Virusbewusstsein. Auf Berlinale, Messen und Flughäfen geht es um Hygiene und Einreiseberichte

Der Bär der Berlinale auf einem Absperrgitter mit Sichtschutz im Februar 2019 in Berlin. © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Das Virusbewusstsein steigt. Während die „Bild“ am Freitag meldete, dass der Corona-Virus doch schlimmer sein soll als eine Grippe – Tenor ‚das hatten wir anders gehört‘ – gab es auch andere Gründe, warum in der Bundesrepublik Deutschland das Thema bisher als „weit weg“ eingeschätzt wurde. Unter anderem die tatsächliche geographische Entfernung zum Epizentrum. Sogar Afrika ist näher als das Reich der Mitte. Zunächst ging es um Wuhan, dann um die Volksrepublik China (im Gegensatz zur Republik, die auf Taiwan ist), weiter um Südkorea und Japan. Nordkorea hat mit seiner Isolationspolitik in dieser Situation einen Vorteil.

Inzwischen sind auch die I-Staaten Iran und Italien betroffen.

An Flughäfen müssen bei Einreise Formulare ausgefüllt werden, auch bei internationalen Schifffahrten ist das nun Standard. Bei Einreisen aus dem Ausland in die Bundesrepublik mit Bus und Bahn setzt man bisher auf Freiwilligkeit.

Allerorten hängen Informationen aus, wie man sich die Hande wäscht und sonst sich und andere schützen kann. So auch auf der Berlinale. Im HYATT-Hotel, wo die berühmten Schauspieler absteigen, aber auch die Pressekonferenzen und Photocalls stattfinden, die Phototermine mit Regisseuren, Schauspielern und anderen Filmleuten, gehört Desinfektionsmittel neben dem Waschbecken 2020 genauso zum Standard wie im Berlinale-Palast, der während des Restjahres Theater am Potsdamer Platz heißt und im Keller Magic Mike beherbergt, weshalb dieses Jahr sogar die Party verlegt werden musste. Bei SARS war das nicht so. Die Desinfektionslösungen werden wohl dauerhaft installiert bleiben, andere Lösungen müssen erst noch gefunden werden.

Das wichtigste für alle sind die bereits bekannten Erkenntnisse: Bei Gesundheit oder Nichtgesundheit geht es im wesentlichen um das Immunsystem eines Menschen. Nur das entscheidet über die Gesundheit. Schlaf, Ruhe und Stabilität fördern und stärken es. Rhythmus ist auch eine feine Sache. Schlaflosigkeit, Unruhe, Instabilität und Arhythmik sind dagegen.

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Eine Nachricht, die wir kaum glauben konnten, doch es ist wahr: Wenige Tage vor Beginn zieht die Messe Berlin GmbH die Notbremse und lässt den Zug zur Weltleitmesse des Reisebusiness zum Stehen kommen. Für den einen eine Aufforderung, die Digitalisierung auf 100% zu bringen. Wer zuhause bleibt, verbraucht vielleicht weniger Strom und verursacht weniger Kohlendoxid, außerdem bleibt er vielleicht gesund. Für andere ist es eine Katastrophe. Wirtschaftlich trifft es viele hart. Nicht nur den Tourismus, sondern auch Dienstleister in Berlin, Caterer und Baristas.

Die Gesundheit geht vor. Wenn das Risiko groß ist, übernimmt niemand gern die Verantwortung.

Es geht auch, wie so oft, vor allem um das Bewusstsein. Woran denken wir? Haben wir ein Virusbewusstsein oder geht endlich ein Gesundheitsbewusstsein viral?

Telefonnummern für aktuelle Informationen:

Berlin (030) 9028-2828 von 8-20 Uhr (Fachleute der Senatsverwaltung für Gesundheit geben Auskunft, Nummer seit 28. Januar ’20 geschaltet)

Berlin (030) 34 64 65 100

Auch im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gibt es inzwischen ein Infotelefon

Saarland (0681) 501 44 22

Nummern ohne Gewähr.

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