Das San Francisco Symphony Youth Orchestra in der Philharmonie Berlin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Per Pressemitteilung vom 22.5.2019 teilt der Deutsche Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V. mit, dass am Samstag, den 29. Juni 2019, ab 20 Uhr, das San Francisco Symphony Youth Orchestra in der Philharmonie Berlin unter der Leitung von Christian Reif Werke von Detlev Glanert, Pjotr I. Tschaikowski und Gustav Mahler präsentieren werde.

Als Solistin trete „die renommierte Geigerin Nicola Benedetti auf, die „zur musikalischen Nachwuchselite“ der Vereinigten Staaten von Amerika „und zu einem der besten Jugendorchester der Welt: dem San Francisco Symphony Youth Orchestra“ gehöre. Außerdem sei Benedetti „nicht nur“ eine der „gefragtesten Interpreten ihrer jungen Generation…“, sondern sie engagiere sich „auch intensiv für die musikalische Nachwuchsförderung“.




Einfach überirdisch schön – Werke von Morten Lauridsen neu auf der CD „Light Eternal“

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Kürzlich gab es im Internet eine Diskussion über lebende Komponisten mit der Frage, wer von ihnen bestehen könnte im Laufe der Geschichte. Morten Lauridsen wurde nicht erwähnt und als ich ihn erwähnte, wurde ich belehrt, dass Lauridsen nur religiöse Musik komponiere, dies zwar sehr gut, aber eben zumeist nur Chormusik. Nun, ich frage mich, was komponierte damals J.S. Bach? Zumeist religiöse Musik und sehr viel Chormusik! Und dennoch wird er immer als einer der Größten bezeichnet. Ein Hauptmerkmal der aktuellen Zeit ist diese enorme Vervielfältigung aller möglichen Facetten des Daseins und ihre Berechtigung im Spektrum der gesellschaftlichen Diskussionen als absolut wahr. Doch das ist vielleicht gut so, um zu erkennen, dass wir gar nicht so verschieden sind von unseren Vorfahren, letztendlich läuft alles doch auf Glück und Frieden hin. Das menschliche Wesen ist eine schwingende Zellansammlung, das eine große Vorliebe für stark stimulierende Frequenzen hegt, würden wir sonst diesen unsäglichen Kampf um etwas ‚Höheres‘ jeden Tag annehmen ohne überhaupt das ‚Höhere‘ zu kennen?

Die Aufgabe der Kunst war es schon immer diesen Urschmerz im Menschen zu stillen, wenn auch nur manchmal für kurze Zeit. Morten Lauridsens Kompositionen, ob Instrumental- oder Chormusik, fließen direkt aus einem tiefen Erfahren einer höheren Ordnung. Er scheint im Einklang mit der Natur zu atmen und er kann diesen Zustand in Töne setzen. Die neue CD ‚Light Eternal‘, die nun zu seinem 75. Geburtstag bei der Deutschen Grammophon erschienen ist, beginnt mit dem wohl bekanntesten Werk ‚Lux aeterna‘. Komponiert zumeist auf einer einsamen Insel im Nordwesten der USA, nahe der kanadischen Grenze, ‚sieht‘ man förmlich das Licht durch die Wolken brechen, wie Suchlichter im Pazifik aufleuchten und verglimmen, dennoch unbesiegbar ewig. Ganz meisterhaft wird das hier musiziert von den I Virtuosi Italiani unter der Leitung von Nicol Matt, der auch den Chamber Choir of Europe auf einem hohen Niveau singen lässt, leicht und schwingend von überirdischer Schönheit. Die Tonaufnahmen fanden vergangenes Jahr in Kufstein in Zusammenarbeit mit Lauridsen selbst statt, der auch am Klavier begleitete.

Poesie ist für den Komponisten eine wichtige Quelle der Inspiration, sein tägliches Ritual, das Lesen von Gedichten. So vertonte er auch fünf Gedichte von Rainer Maria Rilke in seinem Zyklus ‚Les Chansons des Roses‘. Davon sind zwei hier zu hören, ebenso ein Gedicht aus der Renaissance sowie Pablo Nerudas ‚Ya eres mia‘. Im Zyklus ‚Nocturnes‘ wurden wieder Gedichte von Neruda, Rilke und James Agee vertont. ‚Prayer‘, nach dem Text eines Freundes, des Schriftstellers Dana Gioia, erzählt von dem Schmerz über den Verlust eines Kindes. ‚O Magnum Mysterium‘ ist eine Motette, die von dem Wunder aller Wunder spricht und sie bildet den sublim transzendenten Schlusspunkt dieses Musikjuwels, mit dessen Tönen Licht und Trost wahrhaft zu erfahren sind.




Bei nächtlicher Blick auf die Philharmonie in Berlin.

Über den Tellerrand – Die Berliner Symphoniker eröffnen ihre Saison 2018/2019 mit neuem musikalischem Profil

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Seit der Berliner Senat unter Federführung von Thomas Flierl (PDS) 2004 den Berliner Symphonikern die Zuschüsse gestrichen hat, haben viele sie totgesagt oder totgeglaubt. Doch der Regierende Bürgermeister Michael Müller zählt sie noch immer zu den acht subventionierten Berliner Orchestern, faktisch durch einen Erinnerungsposten im Haushalt. Unbestreitbar hatten und haben die Berliner Symphoniker einen unentbehrlichen Platz unter den Berliner Orchestern. Von Anfang an zielten sie darauf ab, durch populäre Programme und günstige Eintrittspreise einkommensschwachen Bevölkerungsschichten einen Konzertbesuch zu ermöglichen. Mit ihren Nachmittagskonzerten bieten sie Berlin-Besuchern ein Konzerterlebnis an, doch auch Kindern und Jugendlichen sowie Rentnern und Bewohnern des Umlands von Berlin.

Für die neue Saison 2018/2019 entwickelte der Chefdirigent Lior Shambadal ein neues musikalisches Profil. »Bei uns soll man etwas hören, was man nur bei uns zu hören bekommt», sagt Shambadal. Zum Beispiel können das unvollendete Werke Wolfgang Amadeus Mozarts sein wie »Die Gans von Kairo», die Shambadal und das Orchester jüngst auf bezaubernde Weise mit Studenten der Universität der Künste aufführten. Oder unbekannte Werke von jüdischen Komponisten, oder Musik von Komponisten aus der DDR und der Sowjetunion, deren Werke nach dem Untergang beider Staaten nicht weiter gepflegt wurden und im Westen weitgehend unbekannt sind. Mehr noch, das Schaffen der DDR-Komponisten wird von den renommierten Orchestern fast völlig ausgeblendet, sowohl im Konzertsaal als auch auf der Opernbühne.

Lior Shambadal und sein Orchester blicken mit ihrem Programm weit über den Tellerrand hinaus, der im »vereinten» Deutschland keiner mehr sein dürfte, aber Realität ist. Sein Konzept hat Shambadal dem Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) vorgelegt, der dem Plan Geschmack abgewinnen konnte, wenn auch noch ohne die Konsequenz, das Orchester erneut institutionell im Landeshaushalt zu fördern. Eine Projektförderung dürfen sie beantragen, bei Bedürftigen bekannt als Sisyphusarbeit ohne Garantie auf Erfolg.

Am kommenden Sonntag beginnen die Musiker in der Philharmonie ihre Abonnementskonzerte mit Werken von Meistern, die von den Nazis verfemt worden waren. Die Märchenouvertüre »Peter Pan» entreißt ein Werk Ernst Tochs der Vergessenheit. Ein Kleinod ist das Violinkonzert Erich Jacques Wolffs, ein Klangerlebnis die Reformationssymphonie Felix Mendelssohns-Bartholdys. Am 28. Oktober folgt im Konzerthaus ein Sonderkonzert mit Werken von Komponisten aus Ost und West. Besonders spannend zu hören wird die Vertonung des Kommunistischen Manifests durch den deutschböhmischen jüdischen Komponisten Erwin Schulhoff sein, der als Sowjetbürger 1942 in einem deutschen Internierungslager starb. Die Paganini-Variationen von Boris Blacher sind ein Kleinod ebenso wie »Sakuntala, eine indische Legende für Violine und Orchester» von Wolfgang-Andreas Schultz. Beide Werke werden von Maximilian Simon gespielt. Von Kurt Schwaen, einem Meister des Neoklassizismus aus der DDR, erklingen Variationen über ein niederländisches Volkslied. »Ohrwürmer» bringt die Suite »Die Legende von Paul und Paula» des DDR-Filmkomponisten Peter Gotthardt.

Im April 2019 steht auf dem Plan ein Konzert unter Lior Shambadal mit einer »Studie für Streichorchester» von Pavel Haas, der 1944 von den Nazis im KZ Auschwitz ermordet wurde. Von Gottfried von Einem stammt der »Bruckner-Dialog». Zwei Schöpfungen von DDR-Komponisten folgen: Günter Kochan verknüpft in »Variationen für Klavier und Orchester» Elemente des musikalischen sozialistischen Realismus mit jenen der Avantgarde. Ein »Paukenschlag» wird die Uraufführung des Schlagzeugkonzerts von Ruth Zechlin werden.

Konzerte: Sonntag, 21. Oktober 2018, 16 Uhr, Philharmonie, und Sonntag, 28. Oktober 2018, 11 Uhr, Konzerthaus Berlin
Weltnetz: www.berliner-symphoniker.de




Die Konzertreihe "Living Music 2018" in Potsdam.

Ihre Stimme – Musik jüdischer Komponisten in der Konzertreihe Living Music 2018

Berlin, Potsdam, Deutschland (Kulturexpresso). Der eingetragene Verein KOL – jüdische Musik beleben und erleben mit Sitz in Potsdam, der sich nach eigenen Angaben „von Beginn an“ der „Musik jüdischer geflüchteter Komponisten“ verschrieben habe, veranstaltet eine jüdische Konzertreihe mit englischem Titel. „Living Music 2018“ verspreche laut Pressemitteilung des Veranstalters vom 3.8.2018 „Musik jüdischer Komponisten an vier verschiedenen Tagen“.

Unter dem Motto »Ihre Stimme. Musik jüdischer KomponistInnen« sollen, so die künstlerische Leiterin Mimi Sheffer, „vor allem die Musik von … Komponistinnen und Dichterinnen, umrahmt von Werken geflüchteter jüdischer Komponisten“ zu Gehör gebracht werden.

Nach dem Erfolg im Juli 2017 in der Villa Elisabeth in Berlin startet die diesjährige Konzertreihe am Sonntag, den 2. September 2018, 17 Uhr, im Potsdam-Museum – Forum für Kunst und Geschichte, mit dem „Jüdischen Neujahrskonzert“. Sheffer freue sich laut Heimatseite kol-juedischemusik.com, „die komplette Version des ausgezeichneten Werks Paul Ben-Haims ‚Empfang des Schabbats‘ mit meinen Kollegen aufführen zu dürfen“.

Die Kollegen seien Martha O’Hara (Sopran), Anne-Lisa Nathan (Mezzo-Sopran), Felipe Balieiro (Tenor), Andrei Makarevich (Bass) und Mirlan Kasymaliev (Orgel und Klavier). Außerdem würden „bekannte und beliebte Werke von Kurt Weill und Max
Janowski“ gespielt werden.

Doch dieses ist nur eines von vier Konzerten, die „immer am ersten Sonntag des Monats um 17 Uhr von September bis Dezember im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam, präsentiert“ werden.

Das Konzert am 7. Oktober 2018 mit Mimi Sheffer (Sopran) und Ofra Yitzhaki (Klavier) trägt den Titel „Mein blaues Klavier“. Sie nehmen sich der Komponisten Ben-Haim, Brod, Shlonsky und Lerner Sternberg an, die für Sheffer „verschiedene musikalische Stilrichtungen, die in den 1930er-Jahren mit den jüdisch-europäischen Immigranten nach Israel kamen und die hier auch heute noch existieren“ repräsentieren würden. Auf diesem Konzert würden „Lieder, die von Frauen wie Else Lasker-Schüler, Lea Goldberg und Verdina Shlonsky komponiert und gedichtet wurden“, aufgeführt werden.

Am 4. November 2018 spielen Frauen Frauen. Das Ensemble Noga mit Idit Shemer (Flöte), Orit Messer-Jacobi (Violoncello) und Ruth Zori (Klavier) tritt mit Mimi Sheffer (Sopran) als Gast auf und bringt Werke von Rosy Wertheim, Ayala Asherov und Irena Svetova.

Das Konzert „Les Juives“ bildet am 2. Dezember 2018 mit dem Trio Figment, das aus Nur Ben Shalom (Klarinette), Itamar Ringel (Viola) und Na’aman Wagner (Klavier) besteht, das Werke von Fanny Mendelssohn, Ursula Mamlok, Naomi Shemer, Aviyah Kopelman u.a. aufführt, das Ende der Reihe „Living Music 2018“, die vom Land Brandenburg und der Landeshauptstadt Potsdam gefördert wird.

Schauen Sie einmal rein, dann hören Sie schon.

Weitere Informationen:

Tickets: 10 Eure/8 Euro ermäßigt. 4er Abonnement: 35 Euro/25 Euro ermäßigt
2 Stunden vor Konzertbeginn freier Eintritt in die Sonderausstellung „Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“, die vom 29.9.2018 bis zum 17.1.2019 läuft.

Eine Kartenreservierung ist telefonisch unter 0331 289 6868 möglich.




Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir – Auf zur Sonderausstellung „Wanderlust“ in der Alten Nationalgalerie

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso) Am 9. Mai 2018 wird in der Alten Nationalgalerie Berlin die Ausstellung „Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“ eröffnet, zu der es von Seiten des Veranstalters heißt, dass, wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denke, „Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde ‚Wanderer über dem Nebelmeer‘ vor Augen“ habe.

Das Bild als „herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung …, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Beispielen der klassischen Moderne nachspürt“.

Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir würden die Bilder reichen, die noch bis 16. September 2018 präsentiert werden sollen. Dazu zählen auch Bilder von Künstlern wie Carl Blechen, Karl Friedrich Schinkel, Johan Christian Dahl, Richard Wilson, Christen Købke, Gustave Courbet, Iwan Kramskoi, Ferdinand Hodler, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix und Ernst Barlach.

Die 120 Exponate, darunter angeblich „erstrangige Leihgaben aus europäischen und amerikanischen Museen“ würden in die Bereiche Entdeckung der Natur, Lebensreise, Künstlerwanderung, Spaziergänge, Sehnsuchtsland Italien und Wanderlandschaften nördlich der Alpen thematisch gegliedert. Dass die Nationalgalerie über eine bedeutende Sammlung eigener Werke zum Thema Wandern verfügt, das darf nicht verschwiegen werden. Viele würden auch gezeigt werden.

Alte Nationalgalerie

Bodestraße 1-3, Berlin-Mitte.

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro




Frank Brabant.

Hommage an ein Sammlerleben – Die Sammlung Brabant im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden

Frankfurt, Wiesbaden, Deutschland (Kulturexpresso). Mit der Ausstellung „Von Beckmann bis Jawlensky“ präsentiert das Hessische Landesmuseum Wiesbaden nicht nur eine Auswahl hochrangiger Werke vom Expressionismus über die Neue Sachlichkeit bis zu einem Ausblick in die Nachkriegskunst, es dokumentiert vor allem auch die Leidenschaft und Leistung eines Sammlers – Frank Brabant – der im Laufe der letzten 50 Jahre eine Sammlung zusammengetragen hat, die viele Museen gerne ihr Eigen nennen würden.

Ein Glücksfall für Wiesbaden und Schwerin

Brabant, in Schwerin geboren und seit langem in Wiesbaden lebend, hat seine Sammlung in eine Stiftung eingebracht, die die Werke in Anteilen den Landesmuseen in Schwerin und Wiesbaden überlässt. Bereits 2010 wurde in Wiesbaden in einer kleinen Ausstellung eine Auswahl der Sammlung gezeigt, die ahnen ließ, welcher Schatz hier darauf wartete, für die Allgemeinheit gesichert zu werden. Es ist das Verdienst des damals frisch bestallten neuen Direktors Alexander Klar, der – im Gegensatz zu seinem an dieser Stelle sehr uninteressierten Vorgänger – den Kontakt zu Brabant suchte und vertiefen konnte. Dies führte u.a. dazu, dass Brabant schon 2014 dem Museum Jawlenskys Gemälde „Helene im spanischen Kostüm“ (das größte Format, das Jawlensky je malte) zur Komplettierung der museumseigenen Sammlung schenkte.

Kunst statt Auto

Der 1938 in Schwerin geborene Kunstsammler Frank Brabant machte Wiesbaden vor knapp 60 Jahren zu seiner Wahlheimat. Seine Sammlertätigkeit begann 1964 mit dem Kauf eines Holzschnitts von Max Pechstein im Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath – er findet sich auch in der Ausstellung. Der damalige Preis von 350 DM entsprach seinem Monatsgehalt, also musste er „abstottern“. Einmal auf dem Kunsttrip, ging es ständig so weiter. Das für einen VW-Käfer angesparte Geld verwandelte sich in ein Kirchner-Aquarell. Heute umfasst die Sammlung mehr als 600 Werke und repräsentiert einen Wert zwischen 20 und 40 Millionen. Möglich wurde dies auch dadurch, dass Brabant sich nicht auf die hochgehandelten Namen und Werke versteifte, sondern die eher missachteten aber qualitätsvollen Angebote erwarb. So besaß er schon lange Werke von Höch oder Jeanne Mammen oder Vertretern der Neuen Sachlichkeit, ehe diese kürzlich in großen Ausstellungen z.B. der Schirn oder der Berlinischen Galerie präsentiert wurden.

Wie lebt man mit so viel Kunst?

Ein Verdienst der Ausstellung ist es, dass nicht nur die Sammlung präsentiert wird, sondern auch die Persönlichkeit des Sammlers. Dies geschieht durch einen diskreten Einblick in die Wohnung Brabants. Zwei Räume sind fotografiert und raumhoch auf die Wände eines Ausstellungsraumes übertragen worden. Dazu läuft ein Film mit einem bei ihm zu Hause aufgenommenen Interview. Die vergleichsweise bescheidene Wohnung Brabants zeigt sich „tapeziert“ mit Meisterwerken, von einer Petersburger Hängung kann man schon nicht mehr reden. Kein Raum, bis zum Bad, bleibt verschont und auch an den Türen hängen Bilder. Und ständig kommen neue hinzu.

Die Stiftung soll Außenwirkung zeigen

Mit der Stiftung befriedigt Brabant keine persönliche Eitelkeit, auch wenn ihm dies gegönnt wäre. Er will Wirkung erzeugen. Ein Ergebnis wird eine künftig intensive Zusammenarbeit der Museen in Wiesbaden und Schwerin sein. Nicht nur, dass sich diese Häuser sehr einvernehmlich über die Aufteilung der Sammlung geeinigt haben, die Werke sollen auch für künftige Projekte als gemeinsamer Fundus dienen. Und auch die Vermittlung, vor allem an Kinder und Jugendliche, steht im Focus: Eine Bedingung des Stifters war, dass Schulklassen zu der Sonderausstellung freien Eintritt haben.

Die Ausstellung läuft vom 13. April bis 30. September.
Web: www.museum-wiesbaden.de/ausstellungen/beckmann-bis-jawlenski




Landesmuseum Mainz

Sonderausstellung „Landschaft und Skulptur“ – Landesmuseum Mainz zeigt Werke des Bildhauers Eberhard Linke

Mainz, Deutschland (Kulturexpresso). Der 1937 in Lauban, Schlesien, geborene Eberhard Linke, der seit über 50 Jahren Skulpturen aus Terrakotta und Bronze herstellt und in diesem Jahr mit der Max-Slevogt-Medaille ausgezeichnet wurde ist der renommiertesten Bildhauer Rheinhessens.

In der Hauptstadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz zeigt das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) eine Sonderausstellung mit dem Titel „Landschaft und Skulptur“, die am Sonntag, den 8. Oktober, um 16 Uhr im Beisein des Künstlers eröffnet wird.

Inmitten seiner Dauerausstellung werden zahlreiche Zeichnungen und Skulpturen des Bildhauers, die einen Überblick über das vielseitige künstlerische Schaffen von Eberhard Linke vermitteln, gezeigt.