Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Fiume 1918. Die Adria brodelt, der 1. Weltkrieg vorbei, in der kroatischen Hafenstadt Rijeka, italienisch Fiume, machen sich italienische Fantasten/Freischärler/Wirrköpfe/Futuristen breit und verkünden eine neue Art von Gesellschaft = Republik. Angeführt von Gabriele D’Annunzio, einem italienischen Kriegsheld, Glatzkopf, Nudisten, Dichter, Umwerter aller Werte, Feind des alten Abendlandes, Maschinenfreund, naturfeindlich.
Parks und Wälder müssen weg, schön beton über alles und stählerne Äxte regieren die Welt. Der junge Cherubini, Pfleger aus einem ital. Irrenhaus, gerät unter die wilde Meute und sieht die Irren Minister werden. Die Polizei wird abgeschafft, Geld braucht auch kein Mensch, der junge Mussolini taucht auf und manch andere spätere Faschist.
Erschreckend aktuell wird mitteleuropäische Geschichte auf hohem Niveau erzählt, ein subtiles Buch mit viel tempo, ich hab’s weggezogen wie nüscht.
Tolldreist gedichtet, lustig und böse zugleich, ein wahrer Leseschmaus, holt euch das Buch und der Bomben=Frühling kann kommen.
Bewertung: 4,6 Punkte von 5 Punkten
Bibliographische Angaben:
Dirk Stermann, Die Republik der Irren, ein historischer Roman über den verrücktesten Staat der Geschichte, 304 Seiten, Verlag: Rowohlt Hundert Augen, Hamburg, 1. Auflage 16.9.2025, ISBN: 978-3-498-00745-4, Preis: 25 EUR (Deutschland); auch als E-Buch, 304 Seiten, ISBN: 978-3-644-02298-0, für 19,99 EUR erhältlich
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