Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Ein älterer Dichtererzähler nimmt uns mit auf eine Reise an den Ausgang seiner Jugend, als Sexualität aufkeimte und sich mit knapp sechzehn der Funke des Schreibens in ihm ausbreitete. Die Geschichte des Romans „Das Wasser im August“ von Ingo Schulze spielt in einem kleinen Kaff Nahe Güstrow, Held Thomas ist mit zwei erwachsenen Malenden dort gelandet, um nach der Natur zu zeichnen und zu schreiben.
Als die schöne, fast doppelt so alte Sonja auftaucht, ein eifersüchtiger Pfarrer das muntere Treiben stört und im jungen Thomas Wille greint, entwickelt sich eine fein erzählte Geschichte um frühe Liebe, Verrat und hehre Erwartungen, die in Thomas noch fast fünfzig Jahre später nachhallt und ihm im Rahmen einer exponierten Lesung an den Ort der frühen Erkenntnisse treibt.
Der mitreißende Roman pendelt zwischen 1979 und 2024, die verschachtelte Story um Liebe, das Schreiben, DDR-Realität und trügerische Erinnerungen ist eine Wucht.
Ingo Schulze hat einen wunderbar komplexen und klugen Roman geschrieben, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Bewertung: fünf Punkte von fünf Punkten
Bibliographische Angaben:
- Autor: Ingo Schulze
- Titel: Das Wasser im August
- Genre: Roman
- Seiten: 320
- Sprache: Deutsch
- Format:
- Bindung: gebundene Ausgabe
- Verlag: S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main
- Auflage: 1. Auflage 26.8.2026
- ISBN: 978-3-10-397166-8
- Preise: 26 EUR (Deutschland
- auch als E-Buch, ISBN: 978-3-10-491628-6, für 19,99 EUR erhältlich
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