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Das Böse ist immer und überall – „Haarmann“ in Schwarz-Weiß von Isabel Kreitz und Peer Meter

"Haarmann", ein Comic von Isabel Kreitz und Peer Meter. © Reprodukt GmbH

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das Grauen geht um in Hannover um 1924. Ein bösartiger Männerkiller hält die Metropole an der Leine in Atem. Junge Männer verschwinden reihenweise, in der Altstadt traut sich keiner mehr vor die Straße. Nur beim halbtumben Haarmann brutzelt fein Fleisch in der Pfanne und im Kabuff türmt sich fremde Kleidung. Er wird doch nicht… ach nein, der ist strohdumm aber lieb… außerdem doch ein verdienter Polizeispitzel…

Die strunzdummen Bullen kommen nicht weiter, ein untersuchender Arzt macht seinen Job nicht, ein Staatsanwalt kann nicht bis drei zählen, die Politik treibt ein böses Spiel und am Ende versuchen alle diesen Polizeiskandal zu vertuschen. Bis ein findiger Autor auftaucht, die richtigen Fragen stellt und die Sache ins Rollen gerät. Tolle Graphic Novel, muss man haben.

Schwarzweiße Bilder, starke Texte – in diesem Comic ist das Entsetzen fassbar.

Und wie sah Haarmann die Morde? : »Ich wollte ja keinen umbringen, aber ab und zu war immer einer tot.«

Bewertung: 4,4 Punkte von 5 Punkten

Bibliographische Angaben:

Peer Meter und Isabel Kreitz, Haarmann, Comic, 176 Seiten,, Sprache: Deutsch, Gestaltung: schwarz-weiß. Format: 17 × 24 cm, Bindung: fester Einband, Verlag: Reprodukt GmbH, Berlin, 1. Auflage März 2026,‎ ISBN: 978-3-95640-501-3, Preis: 24 EUR (Deutschland)

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