workshops – der von Gaumont, der französischen Botschaft in Deutschland, dem Polnischen Institut Berlin und A MAZE. veranstaltet wird – ist es, Szenen aus den Meisterwerken des Gaumont-Katalogs neu zu interpretieren und auf diese Weise neu zu erfahren.“

Acht Teilnehmer: Sofia Crespo, Feileacán McCormick, Sos Sosowski, Eleonore de Montesquiou, Julia Parchimowicz, Troy Duguid, Moises Horta Valenzuela und Aline Fischer, begleitet von Thorsten Wiedemann, Leiter von A MAZE. „werden in 5 Tagen eine immersive Reinterpretation von Bildern erstellen, bestehend aus Hunderten von Filmen.“

„Eine Herausforderung in Form einer ‚kreativen Residenz‘, die Sie ab dem 29. November im Rahmen der Ausstellung ‚Gaumont: Seit es das Kino gibt‘ in der Galerie des Institut français in Berlin entdecken können.“

Ausstellungsdauer: bis 31. Januar 2020




Nacht der Lichter mit Taizé-Gesängen in Berlin, Europa und weltweit

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Nacht der Lichter mit Taizé-Gesängen findet weltweit statt. Es ist ein musikalisches Event zum Mitmachen. Der Gebetscharakter sollte dabei nicht unerwähnt bleiben, doch viele, die sich von der Kirche abgestoßen fühlen, empfinden für Taizé-Veranstaltungen Gutes. Manche sind auch wegen des sozialen Charakters dabei und schlicht wegen der Musik, des Selbst-Mitsingens.

In Berlin werden zum Beispiel in der Schöneberger Dorfkirche an der Hauptstraße immer wieder Taizé-Gesänge angeboten. Am 23. November, wo europa- , ja weltweit gesungen wird – insgesamt an etwa 200 Orten, davon wohl etwa die Hälfte in Deutschland – strömen wohl viele in die evangelische Gustav-Adolf-Kirche in der Herschelstraße 14 in 10589 Berlin. Das ist in Charlottenburg zwischen Jungfernheide und Mierendorffplatz unweit der Spree, dort, wo gegenüber das Schloß liegt.

Um 19 Uhr am Samstag geht es los. Die dunkle Jahreszeit provoziert Lichterfeste. Während im Oktober Photographen und Reisende vom Berliner „Festival of lights“ angezogen werden, steht im November die „Nacht der Lichter“ mit Taizé-Gesängen an. Die Einladung geht ausdrücklich an alle. Man kann eine Stimmung der Einkehr erwarten und einen Augenschmaus mit vielen flackernden Kerzen.

Wer den Weihnachtsbaum oder Christbaum liebt, wird auch diese Kerzenstimmung schön finden. Wer singt, erst recht. Der Gesang ist einfach und recht repetitiv; dadurch wird der Kopf nicht überstrapaziert und es kann eine meditative Stimmung entstehen. Zudem in der Gemeinschaft.

Eine Probe findet am Freitag, den 22. November 2019 um 19.30 Uhr in der Herschelstraße 14 in 10589 Berlin statt.

Die Kirche in Kalowswerder, wie die Insel zwischen Schloß Charlottenburg, Moabit und Flughafen Tegel heißt, ist sehr gut auch mit der U-, S- und Fernbahn zu erreichen. Vom Flughafen fährt der Bus 109 sowie weitere Busse.

Wegbeschreibung zur Nacht der Lichter in Berlin-Charlottenburg/ Jungfernheide. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser




Afro-Sonic Mapping Tracing Aural Histories im HKW nur bis 17.11.2019

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Afro-Sonic Mapping Tracing Aural Histories via Sonic Transmigrations ist ein Titel, den man am besten versteht, wenn man gut englisch kann. Das Haus der Kulturen der Welt ist weltoffen und soricht englisch. Das ist kein Makel. An der Information kann man deutsch und vieles erklären. Doch die Ausstellung, die afrikanische Klänge auf ihrem historischen Weg in die Karibik und nach Nordamerika verfolgt, kann man auch mit einem offenem Ohr für Musik verfolgen und offenen Augen für große, schöne Science-Fiction-Bilder und viele Videobeiträge.

© 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Einfach mal ein Abenteuer beginnen an diesem Wochenende. Es gibt viel zu entdecken im Haus der Kulturen der Welt an der John-Fuster-Dulles-Allee im Tiergarten unweit des Hauptbahnhofs.

Anfahrt mit Bus 100.




RAN bleibt dran. Rainer Anton Niedermeier NO TIME TO SLEEP (Volksbühne)

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ran bleibt dran! Es gibt Filmfestivals, die nur einmal stattfinden, Popgruppen mit einem Hit, sogar Komparsen, die nach einem Mal die Schnauze voll haben. RAN, wie der Künstlername und die Initialen des Verse-Künstlers Rainer Anton Niedermeier lauten, braucht sich da nicht einzureihen. Es ist eher bei den Dauerbrennern wie den Rolling Stones oder Jocelyn B. Smith zu suchen, bei den Stehaufmännchen wie Deng Xiaoping. Dass ihn nicht jeder kennt, ist auch ein Vorteil. Es gibt etwas zu entdecken. Rainer Anton Niedermeier ent-deckt selbst, er deckt auf. Seine Lyrik übertrifft in Deutlichkeit so manche Prosa, die zudem seicht, lauwarm und einschläfernd daherkommen kann.

RAN bleibt dran mit NO TIME TO SLEEP im übertragenen Sinne

Rainer Anton Niedermeier hat keine Zeit zu schlafen, er ruft der Gesellschaft, der Weltgesellschaft zu: Es gibt keine Zeit zu schlafen! Beseitigt das Unrecht, bevor es Euch auf die Füße fällt! Wacht auf, ihr Schlafenden der Völker, die von einem Kaffee zum Mitnehmen zum nächsten hetzen und doch innerlich tief schlafen. Wachsein, Bewusstheit, Bewusstsein ist es, was etwas bringt. Worum es geht. Eigene Narben so heilen, die Verletzungen einer Gruppe und letztlich der ganzen Gesellschaft. Niemand kann alles bewirken, jedoch ist alles miteinander verbunden. RAN ist Teil der Lösung, nicht des Problems. Und er hat schon einige aufgeweckt, und sei es auch nur für kurze Zeit.

Ja, so ist es! Denkt man an einem RAN-Abend, bevor man nach dem Weckerklingeln des nächsten Tages vielleicht wieder im Alltag versandet, der von der Rente kaum unterbrochen wird und mit Gewissheit an einem Punkt endet.

Wacht auf! Ihr werdet mehr vom Leben haben! Wacht auf! Ihr könnt euch an Worten laben! Wacht auf!

Kapitänen wünscht man allzeit einen fußbreit Wasser unter dem Kiel. RAN wünschen wir allzeit Hals- und Beinbruch! Wer wegen Beinbruchs oder Fußbruchs verhindert war in diesem teils nassen, rutschigen Herbst, wird wohl bald wieder so eine tolle Gelegenheit bekommen wie heute. Bloß nicht schlafen, Augen auf!

Website des Künstlers und Dichters Rainer Anton Niedermeier: ran-poetry.de
http://ran-poetry.de/

Website der Volksbühne als Veranstalter http://http//volksbuehne-berlin.de

Eintrittskarten unter Telefon 030 240 65 777 (8,- Euro).

Was? RAN Poetry performance. (Mehr als ein Gedichtvortrag.)

RAN bleibt dran. Wann? Am Donnerstag, 14. November 2019 um 20 Uhr. Donner passt gut zu seinen kraftvollen Worten. Mit Bedacht gesprochen, und doch nicht pathetisch.

Wo? Roter Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte.

Aus dem heißen Frühjahr 2018




Made in Berlin. Die Messe für Selbstgemachtes in der Station inspiriert

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Made in Berlin. Die Messe für Selbstgemachtes kann inspirieren. Erstens ist sie gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die ersten beiden Berliner U-Bahn-Linien fahren dorthin. Das Gleisdreieck liegt mittendrin. (Es ist die erste Made in Berlin – Die Messe in der Station Berlin. Sie findet gleichzeitig mit dem Heldenmarkt und der Bazaar Berlin statt. Die Bazaar ist in den Messehallen 11-19 unter dem Funkturm, Eingang Messe Nord und Kleiner Stern. Der Heldenmarkt macht wieder nebenan Station.)

Zweitens – ob man das nun wahrhaben will oder nicht – steht bald wieder Weihnachten vor der Tür. Wem das so egal ist wie Geschenke, kann drittens „mit den Augen klauen“, sehen, was man alles selbst machen kann und daraus lernen. Nachmachen, Selber machen, anders machen.

Viertens ist es gut für die Umwelt, wenn in Berlin verlaufte Produkte auch hier hergestellt wurden.

Fünftens kann man sich auch selber etwas schönes schenken oder einfach die schöne Gelegenheit nutzen. Wer noch umweltfreundlicher sein will, geht nach nebenan zum Heldenmarkt und findet auch dort etwas. Nicht nur Ware, sondern auch Informationen und Workshops.

Made in Berlin. Die Messe für Selbstgemachtes, Heldenmarkt und Bazaar. Gute Einkaufsgelegenheiten

Fahne am Eingang zur Made in Berlin Die Messe. © copyright 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Die drei genannten Berliner Messen sind gute Gelegenheiten. Online-Shopping produziert viel Verpackungsmüll, die Produkte werden weit durch die Gegend geschippert und sind selbst of plastikhaltig. Nachhaltig dagegen weniger. Auch weniger originell.

Wenn sich der Online-Boom so fortsetzt, wird es vielleicht bald gar keine solchen Verkaufsmessen mehr geben. Ein Grund mehr, sie jetzt zu besuchen.

Probieren vor Ort ist ein weiterer Vorteil. Auf dem Heldenmarkt werden unter anderem Bioprodukte angeboten, Lebensmittel. Hier kann man ein paar Schokoladensplitterchen kosten, dort, zum Beispiel hinten rechts bei dem Stand, der 2018 nicht dabei war, verschiedene Tees. Zum Beispiel Brennesseltee.

(Die Messe Veggieworld hatte zwei Jahre mit dem Heldenmarkt kooperiert. 2020 wird sie im März in der Station Berlin stattfinden.)

Eingang zur Made in Berlin Die Messe. © copyright 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Auf der Bazaar kann man gleich am Eingang von Halle 11 Wasser probieren. Gefiltertes Wasser und solches, dass durch Edelsteine und die Blume des Lebens energetisiert wurde. Nicht zu glauben? Probieren geht über studieren!

https://www.bazaar-berlin.de/FuerBesucher/

Heldenmarkt und Made in Berlin. Die Messen sind bis 18 Uhr geöffnet. Bazaar Berlin auf dem Messegelände in den Hallen 8.1, 8.2, 10.1, 10.2, 11.1, 11.2 und 18 ist am Sonntag noch bis 19 Uhr geöffnet (an den vergangenen Tagen sogar bis 20 Uhr).

Heldenmarkt 2018 in Berlin




Malerfürst Markus Lüpertz Lüneburgs Gast in der Kunsthalle der Stiftung

Berlin/ Lüneburg, Deutschland (Kulturexpresso). Malerfürst Markus Lüpertz Lüneburgs Gast. Diese zweifache Doppel-Alliteration – eine Alliteration ist ein Stabreim mit gleichen Anfangsbuchstaben wie in „Milch macht müde Männer (meistens) munter“ – stand so nicht in der Pressemitteilung. Doch inhaltlich läuft es genau darauf hinaus, wie man beim Vergleich der Überschriften feststellen wird.

Die Ausstellung wird am Sonnabend oder Samstag, den 2. November 2019 eröffnet und läuft bis in den Dezember hinein bis nach Nikolaus. Bereits am „Double Tenth“, dem Nationalfeiertag der Republik China (Taiwan) erreichte uns folgende Pressemitteilung.

Malerfürst Markus Lüpertz Lüneburgs Gast „Der Malerfürst zu Gast in Lüneburg

Der Kosmos des Werkes von Markus Lüpertz unterliegt keiner stilbindenden Theorie, sondern folgt einzig und allein den Überlegungen des Künstlers. Er verschlingt die Welt in allen möglichen künstlerischen Medien, als Maler, Bildhauer, Zeichner, Grafiker, Texter oder Jazz-Musiker. Folgerichtig führen ihn daher seine Werke zu immer neuen Bildthemen: von der Landschaft zum Menschen, von der freien Einzelfigur zu Figuren der Religionen, vom einfachen Text zu den großen Mythen unserer Zeit. Er versteht es dabei wie kein anderes sich in neue Gedankenbilder einzulesen und ihnen eine neue formale und gedankliche Vision zu geben.

Seit den 1960er Jahren entsteht ein spannungsvolles, umfangreiches Gesamtwerk, das sich an der Kultur- und Kunstgeschichte der vergangenen Jahrhunderte orientiert, schlussendlich aber eine komplett neue Bildsprache entwickeln konnte.

Die grafischen Arbeiten, die in der Kunsthalle der Sparkassenstiftung Lüneburg ausgestellt werden, geben einen umfassenden Einblick in die handwerkliche Vielfalt sowie die Mythen umwobenen Bilderzählungen dieses Ausnahmekünstlers. Dabei ging es Lüpertz in seinen grafischen Werken nie um die Reproduktion oder Vervielfältigung, sondern um den Prozess. Unentwegt probiert er mit unterschiedlichsten Techniken und Größen.

Markus Lüpertz, Michael Engel, Lithographie, 2017. © Markus Lüpertz/ KUNSTHALLE DER SPARKASSENSTIFTUNG LÜNEBURG

Die zehn Holzschnitte zur titelgebenden Reihe „Mykenisches Lächeln“ entstanden 1985/86, also zu Beginn der Annäherung des Künstlers an die Druckgrafik.

Neben
dieser Reihe zeigt die Ausstellung unter anderem auch die in diesem
Jahr entstandene Reihe „Sternzeichen“, die je zwölf handbemalte
Bronze-Skulpturen sowie Holzschnitt-Grafiken umfasst.

Markus Lüpertz, Sternzeichen Schütze, handbemalte Bronze, 2018. © Markus Lüpertz/ KUNSTHALLE DER SPARKASSENSTIFTUNG LÜNEBURG

Markus
Lüpertz

Mykenisches
Lächeln

3.11.
– 11.12.2019

Eröffnung
am Samstag, den 2.11.2019, um 18.30 Uhr.

Einführung
in das Werk durch Therés Lubinetzki.

Markus
Lüpertz wird anwesend sein. Teilnahme nur nach Voranmeldung.

www.kunsthalle-lueneburg.de

KUNSTHALLE
DER
SPARKASSENSTIFTUNG LÜNEBURG

In
der KulturBäckerei

Ein Projekt der Sparkassenstiftung Lüneburg
Dorette-von-Stern-Straße 2
21337 Lüneburg.“


Der
Eintritt ist frei.




60 Jahre Melodie des Glockenspiels der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). 60 Jahre Melodie des Glockenspiels, oder wie der Komponist es niederschrieb, Motiv für das Glockenspiel der Gedächtniskirche werden es am 2. November.

Natürlich gibt es mehrere … Gedächtniskirchen. Auch in Berlin. Andere erinnern an andere Honoratioren. Doch wer Gedächtniskirche sagt, meint meist die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Touristen wie Einheimische, Neu-Berliner und Urberliner.

Selbst wer die Kirche nicht besucht, wird früher oder später das Glockenspiel der Kirche hören. Vielerorts erklingen Glockenspiele. Im Carillon in Tiergarten am Haus der Kulturen der Welt oder im Lüneburger Rathaus während der warmen Jahreszeit. In Lüneburg sind die Glocken aus Meißner Porzellan, weshalb sie während frostiger Zeiten nicht bespielt werden. „Glockenspiel“ ist sogar ein Fremdwort im Englischen, so dass die Glockenspiele Australiens, Neuseelands und Kanadas für deutsche Muttersprachler dort leicht zu finden sind.

„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing‘“ gilt nicht für das Gedächtniskirchenglockenspiel. Die Melodie war wichtig (und unwichtig) genug, dass darüber „demokratisch“ abgestimmt werden konnte.

Eine Versicherung spendete 1959 das Geld für die Anfertigung eines Glockenspiels (18.000 D-Mark). Nicht nur war die Kirche im Krieg zerstört worden und daher der Turm verkürzt; auch das alte Glockenspiel ging in den 40ern verloren. Es war bei seiner Zerstörung erst ein paar Jahrzehnte alt gewesen. Die Kirche wurde gegen Ende des deutschen Kaiserreichs erbaut.

60 Jahre Melodie des Glockenspiels: Motiv eines Prinzen

Genauer gesagt eines preußischen Prinzen. Nun mag mancher sagen: Na klar, Vitamin B, Beziehungen und Pfründe … Halt. Seit der Weimarer Republik, die gerade, glaube ich, sind die Pfründe und Privilegien allerdings weg. Geschichte.

Es gab einen Wettbewerb für die Melodie. Sechs Einreichungen gingen ein. Eine gewann. Die Wahl war geheim.

Louis Ferdinand Prinz von Preußen, der auch noch Oskar und Christian hieß, war ein Kriegskind und starb jung, 33jährig. Eine standesgemäße Hochzeit war ihm noch vergönnt. Etwa zwei Jahre Eheglück mit Countess Donata of Castell-Rüdenhausen. Als er im Hochsommer ‘77 in Bremen starb – am 11. Juli 1977 – hatte er die dreiunddreißig noch nicht einmal vollendet. Im Club der 27er und 28er ist er nicht, aber er war schöpferisch tätig und hat sich mit seinem Choral verewigt, dessen erste fünf Takte auch nach 1977 bis heute rund um den Breitscheidplatz erklingen. Manche Wartende am Bahnhof Zoo und Besucher des Zoologischen Gartens vernahmen die Melodie – ohne zu wissen, dass sie sie einem echten Prinzen verdanken, einem deutschenobendrein, einem Preußen.

Prinz von … ?

Preußen, das einst an der Ostsee lag als Herzogtum, verstehen heute viele als das Land um Berlin herum und ein bisschen weiter. Das ist weder falsch noch richtig. Erst seit 1701, als sich Kurfürst Friedrich III. in Königsberg i.Pr. zum König in Preußen krönte und anschließend seine Frau, die Tochter des Kurfürsten von Lüneburg-Braunschweig, gibt es „Brandenburg-Preußen“. Bis dahin lag Berlin im Kurfürstentum Brandenburg. Und erst zwei Könige später, mit seinem Namensvetter, durfte sich der König „von“ nennen.
Friedrichs III. Frau, Sophie-Charlotte, wurde nach ihrem Tod 1705 auf Wunsch Königs Friedrich I. (ganz einfach, es ist derselbe Mensch) und seiner großen Liebe zu ihr Namensgeberin der ebenda neugegründeten Stadt.

Diese reichste Stadt Preußens mit ihren über 300.000 Einwohnern wurde als „Juwel der Krone“ von den Sozialdemokraten mitsamt dem Schloss, das bis 1918 Residenz war, als Bezirk Groß-Berlin eingemeindet und einverleibt. In Charlottenburg liegt unweit dessen Schlosses die Urkirche der Stadt, die Luisenkirche zwischen Schloß- und Wilmersdorfer Straße. Diese Gemeinde beschloss um die Jahrhundertwende den Bau der Kirche, in dessen Vitrinen heute das Notenblatt des preußischen Prinzen Louis Ferdinand ausgestellt ist, geboren am 25. August 1944 in Mysliborz. Kennt keiner?

In Berlin erinnert die Soldiner Straße* an die Stadt, die bis 1945 in der Neumark lag. Das ehemalige Soldin ist 14 Stunden zu Fuß oder eine Autostunde von Stettin/ Szczecin, der Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern, in deren Südwesten Myślibórz liegt. Die 46 Kilometer bis zur Oder schafft man mit dem Wagen in weniger als einer Dreiviertelstunde. Das Städtchen mit gut 11.000 Einwohnern liegt an einem großen See, etwa so weit nördlich wie Chorin oder Joachimsthal, nach dem die Straße westlich der Kirche benannt ist.

Wie feiern?

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Hier unten in der Gedenkhalle sind die Noten zu besichtigen. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Die Komposition wurde signiert am 2. November 1959. Das macht dann 60 Jahre Melodie des Glockenspiels.

Wie der 60. Geburtstag der Melodie gefeiert wird, möge sich jeder selbst überlegen. Kerze anzünden in der Kirche? Erzeugt Kohlendioxid? Sich warme Gedanken machen? Etwas weniger. Den ganzen Choral anhören (ginge theoretisch ja auch zuhause am warmen Ofen)? Woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Beim Einkaufen im Bikini einfach mal zur richtigen Zeit raus- oder auf die Dachterrasse gehen?
Damit Zeit bleibt zum Planen der Feier, erfolgt schon jetzt die Erinnerung an das Ereignis, das jahrzehntelang hörbare Folgen hatte – und hat.


*Zur Verständnis der Lage der Soldiner Straße nutzt in Blick in den Beitrag über die Galerien in der Koloniestraße. https://kulturexpresso.de/made-in-wedding-made-in-germany-kunstausstellung-in-der-koloniestrasse/

Was in der Gedächtniskirche so los ist: https://kulturexpresso.de/gedaechtniskirche-the-place-to-be-the-berlin-orchestra-in-der-kirche/

https://www.gedaechtniskirche-berlin.de/

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche: Dort oben das Glockenspiel. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser




Gedächtniskirche – the place to be. The Berlin Orchestra in der Kirche

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Gedächtniskirche – the place to be. Klingt ein bisschen englisch, trifft aber den Nagel auf den Kopf. Manche brauchen zum Lesen eines Taschenbuchs Wochen, andere Stunden. Das Programm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin hat mehr Seiten als so manches Büchlein und ist gehaltvoll. Von der aktuellen Photoausstellung zum Thema Wasser mit dem Künstler Sven Hoffmann und einem Begleitprogramm bis hin zu umwelt-, sozial-, integrations- und weiteren politischen Themen gibt es ein ganzes Bündel von Aktivitäten, die kaum jemanden kalt lassen. Ein Besuch im „Hohlen Zahn“, der Gedenkhalle, dem Altbaurest, ist bereichernd. Kunst gibt es auch im Eiermann-Neubau, der ebenfalls, jedoch ganz anders beeindruckt. Gerade wird das Podest, auf dem alles steht, renoviert. An der Südwestecke, das ist die zum (U-Bahnhof) Kurfürstendamm hin zeigende Ecke am Motel One, sieht man schon, wie schön es aussehen wird, wenn es denn einmal fertig sein wird und wie es einst aussah.

Gottesdienste finden hier bisweilen auch statt, das ist in einer Kirche, die nicht nur ein Gebäude ist, unvermeidlich und gehört dazu. Wem das zuviel ist, muss ja nicht hingehen.

Dass die Kirche durchaus offen und nicht nur oft geöffnet ist, zeigt folgendes Beispiel: Aktuell werden ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. An mehreren Einsatzorten. Einer ist der Verkaufsstand im Altbau, der intern meist Gedenkhalle genannt wird. Wer sich dafür interessiert, soll einige Voraussetzungen mitbringen. Ein Interesse an der Kirche, dem Gebäude, und die Bereitschaft, den Besuchern freundlich Fragen zu beantworten. Die Bereitschaft, sich in das Kassensystem einzuarbeiten. Aber weder die Zugehörigkeit zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde noch die Zugehörigkeit zu einer anderen evangelischen Kirchengemeinde ist Bedingung.

Weltoffenes West-Berlin. Besucherfreundlich, abwechslungsreich und interessant.

Gedächtniskirche – the place to be. The Berlin Orchestra ist bloß ein Beispiel

The Berlin Orchestra – so einen Namen haben zu dürfen, ist ein Privileg. Oder eine clevere Namensgebung; oder beides. Das Kammerorchester besteht aus Semion Gurevich, Solovioline, Sara Gouzy, Sopran – Frauenquote: check! – und Giorgos Fragos, Orgel.

Auf dem Programm stehen laut farbigem, meist in englisch gehaltenem DIN-A5-Handzettel (FLYER) „die besten Meisterwerke aus 300 Jahren europäischer Musikgeschichte in Berlins berühmter Kirche am Kurfürstendamm“.

Wer die jeweils etwa 70minütigen Konzerte, die ungefähr eine Stunde und zehn Minuten dauern – nicht zu lange klatschen, sonst wird die Zahl nicht mehr stimmen – am 1. und 3. Oktober, gut, da waren viele mit etwas anderem beschäftigt, dem Feiertag der Deutschen Einheit; am 8. und 10.10. – schon wieder ein Feiertag, der „Double Tenth“, Gründungstag der Republik China vor über 100 Jahren – am 15., 17. und 22. 10. verpasst hat, hat am Dienstag, den 29. Oktober 2019 um 19.30 Uhr letztmalig die Gelegenheit, das Programm dieses Trios live zu hören im blauen Licht des Kirchenraums.

Das Programm: A. Vivaldi, Die vier Jahreszeiten, Frühling und Sommer; W.A.Mozart, das Lacrimosa aus dem Requiem; Bach: Air (Air on the G String, Air auf der G-Saite); L. van Beethoven: Allegro con brio aus der 5. Sinfonie; Fr. Schubert: AVE MARIA; W.A.Mozart: Divertimento in D-Dur; Bach: Toccata und Fuge in d-moll; G.H.Händel: Wassermusik „alla hornpipe & minuet“; nochmal Händel mit dem Largo aus Xerxes und als Encore, also Zugabe von Charles-Marie Widor das Toccata aus der fünften Sinfonie.

(Eintrittskarten an der Tageskasse und an der Abendkasse der K.-W.- Gedächtniskirche (KWG) am Konzerttag und am Vortag, bei eventim Tel. 01806-570070 (20 Cent aus dem Festnetz, maximal 60 Cent vom Handy aus) und an den bekannten Vorverkaufsstellen wie z.B. am Lehniner Platz und in der Westfälischen Straße.) Reservierungen: Tel. 01521-892 86 98.

Homepage der Gedächtniskirche in der Nähe von Zoo, Kranzler-Eck und Joachimthaler Straße: https://www.gedaechtniskirche-berlin.de/

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin am Vorabend von Blacktide. Eingang zum Veranstaltungsort. Im Hintergrund der Zoo-Palast am Zoo. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Weihnachtsmarkt an der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz am Vortag des Jahrestages der Terroranschlags. © 2017, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Kürzlich in der Gedächtniskirche, am 30.9.




1 Million Euro die Flasche: Wasser ist wertvoll. Talk in der KWG Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). 1 Million Euro die Flasche – das kann ja nicht sein? Was ist drin? Wein? Wasser, das durch ein christliches Wunder zu Wein wurde? Nun: so weit, dass eine Flasche Wasser den Gegenwert von etwa zwei Millionen Mark kostet, sind wir im Normalfall noch nicht. Doch es gibt sie, diese Flasche.

Worum hier es WIRKLICH geht, ist das Wasser. Den ganzen Monat Oktober über spielt in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Berliner Breitscheidplatz zwischen Budapester und Tauentzienstraße sowie Kurfürstendamm das WASSER die Hauptrolle.

Eröffnet wurde der Reigen am Vorabend dieses Monats. An Ultimo des Septembers fand das „Blacktide“-Konzert in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche statt. Unmittelbar danach wurde in der Kapelle, die zwischen der Gedenkhalle, das sind die Reste der alten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, und dem Europa-Center steht, Sven Hoffmanns Ausstellung „Aqua globalis – collecting liquid memories“ eröffnet im Beisein des Künstlers und weiterer Honoratioren. Der Titel bedeutet auf deutsch soviel wie ‚Wasser weltweit – Gesammelte, flüssige Erinnerungen‘.

Sven Hoffmann reiste um die Welt und zapfte jeweils eine der von ihm gestalteten, mit dem Schriftzug „Aqua globalis“ handsandgestrahlten Flaschen voll mit Wasser. Wasser aus sterbenden, austrocknenden, verschwindenden Gewässern wie dem Toten Meer und dem Aralsee.

1 Million Euro die Flasche? Trinken nur für Millionäre? 1 Monat lang steht das Wasser im Vordergrund

Seltene Wasserflaschen in der Ausstellung Aqua globalis von Sven Hoffmann in der KWG Berlin. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Jeweils am Dienstag um 20 Uhr findet in der sonst selten geöffneten Kapelle ein Gespräch zum Thema statt.

Am 8. Oktober war es „Thirsty Talk. Durst erleben“. Am 15. Oktober 2019 ging es um „Die Republik Südsudan, ein reicher armer Staat“. Im Zusammenhang mit dem Wasserthema des Konzerts am 30. 9. mit Jocelyn B. Smith, den Different Voices of Berlin und vielen weiteren Stimmen aus anderen Chören und von Einzelpersonen.

Am 22. Oktober 2019 heißt es „Verzicht als Gewinn“. Eine Podiumsdiskussion (auch) zum Thema Plastikvermeidung mit Sven Hoffmann, dem Photojournalisten Dirk Bleyer und anderen. Moderation: Mischa Heuer von der Deutschen Welle.

Die Photoausstellung mit den vollen Flaschen ist noch bis zum 27. Oktober 2019 täglich 13 bis 18.30 Uhr geöffnet. Eingang während der Bauarbeiten von der Südseite, das ist vom Tauentzien, dann die alte Kirche links liegen lassen und den neuen Glockenturm mit dem Weltladen rechts.

Homepage der Gedächtniskirche in der Nähe von Zoo, Kranzler-Eck und Joachimthaler Straße: https://www.gedaechtniskirche-berlin.de/