„Alita, Battle Angel“ oder Mumpitz von morgen mit Schnee von gestern

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Szene aus dem Film "Alita: Battle Angel". © 2019 Twentieth Century Fox

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Streng genommen ist der Film „Alita, Battle Angel“, der als „Cyberpunkt-Actionfilm“ bezeichnet wird, Mumpitz von morgen mit Schnee von gestern. Und das geht so: Man mixe wie James Cameron und Laeta Kalogridis allerlei Mülle aus längst gedrehten und gezeigten Garstigkeiten der gewesenen Gegenwart von Rollschuhlauf- über Kung-Fu- bis Manga-Mädchen-Filme, so dass am Ende eine Rollschuhe laufende und Karate kämpfende Knopfaugenpuppe herausspringt wie ein Schachtelteufel.

Szene aus dem Film „Alita: Battle Angel“. © 2019 Twentieth Century Fox

Um dem Film Charakter zu verpassen wie die Faust aufs Auge, füge man noch einen Schauspieler von Rang und mit Namen hinzu, der sich wie Christoph Waltz dafür nicht zu Schade ist. Und schon ist der Kinderfilm fürs große Kino und bis zur kleinsten Flimmerkiste fertig.

Dann reiche man noch Moneten PR-Tanten und -Onkels rüber, die den Bekloppten und Bloogern Blödsinn wie „ein episches Abenteuer über Hoffnung und Selbstbestimmung“ vorschreiben, damit die Copy-and-Paste-Gemeinde grunzen wie die Schweine kann.

Szene aus dem Film „Alita: Battle Angel“. © 2019 Twentieth Century Fox

Nicht vergessen, die Unterstadt gegen die Oberstadt beziehungsweise Gut gegen Böse kämpfen und küssen zu lassen. In diesem Fall im Jahr 2563, etwa 300 Jahre nach dem Großen Krieg genannten großen Krieg, der alle bis auf eine reichen Himmelsstadt zerstörte. Zalem schwebt über den Dingen beziehungsweise über der Iron City genannten Unterstadt, in der der Cyborg-Wissenschaftler Dr. Dyson Ido (Christopher Walz) Reste eines weiblichen Cyborgs auf einer Rampe findet.

Szene aus dem Film „Alita: Battle Angel“. © 2019 Twentieth Century Fox

Ido macht den Schrott flott und raus kommt Alita (Rosa Salazar), die irgendwann im postapokalyptischen Dasein ohne Erinnerung Vater zu ihm sagt. Spätestens dann sollte man auf den Ausknopf drücken.

Die Weltpremiere dieser rund zwei Monate gedrehten Produktion fand am
31. Januar 2019 in London statt.

Filmografische Angaben

  • Originaltitel: Alita: Battle Angel
  • Deutscher Titel: Alita: Battle Angel
  • Land: VSA
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • Originalsprache: Englisch
  • Regie: Robert Rodriguez
  • Drehbuch: James Cameron und Laeta Kalogridis nach dem neunbändigen Japsen-Mangas „Battle Angel Alita“ des Mangazeichners Yukito Kishiro
  • Kamera: Bill Pope
  • Schnitt: Stephen E. Rivkin
  • Musik: Tom Holkenborg
  • Darsteller: Rosa Salazar (Alita), Christoph Waltz (Dr. Dyson Ido), Keean Johnson (Hugo), Eliza Gonzáles (Nyssiana), Jennifer Conelly (Chiren), Mahershala Ali (Vector), Jackie Earle Haley (Grewishka), Ed Skrein (Zapan), Idara Victor (Schwester Gerhad), Jeff Fahey (McTeague), Casper Van Dien (Amok), Jorge Lendeborg Jr. (Tanji), Lana Condor (Koyomi), Marko Zaror (Ajakutty), Leonard Wu (Kinubaba), Michelle Rodriguez (Gelda) und Edward Norton (Nova)
  • Produzenten: James Cameron Jon Landau
  • Länge: 122 Minuten
  • Freigabe: FSK 12, JMK 12
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