Start Lesungen Wege zu Gedichten. In der Luisenkirche Charlottenburg am 24.3.

Wege zu Gedichten. In der Luisenkirche Charlottenburg am 24.3.

Plakat: "Wege zu Gedichten". Lesekreis mit Improvisationen. Jack Day und Thomas Wohlfahrt. Dienstag, 24. März '26 um 17 Uhr in der Luisenkirche in Berlin-Charlottenburg
Plakat: "Wege zu Gedichten". Lesekreis mit Improvisationen. Jack Day und Thomas Wohlfahrt. Dienstag, 24. März '26 um 17 Uhr in der Luisenkirche in Berlin-Charlottenburg. Die Kirche, die sich spiegelt, ist die Kirche, in der die Veranstaltung stattfindet. Aufgenommen am 17. um 17 Uhr 1, einem Dienstag. Also fast minutengenau eine Woche vorher. Photo/ BU: Copyright 2026 BY Andreas Hagemoser

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). „Wege zu Gedichten“. LYRIK und Kunst spielen in unserer Gesellschaft eine untergeordnete Rolle. Die Kunst gewinnt in letzter Zeit dadurch, dass Wohlhabende ihr Geld vor der Inflation retten wollen, die durch das Attentat auf die Gasleitungen durch die Ostsee ausgelöst wurde. Wenn man dann auch noch schöne und auf mehreren Ebenen wirkende Bilder erstehen kann wie die von May Carro Cabaleiro, hat man mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen, oder, etwas veganer ausgedrückt, eine Win-win-Situation. Gedichte dagegen gehen unter, Gedichtbände liegen wie Blei in den Regalen der Buchhandlungen. Doch fördern die Preissteigerungen das Interesse an Gratisveranstaltungen.wie dem Lesekreis mit Improvisationen. Jack Day und Thomas Wohlfahrt. Dienstag, 24. März ’26 um 17 Uhr in der Luisenkirche in Berlin-Charlottenburg

Ihnen sagen die Namen nichts? Das ist die Sache bei „Eintritt frei“. Es muss keinen Haken geben, aber die Frage „cui bono“ – wen nützt es, wer hat etwas davon? – darf immer gestellt werden und sollte auch gestellt werden, nicht immer,.aber immer öfter. Nun, Eintritt frei, aber Austritt? Die Kirche erhält Aufmerksamkeit und Besucher. Eventuell eine klingende Münze im fest verankerten Klingelbeutel oder Miete. Die genannten Namen Jack DAY und Thomas Wohlfahrt erhalten einen Namen. Viele in unseren Gesellschaften weltweit streben nach „name and fame“ (sprich ’nejm end fejm‘) also nach Anerkennung, einem Namen, Ruhm.

Was bekommen Sie? Sie hören neue Gedichte. Möglicherweise christliche. Sie lernen vielleicht neue Leute kennen..und eine neue Kirche. Mit alter Architektur.

310 Jahre alte Luisenkirche, Ort des Lesekreises Wege zu Gedichten

Die Luisenkirche ist die erste in der Planstadt Charlottenburg. Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, erster König in Preußen (das war das Herzogtum an der Ostsee, das wir später Ostpreußen nannten, wo die Ostpreußen wohnten, die dann von dort vertrieben wurden), trauerte von Februar bis April, bevor er wieder die Lietzenburg besuchte. Dann, nach Frühlingsanfang, der dieses Jahr auf den 20.3. fällt, weil Tag und Nacht an dem „Tag“ gleichlang dauern (Tag-und-Nacht-Gleiche), entschloss sich der König dort und Kurfürst hier zu einer Zeit in Jahr wie der, wo der Lesekreis stattfindet, südöstlich der Lietzenburg eine Stadt zu bauen. Benannt nach seiner geliebten Frau, der Tochter des Kurfürsten von Lüneburg-Braunschweig. Die „viel zu früh“ in Celle nach den Karneval im Winter an einer Lungenentzündung starb.

Er verfügte zugleich den Namen Charlottenburg nach Sophie-Charlotte, die sich mit Leibniz austauschte und das Theater förderte. Es sollte eine besondere Stadt werden, und das würde sie. Er verbot bei Geldstrafe, das umbenannte Schloss beim alten Namen zu nennen. Es wurde eine Planstadt mit drei Spreestraßen, drei Straßen die östlich des Schlosses vom Fluss aus nach Süden zeigten (die westliche ist die Gierkezeile, die damals anders hieß, die mittlere, die „Lange Spreestraße“ oder „Wilmersdorfische Straße“ wurde später bis zum verlängerten Kurfürstendamm verlängert. Gekreuzt von Querstraßen wie der Schusterhausstraße. Sämtlich im rechten Winkel, der von (göttlicher) Ordnung zeugen sollte.

Die Stadt erhielt weitere Besonderheiten. Friedrich selbst, Kurfürst und König in einer Person, bestimmte sich zum Bürgermeister! Alle Häuser sollten nach einem Muster gebaut werden und erhielten einen Garten. Bis etwa 1845 oder 1848 blieb das so. 1848, das war das Jahr der bürgerlichen Revolution. Der Platz vor dem Brandenburger Tor heißt Platz des 18. März deswegen. Feiern sie ihn?

Turmbaujubiläum und eine Turmgeschichte des benachbarten, höheren Turmes

Apropos feiern: dieses Jahr können wir feiern. 200 Jahre Turmbau zu Charlottenburg. Und Umbau (Perestroika). Der Luisenkirche. P.H.Gerlach baute sie 1716. K. Friedrich Schinkel baute 1826 die Kirche um und den Turm. Briten oder US-Amerikaner ermöglichten 1943 mit ihren Bomben, dass der Gottesdienst ein Jahrzehnt lang woanders stattfinden musste und die Kirche 10 Jahre danach wieder aufgebaut werden konnte.

Tauben über dem Rathaus Charlottenburg im Wintersonnenschein
Friedenstauben über dem Rathaus Charlottenburg. Photo/ BU: Copyright ©️ 2026 by Andreas Hagemoser, Aufnahmeort Berlin-Charlottenburg, -datum 18.3.’26

In dem Jahr ’43 traf auch eine Bombe aus einem Flugzeug mit englischsprechenden Piloten den Turm des Rathauses, der aber so stabil ist, dass er nicht einstürzte. Allerdings gerieten das Dach in Brand und das Treppenhaus und schwere Schäden entstanden an den Sälen der Bezirksverordnetenversammlung usw. Die drei Beobachter auf dem Turm in der Bombennacht konnten weder die Schäden noch sonst etwas melden, da die Fernsprechleitung gekappt war als Folge der Bombe. Der Rathausturm ist sehr hoch, viel höher als der des Schlosses, der Charlottenburg mit der Fortuna. Das hatte den deutschen Kaiser so geärgert, dass er mit seiner Kutsche einen Umweg fuhr von der Charlottenburg zum Berliner Schloss. Deutscher Kaiser war immer der König von Preußen (2. Reich).

Wege zu Gedichten. In der Luisenkirche auf dem Gierkeplatz in der Altstadt Charlottenburgs. Der reichsten Stadt Preußens, bis sie 1920 in Groß-Berlin zwangseingemeindet wurde. Der Weg zur und in die Kirche ist auch ein Weg in die Geschichte. Wer mehr weiß, sieht mehr. Guckt genauer hin.

Es war einmal und kommt nicht wieder (der Krieg war schuld)

Charlottenburg war ein Gedicht. Vollständig ist es nach der Zerstörung durch den Bombenkrieg, die Luftangriffe, nicht mehr. Viele Villen kann man nur noch in Büchern und auf alten Postkarten betrachten. Das Kielganviertel gar gehört gar nicht mehr zu Charlottenburg, genau wie das KaDeWe und alles zwischen Nürnberger Straße und Nollendofplatz gehört es seit 1938 zu Schöneberg. Da standen die Villen noch, auch in der Fasanenstraße und überall; auch die wunderbare Bibliothek in der Wilmersdorfer Straße Ecke Brauhofstraße.

Was? Wann? Wo? Wege zu Gedichten

Wege zu Gedichten und Geschichten. Die Veranstaltung in der Luisenkirche auf dem Gierkeplatz findet am 24.3.’26 statt um 17 Uhr. Vier Tage nach Frühlingsanfang und 200 Jahre nach dem Um- und Turmbau der Kirche. Da Schinkel der Kopf dahinter war, könnte man wie im Wedding (Paulskirche) und wie der Salzburger Kirche im Gumbinnen (in Ostpreußen, heute Oblast Kaliningrad (Königsberg)) von einer Schinkelkirche sprechen.

Lesekreis. „Wege zu Gedichten“ führen zum Lesekreis mit Jack DAY und Thomas Wohlfahrt in der Luisenkirche, Gierkeplatz, Charlottenburg; 24.3. um 17 Uhr

Wege zu Gedichten: Lesekreis. Jack DAY und Thomas Wohlfahrt. Wann? Siehe unten.

Wo? Luisenkirche, Gierkeplatz, Altstadt Charlottenburg.

Am Dienstag, den 24.3. ’26 um 17 Uhr.

Luisenkirchturm vom Süden. Laut K. Friedrich Schinkel, der einige Vereinfachungen des Plans von 1823 vornehmen musste nach dem Gutachten von 1821, sind die Kürzungen Grund für die „gedrungene, schmucklose“ Erscheinung des Turms, den er in seinem Gutachten nach der Diagnose „Baufälligkeit“ vorgeschlagen hatte.

Anzeige

Vorheriger ArtikelArkan – Leben und Sterben eines serbischen Mafioso & Warlords – Zum Sachbuch „Balkanblut“ von Frank Willmann
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner