Hannes Jaenicke ist wieder „Im Einsatz“, dieses Mal „für Geparden“

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Hannes Jaenicke
Hannes Jaenicke mit Dr. Laurie Marker (Fachfrau für Geparde) "Im Einsatz für Geparden". © ZDF, Markus Strobel

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Hannes Jaenicke ist wieder im Einsatz. Dieses Mal für Geparden. In der Dokumentation des ZDF ist neben Jaenicke vor allem die Forscherin Dr. Laurie Marker zu sehen Raubkatzen ganz nah: der prominente Tierschützer an der Seite von in Namibia.

Dorthin führt Jaenicke seine Reise im Einsatz für Geparden, denn dort würden „die Gepardenbestände“ laut ZDF „als stabil“ gelten. Diese „Erfolgsgeschichte“ sei „vor allem der unermüdlichen Arbeit der amerikanischen Wissenschaftlerin und Geparden-Expertin Dr. Laurie Marker zu verdanken“, die „vor über 30 Jahren … in Namibia eine Organisation zum Schutz von Geparden“ namens Cheetah Conservation Fund (CCF) gründete. Außerhalb des Gebietes der CCF würden jedoch 95 Prozent der Geparde leben und das nicht gut. Sie würden von der Bevölkerung „erschossen oder vergiftet“ werden, weswegen Volksaufklärung eine wichtige Arbeit der CCF sei, der laut ZDF auch „den illegalen Handel mit Gepardenbabys zu bekämpfen“ versuche.

Doch weil exotische Haustiere bei der Bourgeoisie immer beliebter werde, geht Jaenicke diesen Weg, den die Geparden nehmen, nach. „Er besucht im Ruhrgebiet das größte Zoogeschäft der Welt, beleuchtet den florierenden Onlinehandel, trifft Experten von Tier- und Artenschutzorganisationen und Zoos, versucht Licht in den Dschungel deutscher Gesetze zu bringen. So ist, wie ein Beispiel in der schwäbischen Stadt Heilbronn zeigt, Privatleuten die Haltung von Geparden gestattet, solange es sich nicht um Tiere aus freier Wildbahn handelt, sondern um Nachzuchten.“

Immerhin trifft der Star der Serie die Tiere „am Ende seiner Reise“ auch in Freiheit: in einem privaten Naturreservat in Südafrika. Ende gut, alles gut?

Nein, denn weltweit sollen nur noch 7000 Geparde in Freiheit leben, aber Hunderte würden als Haustiere gehalten werden. Geparde im Garten? Nein!

Zur immer kleiner werdenden „freien Wildbahn“ und der Dezimierung der Bestände sagt Jaenicke: „Habitatverlust und Flächenfraß sind nicht nur in Afrika ein großes Problem. Auch bei uns in Deutschland werden Tag für Tag mehrere Fußballfeld-große Areale an Grünflächen vernichtet. Und wir müssen auch nicht jeden Wolf gleich erschießen, der unseren Siedlungen zu nahe kommt. Wir reden immer von Raubtieren, Nutztieren, Schadtieren, Beutetieren, Haustieren – aber alle diese Definitionen werden von uns Menschen gemacht. Dabei ist jedes Tier Teil der Natur und deshalb schützenswert.“

Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Geparden

Dienstag, 9. Oktober 2018, 22.15 Uhr, ZDF

Filmografische Angaben

Titel: Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Geparden
Buch und Regie: Eva-Maria Gfirtner, Judith Adlhoch
Kamera: Markus Strobel, Tim Henkel
Schnitt und Sounddesign: Jan-Philipp Stahl
Ton und Flugaufnahmen: Harley Dietrich, Tim Henkel
Mischung: Alexander Catarinelli
Grafik: Magnet FX
Sprecher: Hannes Jaenicke, Judith Adlhoch
Wissenschaftliche Beratung: Birgit Braun AGA Artenschutz
Archive: Vice, Transterra Media
Produktionsleitung: Janna Sperling (Tango Film) und Cora Szielasko-Schulz, Petra Ziegler (ZDF)
Redaktionelle Mitarbeit: Pinar Aydin
Executive Producer: Markus Strobel, Hannes Jaenicke
Redaktion: Renate Marel
Produktion: Tango Film GmbH und Pelorus Jack Filmprods LLC im Auftrag des ZDF

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