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Arkan – Leben und Sterben eines serbischen Mafioso & Warlords – Zum Sachbuch „Balkanblut“ von Frank Willmann

"Balkanblut. Leben und Sterben des serbischen Mafiosos und Warlods Arkan" von Frank Willmann. © Klett-Cotta Verlag J.G. Cotta sche Buchhandlung Nachfolger GmbH

Berlin, BRD (Weltexpress). Bankräuber, Geheimdienstkiller, Gefängnisausbrecher, Frauenschwarm, Fußballclubbesitzer, Paramilitär. Die dreckige und außerordentliche Geschichte eines Mafioso.

Wo liegen die Ursachen für Gewalt? In der Familie, im Charakter, in der Natur des Menschen?

Willmann erzählt anhand des Jugo-Gangsters, Killer und Warlords Arkan, wie und warum ein kleiner Junge in Belgrad vom Pfad abkommt, als Kind Omas die Handtaschen raubt, zum Einbrecher reift, Erziehungsheime von innen kennenlernt, das rücksichtslose kommunistische Regime Jugoslawiens bis zur Neige auskostet, nach Italien flüchtet und noch minderjährig Banken und Juwelierläden ausraubt, Abstinenzler wird, mit seinem Charme Frauen reihenweise betört, ein Dutzend Kinder zeugt, schon in jungen Jahren die Geschicke der Jugomafia bestimmt, zum irren, machtgeilen Warlord wächst, die Turbovolkqueen Ceca ehelicht, den Boulevard füttert, sich einen Fußballclub kauft und ihn mit Geld und Gangstermethoden zum serbischen Meister kürt, endlich von Lothar Matthäus himself und den nicht minder bösen Bayernbuben in der Champions-League-Qualifikation abgeschossen wird, bevor ihm die letzte Kugel bleibt.

Unfassbar spannend erzählt, ein Buch, das nichts auslässt. Nationalismus gepaart mit organisierter Kriminalität als mörderischer Mix. Arkan hat das in den Jugoslawienkriegen (mit seiner vom serbischen Geheimdienst und nationalistischen Kräften finanzierten) paramilitärischen Einheit, der serbischen Garde, auch genannt Arkans Tiger, in aller Erbarmungslosigkeit vorgeführt. Ein Mustread vom Feinsten, ein Buch, das durch die Haut geht. Einer Geschichte des Bösen, die Story eines Mannes und seiner Getreuen, von manchem in Serbien noch heute verehrt, von vielen Menschen zutiefst gehasst. Ein Buch wie ein Faustschlag, besser lässt es sich nicht formulieren.

Bibliographische Angaben:

Frank Willmann, Balkanblut, Leben und Sterben des serbischen Mafiosos und Warlords Arkan, 304 Seiten, Bindung: gebunden, Tropen Verlag, Berlin, 1. Auflage 14.3.2026, ISBN: 978-3-608-50265-7, Preise: 24 EUR (Deutschland), 24,70 EUR (Österreich), auch als E-Buch erhältlich für 18,99 EUR

Anmerkung:

Siehe den Beitrag

im KULTUREXPRESSO.

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