Wenn der Gaumen tanzt – „Dancing Mocca“ vereinigt die Aromen von Weinessig und Kaffee

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Dancing Mocca. © Weinessiggut Doktorenhof Wiedemann GmbH

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Essig und Kaffee. Auf den ersten Blick vielleicht eine etwas gewagte Kombination. Aber es funktioniert, wie der „Dancing Mocca“ beweist. Die Aromen von Weinessig und Kaffeebohnen ergänzen sich wunderbar, ja, sie scheinen perfekt miteinander zu harmonieren. Zudem nimmt man Aromen von Zedernholz, Aprikosen, Lakritze und Karamell wahr. Im winzigen Probiergläschen kommt diese Vielfalt an Aromen voll zur Geltung. Ein Edelessig, so mild, dass man ihn sogar pur genießen kann. Zwischendurch oder als Absacker nach einem üppigen Mahl.

Dieses wirklich gelungene Erzeugnis stammt vom Doktorenhof, einem Gut im pfälzischen Venningen, das sich auf Weinessig spezialisiert hat. Für den „Dancing Mocca“ wurden speziell geröstete Arabica-Bohnen unmittelbar nach dem Röstvorgang in feinfruchtig-ehrwürdigem Essig aus der Ortega Traube eingelegt. Und für sechs Monate ruhen gelassen. Weitere Zutaten: Traubenmost, Honig sowie Kräuterauszüge.

Im Keller des Unternehmens gären und reifen die Essige in hundertjährigen Fässern. Diese kerzenbeleuchteten heiligen Hallen können Interessierte besichtigen. Und nach der Führung fünf verschiedene Edelessige verkosten. Die Besucher werden so in die Kunst des Essigtrinkens eingeführt. Ferner können sie selbstgebackenes Essiggebäck, sinnlich-verführerische Essigpralinen und exquisites Essigbrot probieren. So lässt sich vermutlich sogar der eingefleischteste Essig-Skeptiker bekehren.

Auch wer sich mit Säure etwas schwer tut, könnte dem „Dancing Mocca“ verfallen, nicht nur wegen seiner Milde. Mit ihm, so verspricht die Firma, ließen sich Pasteten und kräftige dunkle Soßen sowie Wildgerichte vortrefflich verfeinern. Einige Tropfen über ein gut abgehangenes, frisch gegrilltes Steak sollen ebenfalls nicht schaden. Sogar für Torten, Cremes sowie Tiramisu soll dieser Essig geeignet sein. Nicht von ungefähr sieht die Firma das Produkt als eine Hommage an die Epoche der Kaffeehäuser, an die leidenschaftlichen Tänze dort, an den duftenden Mokka, der in prächtigen Räumen in feinem Porzellan gereicht wurde. Diesen Geruch und Geschmack hat der Doktorenhof mit einem seiner besten Edelessige vereinigt. Kulinarische Nostalgie, die zumindest so manchen Gaumen zum Tanzen bringen dürfte.

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