Waten durch Schmerz und Verlust – Annotation zum Roman „Diebstahl“ von Abdulrazak Gurnah

"Diebstahl", ein Roman von Abdulrazak Gurnah. © Penguin

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Abdulrazak Gurnah, ein Chronist tansanischer Lebenswirklichkeit, beglückte uns um die Weihnachtszeit mit einem feinen Roman „Diebstahl“ über das Leben dreier junger Menschen im Tansania von heute. Ein verlassener Junge, der unter schwierigen Verhältnissen aufwächst, der zweite ein Junge aus privilegierten Haus, daneben ein Mädchen aus dem Mittelstand. Alle haben mit Hinterwäldler-Vorurteilen zu kämpfen, ums sie herum dumpfe Religion, ungebildete, einfache Leute mit fiesen Vorurteilen.

Abdulrazak Gurnah beschreibt ihre Biografien episodisch über einen Rahmen von zehn Jahren, das liest sich flüssig, ist klug und lässt im Kopf des westeuropäischen Lesers Mitgefühl wachsen. Menschliches Verhalten, bösartig, was für eine engstirnige, dumpfe Welt. Ein kluges Buch, wir fiebern besonders mit dem Jungen aus schlimmsten Verhältnissen… Ob er es schafft? Lest selbst dieses Buch das sich entwickelt wie ein ruhiger Fluss.

Bewertung: vier Punkte von fünf Punkten.

Bibliographische Angaben:

Abdulrazak Gurnah, Diebstahl, Roman, 336 Seiten, Sprache: Deutsch, Übersetzerin aus dem Englisch: Eva Bonné, Originaltitel: Theft, Originalverlag: Bloomsbury, Kondon 2025, Bindung: fester Einband mit Schutzumschlag, Format: 13,5 x 21,5 cm, Verlag: Penguin im Konzern Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, München, 1. Auflage 10.9.2025, ISBN: 978-3-328-60438-9, Preise: 26 EUR (Deutschland), 26,80 EUR (Österreich), 35,90 SFr

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