„Befragen und Weiterdenken“ klingt nicht schlecht – Drei Kapitel im K20

Bücher im K20 im Rahmen der Ausstellung "Die Sammlung. Befragen und Weiterdenken". © Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Foto: Linda Incon, Ort und Datum der Aufnahme: Düsseldorf, 1.8.2023, BU: Stefan Pribnow

Düsseldorf, Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). „Befragen und Weiterdenken“ klingt nicht schlecht, oder? Drei Kapitel im K20 oder besser drei Bände Das Kapital? Wenn „Befragen und Weiterdenken“, dann richtig!

Wenn ich in einer Pressemitteilung die Worte „Befragen und Weiterdenken“ lese, dann lese ich weiter. Unter dem Betreff „’Wer prägte die moderne Kunstgeschichte?‘ – Schlüsselwerke von Marianne Werefkin, Sonia Delaunay und Louise Bourgeois in K20″ heißt es in der Pressemitteilung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vom 8.8.2023 weiter: „In einem neu eingerichteten Raum im K20 werden aktuelle Fragen an Schlüsselwerke der klassischen Moderne herangetragen und zugleich einzelne Bilder, die im Besitz des Landesmuseums sind, näher vorgestellt und historisch eingeordnet. Der erste Teil beschäftigte sich mit der Gründungsgeschichte der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Das zweite Kapitel widmete sich der Frage, wie das Museum mit kolonialen Denkmustern in der eigenen Sammlung umgeht. Kapitel III legt Lücken und Leerstellen innerhalb der Sammlung offen und stellt wegweisende Künstlerinnen der Moderne in den Fokus.

Kapitel III der Reihe ‚Die Sammlung. Befragen und Weiterdenken‘ würdigt Künstlerinnen aus drei Generationen. Die Präsentation veranschaulicht die Ankaufsziele und Forschungen des Museums und zeigt zugleich, welche bahnbrechenden Beiträge Künstlerinnen für die Entwicklung der modernen Kunst geleistet haben. Präsentiert werden Kunstwerke von Marianne von Werefkin, Sonia Delaunay-Terk und Louise Bourgeois. In der Sammlung sind diese Künstlerinnen aufgrund der Geschichte des Museums und der Sammlungsstruktur noch nicht repräsentiert. Nun bietet ihnen die Kunstsammlung mit dieser Präsentation den Platz, den sie längst verdient haben.“

Das Kapital besteht aus drei Bänden, von den Bänden der MEGA abgekürzten Marx-Engels-Gesamtausgabe ganz zu schweigen. Warum soll „Die Sammlung“ nicht wenigstens drei Kapitel haben. Und Bücher!

Die Bücher und Bilder der Ausstellung „Die Sammlung. Befragen und Weiterdenken, Kapitel III, Lücken und Leerstellen, Wegweisende Künstlerinnen der Moderne“ sind seit dem 25.7.2023 zu sehen und sollen es noch bis zum 31.1.2024 im K20 in Düsseldorf sein. Manche meinen, das sei mega.

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