Premiere im Palmengarten – Die Sommerproduktion „Ein Maskenball“ von Giuseppe Verdi in der Mainmetropole

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Plakat zur Premiere im Palmengarten. Die Sommerproduktion "Ein Maskenball" von Giuseppe Verdi, einem Melodrama in vier Akten, Text von Francesco Maria Piave, steht vor der Tür und unter der Palme in Frankfurt am Main. © Kammeroper Frankfurt

Frankfurt am Main, Deutschland (Kulturexpresso). Sommer für Sommer bespielt die Kammeroper Frankfurt den Musikpavillon im Palmengarten. Die neue Sommerproduktion „Ein Maskenball“ von Giuseppe Verdi soll zum Sommerhit der Mainmetropole werden. Die Premiere wird am Abend des 15. Juli 2017 starten.

In einer Pressemitteilung der Kammeroper Frankfurt vom 21. Juni 2017 heißt es zur geplanten Aufführung: „Zur Entstehungszeit der Oper stand das Barometer auf Sturm: 1858 misslingt das Attentat des Grafen Felice Orsini auf Napoleon III., doch das Ende der Bourbonen-Herrschaft in Neapel ist eingeleitet. Giuseppe Verdi, glühender Anti-Royalist, greift das Sujet auf: Sein Librettist Antonio Somma bearbeitet eine Vorlage von Eugène Scribe von 1833 für Daniel-Francois Esprit Auber, merzt einige überflüssige Szenen aus und schreibt mit ‚Un ballo in maschera‘ eine der wirkungsvollsten Verdi-Opern überhaupt.
In diesem Dramma lirico krachen blutige Tragödie und burleske Operette unvermittelt aufeinander und ergeben ein „Scherzo mit tödlichem Ausgang“ – ein Bonmot von Richard Strauss, das auch auf den ‚Maskenball‘ passt. Die Oper ist ein Vexierspiel aus Politik und privaten Amouren. Der Einbruch des Übersinnlichen in Gestalt der Seherin Ulrica und die sexuelle Ambivalenz des Pagen Oscar, einer Hosenrolle und singulär in Verdis Schaffen, schärfen den inneren Konflikt.

Das historische Vorbild ereignete sich 1792 während eines Maskenballes in der Stockholmer Oper, und Verdi und Somma zeigen nun diese an sich schon verwirrende Konstellation auf der Opernbühne als Maskenspiel über das Maskenspiel – und Rainer Pudenz führt dieses Meisterwerk der Italienischen Oper in deutscher Sprache (neue Übersetzung von Thomas Peter) auf, um dem Publikum im Gewirr der zahllosen Zwischenböden die Orientierung zu ermöglichen. Unberührt bleibt Verdis unsterbliche Musik, darunter die wohl schönste Chor-Prehgiera der Operngeschichte: Das Attentat ist geglückt, der König tödlich getroffen – doch nun erweist sich die Tragödie als Farce, als grässliches Missverständnis unter Freunden. Das dreizehnte Addio war tödlich!“

Mehr über die Premiere der Aufführung „Ein Maskenball“ unter der Regie von Puden und der musikalischen Leitung von Erdl sowie die Mitwirkenden wie Nymoen, Kalinina, Diny, Seyhan, Cuento, Sindermann, Peter, Führ, Kaiser, Vargas, Eckhardt und andere demnächst im Kulturexpresso.

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