Mythen und Wahrheiten rund um die Freimaurerei – Zum Buch „Die Freimaurer – Der mächtigste Geheimbund der Welt“ von John Dickie

"Die Freimaurer" von John Dickie. © S. Fischer

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Hosiana, Freund*innen atmet auf, endlich machte sich ein fähiger Historiker über die Geschichte der weltumspannenden Freimaurerei her. John Dickie heisst der gute Mann, seines Zeichens Historiker und sehr vertraut mit der Geschichte der Mafia. Selbst ist er kein Freimaurer, was ihm die nötige Distanz zu diesem Männerbund gibt, der in der Fantasie vieler Menschen eine Ausgeburt der Hölle ist.

In Wirklichkeit fühlen sich die Freimaurer dem Guten verpflichtet. Auch wenn sie um ihren Ringelpietz jahrhundertelang ordentlich Gewese veranstalteten.

Frauen war lange der Eintritt verboten, Homosexuellen sowieso, lange waren die Maurer eine Geschlossenen Gesellschaft, die sich oft in gern im Geheimen in die Belange von Nationen einmischte. Heute ist die Freimaurerei überflüssig wie ein Kropf, eine Hobbytruppe, ein fast reiner Altherrenbund mit albernden Riten und Mummenschanz.

Dickie beleuchtet anhand nachvollziehbarer Fakten die Geschichte des Aufstieges und falls der Logen. Er zerrt ihre dunklen Geheimnisse, wie ihr positives Wirken ans Licht, berichtet von mafiösen Verstrickungen und ihren rassistischen, sexistischen und imperialistischen Bestrebungen. Auch Dan Brown bekommt sein Fett weg, der die Freimaurer für seine reißerischen Krimis ausschlachtete.

Unaufgeregt, erhellend, unbedingt lesenswert!

Bibliographische Angaben

John Dickie, Die Freimaurer – Der mächtigste Geheimbund der Welt, 560 Seiten, Übersetzerin: Irmengard Gabler, fester Einband, Verlag: S. Fischer, Frankfurt, 1. Auflage, 23.9.2020, ISBN: 3103973357, Preise: 26 EUR (Deutschland)

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