
Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). DUST BUNNY heißt der neue Film, der bundesweit am Donnerstag 19. Februar 2026 ins Kino kommt. Er erinnert uns visuell an den Berlinale-Spielfilm Grand Budapest Hotel, der am 6. Februar 2014 auf der Berlinale in Berlin Premiere feierte. Er heißt im Original „The Grand Budapest Hotel“ und ist von Wes Anderson. Zurecht schreibt die Agentur über DUST BUNNY: „Der Film von Bryan Fuller bietet ein außergewöhnliches, visuell opulentes Kinoerlebnis sowie einen faszinierenden Genre-Mix – in den Hauptrollen Mads Mikkelsen und Newcomerin Sophie Sloan.“ Visuell opulent. Das trifft es auf den Punkt! Aus unserer Sicht dürfen wir Sigourney Weaver nicht vergessen. Wir zitieren die Agentur: „Ergänzt wird das Figurenensemble durch die rätselhafte Agentin Laverne (Sigourney Weaver).“ Die Agentur (und es ist eine Agentin übrigens), die wir zitieren, ist eine PR-Agentur. Die fiktive Agentin aus dem Film „arbeitet“ im Verbrechermilieu.
Doch das vergisst man wegen der sehr schönen Bilder nur allzu schnell. Aus Gründen der Moral und Ethik mussten wir das einmal erwähnen, widmen uns nun aber dem Spielfilm und seinen Darstellern. Frau Weaver (deutsche Version des Familiennamens: Weber) ist für viele wohl die bekannteste Darstellerin dieses Streifens. Das Wiedersehen tat gut. Sophie Sloan, die Kinderdarstellerin, ist noch unbekannt. Sie spielt die Hauptrolle der 10jährigen Aurora (zu deutsch Nordlicht). Drehbuch und Regie – beide obliegen BRYAN FULLER – weben hier eine ganz wunderbare Geschichte zusammen, die natürlich nicht ganz jugendfrei ist. Der Verleih DCM schreibt dann auch „DUST BUNNY, das visuell faszinierende Dark Fairytale“ – das dunkle Märchen.
Oscarverdächtige Ausstattung von Dust BUNNY
Visuell ist es faszinierend und opulent, schon in der Ausstattung, aber rechnergenerierte Ebenen übertreffen noch die Bilder, an denen man sich (nicht) sattsehen kann. Und dann gibt es noch die am Rechner erschaffenen Bilder (englisch CGI für computer (Rechner) generated images) für das, was es gibt, aber eigentlich nicht gibt, oder doch? Monster und derlei mehr.
Wenn es nur um die Ausstattung ginge, die wie bei Grand Budapest Hotel oscarverdächtig ist, könnte man sich den Film zweimal ansehen. Eines der Szenenbilder zeigt die drei Hauptdarsteller auf einem halbrunden, dunkelgrünen Sofa in einer Gewächshaus-aus-dem–botanischen-Garten-ähnlichen Residenz. Frau Weber 😉 alias Laverne (Sigourney Weaver) trägt ein florales Oberteil, das mit den Blumenbouquets im Hintergrund korrespondiert und fast schon zu einem Tarnanzug gereicht. (Wenn es wie gesagt um die Gewalt und ihre Darstellung geht, muss man etwas vertragen können und nicht alle 10jährigen Mädchen sind schon so abgehärtet.)
Was ist eigentlich ein DUST BUNNY?
Von Bugs BUNNY wissen wir (vielleicht) noch, das es sich um ein Häschen handelt. Alte weiße Männer wissen es vielleicht, weil in den 60ern und 70ern – oder gibt es den PLAYBOY immer noch?? – die im Magazin abgebildeten Frauen und die Frauen, die in der PLAYBOY-Gastronomie arbeiteten, Hasenohren trugen und als „Bunnies“ bezeichnet wurden, es gab wohl auch einen BUNNY des Monats u.ä. Also wurden Menschen „Tier“ genannt. So ist das eben heute in der dunklen Zeit, die manche Hölle nennen. Sie nannten sich Tier. Auch freiwillig. Auch privat. Als Kosenamen oder Beleidigung. Respektvoll ist das eigentlich nicht. Gendergerecht auch nicht. Es war eine andere Zeit, aus der wir sprachlich immerhin festhalten können, das der Begriff „Häschen“, das Diminutiv, also die Verkleinerungsform von ‚Hase‚ im übertragenen Sinne verwendet wurde.
Und so ist es auch beim DUST BUNNY. Eigentlich kein Häschen, sondern nur Staub (englisch ‚dust‘ (sprich [dast]). Im übertragenen Sinne und in der Kombination ‚dust bunny‚ benutzt die Pflegemutter der Hauptfigur den Begriff aber für eine Realie, also etwas, das es wirklich gibt, um ihr Pflegetochter zu beruhigen. Sie werden aber noch sehen, vorausgesetzt, dass Sie sich den Film anschauen werden, dass es das Häschen gibt. Ist es ddas Monster? Gibt es Monster? Auch die Figur des Auftragsmörders ist da, obwohl erwachsen, irgendwann nicht mehr so ganz sicher.
Man kennt wahrscheinlich diese Staubflusen, die sich überall dort nach einiger, besonders langer Zeit ansammeln oder bilden, wo nicht täglich staubgewischt wird. Zum Beispiel an schwerzugänglichen Stellen wie hinter Schränken, in Ecken hinter Heizungsrohren oder eben am klassischen Angstort – unterm Bett. Wie das angeblich enden kann, zeigt DUST BUNNY.
Rebus
Um das zu illustrieren, haben wir für die beiden Wörter ein Rebus bauen lassen. Ein Bilderrätsel. Das Beitragsbild ergibt den Filmtitel. Die schwarze bodenlose Fläche unten deutet den Agrund an, der Monster bergen kann. Oder beherbergen. Die Zutaten waren gar nicht leicht zu kriegen. Hasen gibt es im gut sortierten Spielzeugladen, wie zum Beispiel in der Wilmersdorfer Straße Ecke Haubachstraße oder in der Bleibtreustraße in Berlin. Bei Staubflusen wird es schon schwieriger. Da in der Redaktion täglich bzw. nächtlich das Reinigungspersonal durchgeht, fände man da nichts. Zum Glück gibt es – wir sind ja beim Film – Fachgeschäfte für Filmbedarf. Dort gibt es fast alles, was die Phantasie begehrt. Kunstblut, Teichwasser, oder eben … Staub in verschiedener Form, auch Staubflusen. DUST Bunnies. Die Monster
Halber Spoileralarm
werden dann auch von der Agentur, der echten, im Zusammenhang mit dem Spielfilm DUST BUNNY erwähnt: „Der Film folgt der jungen Aurora (Sophie Sloan), die überzeugt ist, dass ein Monster unter ihrem Bett lauert. Sie geht eine ungewöhnliche Allianz mit einem ebenso ungewöhnlichen Nachbarn und Auftragskiller (Mads Mikkelsen) ein, der sich widerwillig auf Auroras Bitte einlässt, das Monster zu beseitigen. Dabei wird er mit der Frage konfrontiert, welche Monster wirklich existieren.“
Weiter geht es agenturseitig zum Film DUST BUNNY wie folgt: „In DUST BUNNY, dem fantasievollen Regiedebüt von Bryan Fuller, verbündet sich die zehnjährige Aurora (Sophie Sloan) mit ihrem geheimnisvollen Nachbarn (Mads Mikkelsen), um sich gemeinsam ihren inneren und äußeren Monstern zu stellen.
Was als skurrile Geschichte beginnt, entwickelt sich rasch zu einem düsteren Geflecht aus Gewalt, Schuld und kindlicher Vorstellungskraft. Realität und Illusion verschwimmen – und am Ende bleibt die Frage: Wer sind die wahren Monster?
DUST BUNNY ist eine fesselnde Reise in die dunklen Winkel der Fantasie, ein gnadenloser Rachefeldzug – voller schwarzem Humor, bizarrer Kreaturen und brutaler Konsequenzen. Ein düsteres Märchen voller Vorstellungskraft, Witz – und einem ganz besonderen Monsterhasen.“ Hervorhebung der letzten Wortes im Zitat von uns. Überraschungen sind in diesem Film also garantiert.
Volle Spoilerwarnung:
Zum Inhalt textet die Agentur (die echte, nicht die im Film): „Aurora lebt in ständiger Angst vor einem Monster, das angeblich unter ihrem Bett lauert und das ihre Pflegeeltern verschlungen haben soll. Um das Monster zu besiegen, wendet sie sich an ihren Nachbarn – einen abgebrühten Auftragsmörder, der angeblich „echte“ Monster tötet. Zunächst misstrauisch, ob Auroras Eltern Opfer von Attentätern aus seiner eigenen Vergangenheit wurden, nimmt der Nachbar den Auftrag widerwillig an. Doch um Aurora zu schützen, muss er sich nicht nur einer Welle von Killern stellen, sondern auch erkennen, dass manche Monster tatsächlich existieren.“
Wo spielten die Schauspieler noch mit?
Mads Mikkelsen (vorher in „Der Rausch“ und „Hannibal“); als geheimnisvoller Nachbar.
„Die Newcomerin Sophie Sloan („Annika“) als tapfere Aurora und Sigourney Weaver („Alien“, „Avatar“) in einer rätselhaften Agentenrolle voller Stil und Humor.“
„Weitere Rollen spielen David Dastmalchian („Oppenheimer“, „Dune“), Sheila Atim („The Woman King“, „Pinocchio“) und Rebecca Henderson („The Acolyte“, „Inventing Anna“).“
Es ist schon mutig, um nicht zu sagen gewagt, einen Film während der Berlinale bundesweit ins Kino zu bringen. Auch wenn die Berlinale nicht mehr ist, was sie mal war und Publikum, das Eintrittskarten an der Kasse kaufen will, aussperrt. DUST BUNNY hat also auch Selbstbewusstsein und das wohl zurecht.
Filmographie von DUST BUNNY
Darsteller: Mads Mikkelsen (als freundlicher Nachbar von gegenüber, als käuflicher Mörder mit ansonsten edlen Manieren), Sophie Sloan – (Neu im Geschäft), spielt das 10jährige Mädchen, das zurecht an Monster glaubt;
Sigourney Weaver – als rätselhafte Agentin Laverne, David Dastmalchian, Rebecca Henderson, Sheila Atim und andere.
Drehbuch & Regie: Bryan Fuller
Produktion: Basil Iwanyk, Erica Lee, Bryan Fuller
Kinostart: am Donnerstag, 19.02.2026 im Verleih von DCM. 19. Februar.
Dauer: 106 Minuten. Fassungen: Es gibt eine Originalversion auf englisch, eine OmU (Original mit deutschen Untertiteln) und eine synchronisierte deutsche Fassung (DF).





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