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Gestrandet in der wilden Kommune von Otto Mühl – Annotation zum Roman „Die grünen Augen der Liza de Mink“ von Constantin Schwab

"Die grünen Augen der Liza de Mink", ein Roman von Constantin Schwab. © Verlag Kremayr & Scheriau GmbH & Co. KG, Wien

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Obgleich die Zitate auf der Rückseite des Romans „Die grünen Augen der Liza de Mink“ von Constantin Schwab mich eher abstießen und auch die in der Autoren-Bio erwähnte Übersetzung seines Erstlings ins Türkische an Belanglosigkeit nicht zu überbieten war, nahmen mich bereits die ersten Sätze richtig knorke mit. Schwab kann schreiben und schafft es auf subtile Weise, unter dem Deckmantel eines vermeintlichen Kriminalfalls ein Minidrama aufzufächern.

Ein namenloser Nerd und Außenseiter gründet aus Weltekel und allgemeinem Überdruss eine Detektei, weil der menschliche Makel jederzeit genug Aufträge schafft, um halbwegs über die Runden zu kommen. Als im April 1975 die Suchanfrage einer verzweifelten (?) Mutter aus Belgien per Post eintrudelt und unser wilder Detektiv sich getriggert sieht, fächert Meister Schwab ein feinnerviges Panorama der Sehnsucht nach Liebe und Erkenntnisgewinn dreier junger Menschen auf, die sich ausgerechnet im Umfeld der Kommune von Otto Mühl begegnen, des irren Sexualstraftäters und Aktionskünstlers und weiteren Anhängern dessen Aktionsanalytischen Organisation.

Schwabs Roman „Die grünen Augen der Liza de Mink“ ist furios und lesenswert. Die Erzählung ist so irre wie es das Leben sein kann.

Bewertung: 4,3 Punkte von 5 Punkten

Bibliographische Angaben:

  • Autor: Constantin Schwab
  • Titel: Die grünen Augen der Liza de Mink
  • Genre: Roman, Literatur
  • Sprache: Deutsch
  • Seiten: 160 Seiten
  • Format: 12,0 x 20,0 cm
  • Bindung: fester Einband mit Lesezeichen
  • Verlag: Scheriau GmbH & Co. KG, Wien
  • Auflage: 1. Auflage, August 2026
  • ISBN: 978-3-218-01526-4
  • Preise: 25 EUR (Österreich)
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