6. Februar, Nationaltag des Volkes der Samen

Die Flagge der Samen. Quelle: Wikimedia, gemeinfrei

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Völkisch immer! Und heute? Heute ist der Tag des Volkes der Sámi, der Samen, der Lappen. Nein, Waschlappen sind sie nicht, die Samen, auch wenn sie sich gegen andere Völker mitunter wacker geschlagen haben, doch zu einem Staat für ein Volk reichte es nie. Sie waren anderer Völker Untertan. Ihre Herrenvölker hören und lesen das nicht so gerne.

Erst mussten sich die Samen vor den Wikingern immer weiter zurückziehen. Sie wurden wahrlich zurückgeworfen, so daß ihr heutiges Siedlungsgebiet vielkleiner ist einst, und dann wurden sie im Laufe des Mittelalters auch noch von den Staaten Dänemark-Norwegen, Schweden-Finnland und Russland unterworfen. Jahre, Jahrzehnt und Jahrhunderte der Unterdrückung folgten.

Die Samen sind heute auf vier Staaten in Europa verteilt. Deswegen weht an diesem auch Nationaltag genannten Tag der Samen die Flagge der Samen vor allem in Norwegen, Schweden, Finnland und Russland.

Der 6. Februar wurde gewählt, weil an diesem Tag an den 6. Februar 1917 erinnert werden soll, als in Trondheim der erste staatenübergreifende samische Kongress einberufen wurde. Die Kolonialherren hatten offensichtlich nicht mehr so viel dagegen.

In Berlin weht heute die samische Flagge am Felleshus, wo die nordischen Botschaften der Staaten Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden untergebracht sind. Und das ist gut so!

Wer die Kultur der Samen verstehen möchte, der lasse sie sich in Lappland ihre Kunsthandwerke, Duodji genannt, zeigen und auch erklären, dass die Samen ihr Land Sápmi oder Same Ätnam nennen. Außerdem empfehlen ich Suovvas, Gáhkko und Juobmo bei einer Runde Joik. Wohlsein!

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