
Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). „Manchmal würde ich gern schreien“, schreibt Steffi Hentschke; sie schreit aber nicht, sondern schreibt. Mit vielen Fußnoten. Vielleicht wissend, dass Schreien ein Tabu ist. Vielleicht wissend, dass leise Töne nicht weit dringen, aber tiefer gehen. Und sie spricht, nicht schreiend. Zum Beispiel mit Anastasia Tikhomirova bei der Buchpremiere von „Manchmal würde ich gern schreien – Mein Ringen um eine Haltung im Nahostkonflikt“. Frau Tikhomirova wird ruhig sprechen. Nomen est Omen. In den slawischen Sprachen, z.B. russisch oder ukrainisch, bedeutet „Mir“ die Welt – und Frieden. Wir erinnern uns an den Namen der sowjetischen Raumstation. Ticho, gesprochen meist ‚ticha‘ mit ‚ch‘ wie im deutschen Wort ‚auch‘, bedeutet je nachdem ‚leise‘ oder ‚ruhig‘. Der Untertitel ist aus unserer Sicht falsch formuliert, denn die Verfasserin befindet sich ja wohl nicht im Nahostkonflikt.
Stattdessen arbeitet sie an einer Haltung ZUM Konflikt.
Der vermaledeite Nahostkonflikt
Der Nahostkonflikt entstand, nachdem das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland 1948 das Völkerbundmandat abgab und sich aus den Gebieten zurückzog, die es besetzt hatte. Es waren kleine Teile des Jahrhunderte bestehenden osmanischen Reiches. Das Reich umfasste Arabien, den Irak (Bagdad-Bahn), Syrien, den Libanon und zeitweise auch Ägypten, Griechenland und andere Territorien. Die größten Erdölvorräte des Planeten lagern im Osmanischen Reich und seinen vielen Nachfolgestaaten. Darunter alle, die jetzt unter der Schließung der Straße von Hormus leiden, also auch Katar und die Emirate, Saudi-Arabien sowieso. Die ganze arabische Halbinsel gehörte zum Reich.
Der Bund bestand bis 1946, die Vereinten Nationen gibt es seit 1945. Unter ihnen wurde ein Teilungsplan erarbeitet, der die jeweilige örtliche Mehrheit der Bevölkerung berücksichtigte. Den Hauptgruppen wurde vorgeschlagen, jeweils einen eigenen Staat zu gründen. Die eine Gruppe tat das und nahm das Angebot an. Die andere Gruppe nicht. Stattdessen erklärten die umgebenden und noch ein paar andere arabische Staaten dem neugegründeten Staat Israel den Krieg, wohl, um ihn zu beseitigen. Das gelang jedoch nicht. Viele Einwohner aus Jaffa und anderen Orten flohen – und konnten nach dem Krieg nicht zurück. Die Leute in Nazareth konnten bleiben. Das lag aber nicht an der Bibel, sondern an einem kanadischstämmigen Juden.
Die Chance der Staatsgründung war vertan. Der neue Staat hatte durch den von den durch seine Nachbarn erklärten Krieg Gebiete hinzugewonnen. Und seitdem schwelt oder brennt es.
Allerdings gab es mehrere Bemühungen um Frieden. Vor allem durch Europa und vonseiten der Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Präsident Ende der 70er erreichte einen Friedensvertrag mit dem großen, westlichen Nachbarn und erhielt dafür einen Nobelpreis. Weitere Friedensverträge wurden im langsamen Laufe der Zeit geschlossen.
Auch Präsident Trump macht Vorschläge und hat sogar für den Frieden eine neue Organisation gegründet, das Board of Peace.
„Manchmal würde ich gern schreien“ – der Nahostkonflikt hat schon viele zur Verzweiflung gebracht
Das Ganze, Buchpremiere mit Gespräch, in der deutschen Hauptstadt Berlin, in Kreuzberg am Moritzplatz, im Aufbauhaus, dessen PR-Leute oder Namensgeber in unverschämter Weise bei der Eigenschreibung die Regeln der Rechtschreibung missachten.
Wie man sich friedlich im Nahostkonflikt verhalten kann, zeigen viele Beispiele. Eines davon wurde näher beschrieben von uns: Lecker, vegetarisch und vegan: Kanaan. Nahöstlich-mediterrane Vielfalt – Kulturexpresso.de .





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