Rauchende Colts oder Zocken um Dollar, Minen, Ländereien! – Zum Spiel „Daddy Winchester“ von Jérémy Pinget

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"Daddy Winchester" von Jérémy Pinget. © Hutter Trade GmbH & Co. KG

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Aus dem Hause der Hutter Trade GmbH & Co. KG mit Sitz in Günzburg kommt dieses Frühjahr ein Spiel, bei dem die Colts rauchen und vielleicht auch die Gehirne, denn es geht beim Spiel „Daddy Winchester“ vom vollbärtigen Jérémy Pinget ums Dollar, Minen, Ländereien.

Daddy Winchester, der dem Spiel seinen Namen gab, gab vorher „den Löffel“ ab. So und nicht anders steht es in der schön gestalteten zweisprachigen Spielanleitung (Deutsch und Englisch). Vati (Daddy oder auch Pappy) sei „der König der Schlitzohre“ gewesen und „stinkreich“. „Sein ganzer Zaster und alle Ländereien“ müssten „auf jeden all in der Familien bleiben“, für die er ein Testament hinterlassen habe. Der humorige Halunke erlaubt sich einen schlechten Scherz, schenkt allen etwas Startkapital und eine Karte seiner Ländereien und lässt die Hinterbliebenen zocken.

Der Schelm, der auf den bürgerlichen Namen Jérémy Pinget hört und als Autor dieses Zeitvertreibs gilt, hat die schon anzusehende und von Sylvain Aublin illustrierte Zockerei für drei bis fünf Spieler im Alter ab acht Jahren angelegt, die sich eine gute Dreiviertelstunden wacker um Daddys Erbe schlagen dürfen.

Und das geht grob so: Die Karte wird aufgefaltet und die Spieler versammeln sich darum. Sie setzen eine Lokomotive zusammen und auf einen Gleisabschnitt. Das Gleiche geschieht mit dem Schiff, das auf einen Flußabschnitt kommt. Auf 19 Parzellen, darunter Wüsten, Prärien und Wälder) werden Bonusplättchen verteilt. Minenkarten werden gemischt und auf dem Spielfeld verteilt und Dollarscheine auf das Saloonfeld gelegt. Geldstapel gebildet und „Offene Ziele“-Karten verteilt. Dann gibt es noch Duellkarten und Duellplättchen sowie Huttplättchen und „Geheime Ziele“-Karten. Der inhalt im praktisch-quadratischen Karton ist also umfangreich.

Der Spielablauf für Kinder anspruchsvoll, aber auch nicht zu sehr. Sogar das Kleingedruckte der Spielregeln ist groß genug geschrieben.

In Frankreich wird „Pappy Winchester“ schon seit Wochen und Monaten fleißig gespielt, bestimmt wird bald auch in deutschen Landen um Geld, Gold und Gelände gezockt.

Bibliographische Angaben

Daddy Winchester, Autor: Jérémy Pinget, Illustrator: Sylvain Aublin, Spieleverlag: Hutter Trade GmbH & Co. KG, Günzburg, 2020, EAN: 4 260071 881151

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