Die Geschichte ihrerseits geht in Scheiße auf – Annotation zum Buch „Nach meinem Tod zu veröffentlichen“ von Pier Paolo Pasolini

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"Nach meinem Tod zu veröffentlichen", späte Gedichte von Pier Paolo Pasolini. © Suhrkamp

Berlin, Deutschland (Kulturexpresso). Welche Freude, nach vielen Jahren des Wartens halten wir endlich die letzten Gedichte des Großen Italieners Pier Paolo Pasolini in den Händen. Die Lyrik war immer seine Leidenschaft, in seinen vom tiefen Humanismus getragenen Gedichten schreibt er über die sozialen und politischen Nöte Italien und der Welt, die auch dem heutigen Leser sehr nah geht.

Pasolini war immer kompromisslos und voller Wut auf den Kapitalismus und die Auswüchse der Profitgeier. Seine Liebe galt den einfachen Menschen, ihnen wendet er sich in zarter Wut zu und macht ihre Geschichten zu den seinen. Nur zu oft geht deren: „… Geschichte ihrerseits geht in Scheisse auf …“

Pasolini beherrscht den Vorschlaghammer im Metapherngewitter und dengelt die Brut des Bösen, bis es spritzt vor Liebe.

Geile Gedichte, lesen! Ach was! Auswendiglernen und den Mächtigen um die Ohren jodeln!

Bibliographische Angaben

Pier Paolo Pasolini, Nach meinem Tod zu veröffentlichen, Späte Gedichte, 640 Seiten, Herausgeber, Übersetzer aus dem Italienischen, Nachwort: Theresia Prammer, fester einband mit Schutzumschlag, Verlag: Suhrkamp, Berlin, 2021, ISBN: 978-3-518-43009-5, Preise: 42 Euro

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