Forschungsstand Bounty großartig erzählt – Annotation zum Buch „Meuterei im Paradies“ von Simon Füchtenschnieder

"Meuterei im Paradies" von Simon Füchtenschnieder. © Klett-Cotta-Verlag

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Wer kennt nicht die Abenteuer um den vermeintlichen Menschenschinder Kapitän William Bligh und den edlen Offizier Fletcher Christian, dem Anführer der Meuterer? Eine Flut von Filmen, Artikeln und Büchern umwölkte unsere romantischen Hirne mit der Geschichte der Rebellen und ihrer Flucht auf die einsame Insel Pitcairn. Vorher schickten sie ihren Kapitän in einem Rettungsboot in den sicheren Tod, doch er und seine Schicksalsgenossen wurden gerettet und die Story ging weiter.

Simon Füchtenschnieder hat nun in mühevoller Kleinarbeit den neusten Stand der Forschung fein erzählt festgehalten. Fluffig erzählt, bringt er neue Aspekte ans Tageslicht und beleuchte im besonderen die Rolle der britischen Admiralität, der er die Hauptschuld fürs Scheitern der 1. Expedition zur Verschiffung der Brotbaumschösslinge gibt. Unbedingt lesen!

Bewertung: Fünf Punkte von fünf Punkten.

Simon Füchtenschnieder, geboren 1980 in Salzkotten, studierte Anglistik und Geschichtswissenschaft an der Universität Bielefeld und dem University College Dublin (Irland). Für dieses Buch forschte er u.a. in London und Sydney. Seine Arbeitsschwerpunkte gelten der britischen Seefahrtsgeschichte des 18. Jahrhunderts.

Bibliographische Angaben:

Simon Füchtenschnieder, Meuterei im Paradies, Die Fahrt der Bounty und die globale Wirtschaft im 18. Jahrhundert, 304 Seiten, mit farbigem Tafelteil und Vorsatzkarten, Bindung: fester Einband mit Schutzumschlag, Verlag: Klett-Cotta Verlag, Stuttgart, 1. Auflage 17.2.2024, ISBN: 978-3-608-98773-7, Preis: 25 EUR (Deutschland), 25,70 EUR (Österreich)

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