
Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der Propyläen-Verlag preist Potters Buch als „Eine Geschichte von Identität und Widerstand | Ein faszinierender Einblick in Geschichte und Kultur einer immer noch ausgegrenzten und diskriminierten Minderheit“. Das ist in Teilen richtig und beschreibt die guten Absichten der Autorin, selbst eine Roma, so ungefähr. Leider betont sie mantrahaft alle paar Seiten und zu sehr menschelnd immer wieder die gleichen Punkte (Diskriminierung, Rassismus, Ausgrenzung, Sklaverei der Roma), ohne anhand von einigen deutlichen Beispielen Gewalt gegen Roma explizit aufzudröseln. Was waren die Gründe, wer hat was getan, wie wurde darauf reagiert, haben bestimmte Vorurteile einen wahren Kern, was sagt die Kriminologie, die Sozialforschung usw. Insgesamt bleiben Roma nach der Lektüre merkwürdig fremd, weil sie weder detailliert auf Familienbeziehungen, Regeln, patriarchale Zusammenhänge oder Diskriminierungen innerhalb der Romagruppen eingeht noch uns wirklich am Leben Anteil nehmen lässt. Sehr feinfühlig sind die Texte über ihre Familie, obgleich man auch hier außen vor bleibt.
Bewertung: 3,5 Punkte von 5 Punkten
Bibliographische Angaben:
Madeline Potter, Die Roma, Eine Geschichte von Identität und Widerstand, 352 Seiten, Sprache: Deutsch, Übersetzerin aus dem Englischen: Wanda Jakob , Originaltitel: The Roma: A Travelling History, Bindung: fester Einband mit Schutzumschlag, Verlag: Propyläen Verlag (Eigenschreibweise) im Konzern Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin, 1. Auflage 12.3.2026, ISBN: 9783549100691, Preise: 28 EUR (Deutschland), 28,80 EUR (Österreich), auch als E-Buch, ISBN: 9783843737906, für 23,99 EUR erhältlich





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