Fotoreportage: Lohnarbeiter Ben Bradlee und Kapitalistin Katherine Graham im Gleichschritt und im Film „Die Verlegerin“ von Steven Spielberg

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Szene aus dem Film
Die Verlegerin der "Washington Post" und ihr Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) im grauen Presse-Alltag. © Universal Pictures

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Der von Steven Spielberg in nur acht Monaten fertiggestellte Film über die Verlegerin der „Washington Post“, Katherine „Kay“ Graham, wird als eine kurze Geschichte über einen Höhepunkt des investigativen Journalismus erzählt, bei dem die Kapitalistin und der Lohnarbeiter, in diesem Film Chefredakteur Ban Bradlee, getrennt marschieren und gemeinsam zuschlagen.

Der Film verklärt und verklebt den Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital im Gleichschritt von Verlegerin und Chefredakteur gegen den Staat des Kapitals. Das liegt offensichtlich an bösen Buben im Weißen Haus, aber letztendlich daran, dass der Staat nicht widersprechende Interessen von Kapitalfraktionen vereinen und fixieren oder wenigstens ruhigstellen kann.

Der Film mit dem deutschen Titel „Die Verlegerin“ berichtet zudem über Verhältnisse in einem Verlag, über wichtige Wochen der „Post“ in Washington, weswegen der Originaltitel schlicht und ergreifend „The Post“ lautet. Die Filmemacher erzählten auf Basis des Drehbuches der Autoren Liz Hannah und Josh Singer zugleich vom Verhältnis der Presse zum Kapital und zum Staat des Kapitals. Kay Graham muss aufgrund klammer Kassen Aktien auslegen. Sie will ihren Laden an die Börse bringen und braucht die Herren des Geldes. Die Verlegerin reist schweren Herzens nach New York an die Wall Street. Schließlich sind Aktien Anteilsscheine, mit denen sie zwar Geld einnimmt, aber Anteile am vererbten Familieneigentum abgibt.

Mehr Text zum Film im Beitrag von Lenina Sachs mit dem Titel Ben Bradlee und Kay Graham gemeinsam gegen Richard Nixon – Zum Drama „Die Verlegerin“ von Steven Spielberg im KULTUREXPRESSO.

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