Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). „Zsömle ist weg“ von László Krasznahorkai ist ein genialer, wunderbarer, großer Roman voll Witz, Esprit und fröhlicher Untergangsstimmung. Was interessiert uns der hässliche Vogel mit den pissgelben Haaren, wenn es solche Bücher gibt?
Krasznahorkai zaubert in seinem neunen Roman „Zsömle ist weg“ herrliche Endlossätze über einen schrägen Sonderling, der wahrscheinlich (oder auch nicht) von Dschingis Khan abstammt. Abseits von politischer oder psychologischer Verblendung knödelt der verdiente Nobelpreisträger unsere Menschenwelt und nudelt und pudelt sie. Was für ein Romanwunder!
Worum es geht? Um Onkel Józsi und den geheimen ungarischen Thronfolger, der im Verborgenen lebt, bis ihn eine Handvoll Irrer (naja, halbnetter Vogel) auf den Thron schubsen will, er aber weiß ,wozu das führen kann und wird, nämlich ins Chaos. Munter gleiten wir durch den Wahnsinn der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Natürlich ohne Anschnallhilfen wie die lächerliche Interpunktion oder ähnlichen Quark, der nur impotente Germanisten interessiert.
Bewertung: fünf Punkte von fünf Punkten
Bibliographische Angaben:
László Krasznahorkai, Zsömle ist weg, Roman, 304 Seiten, Sprache. Deutsch, Übersetzerin: Heike Flemming, Verlag: S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main, 1. Auflage 10.12.2025, ISBN: 978-3-10-397667-0, Preis: 25 EUR (Deutschland), auch als E-Buch für 19,99 EUR erhältlich
Anmerkung:
Siehe auch den Beitrag
- Sprachakrobatik im trostlosen Thüringen – Annotation zum Roman „Herscht 07769“ von László Krasznahorkai von Frank Willmann
im KULTUREXPRESSO.
Anzeige:
Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch Reisen voll Witz, Esprit und fröhlicher Untergangsstimmung –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.






![[Hellas Filmbox] Gewaltiges Werk: Sounds of Vladivostok von Marios Joannou Elia ist ein Filmkonzert Der griechische, zypriotische oder griechisch-zypriotische Komponist Marios Joannou Elia von "Sounds of Vladivostok"](https://kulturexpresso.de/wp-content/uploads/2018/01/20180128_002601VeröKE-100x70.jpg)









