Bei nächtlicher Blick auf die Philharmonie in Berlin.

Beethovens Neunte in Berlin und im Kino – Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Am 23. August 2019 ab 18.30 Uhr wird Kirill Petrenko zum ersten Mal als Chefdirigent mit den Berliner Philharmonikern ein Konzert in der Berliner Philharmonie geben. Das kann man nicht nur in Berlin hören und sehen, sondern auch im Kino.

Direkt und in Farbe wird Beethovens Neunte geboten. Diese hochemotional Symphonie in D-Moll , die verschiedene Ausdruckswelten durchläuft, bis sie zum euphorischen Finale mit der berühmten Ode an die Freude kommt, können Kinogänger in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweizer Eidgenossenschaft, im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland, Irland, in der Slowakei, in Tschechien und Ungarn hören und sehen.

Das Konzert in Berlin mit Petrenko und die Philharmoniker steigt auch unter freiem Himmel am Brandenburger Tor. Erwartet werden am Samstag, den 24. August 2019, ab 18 Uhr, 32.000 Zuschauer. Mehr geht nicht.




Kirill Petrenko hat Pläne

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Dass „die Zeichen auf Neuanfang“ stehen, das teilten die Berliner Philharmoniker kürzlich mit.

Genau ab dem 23. August ist Kirill Petrenko offiziell Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, noch jedoch Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper.

In einer Pressekonferenz hat der am 11. Februar 1972 in Omsk geborene Petrenko und in einem musikalischen Elternhaus aufgewachsene Petrenko seine Pläne für die kommende Spielzeit vorgestellt.

Seinen Auftritt bei dieser Veranstaltung können Sie in diesem Video sehen und hören. Er spricht über Konzerteprogramme, Tourneen, Aufführungen und Projekte, die er realisieren will.

Und ansonsten noch etwas Geduld.




Demnächst ins Ohr: Ensemble Modern und HK Gruber mit Musik von Kurt Weill

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Nein, noch ist sie nicht da, die neue CD mit Musik von Kurt Weill, der am 2. März 1900 in Dessau geboren wurde und am 3. April 1950 in New York starb, aber bald. Die CD-Neuveröffentlichung soll am 26. April 2019 sein.

Und der Inhalt? Gehört haben wir das auch noch nicht, aber etwas darüber, was das Ensemble Modern tut und macht.

Seit seiner Gründung 1980 gehört das Ensemble Modern zu den führenden Ensembles für Neue Musik und zwar nicht nur in deutschen Landen. Das Ensemble ist echt international. 18 Solisten aus Belgien, Bulgarien, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den Vereinigten Staaten von Amerika, der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizer Eidgenossenschaft zählen derzeit dazu.

Weills Musik hegt und pflegt das Ensemble Modern mit dem Wiener Dirigenten, Komponisten und Chansonnier HK Gruber schon lange und zwar leidenschaftlich. Daher darf man auf die neue CD-Veröffentlichung mit drei Werken von Kurt Weill unter Leitung Weillianers Gruber gespannt sein. Zu hören sein sollen auch die Sängerinnen Ute Gfrerer und Winnie Böwe sowie das Männervokalensemble amarcord.

Wer die CD kaufen sowie mehr über das Ensemble Modern wissen möchte, der surfe auf die Heimatseite www.ensemble-modern.com.




Bei nächtlicher Blick auf die Philharmonie in Berlin.

Über den Tellerrand – Die Berliner Symphoniker eröffnen ihre Saison 2018/2019 mit neuem musikalischem Profil

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Seit der Berliner Senat unter Federführung von Thomas Flierl (PDS) 2004 den Berliner Symphonikern die Zuschüsse gestrichen hat, haben viele sie totgesagt oder totgeglaubt. Doch der Regierende Bürgermeister Michael Müller zählt sie noch immer zu den acht subventionierten Berliner Orchestern, faktisch durch einen Erinnerungsposten im Haushalt. Unbestreitbar hatten und haben die Berliner Symphoniker einen unentbehrlichen Platz unter den Berliner Orchestern. Von Anfang an zielten sie darauf ab, durch populäre Programme und günstige Eintrittspreise einkommensschwachen Bevölkerungsschichten einen Konzertbesuch zu ermöglichen. Mit ihren Nachmittagskonzerten bieten sie Berlin-Besuchern ein Konzerterlebnis an, doch auch Kindern und Jugendlichen sowie Rentnern und Bewohnern des Umlands von Berlin.

Für die neue Saison 2018/2019 entwickelte der Chefdirigent Lior Shambadal ein neues musikalisches Profil. »Bei uns soll man etwas hören, was man nur bei uns zu hören bekommt», sagt Shambadal. Zum Beispiel können das unvollendete Werke Wolfgang Amadeus Mozarts sein wie »Die Gans von Kairo», die Shambadal und das Orchester jüngst auf bezaubernde Weise mit Studenten der Universität der Künste aufführten. Oder unbekannte Werke von jüdischen Komponisten, oder Musik von Komponisten aus der DDR und der Sowjetunion, deren Werke nach dem Untergang beider Staaten nicht weiter gepflegt wurden und im Westen weitgehend unbekannt sind. Mehr noch, das Schaffen der DDR-Komponisten wird von den renommierten Orchestern fast völlig ausgeblendet, sowohl im Konzertsaal als auch auf der Opernbühne.

Lior Shambadal und sein Orchester blicken mit ihrem Programm weit über den Tellerrand hinaus, der im »vereinten» Deutschland keiner mehr sein dürfte, aber Realität ist. Sein Konzept hat Shambadal dem Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) vorgelegt, der dem Plan Geschmack abgewinnen konnte, wenn auch noch ohne die Konsequenz, das Orchester erneut institutionell im Landeshaushalt zu fördern. Eine Projektförderung dürfen sie beantragen, bei Bedürftigen bekannt als Sisyphusarbeit ohne Garantie auf Erfolg.

Am kommenden Sonntag beginnen die Musiker in der Philharmonie ihre Abonnementskonzerte mit Werken von Meistern, die von den Nazis verfemt worden waren. Die Märchenouvertüre »Peter Pan» entreißt ein Werk Ernst Tochs der Vergessenheit. Ein Kleinod ist das Violinkonzert Erich Jacques Wolffs, ein Klangerlebnis die Reformationssymphonie Felix Mendelssohns-Bartholdys. Am 28. Oktober folgt im Konzerthaus ein Sonderkonzert mit Werken von Komponisten aus Ost und West. Besonders spannend zu hören wird die Vertonung des Kommunistischen Manifests durch den deutschböhmischen jüdischen Komponisten Erwin Schulhoff sein, der als Sowjetbürger 1942 in einem deutschen Internierungslager starb. Die Paganini-Variationen von Boris Blacher sind ein Kleinod ebenso wie »Sakuntala, eine indische Legende für Violine und Orchester» von Wolfgang-Andreas Schultz. Beide Werke werden von Maximilian Simon gespielt. Von Kurt Schwaen, einem Meister des Neoklassizismus aus der DDR, erklingen Variationen über ein niederländisches Volkslied. »Ohrwürmer» bringt die Suite »Die Legende von Paul und Paula» des DDR-Filmkomponisten Peter Gotthardt.

Im April 2019 steht auf dem Plan ein Konzert unter Lior Shambadal mit einer »Studie für Streichorchester» von Pavel Haas, der 1944 von den Nazis im KZ Auschwitz ermordet wurde. Von Gottfried von Einem stammt der »Bruckner-Dialog». Zwei Schöpfungen von DDR-Komponisten folgen: Günter Kochan verknüpft in »Variationen für Klavier und Orchester» Elemente des musikalischen sozialistischen Realismus mit jenen der Avantgarde. Ein »Paukenschlag» wird die Uraufführung des Schlagzeugkonzerts von Ruth Zechlin werden.

Konzerte: Sonntag, 21. Oktober 2018, 16 Uhr, Philharmonie, und Sonntag, 28. Oktober 2018, 11 Uhr, Konzerthaus Berlin
Weltnetz: www.berliner-symphoniker.de




Bregenzer Festspiele 2018

Halbzeit in Bregenz – Festspiele vermelden einen erfolgreichen Start

Bregenz, Österreich (Kulturexpresso). Bis jetzt spielte auch das Wetter mit und bescherte der Seebühne ausverkaufte Vorstellungen mit grandios inszenierten Sonnenuntergängen. Die ‚Carmen‘- Produktion musste heuer nur einmal ins Haus verlegt werden.

Zum Festspielfinale stehen noch zwei interessante Musiktheater-Ereignisse auf dem Programm. Die Uraufführung ‚Das Jagdgewehr‘ des Komponisten Thomas Larcher, in der Regie von Karl Markovics auf der Werkstattbühne, verspricht ein musikalisches Highlight zu werden. Rossinis ‚Der Barbier von Sevilla‘ im Kornmarktheater, in der Inszenierung von Brigitte Fassbaender, mit ausschließlich ganz jungen Künstlern, die schon an der Masterclass des Opernstudios Bregenz teilgenommen haben, schließt dann den Premierenreigen.

Zwei Epochen im Orchesterkonzert

Das gestrige Konzert der Wiener Symphoniker präsentierte vorab eine weitere Komposition von Thomas Larcher. ‚Alle Tage‘ – Symphonie für Bariton und Orchester, nach vier Gedichten von Ingeborg Bachmann (österreichische Erstaufführung). Vorläufige Erkenntnis: Die Stärke des gefragten Komponisten liegt doch wohl mehr in der orchestralen Gestaltung. Wenngleich von der menschlichen Stimme fasziniert, arbeitet Larcher überwiegend mit einem melodischen Sprechgesang, welcher zuweilen die Entstehung einer notwendigen Dynamik vermissen lässt.

Bariton Benjamin Appl wird als indisponiert angesagt, doch davon ist nichts zu bemerken, seine Interpretation der schwierigen Gesangspassagen klingt kraftvoll und entwickelt dennoch in den lyrischen Passagen eine große Sensibilität.

Spricht Thomas Larcher im Einführungsgespräch noch von der Angst der Frauen vor dem großen Orchesterapparat, als er gefragt wird, warum er sein Werk für Bariton geschrieben habe, beweist hier Dirigentin Karina Canellakis, dass sie durchweg furchtlos mit einem großen Klangkörper umzugehen versteht.

Einfühlsam und doch mit Zielstrebigkeit arrangiert sie mit den Wiener Symphonikern die recht schwierige Partitur und versteht es dennoch, die bekannte Klangschönheit der Wiener zu Gehör zu bringen.

Das Schicksal pocht an die Tür

Ludwig van Beethovens fünfte Symphonie zeigt sich nach der Pause als interessante Entwicklungsstudie der klassischen Musik in der Gegenwart. Beethoven soll den prägnanten Auftakt mit den Worten: „So pocht das Schicksal an die Pforte“ erklärt haben. Ganz so dramatisch klingt das Werk an diesem Abend nicht. Karina Canellakis besitzt einen Dirigierstil, der vordergründig mit visuell ansprechenden Bewegungen zu fesseln scheint; Kommentare nach dem Konzert bezüglich des visuellen Aspekts sind interessanterweise zu vernehmen.

Cannellakis ‚begleitet‘ die Symphoniker mehr als sie zu leiten, selten ist eine prägnante ‚Vorabzeichengebung‘ zu bemerken. Schnelle Tempi geben ihrer Interpretation Schwung sowie Pathos, dennoch bremsen letztendlich die oft extrem langsamen Ausdeutungen einiger Pianopassagen den Fluss der Sinfonie. Eine überhöhende musikalische Dimension kann sich leider nicht wirklich entfalten.

Dennoch großer Jubel vom Bregenzer Publikum für die Dirigentin sowie die brillant musizierenden Wiener Symphoniker. Auf die Entwicklung der sogenannten ‚ernsten‘ Musiktradition in den kommenden Jahren darf man gespannt sein.




Kritisches Orchester 2017.

Kritisches Orchester ist immer gut, oder? – Kritische Zuhörer zur Probe der Finalisten bei freiem Eintritt willkommen!

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Für kritische Journalisten klingt eine Pressemeldung über ein kritisches Orchester wie Musik in den Ohren. Der Klang wird wunderbar wohlig, weil wir wissen, dass das Kritische Orchester ehrenamtlich Mitglieder namhafter Orchester versammelt. Darunter sind Musiker der Staatskapellen Berlin und Dresden, der Orchester der Deutschen und der Komischen Oper, des Konzerthausorchesters Berlin, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des NDR Elbphilharmonie -Orchesters, des Gewandhausorchesters Leipzig, des Niedersächsischen Staatsopernorchesters und des Beethoven -Orchesters Bonn. Chapeau!

Diese mit Leidenschaft und nicht für Lohn tätigen Frauen und Männer, vor denen wir unseren Hut ziehen, würden in diesem Jahr von mehreren aktiven und ehemaligen Konzertmeistern verschiedener Klangkörper unterstützt werden, lesen wir und, dass vom 14. bis zum 17. Juni 2018 zehn international ausgewählte Dirigentinnen und Dirigenten im Studiosaal der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin mit Mitgliedern renommierter Orchester, die ihr Dirigat kritisch hinterfragen werden, arbeiten würden.

Für diese 16. Dirigierwerkstatt des Kritischen Orchesters in der Hauptstadt, die zum dritten Mal „in bewährter Kooperation zwischen dem Dirigentenforum des Deutschen Musikrats und der Hochschule für Musik Hanns Eisler“ stattfinde, wie Lisa Valdivia vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gegenüber KULTUREXPRESSO erklärte, hätten sich „rund 95 junge Dirigentinnen und Dirigenten aus 35 Ländern beworben. Das sei eine Steigerung der internationaler werdenden Bewerberzahl um ca. 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zum ersten Mal werde die international renommierte Dirigentin und Professorin Simone Young als Mentorin mitwirken, während die Künstlerische Leitung der 1. Konzertmeister der Staatskapelle Berlin, Prof. Lothar Strauß, innehabe.

Wer einmal vorbeischauen und zuhören möchte bei einer Probe, der ist am Sonntag, den 17. Juni 2018, in der Zeit von 11 bis 15 Uhr zur Probe der Finalisten willkommen. Der Eintritt im

Studiosaal der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin

Charlottenstraße 55, 10117 Berlin-Mitte,

ist frei. Viel Vergnügen!

Mehr Informationen unter www.dirigentenwerkstattinteraktion.de und www.dirigentenforum.de im Weltnetz.




Trompe und Notenständer.

„Asyla“ in Dortmund – Große Orchesterwerke und musikalischer Poetry-Slam

Dortmund, Deutschland (Kulturexpresso). Große Orchesterwerke und musikalischer Poetry-Slam, Taktstocktalente und Wortkünstler werden beim Abschlusskonzert des Dirigentenforums mit den Dortmunder Philharmonikern am 7. Februar 2018 versprochen. Versprochen ist versprochen und wird bei „Asyla“ nicht gebrochen. Punkt.

Dafür hätten sich junge Dirigenten und Nachwuchs-Slammer gemeinsam mit dem Stück „Asyla“ des britischen Komponisten Thomas Adès auseinander. Das Werk basiere laut Pressemitteilung vom 24. Januar 2018 „auf einem Wortspiel: ‚Asyla‘ steht im Englischen sowohl für die sichere Zufluchtsstätte als auch für die Irrenanstalt.“ Na, das passt ja wie die Faust auf Auge.

Ob die „Musik … rauschhaft und pulsierend“ ist, das werden die Besucher hören und auch, ob „im dritten Satz Ecstasio … der pulsierende Orchesterklang an Technobeats“ erinnert.

Weiter in der Pressemitteilung: „‚Asyla‘ wurde 1997 von dem damals erst 26 Jahre alten Thomas Adès für Sir Simon Rattle geschrieben. Dieser brachte das Werk mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra zur Uraufführung und dirigierte es 2002 in seinem Einstandskonzert als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Damit ist ‚Asyla‘ ein Werk, das besonders für Dirigenten von großem Interesse ist.

Drei Nachwuchsdirigenten – Niklas Benjamin Hoffmann, Assistant Conductor beim London Symphony Orchestra, Gábor Hontvári, Student an der Hochschule „Franz Liszt“ Weimar und Yura Yang, Solorepetitorin mit Dirigierverpflichtung am Musiktheater im Revier – erhalten im Februar die Möglichkeit, im Rahmen einer Dirigierwerkstatt des Dirigentenforums zusammen mit den Dortmunder Philharmonikern an ‚Asyla‘ zu arbeiten. Als Mentor steht ihnen der Dortmunder Generalmusikdirektor Gabriel Feltz zur Seite, der selbst Stipendiat des Dirigentenforums war und 1999 als Preisträger aus dem Förderprogramm hervorging.

Das, was in der Dirigierwerkstatt erarbitet wurde, wird beim Abschlusskonzert am Mittwoch, 7. Februar 2018, um 19 Uhr im Orchesterzentrum NRW zu sehen und vor allem zu hören sein. Neben den jungen Dirigenten werden auch die besten Schülerinnen und Schüler aus dem Workshop „Kreatives Schreiben – Asyla“ auf der Bühne zu erleben sein, die das musikalische Programm mit ihren Slam-Texten ergänzen.

Tickets für das Abschlusskonzert gibt es für 20 Euro an der Theaterkasse im Opernhaus Dortmund, unter Telefonnummer 0213-50 27222 oder unter www.theaterdo.de.




Semperoper in Dresden.

Silvesterkonzert in der Semperoper

Dresden, Sachsen, Deutschland (Kulturexpresso). Sivesterkonzerte gibt es viele. Ein Silvesterkonzert der besonderen Art wird in der Semperoper gegeben.

Unter dem Motto „Semperoper im Filmfieber“ findet das Silvesterkonzert in Dresden statt aus Anlass des 100. Geburtstags der Universum Film AG (UFA), die am 18. Dezember 1917 in Potsdam gegründet wurde.

Die Sächsische Staatskapelle Dresden unter Chefdirigent Christian Thielemann spielt die Gassenhauer der Tonfilmzeit: „Ein Freund, ein guter Freund“, „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“.

Dazu teilt das ZDF, dass am Sonntag, den 31. Dezember 2017, ab 17.30 Uhr aus Dresden überträgt, mit: „In den Filmen spiegelt sich ein Stück Geschichte mit all ihren Brüchen und einer Ambivalenz aus Kultur und Politik wider. In dem Dresdner Konzert setzen sich die Musiker auf künstlerische Weise reflektiert und kritisch mit den „Filmträumen“ der Vergangenheit und den „Misstönen“ deutscher Historie auseinander: Angela Denoke, Star der Opernbranche, die österreichische Mezzosopranistin Elisabeth Kulman und der Hamburger Tenor Daniel Behle. Kommentatorin des Abends ist Bettina Volksdorf.“

Ob im Konzert oder vor der Kiste fürs Flimmern und Rauschen: viel Vergnügen!




Blick in die Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

275 Jahre Staatsoper Unter den Linden – Eine Feier und zwei Premieren

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Im Dezember wird Unter den Linden gefeiert. In der Staatsoper Unter den Linden wird der 275. Geburtstag mit einem Konzert der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim am Tag des Jubiläums, das ist der 7. Dezember, gefeiert.

Gefeiert wird auch am 8. und 9. Dezember 2017. Zwei Premieren stehen an, auf die sich Berliner und Brandenburger sowie Besucher an Havel und Spree freuen.

Humperdincks »Hänsel und Gretel« startet am 8. Dezember in der Regie von Achim Freyer und unter der musikalischen Leitung von Sebastian Weigle. Am 9. Dezember findet die Premiere von Monteverdis »L’incoronazione di Poppea« in einer Inszenierung von Eva-Maria Höckmayr in Zusammenarbeit mit der Akademie für Alte Musik statt. Diego Fasolis dirigiert.




Hossein Pishkar

Hossein Pishkar aus dem Iran gewinnt Deutschen Dirigentenpreis 2017

Berlin, Deutschland (Kulturexpesso). Dass der 1988 im Iran geborene Dirigent Hossein Pishkar den Deutschen Dirigentenpreis 2017 gewonnen hat, das kommt nicht von ungefähr. Zwar absolvierte Pishkar ein Kompositionsstudium in Teheran, reiste aber 2012 nach Deutschland, um an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf Orchesterleitung bei Prof. Rüdiger Bohn zu studieren.

In kurzer Zeit brachte er es zum Chefdirigent des Concerto Langenfeld und war dort bis 2015 Leiter. Laut „Dirigentenforum“ assistierte er „als ‚Conductor-in-Progress‘ … in der Spielzeit 2015/16 dem Chefdirigenten Daniel Raiskin beim Staatsorchester Rheinische Philharmonie in Koblenz und leitet eigene Konzerte. Eine Assistenz führte ihn 2016 zur Jungen Deutschen Philharmonie, wo er die Vorproben für Bergs ‚Lulu‘ und für die Uraufführung von Saunders ‚Still‘ übernahm. 2017 assistierte er Thomas Gabrisch bei der Produktion von Haydns ‚Die Welt auf dem Monde‘ mit Orchester und Sängern der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und übernahm mehrere Vorstellungsdirigate.“

Der 2015 in die Förderung des Dirigentenforums aufgenommene Pishkar überzeugte als einer von zwölf Dirigenten im ersten internationalen Dirigierwettbewerb, der vom 22. bis 29. September 2017 in Köln stattfand, die Jury mit seiner Interpretation von Robert Schumanns „Manfred-Ouvertüre“ und einem Ausschnitt aus Verdis Oper „Rigoletto“. Das teilten die Organisatoren in Köln mit, denen zufolge der Deutsche Dirigentenpreis „ein vom Deutschen Musikrat in Partnerschaft mit der Kölner Philharmonie, der Oper Köln, dem Gürzenich-Orchester Köln und dem WDR-Sinfonieorchester ausgetragener internationaler Wettbewerb für junge Dirigenten“ sei.