Das Museum Haus Dix in Hemmenhofen am Bodensee

Museum Haus Dix mit Garten und Bodenseeblick. © 2020, Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

Gaienhofen-Hemmenhofen, Bodensee, Deutschland (Kulturexpresso). In Gaienhofen gibt es nicht nur das Mia-und-Hermann-Hesse-Haus, sondern auch das Museum Haus Dix, das im Ortsteil Hemmenhofen steht.

Das Kunstmuseum Stuttgart eilt dazu mit, dass „das ehemalige Wohnhaus der Familie Dix … die einzigartige Gelegenheit, das Umfeld und den Lebensmittelpunkt eines der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts kennen zu lernen“.

Im Museum Haus Dix in Hemmenhofen. © 2020, Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

Nun, in Gera behauptet die ganze Otto-Dix-Stadt diese Einzigartigkeit. Dort, genauer in Untermhaus, heute ein Stadtteil der Beinahe-Großstadt Gera, wurde Otto Dix 1891 geboren.

In Gera geriet das Arbeiterkind Dix auf die malerische künstlerische Bahn. Laut „Wikipedia“ sei er schon „während seiner Schulzeit“ von Zeichenlehrer Ernst Schunke sehr gefördert“ worden. Anschließend habe „Dix von 1905 bis 1909 eine Lehre bei dem Geraer Dekorationsmaler Carl Senff“ absolviert. „Ein Stipendium des Fürsten von Reuß ermöglichte ihm das Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden (1910–1914) unter anderem bei den Professoren Johann Nikolaus Türk (1872–1942) und Richard Guhr. Er setzte sich mit der Malereigeschichte auseinander und studierte die Alten Meister in der Dresdner Gemäldegalerie; parallel dazu entstanden spätimpressionistische und expressionistische Werke. Schon vor dem Ersten Weltkrieg wandte er sich der Avantgarde zu und experimentierte mit kubistischen und futuristischen Formen.“

Otto Dix, geboren am 2. Dezember 1891 in Untermhaus, heute ein Stadtteil von Gera, lebte als Maler in Hemmenhofen am Bodensee, das zur Gemeinde Gaienhofen gehört. © 2020, Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

In den 1920er Jahren seit Dix laut Kunstmuseum Stuttgart „zum führenden Repräsentanten der Neue Sachlichkeit“ geworden. „Während des Dritten Reichs verlor er als einer der ersten in Deutschland 1933 seine Professur, die er an der Dresdner Akademie innegehabt hatte. Daraufhin siedelte er mit seiner Frau Martha und den drei Kindern Nelly, Ursus und Jan nach Randegg über. 1936 bezog die Familie ihr Wohnhaus in Hemmenhofen. Bis zu seinem Tod 1969 wohnte und arbeitete Otto Dix hier und widmete sich in seinen Arbeiten zunehmend der Landschaft am Bodensee.

Blick vom Museum Haus Dix auf den Bodensee. © 2020, Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

2005 wurde das Ensemble Haus und Garten Dix in das Denkmalbuch des Landes Baden-Württemberg eingetragen. Um das Anwesen auch zukünftig zu erhalten, wurde es 2010 von dem Otto-Dix-Haus-Stiftung e.V. unter dem Vorsitz von Landrat Frank Hämmerle erworben, denkmalgerecht saniert und museal ausgestattet. Im Juni 2013 übergab der Verein das MUSEUM HAUS DIX an das Kunstmuseum Stuttgart, das eine weltweit bedeutende Sammlung an Werken des Künstlers besitzt.“

Otto Dix malte sich beim Malen. © 2020, Foto/BU: Dr. Bernd Kregel

Ein Besuch in Gaienhofen lohnt sich also auch mit dem Museum Haus Dix. Dort lohnt ein Rundgang, der „Dix aus drei Perspektiven“ zeige: „Familienleben in Haus und Garten, kunsthistorische Ausführungen und persönliche Erzählungen von Jan Dix“.

Museum Haus Dix

Adresse: Otto-Dix-Weg 6, 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen

Kontakt: Telefon: +49 (0)7735 / 93 71 60, E-Mail: dix@kunstmuseum-stuttgart.de

Heimatseite im Weltnetz: museum-haus-dix.de

Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags von 11 Uhr bis 18 Uhr, montags geschlossen

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