Drogen, Sex und Politik – Allen Ginsbergs Prosa heute

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"Prosa" von Allen Ginsberg. © Blumenbar im Konzern Aufbau Verlage GmbH & Co. KG

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wir müssen Michael Kellner auf ewig dankbar sein, er hat Allen Ginsberg neu übersetzt und mit Prosa ein essenzielles Werk vorgelegt, das Ginsbergs Platz in der Gegenwart definiert.

Prosa überraschte uns mit bislang unveröffentlichten Fotos zum 25. Todestag des Dichters am 5. April 2022. Ginsberg ist eine amerikanische Ikone, auch wenn sein nicht sehr umfangreiches Werk heute ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Ginsberg hatte neben dem Dichten besseres zu tun: energisch für eine bessere Welt kämpfen, Rassisten und Nazis in den Hintern treten.

Ja, es wird in den Texten viel gesoffen und gelebt, doch Ginsberg ist immer hochpolitisch und bar jeden FDP-Geistes, der heute die Hirne vieler junger Dichterinnen und Dichter benebelt. Ginsberg war von 0-23 Uhr 59 ein Rebell, seine Waffe war nicht nur die Feder, er wusste, wo der Feind stand.

Diese Radikalität macht ihn heute wertvoll, lest Prosa, das Buch wurde von Kellner neu übersetzt und mit starken Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Interviews angedickt zu einer herrlichen Ginsbergsoße!

Bibliographische Angaben

Allen Ginsberg, Prosa, Herausgeber, Vorwort und Übersetzer: Michael Kellner, 256 Seiten, Bindung: fester Einband mit Klappen, Verlag: Blumenbar im Konzern Aufbau Verlage GmbH & Co. KG, Berlin, 1. Auflage, 14.2.2022, ISBN: ‎ 978-3-351-05054-2, Preis: 25 EUR (Deutschland)

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