Kinotag! Europäischer Kinotag 2019 – Iris Sommerlatte im Filmkunst 66

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). KINOTAG! Ausgewählte Filme ab nur 6 Euro Eintritt (sechs)! Europäischer Kinotag auch in Berlin! Das Filmkunst 66 in der Bleibtreustraße nimmt von Anfang an an der europaweiten Veranstaltung teil und bietet Filmgespräche und Vorab-Screenings.

Am 13. Oktober 2019 eine Preview (wie Vorschau, aber der ganzen Film, nur schon vor dem Kinostart am Donnerstag) von „Ich war noch niemals in New York“ und ab 18.15 Uhr „Bruder Schwester Herz“ mit einem anschließenden Filmgespröch mit der Produzentin Iris Sommerlatte und Godehard Giese.

WO? Kino Filmkunst 66, Bleibtreustraße 12, Berlin-Charlottenburg, (zwei Säle).

Anfahrt: S-Bahnhof Savignyplatz, Fern- und U-Bahnhof Zoologischer Garten + Bus M49/ X34/39 bis Savignyplatz oder Schlüterstraße

Wann? 17.30 Uhr „Ich war noch niemals in New York“ – ein hervorragender Film mit Humor in außergewöhnlichen Wohlfühlfarben. Nicht nur Greta Thunberg kann mit dem Schiff von Europa nach Nordamerika.

Jeder Flimbesucher kann es – nicht mit Bunkeröl oder Schiffsdiesel, sondern mit Zelluloid, Licht und Schatten plus Leinwand. (Ganz unromantisch muss gesagt werden, dass dieser Film nicht ganz digitalfrei ist. Das tut ihm aber keinen Abbruch. Bundesweiter Kinostart nah.

Kinotag mit Iris Sommerlatte und Godehard Giese

Der Name Sommerlatte ist bekannt. Tom Sommerlatte ist Schauspieler und Regisseur. Der Komponist und Dirigent Ulrich Sommerlatte, der am 11. November 2002 in Süddeutschland starb, wuchs ganz in der Nähe des Charlottenburger Kinos in Wilmersdorf auf. Heute ist Charlottenburg-Wilmersdorf ein Bezirk; an Sommerlattes Geburtstag am 21. Oktober 1914 war Wilmersdorf eine Stadt, die ihre Unabhängigkeit erst Mitte 1920 bei der Gründung Groß-Berlins verlor.

Am Montag, den 21. Oktober jährt Ulrich Sommerlattes Geburtstag (Film „Laß mich am Sonntag nicht allein“, 1959) zum 105. Mal. Sommerlattes Todestag am 11.11. jährt sich 2019 zum 17. Mal. Beides ist in Kürze soweit.

Respekt vor dem anspruchsvollem Programm des Filmkunst 66. Am 31. Oktober 2019 wird es eine Premiere geben.




Der georgische Komponist Giya Kancheli starb an seinem Geburtsort Tiflis

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der georgische Komponist Giya Kancheli ist am 2. Oktober 2019 an seinem Geburtsort gestorben.

Er lebte in Belgien. Geboren wurde er in Tiflis / Tbilisi/ Tbilissi am 10. August 1935 in der Sowjetunion.

Er wird die Herausgabe einer Werk-CD im November nicht mehr erleben.

Es ist ein Verlust für die Musikwelt.




Begegnungskonzert: Begegnungschor + Band mit Konzert in vielen Sprachen

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ein Begegnungskonzert steht in Berlin-Neukölln am 2. Oktober auf dem Programm. Der Begegnungschor mit seiner Band führt es auf. Dort singen Menschen aus Afghanistan, Syrien und der Bundesrepublik Deutschland zusammen. Es gibt noch mehr vertretene Nationen. Viele Chormitglieder sind Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern; sie sprechen eine unterschiedliche Sprache und schreiben oft mit einer anderen Schrift. Nicht griechisch, serbisch, bulgarisch oder russisch, sondern es sind Sprachen und Menschen aus dem „arabisch-persischen Raum“. Geflüchtete, wie die Flüchtlinge neuerdings dem Vernehmen nach heißen, sind vor allem Menschen. Künstlerischer Leiter ist der Shooting Star Bastian Holze, der vier Chöre, darunter den preisgekrönten Chor „Mangrooves“ leitet. Michael Betzner-Brandt ist künstlerischer Leiter der Band und Mitbegründer (Buch: „Jeder kann singen! Wie singen im Alltag glücklich macht“).

Begegnungschormitglieder bei Blacktide

Das Blacktide-Konzert für den guten Zweck, Menschenrechte und eine saubere Umwelt wurde von vielen unterstützt bis hinauf in den Senat. Blacktide – Singen für sauberes Wasser war ein Mitsingkonzert am 30. September 2019 in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Kurfürstendamm. Es öffnete einen Themenschwerpunkt Wasser mit verschiedenen Veranstaltungen, unter anderem einer Photoausstellung mit Vernissage in anderen Kirchenräumen am selben Abend (Kapelle; Ausstellung läuft im Oktober 2019 täglich 13-18.30 Uhr).

Terry Swartzberg, der unter anderem aus den Stolperstein-Kunstaktionen bekannt ist, hatte die Veranstaltung organisiert.

Jocelyn B. Smith war der ‚main act‘ mit den Different Voices of Berlin sowie Mitgliedern vieler Chöre wie dem der PFF (Protestant Faith Fellowship in Berlin-Dahlem, Hüttenweg) und eben auch einer Vertretung des Begegnungschors.

Der Chor firmiert als Begegnungschor e.V. Berlin, ist also ein eingetragener Verein wie die meisten Vereine; die Band kommt dabei nicht zu kurz, sondern wird wohl meistens mitverstanden. Die E-Mail des Chores lautet: news@begegnungschor.com

Website von Chor und Band: begegnungschor.com

Der Begegnungschor wurde am 7. Oktober 2015 „auf die Initiative von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. in Kooperation mit dem Chorverband Berlin e.V. ins Leben gerufen“. Eine international zusammengesetzte Band (Geige, Oud (Ud), Gitarre, Trompete, Percussion, Klavier) begleitet den Chor.

Begegnungskonzert – Konzert des Begegnungschores mit Band

Konzertankündigungspostkarten des Begegnungschores Berlin. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Homepage des Begegnungschores

Was? Ein Begegnungskonzert, also ein Konzert mit dem Begegnungschor und der dazugehörigen Band.

Gemeinsames Konzert mit Aeham Ahmad, Klaviervirtuose und Sänger aus Jarmuk, einem palästinensischen Flüchtlingslager in Syrien. Er wurde bekannt als Pianist, der unerschrocken im Krieg sein Klavier in die Trümmerlandschaft von Jarmuk stellte und dort spielte. Für kurze Zeit konnten seine Zuhörer ihre Umgebung vergessen. „Seine Musik öffnet die Herzen.“ A. Ahmad, der „Pianist aus den Trümmern“.

Wann? 2. Oktober 2019, 19.30 Uhr

Wo? Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin ( Die „Werkstatt“ gibt es seit 1993 in der ehemaligen Bergbrauerei Hasenheide aus dem 19. Jahrhundert.)

Eintritt 15 Euro (ermäßigt 8,-)

Es handelt sich um das 3. eigene Konzert des Begegnungschors nach dem 10. April (Hinterhof in Mitte) und 19. Juni (Hangar 1 des ehemals größten Hauses der Welt, des Flughafens Tempelhof mit Udspieler Wassim Mukdad) – immer um 19.30 Uhr. Das nächste Konzert soll am 18. Dezember 2019 stattfinden. Gleiche Uhrzeit, Ort bisher immer wieder anders.




Blacktide – Singen für sauberes Wasser in der Berliner Gedächtniskirche

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Blacktide – Singen für sauberes Wasser in der Berliner Gedächtniskirche. Ein Mitsingkonzert mit ernstem Hintergrund. Montagabend, am 30. September 2019 um 20 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz zwischen Bahnhof Zoo, Kurfürstendamm und Tauentzienstraße.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Vorabend des Blacktide-Konzertes. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Terry Swartzberg, der unter anderem aus den Stolperstein-Kunstaktionen bekannt ist, hat die Veranstaltung organisiert. Er ist bis heute Journalist, bezeichnet sich aber hauptsächlich als Aktivist. 25 Jahre arbeitete er für den International Herald Tribune. Jetzt macht er sich für seine Kollegen stark und setzt sich für die Bewahrung oder Erschaffung der Pressefreiheit in vielen Ländern ein. Joseph aus dem Südsudan wurde vor zwei Wochen noch gefoltert. Ohne einen internationalen Aufschrei gegen dieses Verbrechen wäre der Kollege wohl immer noch in Haft. Ob er jemals wieder lebend herausgekommen wäre, wer weiß.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin am Vorabend von Blacktide. Eingang zum Veranstaltungsort. Im Hintergrund Zoo-palast und Zoo. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Kommen Sie vorbei, singen Sie mit Jocelyn B. Smith und den Different Voices of Berlin sowie Mitgliedern vieler Chöre wie dem der PFF. Es wird ein eigenes Blacktide-Lied zu hören sein, aber auch „Shine a Light“ (wie der Name der Aktion), „What am I doing here?“ und anderes aus dem Repertoire der großen Soul-und-Jazz-Sängerin. Vielleicht auch „I Don‘t mind waiting“.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Vorabend von Blacktide. Eingang zum Konzert im Rücken. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Warten wir nicht, tun wir was.

Pressefreiheit hilft uns allen.

Kontaktdaten

Informationen unter www.hoffnungszeichen.de/blacktide .

Terry Swartzberg +49 (170) 4 73 35 72

E-Mail-Adresse: blacktideberlin@hoffnungszeichen.de

Etwa 600.000 Menschen sind gesundheitlich stark betroffen von verseuchtem Oberflächen- und Trinkwasser. Hauptverschmutzer scheint die Ölindustrie zu sein. Der Bleigehalt des Wassers ist so hoch wie weltweit kaum woanders.

(Die Hilfsorganisation Hoffnungszeichen, die sich unter anderem im Südsudan engagiert, heißt auf englisch ‚Sign of hope‘.)

Mehr über die Gedächtniskirche: https://kulturexpresso.de/glueckwunsch-gedaechtniskirche-der-neubau-der-kaiser-wilhelm-gedaechtniskirche-feierte-geburtstag/ .




Marathonlauf Berlin – eher gesellschaftliche, denn Sportveranstaltung

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Marathonlauf Berlin – für viele die wichtigste Veranstaltung des Jahres. Fernab der Frage, wer gewonnen hat – ein typische Fragestellung für Sportveranstaltungen – sind viele Menschen glücklich geworden. Einige wegen der Endorphine beim Laufen, andere wegen des spannenden Rennens, wieder andere einfach, weil sie dabei waren. Dieter Hallervorden hatte es in einem Spielfilm vorgemacht, in dem er als alter Mann ins Olympiastadion einläuft. Apropos Olympia: „Dabei sein ist alles“ gilt für viele hier wirklich. Am Abend des Hauptlauftages, des Sonntages, treffen wir zwei glückliche Läufer in der U-Bahn. Einer hat noch die Medaille um den Hals, der andere hatte sie weggesteckt.

Neben den vielen Nebenveranstaltungen für Skater, Rollstuhlfahrer, Skaterinnen und Rollstuhlfahrerinnen ist doch das Hauptaugenmerk noch immer auf der Veranstaltung am Sonntag.

Marathonlauf Berlin – der Sonntag ist am wichtigsten

Am 30.9., dem Montag nach dem Marathon, stören falsch abgestellte Absperrgitter am Kranzler-Eck Ku’damm Ecke Joachimstaler Straße. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Vorneweg starten die Profis, die bekannte Namen tragen. Manche kommen aus Kenia, Südafrika, Japan. Äthiopien und Läufer, deren Namen mit B wie Berlin beginnen, waren diesmal ganz vorn. Jonas Schreiner und Sven Butterweck aus Rheinland-Pfalz waren in einer der hinteren Startgruppen. Hinter der Marathonveranstaltung „Marathonlauf Berlin“ steckt eine Marathonlogistik. Viele Werbematerialien werden bedruckt, ausgeteilt, weggeworfen. Ebenso Wasserflaschen, Schwämme und Ähnliches.

Am Ende kommt die Berliner Stadtreinigung BSR, die mit den flotten Sprüchen und frischer oranger Farbe inzwischen ein gutes Image hat, das beinahe an das der BVG heranreicht, und macht alles wieder weg. Absperrungen werden abgebaut und weggeräumt, und überhaupt die Verkehrsbetriebe BVG: Viele Buslinien wurden gekürzt, entzweit wie zu Mauerzeiten oder umgeleitet. Die Kudammbusse M19 und M29 fuhren nicht wie gewohnt zwischen Ring und Gedächtniskirche über KadeWe nach Schöneberg, da der Kurfürstendamm bis Olivaer Platz Marathonstrecke war. 100er und 200er Bus, die den Bahnhof Zoo mit dem Alex und Unter den Linden verbinden, fuhren nur bis Großer Stern oder Nordische Botschaften am südlichen Tiergartenrand.

Marathonlauf Berlin: Niemand und nichts sonst schafft eine autofreie deutsche Hauptstadt

Absperrgitter am Ku’damm am Tag nach dem großen Lauf. Zwischen Uhland- und Fasanenstraße bei Wempe. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Der Besenwagen, ja. Der darf fahren. Am Ende hinter dem letzten Läufer herfahrend, im wahrsten Sinne des Wortes im Schrittempo, das Autofahrer hier für den verkehrsberuhigten Bereich lernen könnten. Wer wirklich nicht mehr kann, darf einsteigen. Eine Medaille ist dann nicht in Sicht. Alles andere Autos fahren nicht, wenn sie keine Sondergenehmigung haben. Da der Marathonlauf letztlich im Kreis herumführt, gibt es immer wieder Gegenden, die „von der Außenwelt abgeschnitten sind“. Aus Ihnen kommt man am besten mit der U-Bahn heraus, oder mit der S-Bahn. Wohl dem Autofahrer, der in der Nähe der Autobahn wohnt und zwar so, dass die Marathonstrecke ihn nicht von ihr abschneidet. Denn Autobahnen werden zwar manchmal für Fahrraddemonstrationen missbraucht, nicht aber für den BMW-Marathon.

Zwei Tage kein Verkehr, Busse fuhren nur eingeschränkt und selbst die neu beliebten Elektro-Tretroller durften nicht jede Straße entlangfahren.

Dafür wurde ein verkaufsoffener Sonntag eingerichtet, um die Besucher mit dem nötigsten zu versorgen (und Umsatz zu machen). In manchen vom Rest abgeschnittenen Kiezen steht dafür ein funktionierender Handelsbetrieb. Doch die Verkäuferinnen und Verkäufer müssen auch zur Arbeit kommen. Nicht immer leicht.

Eines ist sicher: Um den Sport geht es sowenig wie um Griechenland. Schließlich würde auch niemand monatelang für etwas trainieren, von dem er weiß, dass der erste, der das versucht, es zwar schaffte, aber mit seinem Leben bezahlte.

42 Kilometer und 195 Meter zu laufen übt eine faszinierende Anziehungskraft aus.

Viele haben dazu, um dabei zu sein, viele hundert Kilometer zurückgelegt. Die Stars aus Kenia und Äthiopien sogar tausende. Ob das in der Zukunft in einer Ökodiktatur, die manche ernsthaft befürchten, noch so sein wird, ist zumindest so fraglich, wie alles, was die Zukunft betrifft. Deshalb: Besuchen Sie den Berlin-Marathon, solange es noch geht.

Es ist ein Gemeinschaftsereignis entlang einer sich ständig ändernden Strecke, durch die man die Stadt besser kennenlernen kann.




9. Down Under Berlin – australisch-neuseeländisches Filmfest gestartet

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das 9. Down Under Berlin -australisch-neuseeländisches Filmfest ist gestern mit dem Film STRAY gestartet. Es geht bis einschließlich Sonntag, den 29. September 2019 im ältesten Kino Deutschlands, dem Kreuzberger Moviemento nahe Hermannplatz U7/ U8 / M29. Yahoo! Achten Sie auf Känguruhs!

Down Under Berlin – Filmtitel

Plakat im MOVIEMENTO-Kino am Vorabend von DOWN UNDER BERLIN. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Am Freitag, Samstag und Sonntag werden gezeigt: „Greenfield“ (independent Drama), „Island of the hungry Ghosts“ – with Q&A-Fragestunde mit Filmemachern beziehungsweise Schauspielern, ein Flüchtlingsdokumentation, also ein Dokumentarfilm.

Down Under Berlin – ein australisch-neuseeländisches Filmfest mit vielen Kurzfilmen!

Am 27. September 2019 um 22.30 Uhr Aussie Shorts = Kurzfilme: „Judas collar“ von Alison James, ein Spielfilm: Drama. Australien 2018, 15 Minuten; eine Europapremiere!

THIS IS YARRA von LYDIA RUI, ein Dokumentarfilm. Australien 2018, 15 Minuten, eine Europapremiere!

AN ACT OF LOVE von Lucy Knox. Drama (Spielfilm). Australien 2018, 11 Minuten; Deutschlandpremiere.

MAGGIE MAY von Mia‘kate Russell. Australien 2018, 14 Minuten; Drama (Horrorfilm, Spielfilm) Deutschlandpremiere

THIS PLACE von Michelle JOY. Australien und USA 2018, 10 Minuten; der Dokumentarfilm feiert Europapremiere.

THE SNIP von Ben Mizzi. Australien 2018, 16 Minuten; COMEDY (Spielfilm: Komödie). Auch dieser kurze Spielfilm feiert sein Europapremiere!

28. September 2019: LOVE IN THE TIME OF ANTIDEPRESSANTS, (14 Uhr),

AUSTRALIAN SHORT FILM TODAY (15.45 Uhr):

NURSERY RHYMES,

I LOVE YOU SARA,

JUDAS COLLAR. Wie weit würdest Du gehen, um die Herde zu retten, wenn Du ein wildes Kamel wärest, das mit einem Verfolgungsgerät ausgestattet ist, das den Namen „Judas Collar“, Judas-Halskette, trägt? Sogar Kamele sind nicht mehr dumm genug, um unbeobachtet ihrer Weg zu ziehen.

Und ja, dieser Film steht zweimal auf dem Programm. Vielleicht ist den Organisatoren das Thema GPS-Peilung und -ortung sowie Verfolgung, also „tracking“, wichtig.

Sowie 6 weitere Filme, darunter noch einmal AN ACT OF LOVE von Lucy Knox und der Film LOVED von Samuel van Grinsven (Australien 2018, 7 Minuten; Drama, Spielfilm), eine weitere Deutschlandpremiere.

Um 18 Uhr dann MAYBE TOMORROW, um 20 Uhr AUSSIE SHORTS – Take 2

… und um 22.30 Uhr BOOK WEEK, die Bücherwoche (siehe Programmheft, Seite 25.

Am Sonntag stehen drei weitere Filme sowie der 3. Kurzfilmblock auf dem Progamm. Das postkartengroße, schwarze Programm liegt unter anderem gratis im Moviemento-Kino aus.

Veranstaltungsort/ Festivalkino von Down Under Berlin

MOVIEMENTO am Vorabend von DOWN UNDER BERLIN. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22 in 10967 Berlin zwischen den U-Bahnhöfen Hermannplatz und Schönleinstraße (Kottbusser Damm).

Telefon: 030 6924785; Website: http://www.moviemento.de

Festival-Website www.downunderberlin.de




Kiezkino Charlottenburg – neues Freiluftkino beendet Saison am 26.9.2019

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das Kiezkino Charlottenburg ist ein Freiluftkino, das wir der Deutschen Bahn AG (DB) zu verdanken haben. Gerade hat die große Koalition beschlossen, Flugverkehr etwas zu belasten und Bahnverkehr begünstigen zu wollen. Einleuchtend ist, dass Veranstaltungsorte mit guter öffentlicher Verkehrsanbindung wenig Autoverkehr verursachen und dadurch eventuell weniger Abgase . (Es soll ja auch Leute geben, die einen i3 oder i8 von BMW fahren.)

Statt einen Veranstaltungsort, hier ein Kino, besser an das Bahnnetz anzuschließen – Der U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße ist auf der anderen Seite des Potsdamer Platzes – hat die Bahn mit ihrer Unterabteilung „Smart City“ einfach ein Kino an den Bahnhof hintangebaut. An eine Stelle, die selbst Stadtführer nicht kannten. Hinten an das zu Mauerzeiten von der Deutschen Reichsbahn gebaute Hauptgebäude des Bahnhofs Charlottenburg.

Das Kiezkino Charlottenburg – halber oder ein Viertel Ersatz für das „Klick“

Das Programm des Kiezkinos Charlottenburg der Deutschen Bahn, einem Freiluftkino. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Eine Tür öffnet sich, eine schließt sich. Das Kino „Klick“ in der nahen Windscheidstraße – vor „Umklappung“ des Bahnhofs Charlottenburg an der Stadtbahn gab es hier einen Ausgang – ein tolles Projekt, das nur an Mietverträgen scheiterte, nicht an der Gunst der Zuschauer, musste vor nicht langer Zeit seine Pforten schließen. Ein großer Verlust für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, da doch auch die „Kurbel“ an der Giesebrechtstraße in Kudammnähe – etwa genauso weit vom Bahnhof entfernt nach Südosten – für immer schloss und einem Biosupermarkt Platz machte.

Nun also fußläufig eine neues Kino. Wird es 2020 auch da sein? Viel hängt von dem Projekt der Bahn ab, doch will diese den Ort beleben und anziehender gestalten.

Am 26.9. Saisonende: Um 20.15 Uhr „Victoria“, ein Berlinalefilm von Sebastian Schipper, der zurecht einen Bären gewann. Wer wird überleben? In Kreuzberg und Mitte gedreht, ist eine Besonderheit des Films, dass ein Cutter nicht benötogt wurde. Es gab keinen Schnitt, sondern nur eine einzige Kameraführung – und das für zwei Stunden. Tolle Einstellung.

Eintritt: 5 Euro. – Karten an der Abendkasse

Wo? Westausgang Bahnhof Charlottenburg (Nordseite), Gebäudeecke Richtung Amtsgericht.

Neu in Berlin: Das Kiezkino Charlottenburg. Bahn sei Dank.

Andere Freiluftkinos packen auch langsam ein. Der Volkspark Friedrichshain beherbergt eine Freiluftbühne und das in dem Theaterstück „Auf der Straße“ im Berliner Ensemble erwähnte Kino im Volkspark Rehberge in Wedding zeigte den Sommer hindurch einiges.

Das Kino Hasenheide zeigte am Samstag, den 7.9.2019 das letzte Mal etwas für dieses Jahr. Beste Ware war zu sehen, wie GREEN BOOK und SHAPE OF WATER.




Inna Artemova präsentiert ihre architektonischen Utopien bei PlanetART

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Inna Artemova. Wir wissen nicht, ob Artemova ein Künstlername ist oder nicht. Fest steht, dass der Name besser nicht hätte gewählt werden können. Der slawische Name enthält im hinteren Teil, im Familiennamen, die beiden Wörter oder Wortstämme der wichtigsten Lingua franca unserer Zeit, des Englischen, die die Künstlerin am besten charakterisieren: Bewegung und Kunst. Art – und Arte sowieso – steht für Kunst, move für bewegen wie in dem bekannten movement – Bewegung.

Dabei bringt Inna Artemova erst sich selbst in Bewegung, damit den Zeichenstift, ihre Zeichen- und Malutensilien auf riesigen Leinwänden (oder digital) und dann damit die Gedanken der Betrachter. Da ihre Bilder oft riesig sind, zumindest vier ihrer bei PlanetART im Kühlhaus Berlin ausgestellten, ist sie gewungen, im wahrsten Sinne des Wortes den Stift zu schwingen. Das kommt ihr entgegen, da sie sich gern bewegt. Bewegung ist Leben.

Dass aus kleinen Bewegungen mal eine große Bewegung werden kann wie Fridays for Future, die bestimmt sehr erfreut über das Event im Kühlhaus ist, ist eine andere, verwandte Sache. PlanetART im Kühlhaus am Gleisdreieck in Berlin (Luckenwalder Straße neben der Station Berlin), kuratiert von Marianne Kapfer, ist jedenfalls auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Nicht umsonst fanden Ausstellung und Klimastreik am 20. September zeitgleich statt.

Inna Artemova – an drei Orten in der Stadt Berlin

Inna Artemova ist wird zeitgleich an drei (3) Orten in Berlin ausgestellt. Wer nie darüber nachgedacht hat, könnte meinen, dass ein Künstler immer nur an einem Ort ausstellt. Nicht, dass es ausgeschlossen wäre, anders zu verfahren. Aber zum einen muss ja die Nachfrage da sein – viele Künstler suchen händeringend nach Möglichkeiten, in Galerien auszustellen; nicht alle kommen hinein – zum anderen spräche ein schmales Oevre gegen ein solches Unternehmen und schlicht der Wunsch des Künstlers oder der Künstlerin, in der Ausstellung präsent zu sein, wenigstens ab und zu oder hin und wieder. Die Betrachter des eigenes Werkes zu sehen, vielleicht ihre Reaktionen zu sehen oder zu hören und für ein Gespräch, für Fragen da zu sein ohne elektronische Schranken. E-Mails und SMS mögen viele Vorteile haben, die akustischen Zwischentöne hört man nicht; sie gehen verloren. Missverständnisse sind häufiger als in verbaler, auch fernmündlicher Kommunikation.

Zudem kann die Präsenz einer Künstlerin (eines Künstlers) auch Anreiz sein, eine Ausstellung zu besuchen. Besonders, wenn dies außerhalb einer Vernissage geschieht, zu der viele – Hand aufs Herz – nur wegen des Rotweins kommen. Nicht wegen der Salzstangen jedenfalls …

Da auch utopische Künstlerinnen wie Inna Artemova nicht gleichzeitig an einem Ort sein können – das überlassen wir Yogis und Quantenmechanikermeistern – glänzt sie folgerichtig an mindestens zwei Orten mit Abwesenheit.

Nichtsdestotrotz bleibt der Fakt der drei Ausstellungen. Inna Artemova ist wer. Auch in Zukunft stehen große Projekte an. Zusammen mit Almagul Menlibayeva ist eine Mittelasienreise geplant, möglicherweise nach Kirgisien (Kyrgystan). Zu den beiden soll noch ein Medienkünstler stoßen, der seit langem mit Almagul Menlibayeva an Projekten zusammenarbeitet.

Inna Artemova wird dann an der Biennale in Lahore teilnehmen. Viel zu tun. Inna ARTemova muss sich bewegen; und ihre Kunst an Ausstellungsorte dieser Welt. Sie tut es gern.

Nomen est omen.

Wo? Inna Artemova in PlanetART noch bis einschließlich Samstag, 21. September 2019, dem Tag der Finissage.

Veranstaltungsort: Kühlhaus Berlin, Luckenwalder Straße 3, 10963 Berlin

Inna Artemova ist aktuell unter anderem auch in einer Ausstellung in einer Galerie an der Südseite der Torstraße Nähe Rosenthaler Platz zu sehen.




PlanetArt gestARTet – auf einer Handvoll Etagen Kunst und Naturschutz

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Die Ausstellung PlanetArt ist gestartet – und wird begleitet von vielen Ausstellungen, Lesungen, Tanzveranstaltungen und weiterem Unerwarteten beim Thema Natur und Umwelt, Umwelt- und Naturschutz.

Darauf gestoßen sind wir durch das „Voting“ für das Kunstwerk, das in der Kunstausstellung innerhalb der Planet Art gezeigt werden soll. Nach dem zu Einreichungen aufgerufen worden war, gab es eine große Auswahl an Bildern, Plastiken, Photographien etcetera. Mehrere hundert Kunstwerke standen zur Auswahl – eine schwere Entscheidung. Auch wenn es zwischendurch nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aussah, konnte schließlich Rosaana Velasco mit einem Vorsprung von etwa 100 Stimmen die Wahl für sich und Ihr Kunstwerk „Wal“ entscheiden. Zusammengesetzt aus „Müll“ gleicher oder ähnlicher Farbe auf weißem Untergrund erkennt jedes Kind die Walfluke. Der Metall- und Plastikmüll der Weltmeere, der wie Jonas auch in den Walfischen landet, wird hier in Wasser-Farben in Verbindet gebracht mit dem Tier, dass ihn nicht frisst, sondern mitschluckt.

Besonders reizvoll: Die Fluke erscheint in einem Rahmen und setzt sich unterhalb bis zum Boden fort. Dort verschwindet dann der sichtbare Teil des Wales, wodurch der Fußboden zur „Wasseroberfläche“ wird. Beim Walbeobachten oder englisch „whale watching“, einer eingängigen Alliteration, sieht man ja von den Walfischen, die keine sind, sondern Meeressäuger, auch nur einen winzigen Teil. Dieser ist allerdings so groß und majestätisch, dass sich das Zugucken für die meisten lohnt und ein beglückendes Erlebnis wird, dass nicht unvergesslich bleibt, sondern auch zu den großen Erinnerungen des Lebens gehört. Nicht wenige sind nach einem zufällig oder aus Langeweile im Urlaub gebuchten Walbeobachtungausflug in Südafrika, Kanada oder Europa zu Walfans geworden, die die „Gesänge“ studieren und die sonstigen Gewohnheiten der Riesen.

Wie der Wal, so die Ausstellung: tierische Kunst dreht sich um Naturschutz

Es
gibt viele Bücher nur über Wale. Robert Hunters und Rex Weylers
„Rettel die Wale“, eher biologische Tierbücher mit vielen Photos
und Belletristik wie Lloyd Abbeys Roman „die letzten Wale. Eine
Walfamilie kämpft ums Überleben“. Andere Literatur wie das Buch
von Juri Rytcheu „Eine Schöpfungsgeschichte von den Ufern der
Beringsee“ nennen die Säuger im Titel beim Namen: „Wenn die Wale
fortziehen“.

Wie man sieht, kommt man leicht von der Kunst zum Umweltschutz, zum Naturschutz und zurück zum Buch, wenn man nur sucht. Kuratorin Marianne Kapfer, Geschäftsführerin der NuART gUG (nuart-berlin.com), suchte und wurde fündig. Reichhaltig fündig. Bis in den 5. Stock des Kühlhauses findet man Kunst (besonders im 4. und 5.), Photos, Infos, eine kirgische Jurte und vieles vieles mehr. Nett wird man von NABU-Mitarbeitern begrüßt. Der NABU ist eine der Organisationen, die als gesamtdeutsch-vereinigter Verein den Namen einer DDR-Organisation übernommen und so am Leben erhalten hat. Verschwunden der Name „Deutscher Bund für Vogelschutz“ mit der Abkürzung DBV. Und dass, obwohl es sich beim DBV um die älteste Naturschutzorganisation Deutschlands handelt. Gegründet im Deutschen Reich von einer Frau.

PlanetArt ist ein Festival

PlanetArt
ist nicht nur eine Ausstellung, es ist ein „Festival of Nature“.
Von der Natur her ein Festival für die Natur. Ein Fest, das seinen
Namen verdient. Bei freiem Eintritt, was einen möglichst großen
Besucherstrom Richtung Gleisdreieck generieren soll, wird anscheinend
auch bei Kleinigkeiten an den Umweltschutz gedacht. Der Flyer, dessen
Urheberrechte beim NABU, Bundeszentrale in der Charitéstraße 3 in
10117 Berlin liegen, trägt einen folgerichtigen, dennoch seltenen
und erstaunlichen Aufdruck.

„Bitte geben Sie den Flyer wieder am Empfang ab.“

„Bitte
werfen Sie diesen Flyer nach Benutzung nicht in den Müll, sondern
geben sie ihn zur weiteren Verwendung wieder am Empfang ab. Vielen
Dank!“ Wow.

Papier wird zu einem hohen Prozentsatz wiederverwertet und -gewonnen. Die daraus gewonnenen Produkte wie Umweltschutzpapier, heute auch Recyclingpapier genannt, sind seit den 80er Jahren gut am Markt etabliert. Dennoch wird hier nicht daran erinnert, Flyer dem Altpapier und damit dem Wertstoffkreislauf zuzuführen, wie den auf jedem Berliner S-Bahnhof stehenden Papierkörben, die ihren Namen verdienen, auch wenn es keine Körbe sind. Nein, hier wird die direkte Wiederverwertung propagiert.

Damit braucht man auch nicht das sonst neugewonnene Papier wieder zu bedrucken. Und jeder Handzettel erhält eine maximale Zahl von Kundenkontakten.

VIPs, Überraschungen, Lesungen, Filme

Doch
auch sonst birgt das Festival im Kreuzberger Kühlhaus
Überraschungen. Nach der Vernissage am 11. September gab es
Thementage – Entlang der Seidenstraße, Dem Schneeleo auf der Spur,
Trashbusters Day, Weltrettertag 15.9. Der Botschafter der Republik
Kirgisien war da und Minister.

Es gab mehrere Lesungen „Ostwärts – mit dem Rucksack der Sonne entgegen“ und am 14.9. eine Lesung zum Werk von Tschingis Aitmatow mit Dr. Imtraud Gutschke, doch auch einen „Sustainable Science Slam“, Talks („Plastikflut“, „Haben die Fridays for Future recht?“) und mehrere Filmvorführen. Es liefen die Filme „Ostwärts“, „Schneeleoparden schützen“ und „Der Dieb des Lichts“.

Nur
am 12. und 16. war einmal – nichts besonderes los. Endlich mal
Zeit, sich die teils provokative Kunst im 4. Stock anzuschauen oder
Rosaana Velascos Wal im 5. Wenn man sich von unten nach oben intensiv
durcharbeitet, wird man bis zum Walwerk schon ein paar Stunden
brauchen. Der freie Eintritt ermöglicht die Wiederkehr ohne Zögern.

Kuba- und Humboldt-Tag am 17.9. mit Vorträgen und Live-Musik (13-21 Uhr)

„Cuba
Libre meets Humboldt“, so ist die Veranstaltung mit karibischem
Schwerpunkt am 17. September überschrieben. Auch hier eine Begrüßung
durch den Botschafter; den der Republik Kuba selbstredend.

Im
Anschluss zwei Vorträge: „Humboldt und Gundlach – Vermächtnis
und aktuelle Verpflichtung“ um 16.10 Uhr sowie ein Vortrag des
Künstlers David Palacios um 16.40 Uhr.

Danach
Live-Musik und Tanz – Salsa Cubana mit dem Youth Ensemble
Havanna-Berlin (17.15 Uhr).

Um
19 Uhr dann ein weiteres Konzert: Havanna Sounds von der Grupo Caney.

Teil-Veranstaltungs-Kalender der PlanetArt: Am 18. und 19.9. Vorträge und Filmvorführungen

Am 18. September (Mittwoch) gibt es eine Filmvorführung: „Dust“ von Udita Bhargava. Um 20 Uhr.

Am
Donnerstag, den 19. September einen Vortrag: „Projekt unverpackt“
SRH-Hochschule der populären Künste und der HNE Eberswalde.

Am Abend wieder Live-Musik mit Muhammad Qadri Dalal. Er ist „der letzte Direktor“ des Aleppo-Konservatoriums in Syrien und „einer der großen Interpreten der Oud, der östlichen Laute.“ (Alternative Schreibweise im Deutschen: Ud. Die Ud ist eine Kurzhalslaute. Ud bedeutet „Holz“. Schon ist man von der Kultur, der Musik, zurück bei der Natur, dem Baum. Am Botanischen Garten Berlin steht geschrieben: „Habe Respekt vor der Pflanze. Alles lebt durch sie.“ ) Solo-Konzert mit Improvisationsmusik aus dem Vorderen Orient kombiniert mit andalusischer und klassischer arabischer Musik. Um 20.30 Uhr.

Am 20. und 21. September dann „Volle Vielfalt Afrika“ mit Talks, Vorträgen und Live-Musik bei PlanetArt.

https://kulturexpresso.de/rosaana-velasco-fuehrt-nabu-abstimmung-unter-300-bildern-fuer-planetart/




Digital Revolution – die Ausstellung für Gamer, Filmfans, Technikfreaks

Frankfurt am Main/ Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Digital Revolution – die Ausstellung für „Gamer und Geeks, Filmfans und Technikfreaks, für Analoge, Digitale und für die ganze Familie“ ist bis Sonntag, den 10. November, verlängert worden! Im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum am Schaumainkai 41 in Frankfurt am Main. “Am Main“ kann man beim Filmmuseum ganz wörtlich verstehen. Nur ein paar Schritte sind es zum Fluss. Im Museum selbst ist auch alles im Fluss. Dabei geht es zurzeit besonders um den Datenfluss, der besonders beim „gamen“ (gejmen, spricht sich also so wie gay men), „streamen“ (sprich: strimen) und am-Rechner-Film-gucken gut sein muss. Auch der Informationsfluss. Denn so gut die DSL-Verbindung auch sein mag – für viele Nicht-Digital-natives ist „gamen“ ein Buch mit sieben Siegeln.

Genau wie Bücher sind manche Menschen analog oder zumindest so aufgewachsen. So analog wie alle Menschen des 19. Jahrhunderts. Gute also, wenn man einen „Gaming Coach“ (Gej-Ming Kohtsch) dabei. Einfach jemand junges, der schon einmal einen Joystick in der Hand hatte. Hier wird ganz analog von Mund zu Ohr nebeneinandersitzend erklärt, wie man spielt. Näheres dazu unten.

Dass es im Filmmuseum auch um echte Filme geht und nicht nur um Musikvideos, ist eigentlich selbstverständlich. Dabei werden Klassiker der 21. Jahrhunderts unter die Lupe genommen; der spannende Science-Fiction-Streifen „Gravity“ mit der hervoragenden Sandra Bullock und der schwer verständliche „Inception“. Im Weltraum drehen ist teuer bis unmöglich, um Rechner kommt man einem Schwerkraft-Film gar nicht herum.

Digitale Revolution: Sichtbar auf der IFA

Straße der Links. Analoges Schild in Tiergarten. © 2019, Foto/BU: Andreas Hagemoser

Die digitale Revolution hat selbstverständlich viele andere Aspekte. Die Internationale Funkausstellung IFA in Berlin, bis vor kurzem immer die größte Messe ihrer Art weltweit, beleuchtete technische, philosophische und soziale Aspekte. Der Autoverkehr verändert sich, die Konferenz „Shift automotive“ führte Professoren aus Australien, Dozenten aus Amerika und Europa mit Fachleuten und Journalisten aus vielen Ländern zusammen. Für alle auch mit normaler Eintrittskarte zugänglich die IFA-Next-Veranstaltungen in Halle 26. Auf zwei runden Bühnen – Red und Blue Engine genannt – trugen hochkarätige Speaker vor und diskutierten wichtige Gäste aus Wirtschaft und Parlament. Leider wurden die Vorträge und Diskussionen nicht aufgezeichnet, so dass vieles verloren ist und vorbei. Auch Filmkameras sind zunehmend digital. Anbieter wie Asus, bei Gamern beliebt und auch für Handys und Laptops bekannt, bieten zum Beispiel hochwertige Filmkameras.

Analog und digital – manchmal hat man die Wahl

Analog ist „entsprechend“. Bei einer analogen Uhr mit Zeigern (auch Sonnenuhren sind ja analog) entsprechen die Kreisbewegungen der Zeiger dem scheinbaren Lauf der Sonne um die Erde. Die digitale Uhr zeigt nur Zahlen – in der Hoffnung, das die Menschen die Zeit verstehen. Das Uhr-Lesen dauert übrigens bei Digitaluhren länger. Bei analogen Zeigeruhren erfasst der Mensch schneller, wie spät es ist. Das ist genau der Grund, warum man in Autos wieder davon abgekommen ist (war), Uhren mit digitaler Anzeige einzubauen. Der Zeitvorsprung beim Ablesen einer analogen Uhr mag zwar absolut gering sein, relativ kann er aber im Straßenverkehr den Unterschied von Leben und Tod machen.

Sogar das mündliche Mitteilen, wie spät es sei, geht analog schneller. „Halb eins“ ist kürzer als „zwölf Uhr dreißig“, „viertel vor 6“ kürzer als „Siebzehn Uhr fünfundvierzig“ „fünf vor halb fünf“ schneller als „sechzehn Uhr fünfundzwanzig“. Zwei Silben zu vier und zweimal vier statt 7. Ganz abgesehen davon, dass 16.23 Uhr keine Uhrzeit ist. Wer, der nicht gerade an einer Bushaltestelle steht, will schon genau wissen, wie spät es ist? Zudem man die zwei Zahlen erst in „gut fünf vor halb fünf“ übersetzten muss, damit man eine verständliche und vorstellbare Zeit hat. Als analog sozialisierter Mensch mindestens.

Digital Revolution – „Ausstellung für Gamer und Geeks, Filmfans und Technikfreaks, für Analoge, Digitale und für die ganze Familie“

Die Pressemitteilung von heute, 16. September 2019 lautet: „Lust auf eine Schatzsuche in der digitalen Geschichte der 1980er, 1990er und Nuller Jahre? Die Ausstellung Digital Revolution gibt dazu reichlich und jetzt noch ein paar Wochen länger Gelegenheit: Das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum hat die Ausstellung verlängert, und zwar bis Sonntag, 10. November 2019. Die intuitive und interaktive Schau zeigt, wie sich die digitale Welt in den vergangenen Jahrzehnten entwickelte und wie sich das auf den Film auswirkte. Neben zahlreichen Spielstationen mit Independent-Games, faszinierenden Hardware-Exponaten, die auf heutige Computernutzer bereits archaisch wirken, frühen Musikvideos mit künstlerischen digitalen Effekten und spielerischen Kunstinstallationen zeigt die Ausstellung beeindruckende digitale Effekte an ausgewählten Filmbeispielen.

Filme anders gesehen – GRAVITY mit Sandra Bullock und INCEPTION

So ist an einer Monitorwand großformatig nachzuvollziehen, wie Regisseur Alfonso Cuarón Schauspielerin Sandra Bullock in GRAVITY (US/GB 2013) mit digitalen Effekten „in den Weltraum“ schickte. Eine interaktive Station lädt ein in ein digital nachgebautes Paris, das in INCEPTION (US/GB 2010, Regie: Christopher Nolan) auf den Kopf gestellt wird.“

Selbst spielen, gamen und Computerspielen in der Ausstellung Digital revolution

Spielfreudige Besucher „erfahren in Digital Revolution, wie gigantisch schnell die digitale Welt sich weiterentwickelt. Dass Mama und Papa aus der digitalen Steinzeit kommen, erkennt der Nachwuchs spätestens beim gemeinsamen Zocken am Spielautomaten. Pong, PacMan und das legendäre Nintendo-Spiel Super Mario – schneller könnte uns keine Zeitmaschine zurück in die 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts versetzen.“

Weiter heißt es: „Wie Computerspielen heute geht, zeigen die Jungen den Älteren dann im Gegenzug an 16 Spielstationen an denen wunderbar fantasievolle und kreative Indie-Games ausprobiert werden können: vom poetischen „Today I Die“ (2007) über den Bestseller „Journey“ (2012), bei dem es um Teamgeist und Abenteuerlust geht, bis hin zu Sophie Houldens „There shall be Lancing“ (2014), das Schnelligkeit im Zweikampf ebenso wie im Denken voraussetzt. Wissbegierige kommen genauso auf ihre Kosten wie Spielfreudige: Sie tauchen ein in die Vor- und Frühgeschichte des Digitalen und erkunden historisch anmutende Geräte und erhalten in zahlreichen Interviews Hintergrundinformationen zu Spielen wie „Minecraft“ und politisch motivierten Social-Media-Angeboten wie dem Instagram-Projekt „Dronestagram“, das Drohnenaufnahmen und Drohnenangriffe zusammenbringt und so Aufmerksamkeit für das „stille Töten“ per Fernsteuerung in Pakistan, Jemen und Somalia weckt.“

Die Ausstellung Digital Revolution wurde verlängert bis Sonntag, den 10. November 2019.

An sonnigen Tagen kann man also im September und Oktober noch das Freie aufsuchen, ohne befürchten zu müssen, die Ausstellung zu verpassen.

Die öffentliche Führung findet immer samstags um 15 Uhr im dritten Stock des DFF statt.

http://www.dff.film