Start Bücher Das Ende der Nüchternheit – Annotation zum Roman „Entzug“ von Christoph Peters

Das Ende der Nüchternheit – Annotation zum Roman „Entzug“ von Christoph Peters

"Entzug", ein Roman von Christoph Peters. © Luchterhand Literaturverlag

Berlin, BRD (Weltexpress). Persönliche Enthüllungsbücher einer überwunden Krankheit finden ihre Leser, wenn sie uns hautnah an den bitteren Rand des gruseligen Geschehens transportieren. Peters gelingt das in seinem Roman „Entzug“ über den von ihm überwundenen Alkoholismus.

Das 400 Seiten umfassende Werk ist ein warnendes Lehrstück über die Folgen des Suffs in der Tradition zahlreicher saufender Vorgänger. Bloßstellend, hart, gelegentlich eklig, waten wir durch eine Welt des Schmerzes, vielleicht 100 Seiten zu lang, trotzdem in einer Intensität, die uns auf der Lesecouch durchaus erschaudern lässt. Peters weiß, wie es geht, er erzählt routiniert, wie man Säufer wird, Säufer ist und den schwierigen Weg des Überlebens geht.

Wünschen wir ihm das Beste für einen Zukunft ohne Suff. Ein Buch für alle Abhängigen, die in guter Sprache ein Stück Rückhalt für ihre eigene Krankheit brauchen.

Bewertung: vier Punkte von fünf Punkten.

Bibliographische Angaben:

Christoph Peters, Entzug: Roman, 400 Seiten, Sprache: Deutsch, Format: 13,5×21,5cm, Bindung: fester Einband mit Schutzumschlag, Verlag: Luchterhand Literaturverlag im Konzern Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, München, 1. Auflage 18.3.2026, ISBN: 978-3-630-87785-3m, Preise: 24 EUR (Deutschland), 24,70 EUR (Österreich), 33,50 SFr

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