
Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). „Streiflichter der Geschichte“ bzw. genauer „Streiflichter vom Zickzack der Geschichte“ von Dr. Gerhard Feldbauer ist der Titel eines neuen Buches, das die Welt zum besseren ändern könnte, wenn es gelesen würde und die Lehren beherzigt. Es sei denn, es ginge einem schon sehr gut, man stünde auf der Seite der Unterdrücker, die es natürlich angeblich heute überhaupt gar nicht mehr gibt, jedenfalls nicht in Europa, oder, man wüsste schon, Bakunin und die Karlsruher Freiheitskämpfer, Müntzer, Michael Gaismair (oder GAYSMAIR, 1490 in Tschöfs-1532 (in Padua ermordet)) und andere richtig einzuordnen, weil man die Geschichte gut kennt. – Neuerscheinung Ende 2025.
Jedes einzelne Kapitel eröffnet eine neue Welt. Im Gegensatz zu Fantasy, Science Fiction oder sonstigen Romanen sind es aber uns zwar meist unbekannte Welten – oder von der heutigen Geschichtsschreibung im Sinne der heutigen Herren vernachlässigte, verfälschte oder noch einfacher, schlicht ignorierte Ereignisse und Perioden – aber es hat sie tatsächlich gegeben. Es ist passiert. Dem Verfasser könnte man einiges absprechen, wenn man es gemeinerweise oder aus politischem Kalkül wollte, aber Belesenheit ganz sicher nicht! Genausowenig, wie man ihm seinen Doktortitel nehmen kann. Dr. Gerhard Feldbauer wählt gezielt Perioden aus der gegebenen und passierten Geschichte aus, Personen und Gruppen Gleichgesinnter, die um die Verbesserung der Lebensbedingungen kämpften. Nicht nur ihrer eigenen Lebensbedingungen, sondern auch die fast aller anderen in ihrem Land, in ihrer Gegend, meist ihrer Heimat.
Verbesserung der Bedingungen und Lebensverhältnisse aller anderen
Warum suchten diese Personen nur die Verbesserung der Bedingungen und Lebensverhältnisse fast alle anderen in ihrem jeweiligen Land oder Staat? Warum nicht die aller? Weil es den Unterdrückern, den Herrschern, den Adligen und den Geistlichen im Mittelalter oft bereits zu gut ging (Übermut tut selten gut!) – auf Kosten vieler anderer. Der Bauern, der Bürger, der Leute. Auf Kosten „der Menschen“, im heutigen Polit- und Nachrichtensprech. Ein Mensch, viele Leute, aber von ‚‘Leuten’ wird heute selten gesprochen. das „wording“, also die gezielte Wortwahl, um politische Ziele zu erreichen –wenn man so will, moderne Unterdrückung oder moderne Ausbeutung mit subtilen Methoden, nämlich die Erheischung der Zustimmung der Opfer, nämlich der Bürger, die heute Menschen genannt werden, damit wir Bürger uns nur wie Menschen fühlen und nur Menschenrechte erbetteln, statt Bürgerrechte zu beanspruchen.
Dabei ist der Kampf der Unterdrückten gegen Unterdrückung ein roter Faden in Dr. Gerhard Feldbauers Buch „Streiflichter der Geschichte“. In der Neuerscheinung zu einem Spottpreis von 9 Euro 50 – der wohl bewusst so niedrig gehalten wurde, um möglichst vielen Menschen ddie Augen zu öffnen – sind bewusst die Figuren der Geschichte aufgeführt, die vor zweihundert oder vor hunderten von Jahren bessere Gesetze erkämpft haben, das Recht Fische zu fangen und das Recht, (als Bauer) Land zu besitzen und es zu bebauen (!).
Einige dieser Vorkämpfer, so kann und muss man sie eigentlich nennen, sind auch mit Waffengewalt vorgegangen und haben sich organisiert. In Bauernkriegen, in der bürgerlichen Revolution und bei anderen Gelegenheiten. Immer dann wenn die Steuerlast zu hoch war, es Leibeigenschaft, Knechtschaft und Unterdrückung gab. Letztlich wurden so die bürgerlichen Freiheiten erkämpft, die wir heute so selbstverständlich nehmen, manchmal ignorieren und nicht nutzen und uns deshalb der Verlust dieser Freiheiten droht. Pressefreiheit, Wahlrecht, Meinungsfreiheit.
Freiheiten pflegen und erhalten – die Aufgabe aller Bürger
Alles, wofür Generationen unserer Ahnen kämpften, ist immer wieder bedroht, und nicht nur von Außen und nicht unbedingt aus der Richtung, aus der wir die Bedrohung vorgesagt bekommen.
Sarah Wagenknecht kämpft für eine in der Bundesrepublik Deutschland schon für selbstverständlich gehaltene, gerechte Auszählung der Stimmen. In Zeiten von „embedded journalists“ werden manche Journalisten von der Berichterstattung ausgeschlossen, da man sie einfach nicht an die Informationstöpfe lässt. Wenn wir Pressefreiheit wollen, und die muss jeder, der nicht selber Sklaven hält, wollen in seinem eigenen Interesse, dann müssen wir ständig die Freiheiten erhalten, ggf.ausweiten und bei jeder Beschränkung und jedem angekündigtenn Einschränkungsversuch – und davon gab es jüngst zuhauf – allergisch reagieren.
Kriege, die nur im Interesse von Waffenfabrikanten sind , also alle Kriege, gehören schon im Frühstadium – „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, Wehren muss man auch am Anfang (römisches Sprichwort) – verhindert. Dagegen muss aufgestanden werden, allein schon deshalb, weil sonst auch noch der Rest der Wahrheit und der Pressefreiheit verschwinden.
Dr. Gerhard Feldbauer gibt uns eine Menge Beispiele. Selbst historisch Versierte werden da vermutlich noch neues entdecken können.
Zum Beispiel wird Bakunin, der von anderen – von den jeweiligen Herrschern, na klar – schnell in eine Schublade gesteckt wurde wie „Anarchist“. Es wurde denen, die für unser aller Freiheit kämpften, ein Etikett aufgeklebt. Und das Etikett war irgendeines, dass man vorher für schlecht oder böse erklärt hatte.
Damit hat dann auch die Bevölkerung, das Volk, die jeweiligen für Böse deklarierten Freiheitskämpfer, die auch für die Freiheit derer, die die vorgesetzten Etiketten lasen und an sie glaubten, kämpften, als „schlecht“ betrachtet. Geschichtliche Tragik. Bis heute.
Zitate aus „Streiflichter der Geschichte“ bzw. „Streiflichter vom Zickzack der Geschichte“
Zitate: Seite 144/ 145 über Jeremias Gotthelf (hieß eigentlich Albert Bitzius): „Als Pädagoge […] stand er in der Nachfolge seines Landsmannes Pestalozzi und hatte die Vision einer Gesellschaft“ vor Augen, „in der sich der Mensch frei entwickeln und keiner Obrigkeit unterworfen sein sollte.“
Übrigens: Das nennt man Anarchie. An-Archie bedeutet Nichtherrschaft. Und niicht da, was man uns erzählen, was es bedeutet.
Natürlich setzt Anarchie, die gemäß Proudhon u.a. östlich und westlich des Dnepr zwischen 1917 und 1921 herrschte, bevor die „Roten“, kommunistischen Truppen mit Gewalt diese Gesellschaftsform und viele Leben zerstörten, setzt Anarchie eine hohe Moral voraus. Ohne Ethik und Moral funktioniert Anarchie nicht. Keine vor sich hergetragene, „offizielle“, mit Sanktionen und so, sondern eine Ethik, die jedem Menschen, jeder Seele innewohnt.
Wenn niemand stehlen will, braucht es auch keine Polizei. Und keine Gefängnisse für Einbrecher und andere Diebe. Keine Obrigkeit. Und wenn, dann symbolisch. Bzw. ohne Wahl durch natürliches Recht entstanden. Weil diejenigen, die besonders hohe Tugend auszeichnet, von alleine strahlen.
Zitat Seite 148. Am Ende des Kapitels: „An anderer Stelle fragt“ Gotthelf, ob “wohl der Staat um des einzelnen willen da oder der einzelne um des Staates willen?
Ist die Vervollkommnung des Menschen oder die Ausführung einer Staatsidee Zweck des irdischen Lebens?“
Bibliographische Angaben:
Verfasser: Dr. Gerhard Feldbauer.Titel: Streiflichter vom Zickzack der Geschichte – Gestalten und Ereignisse vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. 293 bzw. 302 Seiten. Sprache: Deutsch. Format: 13,34 x 1,93 x 20,32 cm. Bindung: Taschenbuch/ ill. Broschur. Verlag: Gerhard Feldbauer (Selbstverlag), 1. Auflage 15.12.2025. ISBN-13: 979-8275495829. Preis: 9,50 EUR (Deutschland).





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