Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Uns zur großen Freude und Léo Malets Vermächtnis verpflichtet, bringt der Spätsommer einen neuen Malet-Comic mit dem Titel „Nestor Burma in der Klemme“ aus dem Malkasten Emmanuel Moynots.
Mit bewährter Raffinesse sortiert Malet in ein neues Abenteuer. Paris noch immer von den Nazis besetzt, hindert die Bösewichter nicht daran, weiterhin ihre Untaten zu begehen. Währen eines Fliegerangriff, der die Einwohner der Stadt in Bunker und Keller treibt, läuft dem charmanten Detektiv Burma eine rothaarige Schönheit über den Weg. Er folgt ihr neugierig, bis sie ihn abschüttelt.
Als er kurz darauf von einem Mord erfährt, der sich in der Nähe abspielte, nimmt der alte Spürhund Witterung auf und führt uns mitten in die Spätfolgen eines Goldraubs. Leichen hier und da, die geheimnisvolle Rothaarige nimmt Burma in ihren Bann, die Bullen nerven und die deutsche Besatzung belastet die Gemüter. Bis Burma den Knoten löst und ein Drama seinen Lauf nimmt, das unseren armen Detektiv schwer zu schaffen macht.
Fein für die ü50-Gneration getextet und zeichnerisch auf den Punkt gebracht, ist das Werk eine Pflichtlektüre aller Maletfans for Live, auch wenn sein Detektiv mit seinem anachronistischen Frauenbild sicher nicht den Nerv der jungen Frauen im Jahr 2026 trifft.
Bewertung: vier Punkte von fünf Punkten
Bibliographische Angaben:
- Erzähler: Léo Malet
- Zeichner: Emmanuel Moynot
- Titel: Nestor Burma in der Klemme
- Reihe: Nestor Burma
- Genre: Comic
- Seiten: 72
- Sprache: Deutsch
- Bindung: gebunden
- Druck: farbig
- Verlag: Schreiber & Leser, Hamburg
- Auflage: 1. Auflage August 2026
- ISBN: 978-3-96582-241-2
- Preis: 22,80 EUR (Deutschland)
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