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Der diesjährige Anna-Seghers-Preis geht an die chilenische Schriftstellerin Daniela Cartileo und die deutsche Autorin Sonja M. Schultz

Ein Raum in einem Gebäude der Akademie der Künste in Berlin. Quelle: Pixabay, Foto: ExposureToday

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Daß der diesjährige Anna-Seghers-Preis „an die chilenische Schriftstellerin Daniela Cartileo und die deutsche Autorin Sonja M. Schultz“ gehe und „der Preis ist mit jeweils 12.500 Euro dotiert“ sei, das wird in einer Pressemitteiung der Schwindt-Kommunikation im Auftrag der Anna-Seghers-Stiftung vom 4.5.2026 kundgetan. Die feierliche Verleihung findet im jährlichen Wechsel in Mainz und Berlin statt, in diesem Jahr am 6. Juni in der Akademie der KünsteAkademie der Künste Berlin am Pariser Platz ab 19 Uhr.

Die „Erzählungen, Romane und Essays“ von Daniela Catrileo würden sich auf „Formen von rassistisch und sexistisch motivierter Gewalt“ fokussieren. Davon scheinen die Juroren Andrea Garcés und Alexander Graeff angetan gewesen zu sein. Laut besagter Pressemitteilung habe die Jurorin Andrea Garcés „betont, dass Catrileo sich aller Mittel und Gattungen der Literatur sowie der mündlichen Ausdrucksformen der Mapuche-Kultur bediene und darüber hinaus auch der Musik, der bildenden Künste und der Performance. Damit gemahne sie an die Existenz ‚verwundeter Sprachen‘ und lasse exilierte Erinnerung lebendig werden. Die chilenische Autorin habe ein Werk geschaffen, das mit jenem von Seghers darüber verbunden sei, dass es eine ‚„’fundamentale Sprache‘ schaffe, mit deren Hilfe die Gegenwart Chiles und Lateinamerikas auf neue Weise lesbar werde.“

Sonja M. Schultz habe „im Jahr 2019 ihr viel beachtetes Romandebüt Hundesohn vorgelegt“, heißt es zu dieser Wahl. Weiter im Text: „Ihr zweiter, 2025 im Aufbau Verlag erschienener Roman, Mauerpogo, setzt junge rebellische Menschen ins erzählerische Zentrum, die in einem nicht mehr existierenden Land – der DDR – leben. Es geht um die Selbstbehauptung von Jugendlichen, ‚die in das normative Wertesystem einer Gesellschaft nicht passen wollen‘, sagt Juror Alexander Graeff. In Schultz` Prosa stelle das Poetische kein Gegensatz zum Politischen dar. ‚Es verbindet sich vielmehr Haltung mit einer sehr körperlichen, poetischen Schreibweise.’“

Anmerkung:

Siehe die Beiträge

im KULTUREXPRESSO.

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