Begegnungen mit dem Bösen – Drei dunkle Kurzgeschichten von Simon Beckett sind in seinem Buch „Versteckt“

"Versteckt. Dunkle Geschichten" von Simon Beckett. © Wunderlich

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Nein, nicht David Hunter treibt sich durch „dunkle Geschichten“ von Simon Beckett in seinem neuesten Werk, das drei alte Kurzgeschichten aus dessen Feder umfasst, und eine ist wirklich kurz, sondern morbider Charme an der Schwelle zur Putenpelle.

Weniger nüchtern als in den Kriminalromanen mit dem Rechts- beziehungsweise Gerichtsmediziner Dr. David Hunter geht es zu, aber umso schwärzer scheint der Humor, vor allem in der Geschichte, in der ein dicker Junge sich auf eine Farm verläuft, um dort buchstäblich gemästet zu werden wie ein Schwein. Beckett versucht sich an einer echt englischen Fassung von Hänsel und Gretel und die Geschichte geht böse aus.

Dunkel ist auch das Geheimnis eines Sommers, das in einem grauen Haus auf seine gelungene Beleuchtung wartet. Doch die Erlebnisse der Kinder bei Beckett sind nicht ganz so gruselig wie bei Steven King in „Es“, schließlich dreht sich bei Simon Beckett kein Buch um Monster, sondern alle um Mord. Daher sind sie einen Schuss smarter, cleverer, wenn auch atmosphärisch dicht, aber nicht stets spannend.

Und der Banküberfall mit fatalen Folgen für alle Anwesenden ist echt eine kurze Geschichte. Chapeau!

Bibliographische Angaben

Simon Beckett, Versteckt, Dunkle Geschichten, Übersetzerinnen: Sabine Längsfeld und Karen Witthuhn, 144 Seiten, fester Einband, Verlag: Wunderlich, Hamburg, 13.10.2020, ISBN: 978-3-8052-0084-4, Preise: 10 EUR, auch als E-Buch, Preis: 2,99 EUR

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