Das Buch „Land der Pässe“ von Richard von Tscharner

"Land der Pässe - Eine Zeitreise in die heutige Schweiz" von Richard von Tscharner. © Scheidegger & Spiess

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Manche mögen Deutschland für das Land der Pässe halten, weil es scheinbar nirgendwo sonst so viele Leute in einem Staat mit so vielen Pässen gibt. Andererseits schmeißen so viele Leute ihre Pässe weg, bevor sie diesen Staat des Kapitals, der Kennern und Kritikern auch als Vasallenstaat, Vielvölkerstaat, Apartheidstaat und Kriegsstaat gilt, erreichen. Doch mit einem Paß ist kein amtliches Dokument mit Angaben zu einer noch so hochrangigen Person samt einer dazu gehörigen Photographie gemeint, sondern der niedrigste Punkt zwischen zwei Bergrücken oder Kämmen.

Den einen Paß braucht man zum Reisen, den anderen bereist man. Als Land der Pässe gilt der Schweizerische Eidgenossenschaft genannte Staat des Kapitals, dessen Staatsbürger (nicht alle) nicht nur weißer waschen als die im Vasallen-, Vielvölker- Apartheid- und Kriegsstaat BRD, sondern der auch weißere Berge hat. Einige, aber vor allem Pässe, sind in dem quadratisch-praktischen (30 x 30 cm) sowie mit 264 Seiten dicken Buch mit dem Titel „Land der Pässe“ und dem Untertitel „eine Zeitreise in die heutige Schweiz“, herausgegeben von Richard von Tscharner, Fondation Carène, zu sehen.

Das ist kein reiner Bildband, sondern ein Buch mit Texten im Blocksatz und großformatigen Photographien von Richard von Tscharner. 80 sollen es von ihm sein, insgesamt ist beim Verlag Schiedegger & Spiess von 50 farbigen und 74 Schwarz-Weiß-Abbildungen die Rede. Die Photographien von von Tscharner würden „die Kühnheit und Schönheit der Alpenübergänge, ihrer Bauten und Landschaften“ zeigen, heißt es auf der Heimatseite des Verlages im Weltnetz und weiter: „Rund 30 historische Aufnahmen vermitteln die pionierhafte Anstrengung und den Mut früherer Generationen, das Alpenmassiv zu überwinden und zu einem Begegnungsraum zwischen Norden und Süden zu verbinden. Frédéric Möri, Kunst- und Kulturhistoriker und Philosoph, zeichnet die Geschichte der Schweizer Alpenpässe nach und führt ihre Bedeutung für die Identität der Schweiz vor Augen. Daniel Lätsch, Brigadier a.D. der Schweizer Armee, erläutert ihre strategische Rolle. Und Anton Affentranger, vormals CEO des Baukonzerns Implenia, beschreibt die Vision, die der Neuen Alpentransversalen (NEAT) mit den Eisenbahn-Basistunneln durch Gotthard und Lötschberg vorausgeht: Die Zukunft des Transits liegt im tiefen Untergrund des Alpenraums.“

Mit der Dummdeutsch-Abkürzung CEO dürfte ein Geschäftsführer gemeint sein und mit a.D. ein außer Dienst gestellter einer gewitzigt Armee genannten Truppe. Völlig Verdummte dieser Erde würden wohl behaupten, daß diese „Schweizer Armee die Unabhängigkeit und Neutralität der Schweizerischen Eidgenossenschaft“ verteidige, aber das ist nichts weiter als üblicher Lug und Trug von Üblen, die es besser wissen sollten, beispielsweise auch, daß die Bundeswehr der BRD, die in Wahrheit eine Vasallentruppe der VSA ist und dessen Soldaten Befehle von VS-Amerikanern zu gehorchen haben. Ihre Aufgabe ist, den Feind so lange hinzuhalten, bis richtiges Militär kommt. Über die Pässe kommt man übrigens wie ein Soldat der „Schweizer Armee“, am besten mit dem Fahrrad. Per Pedes oder auf Schusters Rappen erfährt man die Berge und Täler am sinnlichsten. Schöner reisen geht nicht, oder?

Es müssen beim Erleben nicht „schmale Saumpfade über die Berge“ sein oder „römische Fahrwege“, aber nicht nur Tunnel und Brücken. Davon gibt es längst viele. Von „120 gut ausgebaute Alpenübergängen oder -durchstichen“, welche „die Schweiz zum wichtigsten Transitgebiet Europas“ mache, ist die Rede. Lange Rede, kurzer Sinn: Werfen Sie nicht nur einen Blick ins von Richard von Tscharner, Fondation Carène, herausgegebene Buch über Alpenpässe der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Bibliographische Angaben

Herausgeber: Richard von Tscharner, Fondation Carène, Land der Pässe, Eine Zeitreise in die heutige Schweiz, 264 Seiten, 50 farbige und 74 s/w-Abbildungen, Sprache: Deutsch, Bindung: fester Einband mit Schutzumschlag und Lesebändchen, Format: 30 x 30 cm, Verlag: Scheidegger & Spiess, Zürich, 1. Auflage 2023, ISBN: 978-3-03942-156-5, Preis: 79 SFr; auch in englischer Sprache mit dem Titel „Alpine Passes of Switzerland – Journey to Modernity“ erhältlich

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