„Azul“ zum „Spiel des Jahres 2018“ gekürt

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Azul © Plan B Games, Pegasus

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das Spiel des Jahres 2018 trägt den Titel „Azul“ und ist von Michael Kiesling. Damit holt Kiesling nach „Torres“ mit Co-Autor Wolfgang Kramer den wichtigsten Spielepreis der Welt, nachdem er für „Azul“ den Preis „Spiel des Jahres“ („As d’Or“) in Frankreich gewann.

Seit 1979 werden jedes Jahr die Preise von einer Jury vergeben, die sich „die Förderung des Spiels als Kulturgut in der Familie und in der Gesellschaft“ auf die Fahne geschrieben hat und deutschsprachige Spiele berücksichtigt. Zwar gibt es für Kiesling kein Preisgeld, aber Ruhm, denn es werden erstens nur wenige nominiert, dieses Mal waren es „Luxor“ von Rüdiger Dorn aus dem Verlag Queen Games und „The Mind“ von Wolfgang Warsch aus dem Nürnberger-Spielkarten-Verlag, und zweitens nur einer als Gewinner auserkoren. Der Preis ist also etwas wert, auch für den Verlag Next Move sowie den Vertrieb Pegasus Spiele.

Die Jury hebt für das taktischen Legespiel „Azul“, das ab acht Jarhen empfohlen wird, hervor, dass es „die fast schon nüchterne Funktionalität des Spielbretts“ in einem „gelungener Kontrast zur wunderbaren Ästhetik des entstehenden Mosaiks“ hervorhebe, welche durch „die Haptik der Kachelsteine“ verstärkt werde. Dass das Material des Spiels gelungen sei und Kiesling mit „einem einfachen Auswahlmechanismus“ dem Spiel „so viel Tiefgang verleihe, „dass dieser einen nahezu endlosen Wiederspielreiz“ auslöse, das wird ebenfalls hervorgehoben.

Worum geht`s? Der portugiesische König Manuel I. beauftrage „Handwerker“, lesen wir in der Pressemitteilung des Spiel des Jahres e.V. vom 23.7.2018, „die Wände seines Palasts mit schönen Mosaiken zu verzieren. Dafür sollen sie nicht irgendwelche Keramikfliesen verwenden, sondern die sogenannten Azulejos. Unter den Fliesenlegern entbrennt nun ein Wettbewerb, die besten Fliesen zum richtigen Zeitpunkt aus den Manufakturen zu erhalten. Von einem Anbieter alle genau einer Sorte – so lautet der Modus Zug für Zug bei der Auswahl. Abhängig von der Position im Mosaik brauchen die Handwerker mal viele Fliesen einer Sorte, mal wenige, um das Muster erweitern zu dürfen. Wer sich verspekuliert und zu viele Kacheln nehmen muss, büßt Punkte ein. Belohnt hingegen wird, wer zusammenhängend kachelt und am Ende vollständige Reihen und Spalten im Mosaik vorweisen kann.“

Das klingt auf jeden Fall nach einem Spieleabend in der Redaktionsstube.

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