Bündner Berge leuchtend in Szene gesetzt – Zum Buch „Giovanni Giacometti, Die grossen Panoramen“

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"Giovanni Giacometti, Die grossen Panoramen". © Scheidegger & Spiess

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). 2021 lief im Bündner Kunstmuseum Chur die Ausstellung „Giovanni Giacometti – Die Großen Panoramen“. Im Grunde ging es darum, daß und wie Giovanni Giacometti die Bündner Berge in Szene setzte. Richtig, in der Regel leuchtend.

Dazu teilte der Verlag Scheidegger & Spiess mit Sitz in Zürich per Pressemitteilung vom 10.6.2021 mit, daß „zwischen 1898 und 1904 … der Maler Giovanni Giacometti (1868–1933) drei grosse Panoramen“ geschaffen habe, „in denen er die landschaftliche Schönheit Graubündens einfing: Das Panorama von Muottas Muragl (1898; vierteilig, insgesamt 67 × 510 cm), die Vista su Maloggia con l’albergo Palace (1900; 119 × 150 cm) und das Flimser Panorama (1904; dreiteilig, 180 × 200 cm und zweimal 150 × 100 cm). War das früheste der drei, das einen Hirten mit seinen Schafen vor der Engadiner Bergkette zeigt, ein Privatauftrag für ein Chalet in St. Moritz-Bad, sollten die beiden späteren Aufträge die Bündner Hotellerie bewerben: zuerst das Hotel Palace in Maloja und darauffolgend das Kurhotel Waldhaus in Flims. Beide Panoramen geben die Häuser vor einer imposanten Bergkulisse wieder. Die Gemälde, allesamt von hohem künstlerischem und kulturhistorischem Wert, bringen die ganze Kraft Giovanni Giacomettis zum Ausdruck und dokumentieren darüber hinaus die touristische Entwicklung Graubündens.“

Gerne mögen Reisende Graubünden im Allgemeinen einen Besuch abstatten und dem Bündner Kunstmuseum Chur im Besonderen. Doch vorweg und zur Einstimmung darf es auch ein Buch sein. Zur Ausstellung ist ein Buch erschienen, das von Stephan Kunz herausgegeben wurde und Beiträge von Stephan Kunz, Paul Müller und Cordula Seger bietet, selbstverständlich auch Bilder. Auf 116 Seiten werden 56 farbige und zehn Schwarz-Weiß-Abbildungen präsentiert, darunter die drei großen Panoramen, die Giacometti zu Beginn seiner Karriere gemalt hat. Zudem werde laut Verlag „bislang unveröffentlichtes Quellen- und Bildmaterial“ geboten, welches „Giovanni Giacomettis künstlerischen Weg, von der Profilierung in der engen Zusammenarbeit mit Giovanni Segantini bis hin zu seiner ganz eigenen Malerei“ eindrücklich zeige.

Bibliographische Angaben

Stephan Kunz (Herausgeber), Giovanni Giacometti, Die grossen Panoramen, mit Beiträgen von Stephan Kunz, Paul Müller und Cordula Seger, in Zusammenarbeit mit dem Bündner Kunstmuseum Chur, 116 Seiten, 56 farbige und 10 sw Abbildungen, Broschur, Format: 19 x 25 cm, Verlag: Scheidegger & Spiess, Zürich, 1. Auflage 2021, ISBN: 978-3-03942-042-1, Preise: 39 SFr, 38 EUR (Deutschland)

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