
Berlin, Bundesrepublik Deutschland (Kulturexpresso). Das italienische Restaurant Bistrot Modi ist geschlossen, bis 24.8., da die Betreiberfamilie im Urlaub ist. Lassen Sie uns raten – in Italien? Es ist nicht so weit weg und für die Familie Modi wird die Unterkunft wohl günstiger sein als für manchen Deutschen, der dort weder Wurzeln noch Bekannte oder Freunde hat. Warum wir das melden? Der Grund ist einfach: damit Sie sich den Weg dorthin nicht umsonst machen. Das könne und könnte man ja auch, indem man ins Netz geht? Wem? Ja, das ginge, und vielleicht finden Sie sogar die Information, dass das Restaurant Bistrot Modi bis zum 24m August geschlossen sein wird. Aber dann werden auch ihre Daten gesammelt. Und wie Magda von Garrel in Ihrem neuen Buch „Mensch als Beute“ ganz richtig aufführt, ist das eine schlechte Angewohnheit, die ins Verhängnis führen kann. Wenn Sie erwogen hatten oder hätten, in diesem Restaurant Bistrot Modi zu dinieren, spät Mittag zu essen oder zu Abend zu essen, waren sie vielleicht direkt nach Charlottenburg-Wilmersdorf gegangen oder gefahren oder hätten sich fahren lassen und dann – vor verschlossener Tür gestanden
Selbst für Berliner und Brandenburger, die es beide nicht weit haben, ist das blöd. Jeder Weg in Berlin kostet einem meist mindestens eine halbe oder eine Dreiviertelstunde. Meist mehr gefühlt und das liegt nicht am jetzigen Regierenden Bürgermeister, der einen ziemlich „guten Job“ gemacht hat, Berlin einfach Mal wieder zum Laufen zu bringen. Er hat überflüssige Straßensperrungen genauso verhindert wie übermäßige und unsinnige Parkplatzvernichtung, die ein unerträgliches Ausmaß angenommen hatte. Beileibe nicht nur aus unserer Sicht. Vorherige Berliner Stadtregierungen haben da durchaus mehr Unsinn getrieben. Und „zum Laufen zu bringen“ ist nicht doppeldeutig gemeint. Obwohl einiges zum Stehen gekommen war, nicht nur die Kultur und die Wirtschaft in den Verbotsjahren 2020/21 (und teilweise ’22), sondern schlicht der Verkehr. Ob im Auto oder Taxi, an der Haltestelle oder im Bahnhof – Stehen ist der unfreiwillige Hauptsport der Berliner. Und Warten. Weil fast alles unerträglich lange dauert und durch Digitalisierung erheblich erschwert wurde.
Sogar die Benutzer von Elektrorollern, ob nun gekauft oder geborgt, bewegen sich kaum. Sie stehen im Wesentlichen auf dem rollenden Gefährt.
Ein Fahrradfahrer bewegt sich da schon viel mehr. Aber das kann es ja nicht sein, das im riesigen Groß-Berlin nur Fahrrad gefahren wird, während die Notfälle und die Politiker mit Hubschraubern über unseren Köpfen schweben. Schlimm genug, dass über unsere Köpfe hinwegregiert wird, das zum Beispiel aus dem Nichts versucht wird, Kriege anzuzetteln.Umd wir haben nicht geschrieben „Politiker und andere Notfälle“. Das lassen wir uns nicht ans Bein flicken
Es ist Gewohnheit geworden, fast vor jedem Gang aus dem Haus erstmal in die kleine Ortungseinheit namens Handy zu schauen, und einer gesichtslosen neuen Stasi mitzuteilen, was wir vorhaben. Statt Stadtplan und natürlicher Orientierung ist man „bequem“ und guckt ins Handy, was aufhat und wie man da hinkommt – oder man hat sich weismachen lassen, das sei bequem. Obwohl viele schon einen Buckel und andere Haltungsschäden haben, weil sie ständig nach unten schauen auf den Handybildschirm, von Einbußen der Sehfähigkeit wegen zu vielem aufs Hand starren mal ganz zu schweigen.
Wir empfehlen Haltung zu bewahren und nicht zu buckeln.
Dann hat man auch mehr Übersicht.





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